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andreas louis seyerlein : particles » harlem : artist südwärts
Vor 7 Stunden … Lesen ▼
charlie : 0.06 – Kurz nach 8 Uhr abends betritt ein hochgewachsener, schöner Mann den Subwaywagon, in dem ich sitze. Er trägt eine rote Hose, die schillert, Turnschuhe von schwarzer Farbe, einen Gürtel, der Schlangenhaut simuliert, davon abgesehen ist der Mann unbekleidet, die schwarze Haut seines Oberkörpers glänzt, auch die Haut seines Kopfes, auf dem sich keinerlei Haar befindet. Er kommt also herein, Höhe 168. Straße, geschmeidig, vollzieht einen Handstandüberschlag und hängt sich, Kopf nach unten, an eine der Haltestangen, die sich in den Wagons der Linie C befinden. Eine leichte, schaukelnde Bewegung, ich könnte sagen, eine Bewegung der Ruhe vor dem Sturm, die Augen geschlossen, gleich werden sich die Arme des Mannes über das Gestänge des Wagons bewegen, er wird den Reisebehälter, der von zahlreichen Menschen bewohnt, durch den Untergrund der Insel Manhattan rattert und scheppert, durchmessen, ohne den Boden mit seinen Füssen zu berühren, lautlos, bebende Muskeln, Arme, Rücken, Bauch, indem sich ein Arm des Mannes von der Stange löst, wird er an den Schwingen einer Hand gegen den Süden fliegen, um einen weiteren Handvogel nach sich zu ziehen, bald mit Hand No 3 und Hand No 4, die beide Schuhe tragen, nach offenen Räumen zielen, um Fahrt aufzunehmen, ein segelnder Körper, mal gestreckt, dann wieder zu einem Ball geworden, der sich um eine der senkrechten Stangen windet, die das Dach des Zuges zu halten scheinen, ein Hut indessen, der mal da mal dort unter den Nasen der Staunenden vorüber kommt, gleich ist es soweit, 166. Straße, noch eine, noch eine halbe Sekunde. – stop

der goldene fisch » Björn Kiehne : still still still
Vor 13 Stunden … Lesen ▼
nur wenige worte
führen in die stille
wie
schschsch
oder
willst du ein bonbon
zertrene muscheln am strand
zerbrochene zweige im gebüsch
schlaf jetzt
der fleck geht beim
waschen wieder raus
sag nichts
mama
nichts
papa
schschsch
ich sag nichts
still still still
weil das Kindlein
schlafen will
Gleisbauarbeiten » WUNSCHKINDER (Pathetische Worte zum Jahrestag eines großen Ereignisses)
Vor 18 Stunden … Lesen ▼
Heute vor 18 Jahren ereignete sich, was mein Leben für immer änderte. Ich wurde reicher als ich mir je hätte vorstellen können und als jeder Lottogewinn mich machen könnte. Ich verliebte mich auf den allerersten Blick, rückhaltlos. Ich wusste, jetzt war ich gebunden, für immer und ewig. Es war nicht der glücklichste Tag meines Lebens, denn vieles ging schief. Am Ende dieses Tages hielt ich das Kind, das ich geboren hatte, nicht in den Armen, denn es musste auf die Intensivstation, wo ich nicht mit hin durfte.
Das Kind, das vor 18 Jahren geboren wurde, ist nun ein junger Mann. Dass es ihn gibt – und seinen Bruder – ist ein Glück, das durch nichts aufzuwiegen ist und mit dem nicht unbedingt zu rechnen war. Ich wurde schwanger, als ich die Hoffnung schon aufgegeben hatte. Der Sohn, der am 3. Februar 1994 geboren wurde, ist ein Wunschkind. In dem Jahr, in dem er geboren wurde, erreichte die Geburtenzahl in Deutschland einen neuen Rekordtiefstand. Das wird sein und das Leben seines anderthalb Jahre jüngeren Bruders prägen. Anders als meine Generation, die Babyboomer, wachsen sie in einer Gesellschaft auf, in der Kinder und Jugendliche in der Minderheit sind.
Der Geburtenrückgang und seine ökonomischen Folgen ist ein in regelmäßigen Abständen in den Medien auftauchendes Thema. Man macht sich Sorgen um die Rente. Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist diese mit Absicht geschürte Angst um die Altersversorgung der Babyboomer unsinnig. Es handelt sich – wie bei allen sozialen Fragen – um ein Verteilungsproblem, das in einer reichen Gesellschaft zu lösen ist, wenn man nur will. Die Steigerung der Produktivität machte es lediglich notwendig, die sozialen Sicherungssysteme vom Faktor Arbeit zu entkoppeln. Es gibt jedoch gewichtige Interessen, die Ängste der alternden Babyboomer um die Lebensstandardsicherung wachzuhalten. Nur so ließen und lassen sich neoliberale Konzepte durchsetzen. Die Rentenpolitik ist dafür nur ein Beispiel. Auch aus globaler und ökologischer Perspektive ist das Gejammer um den Geburtenrückgang in Deutschland allenfalls nationalistischer, schlimmstenfalls rassistischer Schwachsinn. Die Welt braucht nicht mehr deutsche Kids, die ihr noch einen fetten CO2-Fussabdruck aufpressen und dafür sorgen, dass anderswo ganze Länder untergehen.
Mich stimmt der Geburtenrückgang in unserer Gesellschaft aus ganz anderen Gründen traurig. Denn ich glaube er ist Ausdruck einer pessimistischen Grundhaltung. Dass immer weniger Menschen mit Kindern leben und leben wollen, ist ein Zeichen ihres mangelnden Vertrauens in die Zukunft, ihrer Weigerung, sich Leben nach dem Ende ihres eigenen vorzustellen und diese Vorstellung in die Gestaltung ihres Lebens mit einzubeziehen. Wut-Bürgertum, das sich verzweifelt daran klammert, das Erworbene zu erhalten, wachsende Intoleranz gegenüber adoleszenter Jugendkultur, die immer schon mit Gewalt und Risikio verbunden war, Technikfeindlichkeit und Natur-Romantizismus sind Ausdrucksformen dieser Haltung.
Es ist schwierig, sich zu dieser Frage zu äußern, ohne in Fettnäpfchen zu treten oder Menschen zu verletzen, die man sehr schätzt. Gut die Hälfte meiner Freunde hat keine Kinder. Nur in den wenigsten Fällen ist die Ursache für die Kinderlosigkeit eine Grundsatzentscheidung. Aber gewachsene Ansprüche an Selbstverwirklichung, Beziehungsqualität und Erziehungskompetenz, Misstrauen gegen sich selbst und mögliche Partner, Zögerlichkeit, Weltschmerz und –skepsis spielen doch in einigen Fällen eine Rolle. Es ist häufig die Rede davon, dass man Kindern „etwas bieten“ können müsse oder dass man Kindern die Welt, wie sie ist, „nicht zumuten könne“.
Fakt ist: Die Zahl der Geburten geht nicht in jenen sozialen Gruppen am stärksten zurück, die über das geringste Einkommen verfügen. Das Gegenteil ist der Fall. Sie geht dort am stärksten zurück, wo die höchsten Einkommenseinbußen nach der Geburt von Kindern zu erwarten sind. Lebensstandard, Gesundheitsvorsorge und Lebenserwartung waren nie irgendwo besser als in unserer Gesellschaft. Beide Argumente „ziehen“ also nicht. Viel eher ist es so, dass erwartet wird, die subjektive Lebensqualität mit Kindern sinke oder die subjektive Lebensqualität der potentiellen Kinder werde fallen in einer Gesellschaft, die als im Niedergang befindlich wahrgenommen wird. Kulturpessimisten („Fernsehen verblödet“, „Facebook ist eine Krake“, „Gefühlsverrohung“) und „linke“ Politiker und Ökonomen („Verarmung“, „Bildungsnotstand“, „Ökonomisierung aller Lebensbereiche“) singen ihr trauriges Lied auf allen von ihnen verteufelten Kanälen. Sie haben mit vielem ja Recht. Aber ihr Refrain: „Alles wird immer schlimmer.“ ist objektiv betrachtet schlicht Unsinn. (Eine Zeitreise in die 50er oder 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts würde ihnen das rasch klarmachen.)
Woran liegt es also, dass immer weniger Menschen in Deutschland mit Kindern leben wollen? Als mein erster Sohn geboren wurde, war ich 28 Jahre alt. Vor 30 Jahren wäre ich damit eine „Spätgebärende“ gewesen. Ich habe hier im Blog vor einige Zeit die Anti-Baby-Pille als größte Erfindung der Menschheit gepriesen, weil sie Frauen das Recht und die Möglichkeit eingeräumt hat, Kinder zu bekommen oder nicht zu bekommen, wann sie wollen. Eine Mehrheit der Frauen möchte offenbar Kinder erst dann haben, wenn die eigene Ausbildung abgeschlossen ist. Denn die ökonomische Abhängigkeit vom Kindsvater ist für viele Frauen ein zu hohes Lebensrisiko. Außerdem können viele im Beruf Anerkennung und Befriedigung finden, die Hausarbeit nicht gewährt. In anderen, ähnlich entwickelten Gesellschaften entscheiden sich Frauen auch später für das erste Kind. Aber in Deutschland, Italien und Spanien wird diese Entscheidung häufig so lange hinausgezögert, bis es zu spät ist. Fällt Ihnen etwas auf? Es handelt sich bei diesen Staaten mit der geringsten Geburtenrate um die postfaschistischen Staaten in Europa.
Meine These ist: Je mehr eine Gesellschaft von einer faschistoiden Mütter-Ideologie durchdrungen ist, die Frauen zu Gebärmaschinen, Milchkühen und Pflegekräften degradiert und sie auch noch glauben machen will, das sei ihre „Natur“, desto weniger Frauen entscheiden sich für ein Kind. Denn die widerliche Pseudo-Aufwertung der Vollzeit- und -blut-Mutter, die sie zugleich zu einem Instinktwesen herabwürdigt, bleibt den Frauen ja nicht bloß äußerlich. Es ist eine Sache, sich gegen solche Zuschreibungen von außen zu wehren, eine andere ist es, wenn diese Ideologie über Familie und Kultur in uns selbst eingesickert ist, so dass sie uns immer wieder ein schlechtes Gewissen zu verursachen vermag, wenn wir ihr nicht „gehorchen“, ja schon, wenn wir die „natürlichen“ Gefühle, die sie uns vorschreibt, nicht empfinden. Dass so wenige Kinder unter uns leben wie nie zuvor, ist meiner Meinung nach vor allem die Folge dieser Ideologie, die tief im „deutschen Wesen“ verankert worden ist. Sie auszumerzen, bedarf es mehr, als bessere Kinderbetreuungseinrichtungen oder sozialer Umverteilungsmechanismen zugunsten von Kindern.
Frauen müssen das Gefühl haben können, Mütter sein zu können, ohne alles andere zu verlieren, was sie sind. Es ist wunderbar, Mutter zu sein, finde ich. Ich war immer berufstätig. Meine Söhne haben sich prima entwickelt. Dass ich das in dem Zusammenhang betonen muss, ist der Skandal. Aber so war es: Sie wurden mitleidig betrachtet, als sie nach der Schule in der Hort mussten, statt nach Hause zu Muttern zu traben. Ich selbst habe oft ein schlechtes Gewissen gehabt, weniger weil ich mich nicht genug kümmerte, als weil ich nicht zufrieden damit bin und war, ausschließlich Mutter zu sein. Immer habe ich auch Frau, Kunsthistorikerin, Dozentin, Freundin, Geliebte, Autorin sein wollen (und noch vieles mehr). Eine Gesellschaft, die sich keine Kinder wünscht, die meinetwegen melancholisch, aber doch höchst annehmlich, bequem und abgesichert „Apokalyspe now“ stöhnt, sich über die Verkommenheit und Kulturlosigkeit der (wenigen) Jungen beklagt und Zeiten verklärt, als weniger Leute weniger Freiheiten hatten – das ist eine, in der ich nicht so gerne leben möchte. Menschen sind intelligenter, plastischer, vielfältiger, sonderbarer, eigenwilliger, als der Kulturpessimist in seiner erbarmungslosen Selbstgerechtigkeit es wahr haben will. Kein natürlicher Instinkt hat mich zur Mutterschaft getrieben, sondern meine bewusste Entscheidung. Denn ich glaube an die Zukunft des "unterschätzten Menschen" und ich freue mich über Veränderungen. Deshalb sind meine Kinder Wunschkinder.
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| Die Wunschkinder :-) , 1999 |
pödgyr » cum mortuis in lingua mortua 1: Bilder einer Ausstellung
Vor 21 Stunden … Lesen ▼
projekt damals. was mich … äh … prägte, sich so einprägte, dass die münze noch heute währung ist, nach 10, 20, 25, 30 jahren. ein nachlesen, -lauschen, ein nacherleben. das ewiggestrige ins heute und ins netz geholt, gecopy&pasted. die unvermutung des wiederempfindens dokumentiert von the-old-school-herrchen older HELDchen, die lingua mortua der noch nicht, nur ein bisschen mortuis. ein nachsinnen aus der vergangenheit in die gegenzukunft, ein "angriff der gegenwart auf die übrige zeit" (kluge, von dem wir hier auch noch als prägung lesen werden). ein dokument des quer(ver)stehens. die schrägheit von damals geradewegs ins netz und damit euch heut' gepostet. folge 1: bilder einer ausstellung: mussorgsky, dessen dieses werk insofern nachgelassen ist, dass er sich tot soff. dass also das glas immer halb voll geleert wurde. mit der sprache der todgeweihten, die dennoch so lebendig war, dass ich mitdirigierte auf der "promenade", und zuhause schien in baba yagas hütte, die auf hühnerfüßen wandelte. dicker meine beine jetzt, ödemischer, fetter dies sein, das doch so beständig von seinem reichtum der dürre kund tut. die rückschau beginnt jetzt hier etwas staubig, schwindelnd schütter, das grab erahnend, gleichwohl darüber das kreuz des lebens schlagend, wenn die küchlein ihr ballett auf den gebürtlichen eierschalen tanzen. das zwitscherte mir schon ca. 1980 so frech, dass ich mich zuweilen erfrechte. man sah mich auf hühnerfüßen als fetter hexenboxer. und springend zerspringend. freilich nicht auf klaviertasten oder im orchestralen saal, sondern da, wo das organon in der kammer den tonbändern sich verstrickt, wo das ganze in sein sündig geteiltes verrückt ist: isao tomita, der sich den tomus im synthesizenden tonus auf der schweigenden zunge zergehen ließ: die stille der de/konstruktion, olympisch und oft hymnisch im sound, berechenbar in dessen fallhöhen. öffnend das tor, das mit mussorgsky in kiev steht. das aber auch das tor zum himmel der holstschen „planets“ ist, das im halbvollen glas schon spiegelt sich, im kaffeesatz verdunsteten wodkas, im nach mehr als hundert jahren rückschaurauschspiegel. die sinfonische dimension des verschwindens – und wiederauftauchens, ständig … ein marsch des mars durch die vom selbst errichteten institutionen. eine grausame revolte, der man selber SO ohne S funk(el)t und opfert und zum opfer FÄLLT. [Link/Kommentar]
500beine » Belgisch Kongo
Vor 21 Stunden … Lesen ▼
Der lange Horst, der zu Höchstform auflief, wenn er die ersten paar Bier intus hatte, hatte die ersten paar Bier intus und lief zu Höchstform auf. Er prophezeite seinem Nachbarn am Tresen, wie das so wird mit dem modernen Leben. Demnächst.
“Heute sind Großrechner noch so groß wie ganz Belgisch Kongo, aber pass nur auf, im Jahr 2000 sind die Dinger so klein und flach, die passen in deine Westentasche. Es lebe die weisse Technikrasse!"
Er äugte nervös rüber zu dieser kleinen indischen Micky Maus, mit der er mal wieder Stress hatte. Nicht, dass sie wirklich ein Paar waren, es war mehr ein Techtelmechtel, das sich hielt. Die indische Micky Maus turnte seit vielen Jahren durch die Stadt, sah aber immer noch aus wie ein Teenie. Sie trug bunte indische Tücher und vorn am Hemd einen Sticker: "Nieder Mit Dem Männlichkeitswahn!" Ihre Mutter hatte noch "Nieder Mit Dem Imperialismus!" gebrüllt, als sie selbst Teenager gewesen war, jetzt war sie Mitglied im Katholischen Gebetskreis, während die Tochter abgeschnittene Schwänze sammelte.
“Ich sammle abgeschnittene Schwänze."
“Hast du also Spass an abgeschnittenen Schwänzen, du blöde Kuh?!" meckerte der lange Horst sie an.
“Du blöder Wichser!", sie wieder.
“Wer verliert, kriegt in die Fresse!" mischte sich Leon ein, aus vollem Hals lachend, er wohnte in Dresden mittlerweile und war nur zu Besuch in der alten Heimat.
Ich stand überm Notizbuch gebeugt und konnte mich nicht richtig konzentrieren, weil ich am liebsten jedes verdammte Komma behalten hätte, das die Leute setzten, aber ich war schon zu blau und behielt nur die einfachen Sachen, Sachen wie "Flamencotanzen auffem Gullydeckel!" (Leon) oder "Wasserbetten und Backfisch, obwohl roher Fisch gesünder ist." (Unbekannt und unvollständig.)
“In Afrika ham die Leute dauernd neunzig Fliegen in der Fresse", hörte ich jetzt wieder den langen Horst von links, ja, er war immer noch in Hochform, doch das würde sich nicht mehr lange halten, dann ging er den Bach runter, "und bei uns in Westeuropa? Da wird jede Fliege einzeln erschlagen."
“Ich mag keine Fliegen, also schlag ich sie platt", gab die kleine indische Micky Maus zurück. "Ich mag auch keine Ameisen. Ameisen ertrage ich nur als Haufen. Wenn ich Ameisen einzeln seh, kann ich sie nicht leiden."
Und dann kam er, mittenrein, der Satz des Tages. Ich hab keine Ahnung, wer ihn produzierte, weil mir die Stimme nicht bekannt vorkam, und vom Notizbuch aufblicken ging auch nicht, sonst hätte ich es nicht notieren können.
Erst rief Leon: "Du musst dahin, wo dein Herz dich hinschlägt!", worauf jemand entgegnete, aus einer anderen Ecke des Mumms, "..und wenn es dich auf die linke Backe schlägt, halt ihm noch die rechte hin!" Und alles grölte. Später kam noch "Liften lassen und Abi machen" hinzu," dann kann man nochmal anfangen mit dem Leben!"
So toll war die Ausbeute nicht, aber der ganze Tag war nicht toll, die ganze Beute, und dann schneite Karlos zur Tür rein, Karlos, die Zangengeburt, der neuerdings eine Narbe die Stirn runterlief, wie ein Canyon. Er hielt stracks auf mich zu und meinte: "Lass den blöden Kuli fallen, Glumm, wir trinken einen."
Mir doch scheissegal. [Link/Kommentar]
in|ad|ae|qu|at » aus dem leben der linie : kurve
Vor 22 Stunden … Lesen ▼
AUS DEM LEBEN DER LINIE : KURVE
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KLANGAPPARAT
File under “Allgemeinwissen” : Der Instrumentalklassiker “Green Onions” mit dem markanten Orgelriff wurde 1962 von Booker T. & the M.G.’s erstmals bei einem Sublabel von Stax Records herausgebracht , als
B- Seite der Single “Behave Yourself” . Infolge grossen Erfolges wurde das Stück bereits ein halbes Jahr später als A- Seite bei Stax herausgebracht und zählt mittlerweile zu einem der meist gecoverten Instrumentals der Soulgeschichte . Das grossartige Blog “Sounds of the 70s” hat eine Version des kubanischen Perkussionisten Mongo Santamaría aus dem Jahr 1968 aufgespürt und wir wissen nun endlich , woher dieser Standard kommt .
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andreas louis seyerlein : particles » midtown : library
Vor 23 Stunden … Lesen ▼
alpha : 0.22 – Im Laden der New York Public Library entdecke ich einen Brief, den Emilie Dickinsons im Jahre 1852 an Susan Gilbert notierte. Weiterhin Briefe des Schriftstellers H.D.Lawrence an Ernest Weekly, Jack Londons an Anna Strunsky, sowie Mark Twains an Enid Jocelyn Agnew. Diese Briefe kosten in einer Sammlung 50 $. Sie sind auf Tischtüchern festgehalten, feine, helle Stoffe, Handarbeit: Made in India. Seltsame Sache. – stop

roughblog » rough-kirche sagt: gut genug.
Vor 33 Stunden … Lesen ▼
dies sei das motto der diesjährigen fastenaktion und sie (die aktion) werde am 26. februar in frankfurt am main eröffnet. aha.
Einsortiert unter: roughness – Theorien der Genügsamkeit
[Link/Kommentar]
Gleisbauarbeiten » Wahre Worte
Vor 33 Stunden … Lesen ▼
“Wir brauchen den ‚Maya-Kalender‘ mit seinem angeblichen, von Ängsten und ihren Händlern beschrienen Endzeittermin 13.0.0.0.0 ebensowenig zu fürchten wie die biblischen Plagen. Die größte Plage, die wir fürchten müssen, ist das System der Armut und des Öls, des Wachstums und sinnlosen Nutzens, der Zahlenspiele und Verblendung, an dem wir alle teilhaben. Es wird keinen Weltuntergang geben, lediglich ökonomische Schwierigkeiten, große, unlösbare Schwierigkeiten, die mit dem Wirtschaftswachstum wachsen – und nicht abnehmen. Keine Theologie ist nötig, um diese Apokalypse zu begreifen – sondern die Abschaffung jeder Theologie! Nicht das Übernatürliche wird uns bedrohen, sondern die Natur, die uns bald unterwerfen wird wie Steinzeitkinder, wenn wir nicht lernen, die Geschichte zu beherrschen und den Fortschritt vom Profit zu trennen!"
Dead Wall Reveries – Literatur – Kritik – Philosophie
(Reset 13.0.0.0.0 Stürzt 2012 die Matrix ab? Teil 4) [Link/Kommentar]
Die Dschungel. Anderswelt. (Alban Nikolai Herbst / Alexander v. Ribbentrop) » DTs. 2.2.2012
Vor 34 Stunden … Lesen ▼
Jungenroman II:
Rohfassung zur ersten Fassung umgearbeitet, ff. Abgeschlossen. 163 Seiten (noch einzeilig, aber schon formatiert).
Umformatiert auf anderthalbzeilig. Kapitel durchgeguckt, dann alles rausgeschickt: an den Verlag, an den Lektor, an meine Impresaria. 243 TS-Seiten. >>>> Arbeitsjournal. Calixto Bieitos Freischütz: >>>> Antwort auf Boris Kehrmann.
[Cello, 65'.] [Link/Kommentar]
Aleatorik » Seit das Captcha weg ist
Vor 36 Stunden … Lesen ▼
Seit das Captcha weg ist, gibt es hier keine Kommentare mehr. Ich nehme an, dass Sie nicht etwa diese Hürde vermissen und, weil Sie den Hürdenlauf gewohnt waren, nicht mehr kommentieren, da Sie das einfache Geradeauslaufen verachten. Ich nehme vielmehr an, dass Sie alle fleißig meinen Roman lesen, um dann, wie Sie ja ahnen und vielleicht sogar befürchten, jene Hürde werden nehmen, werden erklimmen müssen!, die ich anstelle des Captchas einbaue: Fangfragen zu meinem Text. Das wird hier noch ganz streng und bitter werden! Ich hoffe, Sie sind gut vorbereitet, wenn ich hier die Zügel anziehe und dreidimensionale Hürden einführe.
Klingt als hätte ich etwas getrunken, nicht? Ist aber nicht der Fall. Ich bin nur angespannt. Dann bin ich immer so.
Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
geschehn aus unablässigem Bestreben.
Aléa hat’s hierher gestellt,
und zwar soeben.
Tainted Talents (Ateliertagebuch.) » Porträt of the artist as a young woman
Vor 45 Stunden … Lesen ▼
Irgendwie wusste ich damals schon, dass es verdammt viele Arten zu fliegen gibt.
(Nur so nebenbei: Michael Krüger vom Hanser Verlag >>> spricht über unbekannte Autor:innen. Achteinhalb Minuten Grundkurs für Schreibtischtäter.) [Link/Kommentar]
Die Dschungel. Anderswelt. (Alban Nikolai Herbst / Alexander v. Ribbentrop) » Fertig! Das Arbeitsjournal des Donnerstags, dem 2. Februar 2012.
Vor 45 Stunden … Lesen ▼
9.30 Uhr:
[Arbeitswohnung.]
Das fasse ich jetzt selbst kaum. Die Erste Fassung des Jungenromans II ist fertig: bereit fürs Lektorat. Absolut wie vorgehabt: am Tag der letzten >>>> Countdown -Zählung. Dabei hatte ich vorgestern noch zur Löwin gesagt: Kann sein, daß ich es nicht pünktlich schaffe, sondern einzwei Tage dranhängen muß. Aber vielleicht, habe ich ihr gesagt, ist das auch gut so, weil es besser ankommt, wenn das nicht immer so perfekt läuft.
Da hatte sie vollen Herzens zugestimmt.
Aber nun ist es d o c h perfekt gelaufen wenn ich davon absehe, daß ich >>>> bei der Prägungsnummer 8 die Waffen strecken mußte, also für d a s Projekt. Das ich wahrscheinlich heute noch, eben da, fortsetzen werde. Sowie der Jungenroman an Lektor und Verlag hinaus ist.
Aber erst einmal sitzt das Eierwasser auf. Ich möchte eine Kleinigkeit frühstücken. Seit früh um halb fünf bin ich auf, seit fünf sitz ich am Schreibtisch.
Und dann will ich ans Cello.
Dann suche ich schon mal das Zeug für die Steuererklärung zusammen, die nun ansteht; Frist 8. Februar. Und mit dem WDR will ich telefonieren, ob es mit den beiden neuen Hörstücken klappt. Das und anderes habe ich vor mir hergeschoben.
Leser:innen: nicht die moribundi, sondern ein Lebender grüßt Euch.
243 Typoskriptseiten, das werden im Buch schätzungsweise etwas über dreihundert werden, vielleicht dreihundertfünfzig. In dreißig Tagen geschrieben. Verzeihn Sie mir meinen stolzen Triumph. (Aber ich bin auch, wie enthusiastisch auch immer, nervös: Was wird man sagen?)
Und wie die Sonne draußen scheint! In diese herrliche Kälte.
20.15 Uhr:
Mein Junge ist gerade mit seiner Freundin gekommen und übt Cello. Ein bisserl spät, aber nun ja. Ich meinerseits habe eben die fällige >>>> Antwort auf Boris Kehrmann geschrieben. Es kostet eine gute Zeit, auf diesem Niveau zu diskutieren. Ich hoffe dennoch, daß es weitere Kommentatoren geben wird, die sich aber dann auch >>>> die Aufführung ansehen müßten, die übermorgen abend zum zweiten Mal auf die Bühne kommen wird.
Später werd ich wohl den Profi sehen, um mit ihm auf den fertigen Jungenroman anzustoßen.
isla volante » meer
Vor 45 Stunden … Lesen ▼

eigentlich sind wir immer mitten in der geschichte und wollen doch glauben, dass sie irgendwann neu anfäng oder ein gutes ende nimmt.
was natürlich nicht dagegen spricht, den ganzen ballast mal kräftig durch zu spülen.
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