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Die Dschungel. Anderswelt. (Alban Nikolai Herbst / Alexander v. Ribbentrop) » die zeit aus den augen verloren. mist. ich griff noch nach der uhr beim verlassen…
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die zeit aus den augen verloren. mist. ich griff noch nach der uhr beim verlassen des hauses und band sie um, da bin ich mir sicher. jetzt ist sie weg. wie oft hab ich sie abgenommen in der physio und gedacht, na, wenn du die nicht mal eines tages vergisst. jetzt ist mir meine zeit ganz namenlos zerrissen am handgelenk und kam wahrscheinlich irgendwo zwischen moabit und pankow oder im metrobus zu liegen. ein geschenk von m. m, der uhren hasst, und seine sofort abnimmt, sobald er zurück von der arbeit ist. die dinge sind leider nie nur die dinge. man lädt sie auf mit bedeutung, es sei denn, sie befinden sich unter motorhauben und computergehäusen, dann sind es schlicht teile. 3 h geschlafen. ich komme nach berlin, um auszuschlafen und die innere getriebenheit zu beruhigen, das ende vom lied, ich beringe mich unter den augen und bin getriebener als zuvor. aber, wenn ich mich jetzt hinlege, kann ich mich für den rest des tages in die tonne treten, und das wäre mehr als schlecht. soundkarte knickelt sich manchmal wieder hoch. ich müsste eigentlich mit dem mac noch los. vielleicht ist nur was locker. ne runde schwimmen wäre auch nicht schlecht. kein elan. das konzert im lido gestern war wider erwarten enorm reinlaufend und gliederzuckrig, nur dass die durchschleifer nicht ohne die videophrasen auskommen wollen, versteh wer anderes als ich, starke drums, streicher, na ja, bisschen smooth, für meinen geschmack, wäre auch ohne gegangen, meist.
blöd mit der uhr. tempus fugit. nicht zu ändern. vielleicht noch mal den weg bis zur bushalte gehen? bei g, der wunderbaren g, die so strahlend glücklich wirkt, irgendwie absolution für nicht begangene blödigkeiten erbettelt, beichten auf vorlass. deutschland, land der ideen, sprache der verfehlungen. zeit opfern. [Link/Kommentar]
taberna kritika - kleine formen » @etkbooks twitterweek (20100313)
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taberna kritika - kleine formen » 2007-12-07 Die anstrengenden Tage des
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von bäumen blättern blätter
feuerwerk oder war es doch ein
genau genommen ausserhalb
grünt mit palmen kleiner herbst
manchmal blendet dich nilgrün
das wetter ist hier kein thema
heu macht man hier im winter
für den sommer
Die anstrengenden Tage des Besichtigens. Das Datum schreiben. Meide Wörter auf ung möglicherweise Lust auf Lust Endsilben zu meiden, erkundige (mich) nach eventuellen Idiosynkrasien in anderer Sprache, Arabisch? Französisch? oder nice weather today wie? wie hier vom Wetter sprechen erwähne feinste Temperaturschwankungen Lichtdifferenzen bei den Pyramiden heute es ist Freitag Gruppen um Gruppen von Kindern Mädchen Buben von Jugendlichen lachen kichern auch GANZE Familien oder 1 Familienfesttag oder die Kleinen reiten auf Kamelen Pferden oder auf das Besehen der Pharaonenbarke vergessen oder doch auch das noch mitgenommen nämlich die Erinnerung an
abgelegt in: tagumtag kairo
Die Dschungel. Anderswelt. (Alban Nikolai Herbst / Alexander v. Ribbentrop) » Arbeitsjournal. Freitag, der 12. März 2010. Mit Kopfschmerz.
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8.27 Uhr:
A l l e s ist im Kopf. Auch das metaphorische Herz. Selbst vögeln können wir nur, wenn das Gehirn es will und erlaubt. Und können es nicht, erlaubt es das nicht. Es verliebt sich der Kopf, nichts anderes, der metaphorische. Er auch sperrt sich und weist die Umarmungen ab. Er ist es, der vom anderen trinkt, er hat die Macht der Hormone von Frauen. Aufgeschlagen liegt auf dem zweiten Arbeitstisch, an dem wir auch essen, mein Junge und ich, >>>> Gregs Tagebuch mit den bekloppten besten Freunden und fragt mich: Wie willst du dein Leben führen? Es ist überhaupt die Kühlmannfrage, was denn ein Leben sei, das recht geführt wird. Wir müssen lernen zu wissen, was wir wollen. Ich fragte meinen Sohn gestern, weshalb er denn das und das w i e d e r nicht getan habe; er antwortet: Ich weiß nicht. Woraufhin ich ihm sagte, diesen Satz wolle ich von ihm nie wieder hören, verwende er ihn noch ein einziges Mal, würde ich seine, meines Jungen, Zeit streng durchstrukturieren. Alles, was wir tun, tun wir mit Gründen. Wenn du lieber mit deinen Karten spielst, als Cello zu üben, dann heißt das, daß dir die Karten wichtiger sind als das Cello. Dagegen ist nichts einzuwenden, aber dann muß man auch die Konsequenzen tragen. Wenn es dir lieber ist, mit deinen Freunden zu spielen als Hausaufgaben zu machen, heißt das, daß das Spiel mit den Freunden dir wichtiger als die Hausaufgaben ist, also wichtiger als die Schule ist. Wenn du mir sagst: Ich hatte einfach keine Lust, Hausaufgaben zu machen, sondern ich wollte lieber in den Schülerclub, dann ist das eine Aussage, die ich akzeptiere, auch wenn sie mir nicht gefällt und auch aus ihr Konsequenzen zu ziehen sind, jedenfalls wenn das öfter, sagen wir: unentwegt, vorkommt. Antwortest du aber: Ich weiß nicht, dann ist das inakzeptabel, und ich werde Gegenmaßnahmen ergreifen. Es war überhaupt ein schwerer Abend, der zu einer schweren Nacht wurde. Nein, nicht meines Jungen wegen, mit dem ich grundsätzlich sehr einverstanden bin, zumal die Pubertät bereits deutliche Flackerscheine über die Wände wirft. Aus einem anderen Grund war es sehr schwer, zum Weinen imgrunde, wenn sowas denn hülfe. Es hilft aber immer nur: handeln. Bis nach Mitternacht mit dem Profi nicht, >>>> liebe Melusine, in der Bar gewesen, aber doch im Soupanova, erstmal karrten wir eine halbe Stunde, ich zitterte noch, war bis auf die Knochenhaut verletzt, ums Carrée, um für seinen Maserati einen Parkplatz zu finden. Der Freund ist zur Zeit ganz ebenso verletzt, beide kommen wir mit Situationen der Hilflosigkeit schlecht klar. Jeder drei Bier oder waren es vier? Dann noch Ewigkeiten telefoniert, wobei fast immer die völlig Falschen abkriegen, was man gerade ihnen nicht aufbürden darf. Aber tut. Jedenfalls sah ich mich schon alles umwerfen, so richtig von Grund auf. Ein Anruf heute morgen, der mich abermals Verschlafenden vom weitren Verschlafen dann abhielt, richtete es wieder: provisorisch, das ist mir schon klar. Provisorien sind nix, was ich schätze. Provisorische Lebensentwürfe tragen das Problem in der gräßlichen Redundanz ihres eignen Begriffs. Andererseits, das war ja meine Kühlmannfrage: ist denn ein rechtes Leben möglich, ein zugleich gerechtes wie weises und menschliches, und zwar ohne Verzicht dort, wo Verzicht klein macht, weil er ständig die Seele verwundet? Indem ich mir diese Frage stelle, ihr nicht ausweiche, verläßt mich der Kopfschmerz.
Matthias Kehles Lyrik-Blog » "Viel bildungsbürgerliches Wissen"
Vor 9 Stunden … Lesen ▼
Dieser Tage las Nora Gomringer in Deutschen Literaturarchiv in Marbach. Und sie lehrte bei einem Lehrerseminar. Die Dichterin sei "gerne in Bildungsanstalten", wissen die Stuttgarter Nachrichten. Weshalb sie bei Schülern so beliebt ist, und weshalb "Literatur und Bildung" untrennbar zusammengehören (was wir unserem neuen Landesvater ins berühmte Stammbuch schreiben sollten, von den Kommunalpolitikern ganz zu schweigen): Hier weiterlesen! [Link/Kommentar]
Die Dschungel. Anderswelt. (Alban Nikolai Herbst / Alexander v. Ribbentrop) » entweder hab ich im moment…
Vor 10 Stunden … Lesen ▼
….. die schlafkrankheit, oder mein gehirn befand die letzten zwei abende ein sofortiges abschalten für not:wendig. die kollegin zickt seit einer woche nur noch rum, der eine chef pflaumt durch die gegend, ich nenn das jetzt mal so, weil ich der meinung bin, daß er mal wieder richtig vögeln sollte, der andere sagt ständig was, behauptet fünf minuten später das gegenteil. in folge dessen wird aus jeder mücke ein elefant gemacht, was sehr anstrengend ist. "ich versteh nicht, daß sie so ruhig bleiben können." "warum soll ich mich darüber aufregen, es ist sein problem und ihres, nicht meins." "aber das betrifft doch auch sie." "nein, ich stell mich ganz einfach nicht zur verfügung." "aber wenn wir wirklich keine überstunden mehr machen dürfen, betrifft das doch auch sie." "nein, falls es ihnen noch nicht aufgefallen sein sollte, ich laß schon seit geraumer zeit punkt uhr den hammer fallen. wenn dann noch etwas wichtiges erledigt werden muß, muß er das selbst tun. fertig, apfel." "ich kann das nicht, und ich verstehe nicht, daß sie ihre arbeit innerhalb dieser zeit schaffen, ihr schreibtisch ist abends aufgeräumt." "naja… werte kollegin, wenn sie das jetzt mal richtig betrachten, dann ziehen sie von ihren stunden mal die nachmittäglichen stunden ab, die sie im internet rumdaddeln…. dann ziehen sie noch den zeitlichen aufwand ab, den sie für's regeln ihrer privaten dinge benötigen, und dann den zeitaufwand, den sie brauchen, um die täglichen per sms verschickten heiratsanträge ihres schatzis zu beantworten." "ach du scheiße, fällt das so auf?" "ja, und nicht nur mir. sie klicken ja noch nichtmal den bildschirm weg, wenn ihr chef reinkommt, der sieht doch, was sie da machen, dann ist auch klar, daß er sie fragt, woher die überstunden kommen." "ich hab mich ja inzwischen daran gewöhnt, daß sie immer so direkt sind, aber müssen sie's denn so sein?" "wenn ich es als notwendig erachte, ja. anscheinend merken sie nichtmal mehr, wie sie sich verhalten. den ganzen nachmittag verbringen sie mit dingen, die nichts mit ihrem job zu tun haben, und um 17.00 uhr fangen sie an zu stöhnen, daß sie vor lauter arbeit mal wieder nicht pünktlich feierabend machen können." "so sehen sie das?" "ja. und wenn sie mal darüber nachdenken, wissen auch sie, daß es sich so darstellt, kann ja sein, daß es sich für sie nicht so anfühlt. fakt ist aber, daß ihr chef sich auf grund dessen ein bild von ihnen gemacht hat, und ihnen, und auch deshalb mir sagt, daß wir keine überstunden machen sollen, weil er das bild, was er von ihnen hat, auch auf mich überträgt…. nämlich das bild der assistentin, die den ganzen tag nicht wirklich was zu tun hat, abends aber anfängt zu stöhnen, daß sie ihre arbeit nicht schafft…. und das, nehm ich ihnen übel frau kollegin." "darüber hab ich noch nie nachgedacht." "nee, sie beschäftigen sich lieber den anderen halben tag damit, elegant durch die gegen zu zicken… sind sie eigentlich der meinung, daß das rumzicken zum job gehört?" da war stille…. am späten abend kam sie nochmal zu mir: "sie haben mich sehr nachdenklich gemacht." "und ich freu mich, daß sie darüber nachdenken. sie sollten wenigstens so schlau sein, und den bildschirm wegklicken wenn ihr chef reinkommt, erledigen sie erst ihre arbeit, und beantworten sie dann die heiratsanträge ihres schatzis." "da wollte ich sie noch was fragen, macht es ihnen was aus, wenn ich morgen später komme?, mein schatzi ist heute abend da, ich muß ihn morgen früh zur uni bringen." "sie müssen ihn zur uni bringen?, dafür brauchen sie eineinhalb stunden quer durch die stadt, gibt's keine straßenbahn?" "doch schon, aber er fährt damit so ungern." "ahja… dem menschen wille ist sein himmelreich. vögeln sie mit ihm die ganze nacht, frühstücken sie dann gemütlich, und bringen ihn zur uni, wenn sie dann kommen, hat ihr chef seinen kaffee auf seinem schreibtisch stehen." "vielen dank. wissen sie was?, so übel sind sie doch nicht." "wer sagt, daß ich übel bin, oder übles will?" "naja, ich dachte immer.." "ja, sie dachten, aber sie fragten mich nie." "stimmt, eigentlich tat ich ihnen viele monate unrecht." "ist ja nett, daß sie das endlich einsehen."
in|ad|ae|qu|at » Dokumentation | Zum Umbau der “Alten Schmiede” – PK am 11. 3. 2010
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DISCLAIMER
Artikellinks verschwinden , Berichte sinken ab ins kostenpflichtige Archiv : in|ad|ae|qu|at DOKUMENTIERT Meldungen , Meinungen , Äusserungen , Protestnoten und Politikerrepliken zur Zukunft des Literarischen Quartiers Alte Schmiede in chronologischer Folge .
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VORBEMERKUNG
Die bisher erschienenen Medienberichte folgen sämtlich praktisch im Wortlaut den Agenturmeldungen über das Mediengespräch “Alte Schmiede Neu” am 11. 3. 2010
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Modell Wiener Literaturzentrum “Alte Schmiede” | rk-Fotodienst
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WIENER LITERATURZENTRUM “ALTE SCHMIEDE” WIRD AB FRÜHJAHR UMGEBAUT – PID Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien | OTS , 11.03.2010
Utl.: Erweiterung der Veranstaltungs- und Bespielungsmöglichkeiten für eine der wichtigsten Kunstvermittlungseinrichtungen Wiens
Wien (OTS) – Im Rahmen einer Pressekonferenz in den Räumlichkeiten der “Alten Schmiede” (1., Schönlaterngasse 9) gab Kulturstadtrat Malaith-Pokorny heute, Donnerstag, eine neuerliche, größere Umbauphase des beliebten Kulturzentrums in der Inneren Stadt bekannt, welches vom Kunstverein betrieben wird. In einer ersten Phase waren bereits der Ausbau der Schmiedewerkstatt und der Galerie, die zu einem Lesesaal für Literaturzeitschriften adaptiert wurde, realisiert worden. Als eine der wichtigsten Einrichtungen für die Vermittlung von zeitgenössischer Kunst, Literatur und Musik bezeichnete Mailath-Pokorny das Haus im Herzen Wiens, das mit über 250 frei zugänglichen Veranstaltungen pro Jahr hohe qualitative Ansprüche an die Vermittlung zeitgenössischer Kultur setzt.
Zwtl.: Neues “Literarisches Quartier” bietet Platz für 200 Gäste
Nachdem der bisherige Veranstaltungsraum, das “Literarische Quartier”, dem Interesse der BesucherInnen räumlich nicht mehr nachkommen konnte und das Haus zudem 2008 von einem neuen Eigentümer übernommen wurde, begann man sich mit konkreten Ideen und Plänen für eine Umbaulösung zugunsten der “Alten Schmiede” als auch der EinwohnerInnen auseinanderzusetzen. Geplant sind durch den kommenden Umbau ein moderner, größerer und technisch optimierter Veranstaltungsraum im Kellergeschoss des Gebäudes sowie weitere Veranstaltungs- und Büroflächen, die eine ganztägige Bespielung des Hauses ermöglichen sollen. Die Stadt Wien fördert diesen Umbau, der insgesamt 900.000 Euro kosten wird, mit 50.000 Euro, zusätzlich soll auch das Programmangebot der “Alten Schmiede” verstärkt gefördert werden. Dieses wird sich auch in Zukunft der Literatur und Musik widmen sowie Programmschwerpunkte anbieten. Der geplante Umbau, der voraussichtlich bis Herbst 2010 dauern soll, stelle einen weiteren wichtigen Baustein in der Optimierung der städtischen Räumlichkeiten für Literatur dar, betonte der Kulturstadtrat.
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NEUE RÄUME FÜR DIE LITERATUR – Hermann Schlösser , Wiener Zeitung online , 11. 3. 2010
Wien. Als “intellektuelles Wohnzimmer” bezeichnete Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny am Donnerstag die “Alte Schmiede”. Allerdings kündigte er dabei zugleich auch an, dass dieses Wohnzimmer jetzt in den Keller verlegt wird. Seit 1975 betreibt der Kunstverein Wien in der Schönlaterngasse 9 das “Literarische Quartier”, in dem bisher schon mehr als 3000 Autorinnen und Autoren ihre Arbeiten vorgestellt haben. Doch ist in der “Schmiede” auch experimentelle Musik zu hören.
Jetzt wird das Quartier also grundlegend umgebaut: Der alte, ebenerdige Veranstaltungssaal im Hof wird aufgegeben. Stattdessen entsteht im Keller des Hauses ein neuer Saal, der doppelt so groß ist wie sein Vorgänger (200 Plätze statt 99). Dieser Saal wird zusammen mit der bereits als Veranstaltungsraum genutzten “Alte Schmiede Werkstatt” im Parterre und dem Bürotrakt im ersten Stock eine dreigeschoßige Einheit bilden, die von einem neu gestalteten Eingangsbereich erschlossen wird.
Diese Baumaßnahmen (betreut vom Architekturbüro Schrattenecker/ Neureiter & Partner) stehen im Zusammenhang der Gesamtrenovierung des denkmalgeschützten Hauses durch einen neuen Eigentümer.
Im Herbst 2010 soll die “Alte Schmiede neu” fertig sein, der Umbau wird rund 900.000 Euro kosten. Wie Walter Famler, der Generalsekretär des Kunstvereins Alte Schmiede, erklärte, wird sich das Selbstverständnis der “Alten Schmiede” auch in den neuen Räumen nicht grundlegend verändern.
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WIEN: “ALTE SCHMIEDE” WIRD UMGEBAUT – APA | Der Standard online , 11. 3. 2010
Literaturinstitution künftig mit mehr Fassungsvermögen
Wien – Die Wiener Literaturinstitution “Alte Schmiede” wird bis Herbst 2010 für rund 900.000 Euro umgebaut. Dadurch soll die Veranstaltungsstätte in der innerstädtischen Schönlaterngasse besser strukturiert und mit mehr Fläche ausgestattet werden. Die augenscheinlichste Veränderung: Der größte Raum, das “Literarisches Quartier”, wird vom Hof in den Keller verlegt. Zudem wird ein neuer Eingang geschaffen, wodurch Besucher nicht mehr den Umweg über den Innenhof nehmen müssen, sondern die Kultureinrichtung direkt von der Straße betreten können.
Die Umgestaltung sei so organisiert, dass es voraussichtlich zu keiner Einschränkung des Betriebs kommen werde, freute sich Walter Famler, Geschäftsführer des Betreibers “Kunstverein Wien”, in einer Pressekonferenz am Donnerstag. Laut Famler wird sich an der programmatischen Ausrichtung der Alten Schmiede Neu nichts verändern.
Die Stadt schießt für die Neustrukturierung 50.000 Euro zu. Zudem werde die jährliche Förderung durch die geplante Intensivierung des Programms auf 1,4 Mio. Euro erhöht, kündigte Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny an. Schließlich gehöre das “intellektuelle Wohnzimmer” mit seinen mehr als 250 kostenlos zugänglichen Programmpunkten pro Jahr zu den wichtigsten kulturellen Nahversorgern im Herzen Wiens.
Fassungsvermögen verdoppelt
Bernhard Schrattenecker, dessen Architekturbüro für den Umbau verantwortlich zeichnet, nannte als primäres Ziel des Vorhabens die Trennung von Besucherströmen und Anrainern. Schließlich sind die Räumlichkeiten, in denen neben Lesungen auch Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen über die Bühne gehen, in einem mehr als 300 Jahre alten Wohnhaus untergebracht.
Künftig werden Kunstinteressierte über einen neuen Eingangsbereich Einlass finden. Dieser wird direkt in jenes Gewölbe führen, dass der Schmiede seinen Namen gibt – die ehemalige Schmiedewerkstatt. Über Treppen werden dann sämtliche andere Bereiche miteinander verbunden sein. Im Untergrund wird das “Literarische Quartier” einziehen, wodurch das Fassungsvermögen von derzeit knapp 100 Personen verdoppelt wird.
Bühne und Publikumsfläche sollen flexibel sein, grundsätzlich aber die Arena-Anordnung erhalten bleiben. Der jetzige, im Hof untergebrachte Saal wird künftig nicht mehr kulturell genutzt, sondern vom Hauseigentümer voraussichtlich für den Wohnbereich des Gebäudes adaptiert.
Im ersten Stock werden hingegen die Büros des Kunstvereins zusammengelegt, um nicht nur die Arbeitssituation zu erleichtern, sondern zudem Seminare, Tagungen oder Pressekonferenzen optimaler abhalten zu können.
Die eigentliche Schmiedewerkstatt im Parterre sowie die angrenzende, erst 2008 eröffnete Galerie der Literaturzeitschriften bleiben in ihrer jetzigen Form bestehen. Insgesamt verfügt die Alte Schmiede nach Ende der Arbeiten über 500 Quadratmeter. (APA)
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pödgyr » Do, 11.3.10 (Fr, 12.3.10, 2:39): Auf der Suche nach Adorno
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Es gibt keine richtige Tür im falschen Flur. Diese aufgenommen im Seitengang einer Kaufpassage. Sie scheint nirgendwohin zu führen. Oder überall hin. Vernetzte Katakomben. Melancholischer Eindruck mit Auslöser. Festgehalten in seinem Fluchtgedanken. Im Buchladen, um Horkheimer/Adorno: “Dialektik der Aufklärung" zu kaufen. Nicht vorhanden, nur Hegel und Kant. Verschlossene Tür. Dann im Netz gefunden, als PDF. Guter Ersatz für abendliche Theoriestunde ist dagegen die ironisierte Praxis der Kulturindustrie: Tim Burtons “Charlie und die Schokoladenfabrik". Lilly und ich sind hoch amüsiert (und auch gerührt und nicht geschüttelt) von dieser Überdrehung der Trickkiste. Ein schrilles Kleinod im Mainstream. Feinsinniges Erleben mit ihr, Seite an Seite, die Saiten gleich gestimmt, sie an meinen Stimmwirbeln. Ihre sicheren Griffe in die Filmkiste. Campinggefühl in unserem Heimkino auf Laptop-Leinwand und Matratzensessel. Liegestühle, wartend auf den ersten Frühling. Zauberhaft unaufgeräumt. Als gäbe es, fällt man stunden- oder tageweise gemeinsam aus dem Leben, doch das richtige im falschen. [Link/Kommentar]
andreas louis seyerlein : particles »
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parallalie » …
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parallalie » …
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maquis
maquillage
das gesicht
durchforsten
bald sein
(dein ton
gefällt mir nicht)
drück doch
nicht so! [Link/Kommentar]
Die Dschungel. Anderswelt. (Alban Nikolai Herbst / Alexander v. Ribbentrop) » Heute 38
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Nein, Efro hieß bzw. heißt er, wie mir heute erst wieder einfiel. Also der Kirchenväterei aufgesessen mit dem Efrem. Mir das ganze Anwesen heute angeschaut via google earth. Man kann das Dreieck des nutzlosen Teilgrundstücks durchaus unterscheiden, nicht allerdings das wild wuchernde Gras. [Herrje, Herr Benn, Halten, Harren, die Natur wolle ihre Kirschen machen; aber ich nehme an, der heutige Hagel habe den Aprikosenblüten dort mal wieder den Garaus gemacht (Kirschen ja noch nicht). (Die zwischen die Sätze eingeschobenen Aprèsludes-Blicke ins Buch, während ich versuche, mir etwas zuzubereiten, wofür ich eigentlich einen Backofen brauchte, den ich aber nicht habe: na, notfalls schmeiß ich den zu backenden Teig weg und eß den Lachs, den er umgibt ohne ihn (sah so pfannen-parat aus)).] Hat sich was mit Schlußstrich, der letzte Zug fehlt noch. Bisher nur die Wiedergewinnung von was weiß Ich ich von Ich weiß. Wenn er überhaupt zu ziehen ist. Aber alles Konziliante scheitert am falschen Weltbild, das ich nicht bin, von dem nur sie weiß. So daß ich in ihrer Vorstellungswelt eine Figur geworden, aufgepäppelt mit Vergangenheitshäppchen. Eine Figur, die sich nur außerhalb ihres Erzählstrangs bewegen kann, da sonst doch eher monolithisch und mit Kerben, die nicht verheilen. Bloß verwittern. bleiben und stille bewahren / das sich umgrenzende Ich. Es meldete sich mal wieder die Bibliothekarin, war grad in die Wohnung hastigen Schritts gestürzt, es regnete in Strömen, der keuchende Atem wieder. Alles auf dem Boden abstellen, was ich bei mir hatte, mir es sagen lassen, daß man es merke, mich entschuldigen. Next time more. Gleich darauf die Türklingel. Corriere! Neugieriger junger Mann. Versuchte, meinen Nachnamen auszusprechen. Korrigierte ihn. Demnächst also Schlemihl und Effi Briest und anderes mehr, weil ich mich dabei ertappt, beides noch nie gelesen zu haben! Mit dem Benn aber: wäre zu vertiefen: der Ton stößt mich ab und der Inhalt zieht zuweilen mich an. Es essen.
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