litblogs.net aktuell http://www.litblogs.net/?bdprssfeed=1 BDP RSS Aggregator version 0.6.1 andreas louis seyerlein : particles : s.alvise http://feedproxy.google.com/~r/AndreasLouisSeyerlein/~3/zE-EoZcMVf4/ http://feedproxy.google.com/~r/AndreasLouisSeyerlein/~3/zE-EoZcMVf4/ 2

nordpol : 15.55 UTC – Heute Morgen ist mir etwas Seltsames mit mir selbst passiert. Ich war nämlich Einkaufen in einem Supermarkt. Eine ältere Dame, sehr freundlich, weckte mich, in dem sie mir erklärte, wo genau ich Plastikhandschuhe finden könne, um Apfelsinen oder Melonen in meine Hände nehmen zu können. Ich muss mich schlafend nach Handschuhen erkundigt haben oder aber habe Äpfel und Birnen barhändig berührt. Die alte Dame war sehr fürsorglich und leise, als ob sie seit Jahrhunderten mit schlafenden Menschen im Supermarkt Umgang pflegte. Ich kaufte für zwei Tage Obst, Krabben und Linsen, und auch etwas Wasser und Kaffee, trat dann aus dem Supermarkt hinaus in die warme, helle Sonne, ein Vaporetto fuhr in wenigen Metern Entfernung an mir vorbei, und ich sah sehr deutlich mich selbst an Bord des Schiffchens stehen, wie ich vielleicht gerade die Echolotfolgen einer Twitternachricht beobachtete, welche ich eine Stunde zuvor gesendet hatte. Eine Eidechse flitzte über uraltes Plfaster landeinwärts, zwei junge Seemöwen warteten pfeifend auf die Ankunft ihrer Eltern, und das Wasser zu meinen Füßen blinkte, als sendete es Botschaften irgendwohin. Nachmittags dann war ich spazieren im Cannaregio. Ich glaube ich habe ein Haus entdeckt, das über keinerlei Türen verfügt, oder aber vielleicht über eine Tür auf dem Dach, eine Dachtür. Ob vielleicht in dieser merkwürdigen Stadt Menschen existieren, die zu fliegen in der Lage sind? – stop

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Fri, 21 Sep 2018 17:55:45 +0000
Glumm : Gute Nacht, Marie – und kein Bett https://glumm.wordpress.com/2018/09/21/leeds-2/ https://glumm.wordpress.com/2018/09/21/leeds-2/ Fri, 21 Sep 2018 13:33:00 +0000 Glumm : Zu dem Foto fällt mir kein Titel ein https://glumm.wordpress.com/2018/09/21/mama-strom/ https://glumm.wordpress.com/2018/09/21/mama-strom/ Fri, 21 Sep 2018 09:21:19 +0000 Die Dschungel. Anderswelt. : Jetzt erschienen. DAS UNGEHEUER MUSE. Gedichte. IM BUCHHANDEL. https://dschungel-anderswelt.de/20180921/jetzt-erschienen-das-ungeheuer-muse-gedichte-arco-verlag-wien-wuppertal-omar-galliani/ https://dschungel-anderswelt.de/20180921/jetzt-erschienen-das-ungeheuer-muse-gedichte-arco-verlag-wien-wuppertal-omar-galliani/

Fester Einband mit einem Motiv von Omar Galliani
Lesebändchen, 136 Seiten, 20 Euro
Arco | Wien & Wuppertal, September 2018

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Fri, 21 Sep 2018 06:31:10 +0000
panAm productions : September ⦾ Letztes Licht ⦾ Studien IV https://panamproductions.blogspot.com/2018/09/september-letztes-licht-studien-iv.html https://panamproductions.blogspot.com/2018/09/september-letztes-licht-studien-iv.html

Aufnahmen 05.09.2018

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Fri, 21 Sep 2018 06:21:00 +0000
Glumm : Es sind die Hinterhöfe, die verwunschenen Brachflächen, die eine Stadt ausmachen in einer Zeit, wo eine Stadt der anderen gleicht https://glumm.wordpress.com/2018/09/21/es-sind-die-hinterhoefe-die-verwunschenen-brachflaechen-die-eine-stadt-ausmachen-in-einer-zeit-wo-eine-stadt-der-anderen-gleicht/ https://glumm.wordpress.com/2018/09/21/es-sind-die-hinterhoefe-die-verwunschenen-brachflaechen-die-eine-stadt-ausmachen-in-einer-zeit-wo-eine-stadt-der-anderen-gleicht/ Fri, 21 Sep 2018 05:21:37 +0000 Glumm : Eine brisante Entwicklung https://glumm.wordpress.com/2018/09/21/eine-gefaehrliche-entwicklung/ https://glumm.wordpress.com/2018/09/21/eine-gefaehrliche-entwicklung/ Fri, 21 Sep 2018 05:02:40 +0000 Glumm : Die Gräfin blickt über den Tellerrand https://glumm.wordpress.com/2018/09/21/die-graefin-blickt-ueber-den-tellerrand/ https://glumm.wordpress.com/2018/09/21/die-graefin-blickt-ueber-den-tellerrand/ Fri, 21 Sep 2018 04:55:43 +0000 Flaneurin : „VERLIEBTE PLAKATE“ http://www.flaneurin.at/2018/09/21/verliebte-plakate/ http://www.flaneurin.at/2018/09/21/verliebte-plakate/ Gemälde werden lebendig, die Figuren steigen aus ihnen heraus und treten in Kontakt zueinander: Derartige Szenen finden sich in etlichen Filmen, in Theaterstücken und Erzählungen. Und 2012 (damals passend zum „Klimt-Jahr“) kreierte die Wiener Werbeagentur Demner, Merlicek & Bergmann einen TV-Spot, in dem die Geküsste aus Gustav Klimts Bild „Der Kuss“ und der von Johann Gottfried Auerbach porträtierte Prinz Eugen ihre Rahmen verlassen, um miteinander Fruchtgelee der Firma Darbo zu löffeln. Auch Figuren auf Plakaten können ein solches „Eigenleben“ entwickeln – und sich sogar ineinander verlieben. Die beiden Autoren Leo Einöhrl und Josef Koller machten aus dieser Idee ein „Phantastisches Singspiel“, das 1911 mit der Musik von Ernst Wolf sehr erfolgreich im Wiener Ronacher-Theater aufgeführt wurde. In der Theaterzensur-Sammlung des Niederösterreichischen Landesarchivs in St. Pölten findet sich dazu das Textbuch[1], das der „hochlöblichen K.K. Polizei-Direktion“ zur Genehmigung vorgelegt wurde – die dann auch anstandslos erteilt wurde.

Titelblatt des Textbuchs zum Singspiel „Verliebte Plakate“, Zensurexemplar (Niederösterreichisches Landesarchiv)

Die Hauptpersonen des Einakters stammten von damals vielfach affichierten Plakaten: Eine junge Frau, die eine überdimensionale Zahnpastatube der Marke „Kalodont“ in den Armen hält, und ein Mann, der mit schelmischem Grinsen für das Desinfektionsmittel der Firma „Lysoform“ wirbt. Diese beiden Produkte waren damals noch relativ neu und wurden mit moderner Lebensführung, innovativer Forschung und den aktuellen Bestrebungen nach einer Hygienisierung aller Lebensbereiche assoziiert. „Kalodont“, entwickelt von der Wiener Firma „F.A. Sarg’s Sohn & Co“, war, als es 1887 auf den Markt kam, die weltweit erste in Tuben abgefüllte Zahnpasta ­­(oder, wie es zunächst hieß, „Zahnseife“). Der Zusatz „amerikanisch“, mit dem das Produkt anfänglich beworben wurde, ist wohl als Synonym für „modern“ zu verstehen.

Inserat, in: Das Vaterland, 15.11.1887, S. 8.

„Lysoform“, eine von den beiden Berliner Forschern Hans Rosemann und Alfred Stephan 1900 zum Patent angemeldete Formaldehyd-Seifenlösung, wurde zunächst vor allem im medizinischen und kosmetischen Bereich genutzt, entwickelte sich aber sehr rasch zum weitverbreiteten „Hausmittel“.

Inserat, in: Neue Wiener Friseur-Zeitung, 1.4.1905, S. 9

Beide Produkte wurden von Beginn an intensiv mit Zeitungsinseraten, Werbekarten, Reklamemarken und Plakaten beworben – und auch wenn in beiden Fällen bald mehrere Bildmotive zum Einsatz kamen, waren doch sowohl die Kalodont-Frau als auch der Lysoform-Mann über lange Zeit eine Art Markenzeichen des jeweiligen Produkts.

Die Kalodont-Frau hatte ihre ersten „Werbeauftritte“ für die Zahncreme der Firma Sarg in den 1890er Jahren[2]. Aber bereits in den 1880ern war sie auf der damals in den USA weitverbreiteten Zigarettenkarten-Serie „Actors and Actresses“ zu finden. Die rund 3,5 x 7 cm großen Kärtchen dienten zur Versteifung der Zigarettenpackungen und waren beliebte Sammelobjekte. Die Serie „Actors and Actresses“ umfasst mehrere hundert Porträts, wobei es sich fast ausschließlich um Schauspielerinnen handelt. Dabei ist jeweils auch der Name angegeben – so auch jener der Kalodont-Frau, nämlich Elsie Gerome[3]. Das war allerdings ein Künstlername, eigentlich hieß die Schauspielerin Fannie D. Hills, sie trat in den 1880er und 1890er Jahren an Bühnen in New York, Connecticut und Indiana auf und starb am 18.2.1912 in Bridgeport / Connecticut.[4] Ihr Porträt aus der „Actors and Actresses“-Serie ist sowohl auf Zigarettenkarten für „Cross-Cut Cigarettes“ der Firma „W. Duke, Sons & Co“ als auch für „Virginia Bright Cigarettes“ von „Allen & Ginter“ zu finden.

Links: Zigarettenkarte für „Cross-Cut Cigarettes“, The Metropolitan Museum of Art, New York, datiert „1880s“. Mitte: Zigarettenkarte für Virginia Bright Cigarettes, The Metropolitan Museum of Art, New York, datiert „ca. 1888“. Rechts: Wiener Bilder, 28.2.1897, S. 15.

Das Vorbild für das Porträt der Lysoform-Werbefigur war der ungarische Schauspieler Gyula Hegedűs (eigentlich Gyula Mihály Heckmann, 3.2.1870 – 21.9.1931), der in seiner Heimat vor allem als Komiker überaus populär war. Dass die Wahl auf ihn gefallen war, hängt damit zusammen, dass das in Österreich-Ungarn verkaufte „Lysoform“ in Budapest, in der im Stadtteil Újpest ansässigen Chemiefabrik „Keleti & Murányi“, produziert wurde und einer der beiden Firmeninhaber, Iván Murányi, nicht nur ein großer Fan des Schauspielers war, sondern diesem überdies sehr ähnlich gesehen haben soll.[5] Über lange Zeit lautete die Frage, die auf den Plakaten – oft versehen mit großem Fragezeichen – gestellt wurde: „Kennen Sie schon das Lysoform?“ bzw. ungarisch „Tudja Ön már, hogy mi a Lysoform?“ So etwa berichtete 1928 die „Hebammen-Zeitung“ vom „Internationalen Hebammenkongress in Wien“: „Die Lysoform-Werke, Chemische Fabrik Ujpest, haben auch hier jedem Besucher die Frage vorgelegt: ‚Kennen Sie schon das Lysoform?‘ und siehe da, es fand sich kein einziger, der das freundlich lachende Gesicht der so gelungenen Lysoform-Reklame nicht schon gesehen hätte.“[6]

Links: Ungarisches Lysoform-Plakat, entstanden um 1910. Magyar Kereskedelmi és Vendéglátóipari Múzeum, Budapest. Rechts: Gyula Hegedűs, 1930.

Sowohl die Kalodont-Frau als auch der Lysoform-Mann waren, als Leo Einöhrl, Josef Koller und Ernst Wolf ihr Singspiel „Verliebte Plakate“ herausbrachten, auf zahlreichen Plakatwänden präsent. Darauf verweist auch das dem Stücktext vorangestellte Szenarium, das überdies erkennen lässt, dass der Ausstattungsaufwand für eine Aufführung nicht allzu groß war: „Spielt am Abend auf der Straße. Im Hintergrund, der ganzen Breite nach, ist eine Plakattafel sichtbar, wo außer Theater- und sonstigen Ankündigungen das bekannte Kalodont- und Lysoformplakat nebeneinander kleben. Aus den Plakaten werden die Köpfe und ein Stückchen vom Oberkörper ausgeschnitten, so daß die beiden Darsteller ihre eigenen Köpfe durchstecken können. Um aus der Plakatwand hinaus und wieder zurück zu gelangen, muß der untere Teil der beiden Plakate mit je einer zweiteiligen Spieltüre versehen sein, aber so mit Plakaten überklebt, daß beim Aufgehen des Vorhanges das Publikum nur die Plakatwand sieht. – Vorne Laternen, Bäume und eine Gartenbank. (Straße ähnlich der Ringstraße).“

Zu den beiden Protagonisten kommt als Nebenfigur noch der „Zettelankleber“ hinzu („Weißer Mantel, bekannte Type, seinen Wagen vor sich schiebend, benebelt“). Er wird zum Auslöser der – kurzen und relativ simplen – Handlung, denn er soll, wie aus seinem zu einem Couplet umgeformten Selbstgespräch hervorgeht, das Kalodont- und das Lysoform-Plakat, die schon seit dreißig Tagen an der Plakatwand hängen, nun mit anderen Affichen überkleben. Vorher aber will er in ein Gasthaus gehen, um sich ein Viertel Wein („es können zwei und drei auch sein“) zu kaufen. Die beiden Plakatfiguren, erschreckt durch die Ankündigung des Zettelanklebers, kommen aus der Plakatwand, gestehen einander ihre Liebe, wollen miteinander fliehen, am besten nach Amerika (denn, so der Lysoform-Mann: „Europa lässt mich kalt, / Denn ich liebe nicht, was alt!“), überlegen dann aber zu lange (und in Form von etlichen Liedern), ob ihre Englischkenntnisse ausreichen oder ob sie sich nicht doch in Wien wohler fühlen. Der Zettelankleber kommt, die beiden eilen an ihre Plätze zurück und werden mit Plakaten überklebt.

Das Stück, das am 13. Jänner 1911 erstmals gezeigt wurde, kam, wie den Zeitungsberichten zu entnehmen ist, beim Publikum sehr gut an. Die „flotte Kleinigkeit“[7] fand „dank der frischen Darstellung“ durch die Soubrette Olga Barco-Frank und den populären Operettentenor Joseph Josephi „eine sehr freundliche Aufnahme“[8] und stand, da es „allabendlich Stürme von Heiterkeit“[9] erregte, bis in den Februar – und damit länger als zunächst geplant – auf dem Spielplan des Ronacher-Theaters. In dem etwas ausführlicheren Artikel, den die „Allgemeine Sport-Zeitung“ der Produktion widmete, findet sich übrigens auch ein Hinweis auf bereits damals übliches Product-Placement: „Die Idee zu diesem Stückchen ist dem, der sie gefaßt hat, vermutlich bei einer der vielen Operetten gekommen, in denen Champagner getrunken wird, damit von den weltbedeutenden Brettern aus das Publikum auf diese oder jene Champagnermarke aufmerksam gemacht werden kann. Hier aber wird die Sache offener und mit viel mehr Witz angepackt; die Reklame selbst ist der Gegenstand der Handlung“[10].

Von welchem der beiden Autoren die Idee stammt, bleibt offen. Beide waren im Unterhaltungsgenre sehr erfolgreich: Der am 3.7.1878 in Wien geborene Leo Einöhrl schrieb zahlreiche Wienerlieder, war als Journalist und Zeitungsherausgeber tätig und verfasste – gemeinsam mit Josef Koller und zur Musik von Ernst Wolf – das Libretto zur Operette „Wiener Mädeln“. Im September 1942 wurde er in das KZ Theresienstadt deportiert und dort am 14.4.1943 ermordet. Josef Koller, geboren am 18.8.1872 in Wien, war als Volkssänger, Schauspieler und vor allem auch als Autor von Komödien sehr erfolgreich. Anerkennung erwarb er sich überdies als Volksliedforscher mit dem 1931 erschienenen Werk „Das Wiener Volkssängertum in alter und neuer Zeit“. 1938 emigrierte Koller nach London, wo er am 15.10.1945 starb. Ernst Wolf, der für das Singspiel „Verliebte Plakate“ einige Polkas und Walzer komponiert hatte, „die mit der Anspruchslosigkeit den Vorzug verbinden, angenehm ins Ohr zu gehen“[11], wurde am 24.8.1883 in Wien geboren, war zunächst als Bankbeamter, dann als Komponist und Pianist tätig. Wolf starb am 8.7.1932 in Purkersdorf bei Wien.

Im März 1914 waren die „Verliebten Plakate“ dann in dem damals von Josef Koller geleiteten „Etablissement Adlon“ in der Wiener Rotgasse zu sehen, wobei vor allem der Publikumsliebling Rudolf Kumpa als Lysoform-Mann „stürmisch akklamiert“[12] wurde. Bald jedoch geriet das „Operettchen“[13] in Vergessenheit. Kalodont und Lysoform aber fanden sich weiterhin – und noch viele Jahre lang – auf den Plakatwänden, allerdings teilweise mit gewissen Adaptionen. Denn die Lysoform-Werke nahmen den Ausbruch des Ersten Weltkriegs zum Anlass, das Sujet der Zeit entsprechend „anzupassen“ – und so trat der grinsende Mann nun (auf einem vom ungarischen Grafiker Sándor Bortnyik gestalteten Plakat) in Uniform auf.

Plakat, Ungarn 1926

Im April 1916 schrieb der Schriftsteller Karl Kraus in seiner Zeitschrift „Die Fackel“: „Das Lysoform-Gesicht ist das der Zeit. Zu sehen, feixend, an allen Planken. Das Mittel ist eines der Mittel – auf ‚-it‘, ‚-in‘, ‚-ol‘ und ‚-form‘, – die die Menschheit erst nötig hat, seitdem sie sie erfunden hat, und ohne welche es die Leiden nicht gäbe, gegen die sie erfunden wurden. Aber das Gesicht, das es empfiehlt, ist
die Zeit selbst. Hierzulande, wo aller Vorfall bunter und lauter ist als sonst in der Welt, vergeht einem Hören und Sehen, wenn man eine Planke entlang geht, nur die Zeit steht und feixt.“[14]

Eine Analyse von einfachen Beispielen der Populärkultur, wie es das Singspiel „Verliebte Plakate“ darstellt, zeigt, dass diese durchaus nicht nur von medienhistorischem Interesse sind, sondern auch aufschlussreiche Dokumente zu verschiedenen Facetten der Kulturgeschichte – wie auch der Geschichte der Werbung – sein können.

[1] Einöhrl, Leo u. Josef Koller: Verliebte Plakate. Phantastisches Singspiel. Musik von Ernst Wolf. Wien 1911. NÖ Landesarchiv, NÖ Reg. Präs Theater TB K 032/03.

[2] Zu den frühesten nachweisbaren Belegen für die Verwendung dieses Werbesujets gehören Inserate, die in den Jahren 1897 und 1898 in zahlreichen Ausgaben der Wochenzeitschrift „Wiener Bilder“ erschienen, s. z.B. http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wrb&datum=18970131&seite=14&zoom=33

[3] Auch das „Wiener Magazin“ beschäftigte sich in der Ausgabe vom Oktober 1931 mit der Identität der Kalodont-Frau und schrieb, dass es sich um eine „bildschöne Amerikanerin namens Elise Gerome“ handle (S. 38).

[4] s. The Bridgeport evening farmer, 19.2.1912, S. 6.

[5] s. S. Nagy, Anikó: Tudja ön már, hogy mi a lysoform? In: Acta Musei Militaris in Hungaria, A Hadtörténeti Múzeum Értesítöje 12, Budapest 2011. S. 148f. http://www.militaria.hu/uploads/files/82849700_1337252289.pdf

[6] Hebammen-Zeitung, 1.5.1928, S. 103.

[7] Arbeiter-Zeitung, 15.1.1911, S.6.

[8] Deutsches Volksblatt, 15.1.1911, S. 7.

[9] Neues Wiener Tagblatt, 6.2.1911, S.10.

[10] Allgemeine Sport-Zeitung, 15.1.1911, S. 71.

[11] Allgemeine Sport-Zeitung, 15.1.1911, S. 71.

[12] Neues Wiener Journal, 22.3.1914, S. 37.

[13] Neues Wiener Tagblatt, 15.3.1914, S. 16.

[14] Die Fackel, Nr. 418–422, 8.4.1916, S. 10.

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Fri, 21 Sep 2018 04:00:16 +0000
der goldene fisch : Hans Thill : Der Simplon sagt http://der-goldene-fisch.de/ping/archives/14691 http://der-goldene-fisch.de/ping/archives/14691 die Vögel frieren nicht
sie haben Beine, dünn
wie Streichhölzer

Die Streichhölzer frieren nicht
sie setzen ein Ölfaß
in Brand

Das Ölfaß friert nicht
es ist der verstorbene Faun
aus verstorbenen Meeren

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Thu, 20 Sep 2018 12:01:33 +0000
Nachrichten aus den Prenzlauer Bergen! : Alban Nikolai Herbst, sein plötzlich anwesender Namensvetter, die durch Lektüre grandioser Werke vorgegebene Fallhöhe, die man aber erst einmal erreichen muss, sowie das eigene Weiterschreiben https://nwschlinkert.de/2018/09/20/alban-nikolai-herbst-sein-ploetzlich-anwesender-namensvetter-die-durch-lektuere-grandioser-werke-vorgegebene-fallhoehe-die-man-aber-erst-einmal-erreichen-muss-sowie-das-eigene-weiterschreiben/ https://nwschlinkert.de/2018/09/20/alban-nikolai-herbst-sein-ploetzlich-anwesender-namensvetter-die-durch-lektuere-grandioser-werke-vorgegebene-fallhoehe-die-man-aber-erst-einmal-erreichen-muss-sowie-das-eigene-weiterschreiben/ Alban Nikolai Herbst, vom Leiter des Internationalen Literaturfestivals Ulrich Schreiber süffisant als Nikolai Alban Herbst vorgestellt, worauf der Gemeinte lächelnd korrigierte in Alban Nikolai Herbst, bemerkte bei seiner Werkschau im Rahmen des Festivals am 9. September diesen Jahres 2018 im Literaturhaus Fasanenenstraße gleich mehrfach, man könne im eigenen Schreiben nicht mehr zurück hinter das gelesene Grandiose, er verwies unter anderem auf Alfred Döblins tatsächlich herausragenden Roman Wallenstein (1920). Stimmt das so Gesagte, und es stimmt, so habe ich seit jeher, möchte man meinen, manche Lektürefehler begangen, zuletzt Hans Henny Jahnns Fluß ohne Ufer (1949/50) und nun dessen Perrudja (1929), zuvor bereits E.T.A. Hoffmann, Jean Paul, Stifter, Dostojewski, Kierkegaard, Kafka, Robert Walser, Döblin, Joyce, Beckett, Musil, Laxness, Hamsun, Bulgakow, O’Brien und so weiter (fürwahr alles Männer, aber wen wundert’s). In jedem Fall müsste ich Schlag auf Fall mit dem Schreiben aufhören … hiermit, liebe verstreute Leserschaft, verkünde ich kraft meiner Wassersuppe … ach was! Michael Lentz schreibt: „Tradition ist, wenn man trotzdem weitermacht. Trotz Kafka, Schmidt und Robert Walser mache ich weiter. Thomas Mann hindert mich am Weiterschreiben nicht.“ Und auch das, was die bürgerliche Welt als Misserfolg klassifiziert, den nämlich (noch) nicht veröffentlichen Roman, als Beispiel möge Ankerlichten dienen, hindert wenigstens mich nicht, wiederum einige Jahre dem selbstquälerischen Schreiben zu widmen. Denn irgenwann begann es und irgendwann wird es enden, dazwischen liegt die Spanne, und in der ist dem eigenen Zwang zu folgen, was auch immer daraus entsteht. (Daraus folgt wiederum ganz praktisch, dass ihr, oh kleine und mittlere Verlage, in deren Programm mein Roman wunderbar passte, es mal wieder mit mir zu tun bekommt, denn bald sende ich euch meinen neuen, soeben fertiggestellten Roman.)

So weit und schlüssig, was mal wieder gesagt werden musste, denn da beißt die Maus kein‘ Faden ab.

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Thu, 20 Sep 2018 11:13:20 +0000
isla volante : die worte taugen nichts http://feedproxy.google.com/~r/volante/~3/F3ELO4dVfYk/ http://feedproxy.google.com/~r/volante/~3/F3ELO4dVfYk/

kobboi schreibt in den espresso
es ist der sand, nicht das meer
das meer ist keinen cent wert
aber der sand
er löffelt die sätze aus dem espresso
am hafen treiben sich matrosen herum
sie tauchen ihre nasen in flaschenbier
sie suchen ihre augen darin
dann lachen sie und denken
es ist der sand der uns trunken macht
es sind nicht die worte
die worte taugen nichts
sie haben nie etwas getaugt
schließlich wird es still
der espresso ist ausgetrunken
der kobboi weiß nicht ob er nachhause gehen soll
sein zuhause da draußen im sand

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Thu, 20 Sep 2018 09:01:28 +0000
taberna kritika - kleine formen : AS 25-57 http://www.abendschein.ch/as-25-57/ http://www.abendschein.ch/as-25-57/

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Thu, 20 Sep 2018 06:30:15 +0000
panAm productions : September ⦾ Letztes Licht ⦾ Studien III https://panamproductions.blogspot.com/2018/09/september-letztes-licht-studien-iii.html https://panamproductions.blogspot.com/2018/09/september-letztes-licht-studien-iii.html
Aufnahme: 19.09.2018
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Thu, 20 Sep 2018 05:46:00 +0000
Glumm : Da laufen Sie sich praktisch tot! https://glumm.wordpress.com/2018/09/19/da-laufen-sie-sich-praktisch-tot/ https://glumm.wordpress.com/2018/09/19/da-laufen-sie-sich-praktisch-tot/ Wed, 19 Sep 2018 16:09:45 +0000 Die Dschungel. Anderswelt. : Anapule (2). Anstelle eines Arbeitsjournales dankbar am Mittwoch, den 19. September 2018, geschrieben. https://dschungel-anderswelt.de/20180919/in-neapel-arbeitsjournal-reisejournal-vico-pazzariello-teatrino-di-perzechella-angelo-picone-neapoletanische-folklore-giuseppina-andelore/ https://dschungel-anderswelt.de/20180919/in-neapel-arbeitsjournal-reisejournal-vico-pazzariello-teatrino-di-perzechella-angelo-picone-neapoletanische-folklore-giuseppina-andelore/

Der Höhepunkt, für mich, war ganz sicher die vergangene Mittwochsnacht, des 12. Septembers also, der nun schon wieder sieben Tage zurückliegt – eine, nicht zu fassen, ganze Woche.
Morgens hatte ich mich zu dem Golflauf aufgemacht, war bis zum Palazzo Donna Anna nach Posillipo hinüber den gesamten Lungomare entlanggelaufen und wieder bis in die kleine Gasse Pazzariello zurück (nein, kein weißer Schimmel, denn so werden etwa in Wien auch breite Straßen genannt); als ich aufbrach im Sport-, nun jà, -„kostüm“ hatte mich direkt auf der Gasse il Capitano angesprochen: ob ich der neue Gast sei? – Ja. – Und jetzt wolle ich laufen? – Ja. – Dann bis heute mittag; er sei der Inhaber der kleinen Pension, zugleich Führer durch die napoletanische Volkstradition. War auch so schon verkleidet, der Mann, mit Dreispitz, fantastisch geschmückter Uniform, die graumelierten Schläfen mit den Farben eine Pilgers nach Mekka bestäubt.
Schon vor meiner Anreise war ich gefragt worden, ob ich mit allen den Pranzo einnehmen wolle, man lade mich gerne zu Gast. Selbstverständlich lehnt man sowas nicht ab, auch wenn ich eigentlich „zu mir“ kommen und wieder in die Béartgedichte finden wollte – was, um es vorwegzunehmen, nicht gelang, nicht das eine, nicht das andere, und zwar auch dieses nicht, das „zu mir“, weil ich in der Pazzariello geradezu umgehend Mitglied einer Gruppe wurde, mehr noch: aufgenommen in eine Familie. Für jemanden wie mich, der beiunszulande doch mehr oder minder stets Außenseiter blieb, ist das eine Befreiung – zumal, nachdem alle Versuche neuer Verse, die ich hier bereits niedergeschrieben hatte, niederzuschreiben versucht hatte, schwersinnig waren, auch zu schwerfüßig, nicht einmal wärmend-melancholisch, sondern so, wie ich über ein Leben auf keinen Fall schreiben mochte. Noch möchte ich es jetzt.
Das schienen die Napolitaner zu spüren. Und so sangen sie:


Meinerseits ich, zum Pranzo, besorgte ein paar Muscheln, die ich auch zubereitete, und etwas Wein. Skeptisch sah eine Freundin des Hauses mir beim Kochen zu, kontrollierte sogar, ob ich die Meeresfrüchte auch genügend sorgsam geputzt hätte, putzte sogar nach, ich ließ es lächelnd geschehen. Nur Knoblauch in die Pfanne (sie, die Signora, reduzierte die Menge, und als ich das Öl von Sonnenblumen nehmen wollte, sagte sie nein und griff zum Olio di Olive – wobei sie später allerdings ihrerseits, man könnte sagen, heimlich, erstres doch noch hinzugoß -; dann nur noch scharfe Peperoncini, die im Busch über meinem Kopf hingen, – mehr braucht es nicht, das Gericht. Ah doch! nämlich Weißwein, viel Weißwein, auf keinen Fall Wasser. Und kein Salz, davon haben Muscheln in sich genug. (Wie auch Fisch aus dem Meer an sich kein Salz braucht).
Als die Cozze dann auf den Tisch kamen – der Pranzo, das Mittagessen, fing überhaupt erst gegen vier Uhr an, nachmittags: Man ist in Neapel niemals zu spät, was geschieht, geschieht, wenn’s geschieht, vergessen Sie, Freundin, „Termine“… – also als ich sie auftrug, weiterhin skeptisch von der Signora beäugt, und als dann die erste Gästin zugriff und nicht mehr davon lassen konnte, war bald alles bis auf ein Restchen weg, das ich tags drauf aus dem Kühlschrank verspeiste. „Buono“, sagte der Capitano, „veramente buono“, und ein Fremder war ich nicht mehr. (Am nächsten Tag lud ich zur Cena, besorgte auf dem Mercato Pendino frische Seppie, die in ihrer Tinte geradezu noch schwammen, so daß es nicht leicht war, sie zu separieren, doch gelang mir ein Kniff; elf Leute saßen dann am Tisch, wie vortags draußen auf der Gasse. Das könne doch nicht sein, so fast stolz der Capitano, daß da einer aus Deutschland komme und wie ein Neapolitaner koche. Auch dieser Abend ging bis vier Uhr in der Nacht, in der Frühe, und wir musizierten, ich hatte eine Ratsche mit Klöppel gereicht bekommen, musizierten und sangen traditionelle napoletanische Folklore, wozu ich tanzte und tanzte… Ja, aber: es ist ja noch der Abend zuvor:)
— an dem der Capitano dann eben fragte:
„Gibt es von dir denn keine Dichtung auf Italienisch?“
Was ich erst verneinte.
Bis mir einfiel, daß doch >>>> Parallalie vor Jahren einmal die Vierte Bamberger Elegie hatte in diese Sprache gebracht… das mußte doch irgendwo auf meinem Zenbook sein! Und mehr noch, auch vier Gedichte aus Dem Nahsten Orient.
Ich suchte die Dateien heraus, reichte Angelo den Laptop. Und er, der Capitano also, versank >>>> in dem Text. Versank wirklich, sprach die Verse lange nur für sich vor sich hin. Bis er sie vortrug.

Wir saßen, es war nunmehr weit schon nach 22 Uhr, noch immer auf der Gasse.

Angelo spielt Theater. Die ganze Gruppe hat vor Jahren das napoletanische Straßentheater, il teatro stabile di strada, eine Mezzogiorno-Form der commedia dell’arte, wieder lebendig gemacht, davon lebt dieser Kreis, hat sogar einen eigenen Theaterraum dreivier Gassen entfernt: IL TEATRINO DI PERZECHELLA.

Also Angelo kann sprechen, das heißt: rezitieren. So daß ich zum ersten Mal in meinem Leben Verse von mir auf Italienisch hörte. Er trug die gesamte Vierte Elegie vor, manchmal mit einem sehr tiefen Atmen, manchmal mit einer Pause, die sich erst fassen mußte… – dann las er alle anderen Gedichte auch noch. So daß nicht nur in diesen Tagen ich, sondern in dieser Nacht auch meine Dichtung heimkam.
Können Sie verstehen, liebe Freundin, daß mir zweidreimal die Tränen in den Augen standen?
Ich SMSte sofort Parallalie, der zu der Zeit – selten genug – in Deutschland weilte, nach meiner Werkschau in sein Heimatdorf gefahren. „Und wie finden sie es, die Neapolitaner?“ fragte er zurück. Was konnte ich da sagen? Was kann ich sagen, außer, wie erstaunlich, wie beglückend aber auch es ist, daß eine Versdichtung, die in Deutschland nahezu ignoriert wird, hier direkt beim Volk sofort verstanden, mehr! mitempfunden wurde? Und daß die Strenge der Form, die mir wieder und wieder zum Vorwurf gemacht und gar meine Dichtung-an-sich für unverständlich, ja unverstehbar erklärt wird, diesen Menschen sofort nah war, nicht Intellektuellen, von denen sich solch ein Verstehen erwarten ließe, nein, „einfachen“, einfach l e b e n d i g e n Menschen… Sie verstehen wahrscheinlich darum genau: weil sie eben so leben.
Wir umarmten uns, wir sprachen weiter, tranken weiter; schon diesmal wurde es vier. Daran, am nächsten Morgen wieder zu laufen, war nicht zu denken, und abends hatte Neapel nach wie vor über 30 Grad Celsius.
Angelo Picones Vortrag gehört zu den intensivst beglückendsten Momenten meines Lebens der letzten mindestens Monate, die Werkschau, so toll sie auch war, inklusive.
Noch am nächsten Abend, zu neuen Gästen, wurde von den Gedichten gesprochen, vor allem von der Elegie. „In Wahrheit“, sagte Raresh, ein rumänischer Globetrotter, der mit dabeigesessen hatte, „bist du gar kein Deutscher; in Wahrheit gehörst du wahrscheinlich hier hin.“ Ich unternahm nächstentags eine kleine Tour mit ihm, um ihm etwas von der Stadt zu zeigen, in der er nur für zwei Tage, an denen er aber, seinerseits so beglückt, aus dem Kreis der Freunde kaum wegkam. „Ich habe solch eine Stadt noch nie erlebt, ja nicht mal geglaubt, daß es so etwas gibt.“ – Er entwickelt Sound Design für Spielfilme, unterhält mit Freunden ein Tonstudio in Bukarest. Wir werden in Verbindung bleiben. Vor allem möchte ich, daß mein Sohn Kontakt zu ihm bekommt, für seine Kompositionen.

Aber noch einmal in den Vico Pazzariello zurück, No 11, zu Andelora Giuseppina, Angelo Picone und ihren, nun auch meinen Freunden. Sie vermieten für geringes Geld Schlafstätten über AirBnb, deren eine, wenn nicht gerade Vorstellung ist, auf der Bühne des kleinen Theaters aufgestellt wird; die anderen befinden sich in der Pazzariello selbst als eines Bassos, der allerdings, maisonetteartig, über zwei enge Stockwerke geführt ist: unten Küche und Eßraum, worin zuweilen noch ein Bett aufgestellt wird, oben der schmale andere Teil der Wohnung mit Raum für zwei Einzelbetten und einen kleinen Schreibsekretär; insgesamt sind die vermittels einer zu Seiten von vielerlei Kostümen und anderem Theaterfundus gesäumten Treppe miteinander, im halben Zwischenstock auch einem schmalen Balkon, verbundenen Räume allerdings nicht trennbar. Für den diskreten Nordeuropäer ein wenig gewöhnungsbedürftig ist lediglich der Umstand, daß das Bad, darin auch die Toilette (neben der allerdings ein funktionierendes Bidet steht!), von den Räumen nur durch einen Vorhang getrennt ist; es hat keine Tür. So daß ich anfangs dachte, oh, da braucht es schon den stoischen Witz eines römischen Legionärs. Die antiken Soldaten, heißt es, saßen ja stets beisammen auf den Donnerbalken. Tatsächlich aber gab es während meines ganzen Aufenthaltes nicht ein einziges Mal eine Situation, die peinlich gewesen wäre. Zumal für Klopapierfeinde wie mich ein Bidet ein wirklicher Segen ist; zu solcher Reinlichkeit hat man es nördlich der Alpen fast nirgends gebracht.
Wie nun auch immer die Napoletaner es hinbekommen, die Toilettengänge fließen trotz dieser von Ernst Bloch einst für die gesamte Stadt konstatierten Durchlässigkeit wie unbemerkt gleichsam gänzlich unter der Hand. Hier, in Neapels antikem Zentrum, ist jene noch völlig zugegen.

Wer immer also hinfahren und dort mitleben möchte, die Kontaktdaten finden Sie >>>> d a. Mitleben nämlich werden Sie – und wie! Und dann, ja grüßen Sie bitte von mir.

Ihr ANH

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Wed, 19 Sep 2018 12:40:16 +0000
tempo.fugato : 32/18 – Mäander http://mariannebuettiker.ch/tempo-fugato/3218-%e2%80%93-maander/ http://mariannebuettiker.ch/tempo-fugato/3218-%e2%80%93-maander/
Hiking2 oder das grosse Staunen // Es war eine andere Verbindung. Gemeint wäre zwar dieselbe. Später habe ich erfahren, dass dieser Ort nicht im Netzt angeschlossen ist. Keine Haltestelle kann so gefunden werden. Niemand wird ankommen, wo ich hingegangen bin. Das Tal liegt weit über den anderen Tälern. Schmal, ja grazil zieht es dem Himmel entgegen. Es endet, wo es Geröll wird und zu einer Passage Steine. Bis in ein Blau reicht sie. Abgelegen. Fremd. Sich selber. Ein Anbeginn, denke ich. Der Wind rollt kleine Steinchen vor sich her. Sie kullern in das Gurgeln eines Rinnsals. Vögel fliegen auf. Ich denke an Venedigs Tauben auf dem Campo, an seine Kathedralen, die um ihn stehen. Gipfel sind ebensolche Kathedralen. Sie säumen die Stille. Sie hüten deren Geheimnis. Berge bergen es. Das Echo ist ihr Wächter.

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Wed, 19 Sep 2018 10:59:01 +0000
panAm productions : September ⦾ Letztes Licht ⦾ Studien II https://panamproductions.blogspot.com/2018/09/september-letztes-licht-studien-ii.html https://panamproductions.blogspot.com/2018/09/september-letztes-licht-studien-ii.html
Aufnahme 16.09.2018
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Wed, 19 Sep 2018 06:14:33 +0000
taberna kritika - kleine formen : 20130830 http://www.abendschein.ch/20130830-2/ http://www.abendschein.ch/20130830-2/

schauschau
da läuft die bambushex zeigt ihre shoppinglust in glänzenden henkeltaschen schauschau die zeit des erinnerbaren die als moving wall im abstand von 20 jahren der gegenwart folgt schauschau ist das glas schon halb voll oder noch halb leer erinnere dich dass du sterben musst erinnere dich dass du gelebt hast spiel die metapher der grösse gegen die
metapher der teilmenge

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Wed, 19 Sep 2018 06:14:27 +0000
der goldene fisch : Christine Kappe : http://der-goldene-fisch.de/ping/archives/14677 http://der-goldene-fisch.de/ping/archives/14677 «Ich wollt, ich wäre gründlicher gestorben»
Erst recht, wenn es regnet und aus dem Nachbarhaus die nichtendenwollenden Klänge einer Party
wie wir sie früher gefeiert haben. Schlaflos
Aber ohne dass es uns störte. Endlos geraucht, endlos getrunken und nie das gesagt, was wir eigentlich sagen wollten
Nur um etwas, aufrecht zu halten, was damals vor und jetzt hinter uns, lag. Das war
Wie mit den Figuren auf den Häuserdächern: Zwischen ihnen und mir tobte der Schneesturm, aber auf dem Foto sah man ihn nicht mehr
Oder die Frau mit dem verwehten Haar: Sie dominierte das Straßenbild und nun verschmolz sie mit dem grauen Häusermeer, wie
Russ. Konzeptionalismus, weiß auf weißem Papier
Kajetsja, ani tschastlivy
Freie Übersetzung: Mir schien, sie waren glücklich

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Tue, 18 Sep 2018 21:24:29 +0000
Glumm : Leeds https://glumm.wordpress.com/2018/09/18/leeds-2/ https://glumm.wordpress.com/2018/09/18/leeds-2/ Tue, 18 Sep 2018 15:27:24 +0000 isla volante : am hafen http://feedproxy.google.com/~r/volante/~3/bi8P8gtnrJI/ http://feedproxy.google.com/~r/volante/~3/bi8P8gtnrJI/

die fähre ist wieder zum festland unterwegs, der kobboi sitzt im restaurant am hafen und geniesst seinen espresso. der hafen als tor zur weiten welt gefällt ihm, aber weg zieht es ihn selten.

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Tue, 18 Sep 2018 12:10:40 +0000
panAm productions : September ⦾ Letztes Licht ⦾ Studien https://panamproductions.blogspot.com/2018/09/september-letztes-licht-studien.html https://panamproductions.blogspot.com/2018/09/september-letztes-licht-studien.html
Aufnahme: 16.09.2018
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Tue, 18 Sep 2018 07:57:00 +0000
schwungkunst.blog : give me five! (vibes) http://www.schwungkunst.de/wordpress/?p=7351 http://www.schwungkunst.de/wordpress/?p=7351 die dichter lohnen
sich das verschonen
von wirklichkeit und welt
mit versen und dem wort,
das sie vernetzen an den and’ren ort.

verschwinden oder lieber
gleich sich ganz verschwindeln
in kopf- und nachgeburt?
nein, sich endlich doch entwindeln,
und nicht mehr sein, was mit den worten hurt.

was aber befriedet den wald,
wenn nicht seine bäume?
was nicht die blüte,
der die biene, verzweifelt,
am nektar saugt?

was wäre „deeper“
als genau diese oberflächlichkeit?
ich wag’s zu fragen:
was wäre ehrlicher als diese
lüge und wie würde ich hindurch dich führen?

als würde man statt all der fragen
antgewortetes nun doch ertragen,
oder er bliebe wie in der liebe
doch weiter bei dem wartend wagen,
als wär’, was nun nicht ist, eigen schon dem diebe.

(180918 / mo@ma)

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Mon, 17 Sep 2018 23:37:59 +0000
Die Dschungel. Anderswelt. : III, 399 – Lachen https://dschungel-anderswelt.de/20180917/iii-399-lachen/ https://dschungel-anderswelt.de/20180917/iii-399-lachen/ Das Telefon hatte geklingelt. Sogar dreimal heute. Beim ersten ging’s darum, einzuwilligen in eventuelle juristische Übersetzungen aus dem Deutschen ins Italienische. Wahrscheinlich wieder so eine Schwarzarbeit wie sonst auch mit der Vermittlung der Böhmin, die mich angerufen hatte. Es ging um ihren Sohn. Abgenickt und: mal seh’n.
Das Andere ein Wortschwall einer Telefonistin meines Gasbetreibers. Ob sie mit Enrique spreche, wie sie einen meiner Taufnamen “Heinrich” aussprach. Natürlich nicht, bis mein Nachname sich herausschälte. Hörte mir geduldig alles an, was sie herunterzuleiern hatte. Wollte auch einen Termin vereinbaren, um mir die Vorteile erklären zu lassen, vom Gasbetreiber auch noch den Strom geliefert zu bekommen. “Bitte die letzte Stromrechnung mitbringen”. Übliche Vexierungen mit neuer Variante diesmal. Merkwürdigerweise lehnte ich diesmal “höflich” ab. Passiert sonst nicht.
Das letzte Telefonat brachte mich in eine verflixte Situation. Nach dem Ende fand ich das Buch nicht mehr, dessen Lektüre ich deshalb unterbrochen. Es ging um den ersten Band der Nabokovschen Erzählungen, kein wirklich geringer Band. Eine Viertelstunde wohl durchmaß ich meine Zimmer und schaute auf alle möglichen Ablageflächen. Nabokov aber blieb verschwunden. Links neben dem Küchen-PC irgendwas mit “Ungeheuer Muse”, rechts Montales Gedichte (die des alten Montale gefallen mir nicht wirklich (“Altri versi”): ein alter Mann gibt seinem Brabbeln eine Form, dem kein Feuer mehr entspringt… schade, dies empfinden zu müssen). Es ist aber nicht wie “altes Brot”, dessen Splittern ihn, den zuletzt Telefonierenden aufjubeln läßt, der behauptet, gern altes Brot zu essen.
Aber vorhin lag noch Nabokov auf dem Montale oder umgekehrt. Wie ein plötzlich verlorener Zahn auf einer Klaviatur, der am Ende nur noch die Dissonanzen bleiben.
Es ging in der letzten Erzählung um ein Lachen. Nach einer ausgestandenen Lungenentzündung. Um ein endlich erfülltes “Christ ist erstanden”. Gemeint ist Josephina Lwowna, die Schweizerin, die als Gouvernante in Rußland tätig war. Ostern nähert sich. Wir sind in Lausanne. Flucht vor der Oktoberrevolution. Unvergeßliches Rußland. Unvergeßliches Osterfest. Eier werden bemalt als Geschenk für benachbarte Emigranten, die sich indes als gleichgültig erweisen, sie einfach nur belächeln wegen ihrer unbeholfenen Aussprache der russischen Sprache: russische Aristokraten. Heftiges Wetter bei der Heimkehr, Lungenentzündung, Fieberträume mit Petersburger Szenarien und einem Zar Peter, der vom Denkmal steigt, um sie zu umarmen.

Beim Anblick des schwarzen Rückens von Mlle. Finard, der rutschenden Beine und der Knopfstiefeletten ließ Josephine das Lachen aus sich herausbrechen, sie schüttelte sich, gurrend und keuchend, unter ihrem Federbett, da sie fühlte, daß sie auferstanden war, daß sie zurückgekehrt war von weit her, aus dem Nebel des Glücks, der Wunder und der österlichen Herrlichkeit.

Mir war tagsüber ein weiteres Lachen beschert in Bölls Erzählung “Die unsterbliche Theodora”. Eine Farce über einen berühmt gewordenen jungen Dichter Bodo Bengelmann, nach dem die Straße benannt ist, die ganz zu Anfang beschritten wird.

Leider genoß er nur zwei Jahre seinen Ruhm. Er starb an einem Lachkrampf.

Eine Erzählung, die Dichtung nicht ernst nimmt. Nun kann man natürlich davon ausgehen, daß er sie geschrieben hat, um nicht erst genommen zu werden. Muß man ihm wohl unterstellen. Ins Gebirg scheint er dennoch nie gegangen zu sein. Meridiane sind ihm unbekannt. Zumindest beiseite gestellt. Der Beginn des Krieges ein Kasernenhofereignis, die Heimkehr vom Krieg ein “Binnichnich”. Und dann dies einzige Lachen bisher. Gedichte. Tant pis!
Bis ich auf den Boden schaute vor dem Küchenstuhl. Da lag er, der gesuchte Band. Rotes Feuerzeug zwischen den unterbrochenen Seiten der Erzählung “Schlägerei”, die aber da noch gar nicht begonnen hatte.

III, 398 – Aquarien und B-Erden

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Mon, 17 Sep 2018 20:31:20 +0000
andreas louis seyerlein : particles : ferrovia http://feedproxy.google.com/~r/AndreasLouisSeyerlein/~3/AsxQWiD4OFI/ http://feedproxy.google.com/~r/AndreasLouisSeyerlein/~3/AsxQWiD4OFI/ 2

alpha : 18.02 UTC – Ich kam mit dem Zug nach Venedig, trat auf den Vorplatz des Bahnhofsgebäudes, hörte, vertraut, das Brummen der Vaporettomotoren, bemerkte das dunkelblaugraue Wasser, und einen Geruch, auch er vertraut, der von Wörtern noch gefunden werden muss. Und da war die Kuppel der Chiesa di san Simeone Piccolo im Abendlicht, und es regnete leicht, kaum Tauben, aber Koffermenschen, hunderte Koffermenschen hin und her vor Ticketschaltern, hinter welchen geduldige städtische Personen oder Furien warteten, die das ein oder andere Drama bereits erlebten an diesem Tag wie an jedem anderen ihrer Arbeitstage. Und da war mein Blick hin zur Ponte degli Scalzi, einem geschmeidigen Bauwerk linker Hand, das den Canal Grande überquert. Ich will das schnell erzählen, kurz hinter Verona war ich auf den Hinweis gestoßen, es habe sich dort nahe der Brücke, vor den Augen hunderter Beobachter aus aller Welt, ein junger Mann, 22 Jahre alt, der Gambier Pateh Sabally, mittels Ertrinkens das Leben genommen. Ein Mensch war das gewesen, der auf gefährlicher Route das Mittelmeer bezwang. Niemand sei ihm zu Hilfe gekommen, ein Vaporetto habe angehalten, man habe einige Rettungsringe nach ihm geworfen, aber er habe nicht nach ihnen gegriffen, weshalb man eine oder mehrere Filmaufnahmen machte, indessen man den jungen Mann ermutigte: Weiter so, geh nach Hause! Das war im Januar gewesen, das Wasser der Kanäle kalt wie die Betrachterseelen. In diesem Augenblick, als ich aus dem Bahnhof in meinen venezianischen Zeitraum trat, war keine Spur der Tragödie dort unter dem Himmel ohne Tauben zu entdecken, außer der Spur in meinem Kopf. – stop

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Mon, 17 Sep 2018 20:18:29 +0000
Die Dschungel. Anderswelt. : Jetzt erschienen. DAS UNGEHEUER MUSE. Gedichte. IM BUCHHANDEL. https://dschungel-anderswelt.de/20180917/jetzt-erschienen-das-ungeheuer-muse-gedichte-arco-verlag-wien-wuppertal-omar-galliani/ https://dschungel-anderswelt.de/20180917/jetzt-erschienen-das-ungeheuer-muse-gedichte-arco-verlag-wien-wuppertal-omar-galliani/

Fester Einband mit einem Motiv von Omar Galliani
Lesebändchen, 136 Seiten, 20 Euro
Arco | Wien & Wuppertal, September 2018

>>>> Bestellen

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Mon, 17 Sep 2018 12:31:43 +0000
panAm productions : ⧆ Fahren statt Telefonieren ⧆ https://panamproductions.blogspot.com/2018/09/fahren-statt-telefonieren.html https://panamproductions.blogspot.com/2018/09/fahren-statt-telefonieren.html


Montage unter Verwendung einer Illustration aus dem Katalog
Columbia Bicycles, 1912, CC 2.0, Michael Neubert

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Against: Distracted Driving
Gegen: „Handyfahren“ als Kavaliersdelikt
Für: Konsensuellen Verkehr (*grins*)

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Links:
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Mon, 17 Sep 2018 10:36:22 +0000
isla volante : ohne unterbruch http://feedproxy.google.com/~r/volante/~3/MhIg2K4cY5g/ http://feedproxy.google.com/~r/volante/~3/MhIg2K4cY5g/

ohne unterbruch, wird das meer von den menschen geplündert und zugemüllt und trotzdem wird es uns alle überleben.
katharina vasces und der kobboi blicken auf das meer.
der radio ist an.

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Mon, 17 Sep 2018 09:01:18 +0000
isla volante : ankommen http://feedproxy.google.com/~r/volante/~3/puqc1kArO8M/ http://feedproxy.google.com/~r/volante/~3/puqc1kArO8M/

nach drei tagen auf der fähre taucht der leuchtturm am horizont auf, der kobboi ist erleichtert. bis zum hafen dauert es nicht mehr lange. so bleibt dem mann, der während den drei tagen auf der fähre auf ihn einredete, nur noch einmal zeit, ihm die welt zu erklären.

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Sun, 16 Sep 2018 15:49:27 +0000
Die Dschungel. Anderswelt. : Napolilauf: 12.9.2018 https://dschungel-anderswelt.de/20180912/napolilauf-12-9-2018/ https://dschungel-anderswelt.de/20180912/napolilauf-12-9-2018/ Von der Unterkunft, Via Pazzariello, zur Via Toledo bis Piazza del Plebiscito, weiter zum Castel dell’Ovo und den gesamten Lungomare bis zum Palazz Donna Anna am Anfang des Posillipo; dort umgekehrt und den gesamten Weg zurück.

Ca. 1km angelaufen; Gerätefehler, gestoppt und neu angesetzt:
12 km Laufen + 700 m Gehen | 992, kCal

(Für die Augen, besonders zu Seiten des Golfs, eine grandiose Laufstrecke, für die Knie allerdings weniger; nur auf Stein und ein bißchen auf Asphalt gelaufen; mit mit Barfußschuhen ging, aber wirklich angenehm ist es nicht.)

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Sun, 16 Sep 2018 12:09:20 +0000
Die Dschungel. Anderswelt. : Das 18. Internationale Literaturfestival Berlin. Zu Ende gegangen mit dem Fest gestern nachts. https://dschungel-anderswelt.de/20180916/18-internationales-literaturfestival-berlin-fest-ulrich-schreiber-dankesrede-anschlussrede-festivalzelt/ https://dschungel-anderswelt.de/20180916/18-internationales-literaturfestival-berlin-fest-ulrich-schreiber-dankesrede-anschlussrede-festivalzelt/

Für seine nunmehr 18. Abschlußrede Ulrich Schreiber hoch zu Tisch. Wem er alles dankt, und daß er bloß keine und keinen vergißt. Dann ward es spät… ähm, früh. So recht, wie ich nach Hause kam, weiß ich nicht mehr, aber wollte unbedingt dabei sein; nach >>>> dieser Werkschau hätt es sich anders auch gar nicht gehört. Zumal war es plötzlich, da kamen musizierend Bulgaren ins Zelt, als hätte ich Neapel überhaupt nicht verlassen; auch dort wurde quasi allabendlich bis in die Nächte hineinmusiziert. Doch davon will ich gesondert erzählen. Hier noch ist umgekehrt zu tun, wenn auch leider ohne Tisch: Ihm nämlich, Ulrich Schreiber selbst, zu danken, der dieses Festival nicht nur gegen jeden Widerstand sondern auch, e i n s t, einigen Hohn aus dem Boden seiner von deutlich weniger Begabten für Spinnerei gehaltenen Vorstellungskraft in die Berliner Realität hinauf- wie hineinwachsen und -blühen ließ und weiterblühen lassen wird.

Quindi: „D a n k e.“

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Sun, 16 Sep 2018 08:51:00 +0000
schwungkunst.blog : „aufforderung zum“ tanz http://www.schwungkunst.de/wordpress/?p=7344 http://www.schwungkunst.de/wordpress/?p=7344 „du bist die tänzerin im sturm / du bist ein kind auf dünnem eis / du schmeißt mit liebe nur so um dich / und immer triffst du mich.“ (ulla meinecke)

ich forderte dich auf:
inzwischen weiß ich, dass ich mag,
was wär’ der neu erwachten nacht der tag,
du gingst in ihr auch mit mir aus.

du bist die tänzerin, ich choreograf,
ich leit’ dich an als hirte
als dein brünettes schaf,
ich bin dir häuslich unter deiner schürze.

du siehst und hörst mich an:
ich war, ich bin, ich werde sein – auf heide.
doch jetzt mein nuckeln an verglimmtem halm,
den ich in dir erleide:

das ist mein weh, wie ich’s erwähne:
es ist des leidens unbefang’,
das nichts dir nachgefraget: wann?!
es ist, was ich mir dir erschämte.

so ist das alles sehnen,
verdichtet jetzt und allzumal,
dein mich im chat dann doch erwähnen
und was ich schrieb dir, ach, so schmal …

(180916, @m)

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Sun, 16 Sep 2018 00:28:17 +0000
litblogs.net - Wochenspiegel : Kurztitel & Kontexte bis 2018-09-15 http://www.litblogs.net/kurztitel-kontexte-bis-2018-09-15/ http://www.litblogs.net/kurztitel-kontexte-bis-2018-09-15/
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    Sat, 15 Sep 2018 22:23:53 +0000
    andreas louis seyerlein : particles : celestia http://feedproxy.google.com/~r/AndreasLouisSeyerlein/~3/B4EZceHzBdE/ http://feedproxy.google.com/~r/AndreasLouisSeyerlein/~3/B4EZceHzBdE/ 2

    delta : 20.58 UTC – Es war an einem Abend kürzlich, dass ich die wohlklingende Stimme einer Frau bemerkte, die in einem Wasserbus jeweils die kommende Haltestation der Linea 4.1 ankündigte. Je länger die Fahrt dauerte, desto dringlicher wurde der Wunsch, diese Stimme aufzunehmen, sie festzuhalten, sie für mich einzufangen. Ich fuhr nach Redentore zurück und setzte mit meiner Rundreise um die Stadt Venedig von Neuem an. Indessen verzeichnete meine Schreibmaschine jedes Geräusch der einstündigen Fahrt, Wellen, Gespräche, Kommandos des Piloten und seiner Assistentin, das knirschende Geräusch der Taue, wie sie sich um eiserne Kamelschiffshöcker winden, auch Schritte der Aussteigenden, Schritte der Zusteigenden, und eben immer wieder diese zärtliche Stimme: Prossima fermata Celestia. Next stop Celestia. Wie, wenn diese Stimme noch in Jahrhunderten hörbar wäre, diese Stimme dann einer längst vergangenen Person. Kein Grund zu entdecken in dieser Minute, weshalb je weitere Stationen der Stadt Venedig zu erfinden wären. stop

    ping

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    Sat, 15 Sep 2018 18:08:26 +0000
    taberna kritika - kleine formen : @etkbooks twitterweek (20180915) http://www.abendschein.ch/etkbooks-twitterweek-20180915/ http://www.abendschein.ch/etkbooks-twitterweek-20180915/ balde. https://t.co/xuppZrxpEf Sep 14, 2018 / RT @Fixpoetry: Gedicht des Tages: Flourish of trumpets von Mara Genschel (Foto: Dirk Skiba) https://t.co/s0rvtK2iJc https://t.co/iEfpugQ32j Sep 14, 2018 / 22 answers. https://t.co/OC5b8tmYmb Sep 14, 2018 / * Offener Eingriff https://t.co/52GIxlmlMk https://t.co/pGIX1WuWpz Sep 14, 2018 / * AS 24-56 https://t.co/2ZdDAwKBhS https://t.co/Uvka4ROcVy Sep 13, 2018 / rückwege zum krassen selbst. Sep 12, 2018 / new french zines akquise. https://t.co/knbOfYqvE2 Sep 12, 2018 / * 20130829 https://t.co/sRP96lBdnV https://t.co/ouW0ZDB149 Sep 12, 2018 /


    (22 answers. detail.)

    [Photographie, undatiert, mit Klebepunkten bearbeitet]

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    Sat, 15 Sep 2018 07:40:06 +0000
    taberna kritika - kleine formen : Offener Eingriff http://www.abendschein.ch/offener-eingriff/ http://www.abendschein.ch/offener-eingriff/

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    Fri, 14 Sep 2018 06:17:59 +0000
    Flaneurin : FOTOGRAFIEN ALS ZEITDOKUMENTE http://www.flaneurin.at/2018/09/14/fotografien-als-zeitdokumente/ http://www.flaneurin.at/2018/09/14/fotografien-als-zeitdokumente/ Am 12. November 1918 wurde in Österreich die Republik ausgerufen. Die von Tumulten begleitete Proklamation wurde damals genau mit Film und Fotografie dokumentiert. Seitdem hat die Bildberichterstattung die politischen Entwicklungen hierzulande in differenzierter und perspektivenreicher Weise begleitet. So unterschiedlich die Standpunkte einer Kamera sein können, so verschieden lassen sich Dinge und Ereignisse darstellen. Die scheinbare Objektivität der Fotografie entpuppt sich dabei als trügerische Fiktion.

    Lothar Rübelt: Im Dianabad, 1926. Die Schwimmerinnen ruhen vor dem Rennen. © Lothar Rübelt/ÖNB-Bildarchiv/picturedesk.com

    Die aktuelle Ausstellung „Photo/Politics/Austria“ im „Museum moderner Kunst“ in Wien beschäftigt sich mit diesem Spannungsfeld von Politik und Fotografie, von Dargestelltem und Darstellendem. Es ist eine sensibel und intelligent von den beiden Kuratorinnen Monika Faber und Susanne Neuburger zusammengestellte Schau zur Geschichte Österreichs der letzten hundert Jahre. In den Themenbereichen Bild-Reportage und Fotokunst werden hier zeit- und kulturhistorische Aspekte mit medienanalytischen Reflexionen in schlüssiger Weise verwoben.

    Unterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrages 1955, Empfang im Schloss Schönbrunn, 1. Mai 1955. © Votava/imagno/picturedesk.com

    Eine theoretische Grundlage für ihr Darstellungskonzept fanden die beiden Kuratorinnen in Siegfried Kracauers letztem Werk „History – The last things before the last“ aus dem Jahr 1969: „Geschichte gleicht Photographie unter anderem darin, daß sie ein Mittel der Entfremdung ist.“ – Dieses und andere Zitate von Siegfried Kracauer geben in der Schau eine Art methodologischer Markierungen vor. Der Geschichts- und Filmtheoretiker betont in seinem Buch, dass Geschichte auch immer die Erzählung von weniger Bekanntem, Verdrängtem, Vergessenem sein soll. Und genau in diesem Sinn kann man in „Photo/Politics/Austria“ neben visuellem Mainstream auch vielfältige Entdeckungen zu Sonderbarem und Erstaunlichem in der jüngeren österreichischen Geschichte machen.

    Kiki Kogelnik: Strassenbilder Wien, 1967 (2016). mumok Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, erworben mit Unterstützung der Gesellschaft der Freunde der bildenden Künste, © 1967 Kiki Kogelnik Foundation.

    Schwerpunkte sind dabei unter anderem Friedl Dickers Montagen über die sozialen Verhältnisse in den frühen 1930er Jahren, die Bildstrategien des Ständestaates, die oft publizierte „Heimkehrer“-Fotoserie von Ernst Haas aus dem Jahr 1947 und die „Mauthausen-Dokumentation“ von Heimrad Bäcker aus den 1970er Jahren. Begleitet wird diese große Bild-Erzählung von einer Reihe erläuternder Dokumente, so etwa von Zeitungsausschnitten, Postkarten, Flugblättern und Plakate.
    Gestaltet wurde die Schau vom renommierten österreichischen Künstler Markus Schinwald, der dafür eine sehr klare und optimal funktionierende Architektur geschaffen hat.

    Die Ausstellung „Photo/Politics/Austria“ ist bis zum 3.2.2019 im Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien zu sehen.

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    Fri, 14 Sep 2018 04:00:14 +0000
    isla volante : missverständnis http://feedproxy.google.com/~r/volante/~3/MeVk_RN4DZw/ http://feedproxy.google.com/~r/volante/~3/MeVk_RN4DZw/

    der kobboi musste auf das festland, dringend. die reise schien er gut überstanden zu haben. angekommen in der stadt, bildete er sich ein, kaum luft zum atmen zu bekommen, die menschenmassen trieben ihn durch die gassen und bald wusste er kaum mehr wo er war und warum er her kam. der wichtige termin, den er zu erfüllen hatte stelle sich als ein missverständnis heraus, eine verwechslung. die entschuldigungen nahm er wohlwollend entgegen. die fähre legt in 2 stunden ab, die kann er jetzt ohne eile erreichen.

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    Thu, 13 Sep 2018 09:33:18 +0000
    der goldene fisch : Andreas H. Drescher : JESUS AVATARUS, BUDDHAN HINGEKLATSCHT http://der-goldene-fisch.de/ping/archives/14641 http://der-goldene-fisch.de/ping/archives/14641 I.
    Ich wollte wirklich, ich wäre gründlicher gestorben. Nicht so gemischt, nicht kerzengrade wie ein Embryo, gemütvoller vor allem, seliger beschaffen. Hinterdrein sogar noch hätte sich das ausgewirkt. Richtig fortgegangen, würden mir die Dämonen hierzuoberst nicht mehr so papieren rascheln und mir Angst einflößen, wie es sich gehört. Doch wer stirbt schon beim Auspacken des Butterbrots! Kein Stockwerk, keine Treppe, nicht mal ein wenig Bohnerwachs: einfach nach vorn gekippt auf die dick bestrichne Seite und dann ausvorbei und Amen.

    II.
    Wieder versammeln sich meine papierenen Dämonen. Unbestimmt und leise grinsend wie mein mobbigster Kollege, der sich sicher war, ich schlafe einfach ein über dem Butterbrot und murmle: „Seht euch nur an, wie er den Heringskopf auf seine Stulle buttert!“ So kollegial sind jetzt meine alpinsten Alpe. Nicht einmal zu Beelzebub habe ich´s gebracht. Bescheiden, dieser Tod, wirklich! Sehr bescheiden! Keine Klasse, ohne Wissen… Dem Allerhaarigsten nicht mal in vitro widersprochen. Bloß beleidigt, aber nicht mal fachgemäß gequält.

    III.
    Blamabel ist das, derart schmählich unpurgiert, dass kaum mein kleiner Finger davon weiß. Knister, knister! Ohne jedes Aufsehn weggestorben. In diesen ewig blauen Montag hinein. Ich weiß noch immer nicht, wie´s dazu kommen konnte. Das insultierende Papier um mich herum nennt mich inzwischen einen „Simulanten“ dieses Wochentags. Als könne ich etwas dafür, dass ich nicht an einem Freitag gestorben sei, am besten nach der Feierabendglocke oder in der Straßenbahn. Dabei dachte ich schon, ich hätte mit der Mittagspause mein Bestes getan.

    IV.
    Einmal wirklich geplagt sein und nicht bloß belästigt! Einmal die Ruten, Spieße und das Eis des neunten Kreises nicht bloß aus Papier! Immer wieder versuche ich es. Aber sie sind allzu druckfrisch, diese Kraftakte. Keine Stricke, bloß Marienfäden: Spinnweb. Ungewisse Schmerzen. Das will sagen: gar keine. Himmel, was für eine lahme Unterwelt! Zu sauber, viel zu sauber, wie eine frische Wegwerfwindel. Nein! Derart halbe Sachen sind meine Sache nicht. Immer bloß diese flachen Nervenspiele. Das Inferno beschränkt sich auf die Werkskantine.

    V.
    Wie also? Sind mein Dämonisches und ich am Ende Freunde? Oder wo rascheln sie so ungeduldig hin? Ein Schein, ein Mein, ein Dein am Bein. Das lacht nicht mal mehr über mich, bei aller Ungeduld. Da sind die Buchstaben – und mehr als vier – die sie mir alle machen. Selbst sie wollen es besser, wollen die ganze Pein statt bloß der Peinlichkeit. Ergo sehe ich mich nach einem Windmacher im Eis mit vier Gesichtern um. Nur er würde mir helfen, vor lauter Schreck den Tod im Tod zu sterben. Aber da ist nur dieser Knick in meinem Butterbrotpapier.

    (Für Thorsten)

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    Thu, 13 Sep 2018 08:58:27 +0000
    taberna kritika - kleine formen : AS 24-56 http://www.abendschein.ch/as-24-56/ http://www.abendschein.ch/as-24-56/

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    Thu, 13 Sep 2018 06:46:00 +0000
    der goldene fisch : Thorsten Krämer : Eine Buddhafahrt ans Meer http://der-goldene-fisch.de/ping/archives/14635 http://der-goldene-fisch.de/ping/archives/14635 sollte das werden, aber wir haben die Klangschalen
    als Aschenbecher benutzt und schlechtes Karma
    auf uns gezogen. Was gar nicht so schlimm ist, denn
    das schlechte Karma raucht dieselbe Marke wie

    wir, und nun stehen wir paffend am Strand. Schau,
    der Himmel hat eine leuchtende Wunde, die kann
    man sogar vom Mond aus sehen. Ich schenke dir
    meine filterlose Aufmerksamkeit, du importierst sie

    beiläufig. Sei still jetzt, Zeit, flüstere ich mit meiner
    Muschelstimme, auf meine normale Stimme reagiert
    die Zeit nicht. Das sind so Erfahrungswerte, die weißt
    du auch. Was du noch nicht weißt: Der Regen ist eine

    False-Flag-Operation. Wir schließen die Augen und
    schlafen wie Erleuchtete.

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    Wed, 12 Sep 2018 18:13:01 +0000
    Die Dschungel. Anderswelt. : III, 398 – Aquarien und B-Erden https://dschungel-anderswelt.de/20180912/iii-398-aquarien-und-b-erden/ https://dschungel-anderswelt.de/20180912/iii-398-aquarien-und-b-erden/ Gestern abend die Quizsendung mit einem gewissen Jauch und dem Wort “Millionär” im Titel. Schon neulich eine solche gesehen, als ich die Reise endlich hinter mir hatte. Der Unterschied zwischen den beiden Sendungen lag an den Kandidatinnen. Diejenigen der ersten Sendung waren durch die Bank reichlich übergewichtig, gestern waren sie allesamt normalgewichtig, ein Verhältnis etwa von eins zu drei bis vier. Und wie das so ist: in Gesellschaft ist man sowieso klüger, wenn man denn davor sitzt und zuschaut. Weitere Einzelheiten wiederzugeben ist müßig und hieße, sich klüger zu gerieren als die Kartoffel, die dem Vater einst beim Fernseh‘ aus das Maul fiel, wie sinngemäß es einst Herr Henscheid beschrieben.
    Als ich die Reise endlich hinter mir hatte… Ja, ich hatte eine Reise, so wie man eine Grippe bekommt, weil man nicht anders kann, als sich unter Leute zu begeben, wo man sich zwangsläufig anstecken läßt. Man sucht förmlich die Ansteckung, um so leichter passiert es dann.
    Die erste Gelegenheit nach dem Ende der Reise (so siebzehn Stunden Autobahnfahrt) bot sich gleich am Tag nach der Ankunft. Meine alte ZBW-Schule in WOB, wo ich das Abitur nachgemacht hatte, feierte 50jähriges Bestehen. Im Vorfeld hatte eine gute alte Freundin von damals ziemlich viel Tamtam gemacht, um zusammenzutrommeln, was zusammenzutrommeln war, und verstand es gut, es in mir als eine Art Verlockung zu hinterlassen (locked together). Und als ich dann anrief, um die Frohbotschaft zu verkünden (welch eine Hybris, sich als Frohbotschaft zu begreifen!), ich soi in der Hoimat, da hustete sie mir ins Telefon, sie habe sich im Allgäu eine Grippe zugezogen und komme nicht zur Feier, um niemanden anzustecken.

    bis rüpelhaft die bergesluft
    sich kräuselt in dein haar als schuft

    Es wurden aber dann doch mehr alt-bekannte Gesichter (nein, nicht immer, es war zweimal zu überlegen, wer es denn nun sei, der da vor einem steht, und einmal hörte ich einen bekannten Namen und mußte mir dann den Namensträger erst zeigen lassen) von vor 43 oder weniger Jahren, falls Kontakt noch ein Weilchen weiterbestand, als ich vermutet hatte. Wie so etwas abläuft, kann man sich denken: es ufert ins Anekdotenhafte aus. Meine eigenen passen nie zu so etwas: eigene Tragik und privates Glück eignen sich eher nie zu einem Tradieren in Gesellschaft. Das kam damals aufs Papier und noch später in einen Umschlag an matthes & seitz (damals München), die schenkten mir ein Buch, und das war’s dann.
    Merkwürdige Anekdote zu mir: mehr als eine(r) meinte sich zu erinnern, ich habe damals, bevor ich nach Berlin ging, bei VW gearbeitet, um mir Zettels Traum kaufen zu können. Sicher, der Schinken ist dabei abgesprungen, aber drei Monate Fließband kostete er nun auch wieder nicht, geschah eher, um eines kleines Geldpölsterchen zu haben. Niemand aber kam darauf zu sprechen, daß ich bei Feiern, wenn ich genügend alkoholisiert war, den Gesang vom Manne Baal, den ich auswendig kannte, herunterklampfte, woraus sich schließen ließe, es habe sie doch eher gelangweilt. Indes war Baal tatsächlich eine meiner damaligen Identifikationsfiguren.

    Denn Genießen ist bei Gott nicht leicht!
    (Choral vom Manne Baal)

    Am Abend gab’s leider keine Quizsendung. Wir schauten uns Bilder an vom Bayerischen Wald hier im Dorfe, der indes nicht hier im osthannöverschen Dorfe liegt, in das ich wieder zurückgefahren war, um am nächsten Tag den Zug nach Berlin zu nehmen von WOB aus.
    Da wurde es plötzlich kompliziert, zwar wußte ich schon, wie ich sicher am Bahnhof parken konnte, weil ich das schon einmal geübt hatte. Am Fahrkartenschalter schon scheiterte ich kläglich, der war nämlich zu (Sonntag). Es dauerte dann eine Viertelstunde, bis ich begriff, wie der Automat tickt. Und immer mal wieder mein Adressbüchlein herausholen, um den PIN-Code der Kreditkarte ja nicht zu vergeigen, der da – Dear Prudence – verzeichnet ist. Gelegenheit, nach Tagen wieder über eine längere Zeitspanne hinweg lesen zu können. Nabokov, Erzählungen (der erste der beiden bei Rowohlt erschienenen Bände (zuvor in Amelia hatte ich angefangen, einen nie gelesenen Band Böll-Erzählungen nachzuholen: eine B-eRDe im Vergleich zur ангел (ein solcher schon in der zweiten Erzählung), mit der Nabokov dem Leser seine Haken hinwirft).
    Einfahrt nach Berlin: Sightseeing: Siegessäule, Fernsehturm, Reichstagskuppel. Wie die ersten zaghaften Töne, um mit den Aliens zu kommunizieren, um sich dann immer mehr zu einem Ganzen zu verschachteln. Aber dafür mußte ich noch tasten. Schon die S-Bahn sieht auf dem Plan kompliziert aus. Vollends dann schon die leichte Berliner Desorientiertheit, die ich schon vor zwei Jahren bemerkte. Eine mir nicht mehr vertraute Stadt. Was durchaus festzustellen ist. Allein schon die Unsicherheit über die Wege, die vom Bahnhof Zoo zum Kudamm führen, der aber dann doch nicht zu verfehlen war.
    Und stand dann tatsächlich, es war die Mittagszeit, vor dem Literaturhaus in der Fasanenstraße und betrat kurz entschlossen das Aquarium, mich ganz hinten auf den leeren Stuhl setzend, neben dem eine Mutter ihr Kind stillte, Kind, das später auf dem Boden krabbelte und auch mal jauchzte. Guter Beginn. Eine quasi verbale Situation, auch wenn oben auf dem Podium gesprochen wurde von etwas, von dem ich nicht sagen konnte, daß es mich irgendwelche Fäden verlieren ließ.
    Der ganze Tag, es ging der offizielle Teil bis halb zehn bzw. elf abends, ich weiß es nicht mehr genau, dazwischen Pausen, in denen man gemeinsam etwas zu sich nahm, unter anderem tatsächlich auch wieder Worte, die dann immer mehr wurden, auch in den Pausen, gemäß der zunehmenden Verständigung mit den Aliens in der unheimlichen Begegnung der dritten Art. Denn man lebt nicht ungestraft in Amelia (denn j.w.d. ist ja für den Berliner eigentlich relativ dichte bei), ohne damit sagen zu wollen, daß es eine Strafe ist, dort (ich bin gezwungen, “dort” zu schreiben in diesem Moment, denn auf dem Nachbargrundstück weht die deutsche Fahne, was sich nicht übersehen läßt, etwas, was für Amelia schwer vorstellbar ist)) zu leben, wohin die Aliens aufgrund eines bereits eingespielten Codes eher zu mir kommen, so daß es sich mit ihnen gut leben läßt.
    Diesmal war es nun umgekehrt, und der Code war erst mal zu finden. Denn von wem sollte ich sonst sprechen als von mir. Es war gut, daß ich incognito gereist war. Das erleichterte die Sache natürlich. Erst am späten Abend wurde ich erkannt, aber nicht wirklich verraten, so konnte ich auch tatsächlich etwas dazu sagen. Das geschah eher am Rande einer abschließenden Runde vor einer Kneipe in diesem desorientierenden Berlin, die “Diener” hieß bzw. heißt. Der Wirt wies die straßenseitig Sitzenden, also auch mich, darauf hin, man dürfe die “Linie” nicht überschreiten mit den Stühlen, so daß alle brav ihre Stühle so weit vorrückten, daß die vermeintliche “Linie” (sprich, man durfte nicht zu weit auf den Bürgersteig hinaus) und die Lizenz des Wirtes erhalten blieb. Gehörte in die Rubrik: B-Erde. Die dennoch das A-quarium, in dem ich den ganzen Tag gesessen hatte weiterführte, denn so ein A-quarium wie das am Sonntag und A-quarien im Allgemeinen hypnotisieren, nur daß am Sonntag die Fische plötzlich anfingen zu sprechen von Dingen, denen man so konzentriert sonst nicht ausgesetzt ist, die aber ebenfalls etwas von A-quarien haben: also Aquariengespräche über Aquariengegenstände. Ich meine das durchaus positiv. Einzelheiten wiederzugeben ist wie bei der Quizsendung mutatis mutandis müßig. Immerhin gelang es den anderen Fischen, mein Incognito aufs Podest zu nötigen, um selbst ein paar Sprechblasen abzulassen.
    Die B-Erde übte dann eher einen magnetischen, also gravitationsmäßigen Einfluß aus, und ließ uns nicht los, so daß der letzte Run zur S-Bahn zur Vergeblichkeit ausartete. Und es begann, wir waren noch zu sechst oder siebt, eine B-Odyssee (bodysea) und zunächst ein langes Warten auf einen N-Bus. Ob nicht einer was singen könne. “Non voglio mica la luna…” fing ich an, aber ich kann immer nur die ersten Worte. Na, immerhin die Melodie. Ließ es aber dann bald sein. Dann im Faltenbalgübergang eines Gelenkbusses. Und Laufen, wir waren am Ende nur noch zu Dritt in dieser Allerweltsgegend aus Häusern, Straßen, Verkehrsmitteln, Umherreisenden, Unterschiedslosigkeiten, an einer Stelle drahtige Teufelsgebilde, wölbten sich aus gelben S-Bahn-Bauten hervor, konnten aber weder sprechen noch gehen noch die Hand heben noch ein bißchen winken wie die Teufel in Martina Hefters ‘Es könnte auch schön werden’, was mir unverhofft im Aquarium in die Hände geschmuggelt wurde bzw. meinem Incognito (jetzt komm’ ich selber durcheinander): “da kam aus jeder Ecke ein Teufel”. Und froh, doch noch neue Schuhe gekauft zu haben vor der Reise.
    In the middle of the night endlich flachgelegen bei meinem Gastherrn, dem ich hier auch noch mal danke, denn am nächsten Morgen sah ich ihn nicht mehr: zu früh wach gewesen für ihn. Ich ging einfach.
    Immerhin, das Incognito hat mir geholfen. Es kam damit besser zurecht und hatte auch die Fähigkeit, sich einigermaßen aufgehoben zu fühlen.
    Wie gesagt, gestern dann die Quizsendung. Und tagsüber die wetterwendische deutsche Fahne, der ich draußen rauchend öfter zuschaute, während der Wind zumeist von rechts kam oder eben kapriolte.
    Alles, was oben mit “gestern” bezeichnet ist, ist heute schon “vorgestern”. “Nur der Himmel, aber immer Himmel” (Baal):
    III, 397 – chiodo

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    Wed, 12 Sep 2018 11:01:35 +0000
    taberna kritika - kleine formen : 20130829 http://www.abendschein.ch/20130829-2/ http://www.abendschein.ch/20130829-2/

    lust und co
    und gratiszeitungen
    als systeme formierter intimität und distanzlosigkeit als organe permanenter duzung im seltsamen traum schreibt q im neu eingerichteten faszikel der nzz mit dem rubriktitel schmerz in unverständlicher weise über mich taucht mein name darin einige male auf in so grosser fehlerhaftigkeit oder absichtlicher unlesbarkeit dass ich den text nicht zuende lesen kann und mich kümmere stattdessen
    um aufgekratzte kinder
    auf windpocken

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    Wed, 12 Sep 2018 06:17:55 +0000
    Die Dschungel. Anderswelt. : Anapule (1). Dienstag, den 11. September 2018. https://dschungel-anderswelt.de/20180911/anapule-1-dienstag-den-11-april-2018/ https://dschungel-anderswelt.de/20180911/anapule-1-dienstag-den-11-april-2018/

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    Tue, 11 Sep 2018 05:11:11 +0000
    isla volante : blues http://feedproxy.google.com/~r/volante/~3/NJ3Ir1fW8iA/ http://feedproxy.google.com/~r/volante/~3/NJ3Ir1fW8iA/

    am sonntag sprachen alle noch, euphorisch über ihre heldentaten und was sie alles noch erreichen wollen. heute hat, zum glück die realität alle wieder eingeholt.

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    Mon, 10 Sep 2018 08:59:32 +0000
    andreas louis seyerlein : particles : redentore http://feedproxy.google.com/~r/AndreasLouisSeyerlein/~3/3fl52YK_kbo/ http://feedproxy.google.com/~r/AndreasLouisSeyerlein/~3/3fl52YK_kbo/ 2

    nordpol : 16.58 UTC – Von der Wasserbusstation Redentore aus ist heute das Schwesterchen Zitelle nicht zu hören, nicht wenn man ein Mensch ist, nicht wenn man mittels gewöhnlicher Ohren die Luft betastet. Es ist warm und feucht über dem Kanal vor Giudecca, ein leichter Wind weht von Ost. Es ist vielleicht deshalb so still, wo es doch nicht wirklich still sein kann, weil die Luft langsam westwärts fließt. Wenn man sich nun aber auf der Stelle in die Tiefe begeben würde, ein Fisch werden, ein Fisch sein, wenn man ins Wasser tauchte, könnte man Zitelle ganz sicher weithin singen hören, ihr Pfeifen und Zetern Tag ein und Tag aus, dass es eine wahre Freude ist, wie sie immer wieder kurz innehält, um zu lauschen, ob ihr jemand antwortet vielleicht von Palanca her oder von den Giardini – Zwillingen, die sich immer wieder einmal melden wenn die See stürmisch geworden ist. Es heißt, dieses Singen, Zetern, Jaulen der Wasserbusstationen sei weit ins offene Meer hinaus zu hören. Kein Wunder demzufolge, kein Wunder. – stop

    Der Beitrag redentore erschien zuerst auf andreas louis seyerlein : particles.

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    Sun, 09 Sep 2018 20:14:18 +0000
    isla volante : zwetschgenkuchen http://feedproxy.google.com/~r/volante/~3/ueJy9N7bnew/ http://feedproxy.google.com/~r/volante/~3/ueJy9N7bnew/

    heute will jeder der erste beim leuchtturm sein, als ob es nur hier leckern zwetschgenkuchen gäbe. katjarina vasces und der kobboi haben alle hände voll zu tun.
    eine dame beklagt sich, ihr stück sei zu klein, ein herr hat zu wenig schlagrahm auf dem kuchen und ein weiterer hat schon alles auf den hosen. also alles wie immer.

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    Sun, 09 Sep 2018 07:05:16 +0000
    litblogs.net - Wochenspiegel : Kurztitel & Kontexte bis 2018-09-08 http://www.litblogs.net/kurztitel-kontexte-bis-2018-09-08/ http://www.litblogs.net/kurztitel-kontexte-bis-2018-09-08/
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    Sat, 08 Sep 2018 22:31:35 +0000
    andreas louis seyerlein : particles : zattere http://feedproxy.google.com/~r/AndreasLouisSeyerlein/~3/7mJkdfGU-Ao/ http://feedproxy.google.com/~r/AndreasLouisSeyerlein/~3/7mJkdfGU-Ao/ 2

    ulysses : 20.32 UTC – Jenes einsame Nadelblattgewächs in der Form der Pinienbäume unweit der Ponte agli Incurabili könnte Joseph Brodsky bei Regen noch beschirmen. Von dort soll der Dichter gern über den Canal nach Giudecca geschaut haben. Ich erwartete eine Bank von Stein oder von Holz, vergeblich. Vielleicht wird Joseph Brodsky sich zur Beobachtung des Wassers einen kleinen Klappstuhl mitgenommen haben, oder er liess die Beine von der Quaimauer baumeln, sie werden vermutlich bald nass geworden sein. Wenn ich nur lange genug nach Westen schaue zu den Hafenanlagen hin, kann ich Joseph Brodsky sitzen sehen, wie er sich mit den Wellen des Meeres unterhält, ihre Bewegung erforscht. Wie sich in diesem Augenblick, es ist kurz nacht 8 Uhr, ein rosafarbener feuchter Elefantenrüssel aus dem Wasser erhebt, wie er bebend die Luft sondiert, wie er sich dem Dichter nähert, als wäre er noch immer dort, Fondamenta degli Incurabili. – stop
    ping

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    Sat, 08 Sep 2018 19:29:23 +0000
    Nachrichten aus den Prenzlauer Bergen! : Jan Kuhlbrodts Novelle „Das Stockholmsyndrom“ https://nwschlinkert.de/2018/09/08/jan-kuhlbrodts-novelle-das-stockholmsyndrom/ https://nwschlinkert.de/2018/09/08/jan-kuhlbrodts-novelle-das-stockholmsyndrom/

    Jeder Mensch kennt Lehrer. Jeder hat einem Lehrer schon einmal etwas wenig Schönes an den Hals gewünscht. Aber ihn entführen? In Hans Henny Jahnns Monumentalroman „Fluß ohne Ufer“ wird einmal ohne weiteren Zusammenhang ein Lehrer namens Sierk erwähnt, der, so das Gerücht, von Zigeunern entführt worden und deshalb nicht zum Unterricht erschienen sei. Der Lehrer in der Novelle von Jan Kuhlbrodt heißt Herr Rudolph und wird von Kollegen wie Schülern Kroll genannt. Und ist entführt worden! Sicher wäre Kroll nie auf den Gedanken verfallen, etwas aus seinem durchgeplanten und geordneten Leben zu berichten, geschweige denn seine innersten Gedanken, seine Gefühle preiszugeben. Nun aber, nachdem er ohne jede Forderung wieder freigelassen wurde, brennt es in ihm. Er muss, so sagt er, seinen Entführer ausfindig machen. Kaum dass er dessen Gesicht gesehen hat – ein Polizeigriff, in einen Lieferwagen geworfen, in eine Halle gesperrt, so lief es ab. Kroll denkt nach, es müsse sich um einen Irrtum handeln, oder er wäre eine Art Übungsopfer. Am meisten irritiert ihn, dass der Entführer ihn Hundsfott nannte, wie jemand, so stellt er sich das vor, der sein Deutsch mit einem alten Lehrbuch erlernte. Vielleicht ein Rumäne? Kroll ist sich bald schon dessen fast sicher. Seine Schüler würden dieses Wort, Hundsfott, nie benutzen, wahrscheinlich kennen sie es nicht einmal. Oder sollte der Rumäne nur Werkzeug gewesen, der Auftraggeber ein anderer sein? Seine Freilassung, dasselbe nur andersherum, Polizeigriff, Lieferwagen, Freiheit, ist verbunden mit dem drohenden Satz des Rumänen, er, Kroll, könne sich an nichts erinnern. Doch Kroll kann sich erinnern. Und er muss den Entführer suchen, er muss wissen, wer er ist. Eingesperrt in der Halle dachte er ja sogar darüber nach, dass sich nach Aufklärung des Irrtums vielleicht sogar eine Freundschaft mit dem Rumänen entwickeln könnte. Womöglich aber, denkt er weiter, ist es einer seiner Schüler, der den Auftrag gab zur Entführung, Schroth vielleicht, der nicht nur in der Körperhaltung an den Rumänen erinnert, sondern auch noch in den Schulpausen spurlos verschwindet. Kroll beginnt damit, Schroth in den Pausen zu beschatten und folgt ihm in ein seltsames Haus hinein …

    Jan Kuhlbrodt, 1966 in Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) geboren, zeitweilig Lehrer für straffällig gewordene Jugendliche und heute freier Schriftsteller in Leipzig, entführt den Lehrer Kroll gewissermaßen in den Kopf der Lesenden, die sich im Gegenzug im Kopf Krolls wiederfinden. Kuhlbrodt gelingt es auf ansprechende und lesenswerte Weise, das Ringen des sonst so kontrollierten und gewissenhaften Lehrers für Mathematik und Geographie als einen Kampf um sich selbst aufzuzeigen, der nur über die Suche nach dem Entführer zu betreiben ist. Immerhin hat der Rumäne Kroll am Ende einer für ihn unnützen, nicht erklärbaren Tat unverletzt freigelassen, Grund genug für Kroll, ihm nach dem Geschehen persönlich begegnen zu wollen, ja zu müssen.

    Kuhlbrodt verdichtet das titelgebende Stockholm-Syndrom als eine sich erweiternde Wahrnehmungsverzerrung im Kopf des Opfers und als eine Abhängigkeit, einen persönlichen Bezug zum hier unbekannten Täter. Sprunghaftes Denken und absurde, ja völlig unwahrscheinlich erscheinende Erlebnisse, durchsetzt noch mit den kraftlosen Wahrheiten seines früheren Lebens, treten an die Stelle des Geordneten. Und dann hat Kroll am Ende auch noch eine Begegnung mit seinem Alter Ego …

    Jan Kuhlbrodt: Das Stockholmsyndrom. Eine Novelle. Elif Verlag 2018. 87 Seiten. 12 €. ISBN 978-3946989066 https://elifverlag.de/

    Zu finden ist der Text auch hier ==>

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    Sat, 08 Sep 2018 10:16:41 +0000
    taberna kritika - kleine formen : @etkbooks twitterweek (20180908) http://www.abendschein.ch/etkbooks-twitterweek-20180908/ http://www.abendschein.ch/etkbooks-twitterweek-20180908/ 9. September 2018, 17 Uhr: Präsentation von Elisabeth Wandeler-Decks VISBY INFRA-ORDINAIRE, begleitet von MARGRIT S… https://t.co/mkcQ1dfO1m Sep 07, 2018 / * AS 23-55 https://t.co/Xz291NTvzX https://t.co/hW7CgWReLE Sep 06, 2018 / * 20130828 https://t.co/zb37mecz27 https://t.co/pJgDF9UnIK Sep 05, 2018 / * Salzkristalle & Trüffelpilze (Auszüge, 08/2018) https://t.co/kxxjKuZQRw https://t.co/CvceTz6WbW Sep 04, 2018 / die lose kanone. Sep 01, 2018 / (kopula, auxiliar, prädikativ.) https://t.co/sv18pMtIn0 https://t.co/o5tUGFTy2Q Sep 01, 2018 / how to mind your change. Sep 01, 2018 /


    (how to mind your change.)

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    Sat, 08 Sep 2018 07:51:17 +0000
    Die Dschungel. Anderswelt. : 18. internationales literaturfestival berlin, 9. September 2018, von vormittags bis in die Nacht: WERKSCHAU ALBAN NIKOLAI HERBST. Im Literaturhaus Fasanenstraße Berlin https://dschungel-anderswelt.de/20180907/ankuendigung-18-internationales-literaturfestival-berlin-5-15-9-2018-darin-am-9-september-von-vormittags-bis-in-die-nacht-werkschau-alban-nikolai-herbst-elvira-m-gross-sabine-scho-benjamin-stein-chri/ https://dschungel-anderswelt.de/20180907/ankuendigung-18-internationales-literaturfestival-berlin-5-15-9-2018-darin-am-9-september-von-vormittags-bis-in-die-nacht-werkschau-alban-nikolai-herbst-elvira-m-gross-sabine-scho-benjamin-stein-chri/

    Sonntag, den 9. September 2018
    Literaturhaus Fasanenstraße
    Fasanenstraße 23
    Berlin Charlottenburg
    Kaminraum

    >>>> Werkschau Alban Nikolai Herbst <<<<
    Lesungen & Gespräche

    11.00 Uhr – 13.00 Uhr
    DER ANDERSWELT-KOMPLEX: Die einen Romane.

    Unter den epischen Unternehmungen der Gegenwart ziemlich einzigartig. DIE ZEIT

    Mit Jost Eickmeyer, Christoph Jürgensen, Uwe Schütte
    und, für die Lesungen, Alban Nikolai Herbst.


    14.30 Uhr – 16.00 Uhr

    VON DEN MEEREN: Die anderen Romane.
    Mit Elvira M. Gross, Uwe Schütte und, für die Lesungen,
    Alban Nikolai Herbst.


    17.30 Uhr – 19.00 Uhr

    DIE GEDICHTE
    Mit Elvira M. Gross, Benjamin Stein, Jost Eickmeyer
    und, für die Lesungen, Alban Nikolai Herbst.


    21.00 Uhr – 22.30 Uhr

    DAS ÖFFENTLICHE PRIVATE: DIE DSCHUNGEL. ANDERSWELT
    Das Literarische Weblog und seine Poetik.
    Mit Sabine Scho, Benjamin Stein, Christoph Jürgensen
    und, mitdiskutierend, Alban Nikolai Herbst.

    Gesamtticket Werkschau: € 8,– / € 6,– / € 4,– /
    >>>> Tickets

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    Sat, 08 Sep 2018 06:53:59 +0000
    schwungkunst.blog : das rote kleid http://www.schwungkunst.de/wordpress/?p=7334 http://www.schwungkunst.de/wordpress/?p=7334 das rote kleid, ein einzig während wunder,
    und deine hand, so zart an deiner hüfte.
    wär’ ich mit roten rosen auch dein kund’ger,
    ich wäre liebesam dein in die klüfte.

    das rote kleid und seine wallend rüschen,
    der stoff, der deine nackte haut verbarg.
    er fiel hinab zu deinen schönen füßen
    und war, was ich nicht zu entblättern wag’.

    das rote kleid so lang wie himmelsbeer,
    es sagt verzagt ein „rühre mich nicht an“.
    es bleibet kurz, wo ich es so begehr’

    und macht, als wär’ es anfang und begann
    mir heiter, der ich dichtend dich ersehne
    und darin sich als halbgekunst erwähne.

    Collagen von Uta Kathleen Kalthoff: www.uta-kalthoff.de

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    Fri, 07 Sep 2018 23:57:00 +0000
    andreas louis seyerlein : particles : zitelle http://feedproxy.google.com/~r/AndreasLouisSeyerlein/~3/3isfDpa1-HA/ http://feedproxy.google.com/~r/AndreasLouisSeyerlein/~3/3isfDpa1-HA/ 2

    echo : 22.05 UTC – Ich hörte, in der Lagune, in welcher im Westen die Stadt Chioggia, im Osten die Stadt Venedig zu finden sind, sollen 120 Roboterfische kreuzen, ein Schwarm, der das Wasser erkundet, Strömungen, Plankton, Metalle, die im Wasser schweben oder sich bereits mit dem Wasser verbunden haben. Wie lange Zeit, dachte ich, müsste ich nahe der Vaporetto – Station Zitelle unter Seemöwen sitzen und ins Wasser spähen, bis ich einen dieser kleinen Roboterfische mit eigenen Augen beobachtet haben würde. Ein seltsames Wesen werden jene schönen, großen, scheuen Vögel vielleicht denken. Es wartet, es schaut ins Wasser, es ist auch in der Nacht noch vor Ort, es schläft nicht, es scheint nicht gefährlich zu sein, es verspeist Äpfel, wir müssen nur warten, dann bekommen wir ein wenig von den Äpfeln vorgelegt. Gleich neben mir steigt das Meer eine steile Treppe hinauf und wieder hinab. – stop
    ping

    Der Beitrag zitelle erschien zuerst auf andreas louis seyerlein : particles.

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    Fri, 07 Sep 2018 19:23:29 +0000
    Die Dschungel. Anderswelt. : Krafttraining: 7. 9. 2018 (mittags). RBAB. Abends, vermittels diverser Fahrradtouren, Cardio. https://dschungel-anderswelt.de/20180907/krafttraining-7-9-2018-mittags-rbab-abends-vermittels-diverser-fahrradtouren-cardio/ https://dschungel-anderswelt.de/20180907/krafttraining-7-9-2018-mittags-rbab-abends-vermittels-diverser-fahrradtouren-cardio/

    Studio John Reed.

    15’20“ Stepper /3,o1 km / 221 kCal.
    Splittraining RBAB (Rücken|Bauch|Arsch|Beine) ca. 1 h 20 min.

    [Außer dem Stepper Kalorienzahl nicht ermittelbar; Fahrrad hin und rück 104 kCal plus die 221 am Stepper | 72,7 kg]

    Abends (nachtragen):

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    Fri, 07 Sep 2018 14:01:51 +0000
    panAm productions : Brut | Material ⟐ Himmel - Beton - Licht https://panamproductions.blogspot.com/2018/09/brut-material-himmel-beton-licht.html https://panamproductions.blogspot.com/2018/09/brut-material-himmel-beton-licht.html




    Unbezeichnetes steht herum.
    Spielt mit Licht und Himmel.



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    Unnamed Road
    Aufnahme 22. 08. 2018

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    Fri, 07 Sep 2018 05:38:00 +0000
    Flaneurin : HÖRENSWERT: TOBIAS MORETTI LIEST NORBERT C. KASER http://www.flaneurin.at/2018/09/07/hoerenswert-tobias-moretti-liest-norbert-c-kaser/ http://www.flaneurin.at/2018/09/07/hoerenswert-tobias-moretti-liest-norbert-c-kaser/ Es war in diesem Sommer, der seinem Namen ja alle Ehre machte, als wir am Marienfeiertag im August quer durch Österreich fuhren. Und was da im Radioprogramm Ö1 zu hören war, passte einfach zu dem, was man rundherum sah: Wiesen und Krähen, Gänse und Birnbäume. Und die Texte hießen: „die wiesen breiten sich aus“ und „die kraehen unsres landes“, „birnbaeume“ und „die gans“. Geschrieben hat diese Texte Norbert C. Kaser, gelesen Tobias Moretti. Otto Lechner und Peter Rosmanith machten die Musik dazu, rundherum und dazwischen. Zum Glück gibt es all das als CD in einem wunderschön gestalteten Klangbuch mit dem Titel „meine floete trinkt musik“.

    Norbert C. Kaser wurde 1947 in Südtirol geboren und starb auch dort einunddreißigjährig. Der ebenfalls in Südtirol geborene jetzige Leiter der Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur, Robert Huez, eröffnet die Texte in dem die CD umfassenden Büchlein mit einem Beitrag über „Das Leben und Schreiben des Dichters norbert c. kaser“ unter dem Titel „Konsequente Poesie“, schreibt da von einem bohemehaft zu bezeichnenden Leben, von Rebellion, von Außenseitertum und davon, dass „die Generation der Südtiroler 1968er“ Kasers Werk in die Schulen brachte: „Zeitlose Kunstwerke, kunstvoll gefertigte Sprachbilder, Miniaturen, kurzum: reine Poesie, die auch seine Prosatexte kennzeichnen. Er war vor allem ein Meister der kurzen Form. Seine zahlreichen Briefe lesen sich fast wie ein autobiografischer Roman.“ (Zwischenbemerkung: Der Haymon Verlag hat sich mittlerweile des Kaserschen Werks angenommen, je ein Band ist der Prosa, der Lyrik und den Briefen gewidmet, dazu kommen noch weitere Auswahlbände, zusammengestellt unter anderem von Raoul Schrott.)

    Den zweiten Beitrag in dem zur CD gehörenden Büchlein verfasste Wendelgard Beikircher. Ihr, der damals 7-jährigen, widmete Kaser 1969 „10 scherzi“ und eineinhalb Jahre später noch einmal „scherzo 11“. Folgerichtig schloss Beikircher ihr Germanistikstudium mit einer Arbeit zu Lyrik und Prosa von Norbert C. Kaser ab. Alle Texte aus diesen „scherzi“ sind – neben anderem – auf der CD zu hören.

    Es liest Tobias Moretti. Und der ist das eigentliche Ereignis. Wendelgard Beikircher hatte die Idee zu dem Klangbuch, Moretti hat diese Idee intensiv unterstützt, das heißt, es scheint auch bei ihm ein Nahverhältnis zu Kaser zu geben. Dieses Nahverhältnis ist in jedem Satz, in jeder Zeile, in jeder Pause zu spüren. So intensiv und gleichzeitig locker, ganz ohne Druck, im Erzählton dahinplaudernd, dabei aber nie die Spannung verlierend, sowohl der Schönheit der Bilder als auch der omnipräsenten Ironie Rechnung tragend ergibt sich eine ganz neue, unbekannte, auch ungeahnte Seite von Morettis Sprachkunst. Drei Beispiele dazu finden sich auf der Website des Mandelbaum Verlages.

    Mag sein, dass Puristen von der Musik Otto Lechners und Peter Rosmaniths, die nicht nur zwischen, sondern auch während der Texte zu hören ist, anfänglich irritiert sein könnten, aber mit der Zeit, bei fortwährendem Hören, fügt sich dann alles harmonisch zusammen.

    Eine Biografie Kasers schließt die Textbeiträge ab. Das Klangbuch von der Musik trinkenden Flöte enthält aber auch Zeichnungen von Linda Wolfsgruber. Die Druckgrafikerin und Illustratorin, wie Kaser in Südtirol geboren, hat das Ihre getan, um seine geschriebenen Bilder in Grafiken umzusetzen. (Sie gestaltete auch einen Animationsfilm zu den 11 „scherzi“).

    Eine Schlussbemerkung sei noch angebracht: es war ja nicht nur der Inhalt seiner Werke originell, Kaser blieb konsequent beim Kleinschreiben – und tat dies auch bei seinem eigenen Namen.

    norbert c. kaser: meine floete trinkt musik, Mandelbaum Verlag, Wien/Berlin 2018, in Zusammenarbeit mit Ö1.

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    Fri, 07 Sep 2018 04:07:05 +0000
    Die Dschungel. Anderswelt. : „Kann“-Lauf, Abend(dämmerungs)lauf: 6. 9. 2018 https://dschungel-anderswelt.de/20180906/kann-lauf-abenddaemmerungslauf-6-9-2018/ https://dschungel-anderswelt.de/20180906/kann-lauf-abenddaemmerungslauf-6-9-2018/ Volkspark Friedrichshain

    14-km-Lauf (10km = 1ho5′) + 1500 m Gehen. (Zur „Muß/Kann/Soll“-Regel siehe >>>> dort.)

    (Deutliches Abenddämmern, und als ich fertig war, war’s sogar dunkel. Hieran, nicht an den Temperaturen, ist in der Tat der Herbst zu merken.
    Nächste Läufer kamen in den Park mit eingeschalteten Handtaschenlampen gejoggt. Es war das erste Mal, daß ich so etwas sah.)

    [Incl. Fahrrad An- und Rückweg 1233 kCal / 72,7 kg.]

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    Thu, 06 Sep 2018 19:31:30 +0000
    isla volante : vorbei http://feedproxy.google.com/~r/volante/~3/cfr56NUXlgo/ http://feedproxy.google.com/~r/volante/~3/cfr56NUXlgo/

    ein schiff zog vorbei.

    der geruch nach verbranntem erdöl liegt noch in der luft.

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    Thu, 06 Sep 2018 07:10:56 +0000
    taberna kritika - kleine formen : AS 23-55 http://www.abendschein.ch/as-23-55/ http://www.abendschein.ch/as-23-55/

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    Thu, 06 Sep 2018 07:00:30 +0000
    panAm productions : Brut | Material ⟐ Beton - Schatten - Licht https://panamproductions.blogspot.com/2018/09/brut-material-beton-schatten-licht.html https://panamproductions.blogspot.com/2018/09/brut-material-beton-schatten-licht.html

    Es braucht den Schatten, um Dinge im Licht zu modellieren.
    Oft muss entschieden werden, was im jeweiligen Fall den Vorrang hat:
    Struktur oder Kontur.


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    Hafen Freudenau
    Aufnahme 22. 08. 2018

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    Thu, 06 Sep 2018 06:30:00 +0000
    Die Dschungel. Anderswelt. : AM SONNTAG! 18. internationales literaturfestival berlin, September 2018, von vormittags bis in die Nacht: WERKSCHAU ALBAN NIKOLAI HERBST: https://dschungel-anderswelt.de/20180906/ankuendigung-18-internationales-literaturfestival-berlin-5-15-9-2018-darin-am-9-september-von-vormittags-bis-in-die-nacht-werkschau-alban-nikolai-herbst-elvira-m-gross-sabine-scho-benjamin-stein-chri/ https://dschungel-anderswelt.de/20180906/ankuendigung-18-internationales-literaturfestival-berlin-5-15-9-2018-darin-am-9-september-von-vormittags-bis-in-die-nacht-werkschau-alban-nikolai-herbst-elvira-m-gross-sabine-scho-benjamin-stein-chri/

    Sonntag, den 9. September 2018
    Literaturhaus Fasanenstraße
    Fasanenstraße 23
    Berlin Charlottenburg
    Kaminraum

    >>>> Werkschau Alban Nikolai Herbst <<<<
    Lesungen & Gespräche

    11.00 Uhr – 13.00 Uhr
    DER ANDERSWELT-KOMPLEX: Die einen Romane.

    Unter den epischen Unternehmungen der Gegenwart ziemlich einzigartig. DIE ZEIT

    Mit Jost Eickmeyer, Christoph Jürgensen, Uwe Schütte
    und, für die Lesungen, Alban Nikolai Herbst.


    14.30 Uhr – 16.00 Uhr

    VON DEN MEEREN: Die anderen Romane.
    Mit Elvira M. Gross, Uwe Schütte und, für die Lesungen,
    Alban Nikolai Herbst.


    17.30 Uhr – 19.00 Uhr

    DIE GEDICHTE
    Mit Elvira M. Gross, Benjamin Stein, Jost Eickmeyer
    und, für die Lesungen, Alban Nikolai Herbst.


    21.00 Uhr – 22.30 Uhr

    DAS ÖFFENTLICHE PRIVATE: DIE DSCHUNGEL. ANDERSWELT
    Das Literarische Weblog und seine Poetik.
    Mit Sabine Scho, Benjamin Stein, Christoph Jürgensen
    und, mitdiskutierend, Alban Nikolai Herbst.

    Gesamtticket Werkschau: € 8,– / € 6,– / € 4,– /
    >>>> Tickets

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    Thu, 06 Sep 2018 05:56:45 +0000
    Die Dschungel. Anderswelt. : Krafttraining: 5. 9. 2018. Oberkörper. https://dschungel-anderswelt.de/20180905/krafttraining-5-9-2018-oberkoerper/ https://dschungel-anderswelt.de/20180905/krafttraining-5-9-2018-oberkoerper/

    Studio John Reed.

    15’15“ Stepper /3,02 km / 221 kCal.
    Splittraining Oberkörper ca. 1 h 20 min.

    [Außer dem Stepper Kalorienzahl nicht ermittelbar; Fahrrad hin und rück 104 kCal plus die 221 am Stepper | 72,7 kg]

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    Wed, 05 Sep 2018 16:32:29 +0000
    andreas louis seyerlein : particles : morgens http://feedproxy.google.com/~r/AndreasLouisSeyerlein/~3/ZLfjoEU4SHk/ http://feedproxy.google.com/~r/AndreasLouisSeyerlein/~3/ZLfjoEU4SHk/ 2

    bamako : 16.52 UTC – Mutter vor Jahren, wie sie aus dem Haus tritt. Es ist früher Morgen, vielleicht Oktober, Nebel. Sie trägt einen Morgenmantel, der noch immer in ihrem alten Haus im Badezimmer an einem Hacken hängt. Sie bückt sich nach der Zeitung, schliesst die Haustür, geht langsam, etwas unsicher bereits, zum Wohnzimmertisch, legt die Zeitung auf ihm ab. Wenige Schritte entfernt wartet eine Tasse Kaffee. Die holt sie jetzt. Sie setzt sich vor die Zeitung und beginnt ihre eigene Zeitung herzustellen. Das ist ein Vorgang, der eine halbe Stunde Zeit in Anspruch nehmen kann. Um ihre eigene Zeitung herstellen zu können, muss sie die angelieferte Zeitung Seite um Seite betrachten. Sobald sie eine Seite entdeckt, auf welcher ein Artikel sich befindet, den sie zu lesen wünscht, trennt sie die Seite vorsichtig von allen weiteren Seiten, faltet sie und legt sie zur Seite. In dieser Weise ensteht nach und nach ein kleiner Stapel von Zeitungsseiten, die die alte Dame nach und nach lesen wird. Sie geht spazieren, sie geht einkaufen mir ihrem Wägelchen von schottischem Musterstoff, sie telefoniert mit ihren Freundinnen und sie sammelt Blätter im Garten und grüsst die Fische, die sich bereits auf den Winter vorbereiten. Indessen, immer wieder einmal, enfaltet sie eine der Seiten ihrer Zeitung, um sie zu lesen. Dann ist Abend geworden. Unter der Lektüre einer der letzten Zeitungsseiten schläft sie ein im Bett, das in ihrem alten Haus noch immer steht, wie auch die Nachtischlampe und ihre Bücher, ein Turm, die sie vor hatte zu lesen. – Im Haus der alten Menschen, dort wo über die Flure Rollstühle fahren, dort wo Mutter nun lebt, existieren weder Zeitungen noch Bücher. Ich habe das genau so beobachtet. – stop

    Der Beitrag morgens erschien zuerst auf andreas louis seyerlein : particles.

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    Wed, 05 Sep 2018 10:25:46 +0000
    andreas louis seyerlein : particles : = http://feedproxy.google.com/~r/AndreasLouisSeyerlein/~3/Vs2HbgHtvhk/ http://feedproxy.google.com/~r/AndreasLouisSeyerlein/~3/Vs2HbgHtvhk/ 2

    himalaya : 2.00 UTC – n a s e n b a l l
    ping

    Der Beitrag = erschien zuerst auf andreas louis seyerlein : particles.

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    Wed, 05 Sep 2018 09:57:33 +0000
    panAm productions : Brut | Material ⟐ Beton - Stahl - Himmel https://panamproductions.blogspot.com/2018/09/brut-material-beton-stahl-himmel.html https://panamproductions.blogspot.com/2018/09/brut-material-beton-stahl-himmel.html


    Es gilt, Struktur und Statik in die Studie der Oberfläche zu integrieren.

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    Betonkuben nahe der Fähranlage
    Aufnahme 22. 08. 2018

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    Wed, 05 Sep 2018 06:33:00 +0000
    taberna kritika - kleine formen : 20130828 http://www.abendschein.ch/20130828-2/ http://www.abendschein.ch/20130828-2/

    mech
    anismen ein zu bauen
    beziehungen zwischen textteilen willkürlich und unwillkürlich zu ermöglichen kurz notate konfrontieren werfen bedeutungen ab frappieren suchen nach der fähigkeit ratlosigkeit zu formulieren geben sich selbst rat
    vergeblich zu suchen

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    Wed, 05 Sep 2018 06:18:00 +0000
    isla volante : wasser http://feedproxy.google.com/~r/volante/~3/ewsz7fI7Ex0/ http://feedproxy.google.com/~r/volante/~3/ewsz7fI7Ex0/

    wolken und wind transportieren wasser zur insel. der kobboi serviert ein glas wasser zum espesso. katharina vasces lässt sich ein bad ein.

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    Tue, 04 Sep 2018 12:24:26 +0000
    Die Dschungel. Anderswelt. : „Kann“Lauf morgens, Stadtlauf || Radfahrt, Nachmittagsfahrt; 4. 9. 2018 https://dschungel-anderswelt.de/20180904/kannlauf-morgens-stadtlauf-4-9-2018/ https://dschungel-anderswelt.de/20180904/kannlauf-morgens-stadtlauf-4-9-2018/

    Stadtlauf bis Moabit (Turmstraße) und zurück.

    hin

    6,7km Hin- plus 7km (durch Mauerpark)-Rücklauf, also insgesamt 13,7 km.

    rück

    (Heute terminlich derart eng getaktet, daß ich für den Park keine Zeit habe; deshalb bin ich eben zur Angiologin hin- und auch wieder zurückgejoggt. Was mir früher strikt verboten war, nämlich auf Asphalt und Stein zu laufen, haben die Barfußschuhe wieder möglich gemacht. Dies ist nun auch die erfüllte Voraussetzung meiner in der nächsten Woche anstehenden Lunogmare-di-Napoli-Läufe.)

    [991 kCal | 72 kg
    Nachmittags dann nochmal knapp 20 km Fahrradfahrt zum Literaturhaus und zurück,
    so daß ich wieder lässig auf meine „mindestens 1000 kCal zusätzlich durch Sport“
    kommen werde.
    ]

    Zur „Muß/Kann/Soll“-Regel siehe >>>> dort.

    Radfahrt Literaturhaus Fasanenstraße
    1 x 10,2 km Hin- und 1 x 10,1 km Rückfahrt, zusammen 20,3 km.

    [477 kCal; mithin mit dem Vormittag 1465 kCal]

    ]]>
    Tue, 04 Sep 2018 10:14:42 +0000
    taberna kritika - kleine formen : Salzkristalle & Trüffelpilze (Auszüge, 08/2018) http://www.abendschein.ch/salzkristalle-trueffelpilze-auszuege-08-2018/ http://www.abendschein.ch/salzkristalle-trueffelpilze-auszuege-08-2018/ Solche Typen wie »Mose« in »The Searchers« – wenn ich wenigstens so werden könnte … wieder …





    Carl Lallbert Loosli.





    Berlusclooney.





    Möchten Sie jetzt wirklich endlich etwas tun für die Umwelt? – Haben Sie keine Kinder.





    Aufgeschnitten, ausgeschnitten, aufgeklebt.





    Zum Blog Salzkristalle & Trüffelpilze

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    Tue, 04 Sep 2018 05:45:44 +0000
    panAm productions : ⧆ Best Foto ⧆ AF Minimal ⧆ Chris Zintzen ⧆ August 31, 2018 https://panamproductions.blogspot.com/2018/09/best-foto-af-minimal-chris-zintzen.html https://panamproductions.blogspot.com/2018/09/best-foto-af-minimal-chris-zintzen.html BEST PHOTO by AF Minimal (August 31, 2018)
    Theme: Architecture Shapes & Detail Minimalism
    My compliments to the author: Chris Zintzen

    AF Architettura e Fotografia Minimal
    Flickr-Album Architecture Shapes & Detail Minimalism, Awarded





    ERSTE-Campus | Henke Schreieck Architekten
    Aufnahme 09.06.2018

    Architekturen sehen dich an | henke schreieck architekten | wienFotografie | collagen

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    Tue, 04 Sep 2018 05:41:00 +0000
    Die Dschungel. Anderswelt. : HEUTE IN OLDENBURG. ANHs „M e e r e“ in Lesung und Gespräch. 5. September 2018. Mit Andreas Steffens. https://dschungel-anderswelt.de/20180904/literaturhaus-wilhelm-13-oldenburg-literaturbuero-meere-andreas-steffens-mare-verlag-arco-verlag-lesung-lust-5-september-2018/ https://dschungel-anderswelt.de/20180904/literaturhaus-wilhelm-13-oldenburg-literaturbuero-meere-andreas-steffens-mare-verlag-arco-verlag-lesung-lust-5-september-2018/ Oldenburg, 5. September 2018
    Musik- und Literaturhaus
    W i l h e l m 1 3
    19.30 Uhr

    Im Geschlecht durchdringen Notwendigkeit und Freiheit einander.
    Ihm den Glücksanspruch überantwortend, wird der ewige Raum fürs Unge-
    heure betreten, in den gerät, wer sich aufs Meer begibt.
    Andreas Steffens

    Alban Nikolai Herbst
    liest
    M e e r e

    Begrüßung durch Monika Eden
    Literaturbüro Oldenburg
    Gesprächsleitung & Gedanken:
    Andreas Steffens

    Leo-Trepp-Str. 13
    (ehemals Wilhelmstraße)
    26121 Oldenburg

    Eintritt: 9.00/erm. 7.00 – Bitte reservieren Sie Ihre Karten per E-Mail unter literaturbuero@stadt-oldenburg.de oder telefonisch: 0441-235 3014.

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    Tue, 04 Sep 2018 04:47:12 +0000
    schwungkunst.blog : cute.cropped.text http://www.schwungkunst.de/wordpress/?p=7321 http://www.schwungkunst.de/wordpress/?p=7321 hirte
    schürze
    würze
    bitte

    naseweiß
    geruch
    tuch
    nach schweiß

    schafe
    lämmer
    im dämmer
    schlafe

    glocken
    seide
    weide
    locken

    im gras
    blütenkränze
    um deine grenze
    wer war’s?

    wer gewoben
    verletzte
    netze
    in dir droben?

    — xxx —

    weide
    tief
    schlief
    scheide

    wo der pfeffer
    wächst
    text
    kommt der kläffer

    bergamotte
    zitronen
    dort wohnen
    untergang der flotte

    meere
    wüste
    küste
    buchtschwere

    schilf
    im boot
    verbot
    milf

    mädchen
    röckchen
    sneaker-söckchen
    lädchen

    — zzz! —

    lacrimosa
    graf
    schlaf,
    mariposa!

    wein, weib
    und gesang
    begann
    dein leib

    zu weinen
    tränen
    unter schwänen
    und umbeinen

    dirndl
    traum
    brustraum
    schwindel

    einsam
    zwei
    derweil
    heimwarm

    eins
    zwei
    einerlei
    dein’s

    (180903, für maria)

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    Tue, 04 Sep 2018 00:06:30 +0000
    Die Dschungel. Anderswelt. : Krafttraining: 3. 9. 2018. RBAB. https://dschungel-anderswelt.de/20180903/krafttraining-29-8-2018-rbab-2/ https://dschungel-anderswelt.de/20180903/krafttraining-29-8-2018-rbab-2/

    Studio John Reed.

    15’15“ Stepper /3,1 km / 225 kCal.
    Splittraining RBAB (Rücken|Bauch|Arsch|Beine) ca. 1 h 20 min.

    [Außer dem Stepper Kalorienzahl nicht ermittelbar; Fahrrad hin und rück 104 kCal plus die 225 am Stepper | 72,0 kg]

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    Mon, 03 Sep 2018 18:32:12 +0000
    isla volante : noch nicht http://feedproxy.google.com/~r/volante/~3/vTaHAX5cEJw/ http://feedproxy.google.com/~r/volante/~3/vTaHAX5cEJw/

    weder katharina vasces, noch der kobboi haben einen plan, wie und wo sie heute anfangen sollen.

    immerhin der blick auf das meer ist frei.

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    Mon, 03 Sep 2018 08:00:43 +0000
    panAm productions : Brut | Material ⟐ Stahl - Beton - Wasser https://panamproductions.blogspot.com/2018/09/brut-material-stahl-beton-wasser.html https://panamproductions.blogspot.com/2018/09/brut-material-stahl-beton-wasser.html

    Sonnenplatz der Wasserschlangen.
    Da es dem Bild nicht gelingt, dies zu zeigen,
    muss es gesagt - erzählt und geschrieben - werden.

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    Bootsslipanlage Neue Donau
    Aufnahme 22. 08. 2018

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    Mon, 03 Sep 2018 07:00:12 +0000
    Die Dschungel. Anderswelt. : „Kann“Lauf morgens, Eifellauf (Rüber 2), 2. 9. 2018 https://dschungel-anderswelt.de/20180902/kannlauf-morgens-rueberlauf-2-2-9-2018/ https://dschungel-anderswelt.de/20180902/kannlauf-morgens-rueberlauf-2-2-9-2018/

    Kerber- und Keverbachtal

    13-km-Lauf + 300 m (bei starken Steigungen) Gehen . (Zur „Muß/Kann/Soll“-Regel siehe >>>> dort.)

    [923 kCal.]

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    Sun, 02 Sep 2018 21:05:08 +0000
    andreas louis seyerlein : particles : in der straßenbahn http://feedproxy.google.com/~r/AndreasLouisSeyerlein/~3/vFYl8Fedw70/ http://feedproxy.google.com/~r/AndreasLouisSeyerlein/~3/vFYl8Fedw70/ 2

    nordpol : 15.02 UTC – Folgendes. Wenn ich mich schreibend mit deutschen Menschen auseinandersetze, die der Ansicht sind, afrikanische Menschen, die sich auf die Flucht nordwärts nach Europa begeben, seien selbst schuld, wenn sie im Meer ertrinken, man sollte Ihnen nicht helfen oder nur im Notfall, wenn jemand da ist, also wenn Hilfe unvermeidbar ist, wenn sie demzufolge nicht unsichtbar und ungehört zu ertrinken drohen, stelle ich mir immer wieder einmal vor, was diese Menschen an diesem schönen Sonntag wohl gefrühstückt haben? Ich frage mich, ob sie gut geschlafen haben und wie sie wohnen, ob sie glückliche Menschen oder eher unglückliche Menschen sind? Haben diese Menschen Kinder? Würde ich sie in einer Straßenbahn sitzend erkennen? Also sitze ich etwas später in einer Straßenbahn. Und plötzlich spüre ich einen Blick auf mir lasten, der nicht freundlich ist. – stop

    ping

    Der Beitrag in der straßenbahn erschien zuerst auf andreas louis seyerlein : particles.

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    Sun, 02 Sep 2018 17:13:29 +0000
    andreas louis seyerlein : particles : eine wiese http://feedproxy.google.com/~r/AndreasLouisSeyerlein/~3/2638i8RcltY/ http://feedproxy.google.com/~r/AndreasLouisSeyerlein/~3/2638i8RcltY/ 2

    echo : 22.05 UTC – Ich hatte einen lustigen Traum. Da war im Traum eine Wiese unter Apfelbäumen. Plötzlich lag ich in dieser Wiese herum und beobachtete Wespen, wie sie dicht über mir hin und herflogen auf einer schnurgeraden Linie. Bemerkenswert war, dass sie alle sehr kleine Äpfel transportierten in eine der Richtungen, ich glaube westwärts. Am Rand der Wiese stand, halb schon im Wald, ein Haus. Im Haus traf ich ein alte Frau an, die mit sich selbst zu sprechen schien. Aber das war dann doch ganz anders gewesen, die alte Frau sprach mit den Wespen, sie bedankte sich für jeden der Äpfel, den die Wespen über einer Schale abwarfen, die im Schoß der alten Frau ruhte. Ich erinnere mich, die Küche duftete nach Kuchenteig. In einem Käfig in einer Ecke des Hauses hockte ein Huhn auf einem Apfel, den das Huhn selbst gelegt haben soll, auf einem Wespenapfel oder einem Apfel voller Wespen. Dann wachte ich auf. Ein schöner Tag begann. Und jetzt ist Abend geworden. In der Stadt Chemnitz tragen Menschen, die entweder Faschisten sind, oder sich nicht scheuen, in einer Reihe mit Faschisten herumzulaufen, weiße Rosen am Revers. Eine entsetzliche Geschichte. – stop
    ping

    Der Beitrag eine wiese erschien zuerst auf andreas louis seyerlein : particles.

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    Sun, 02 Sep 2018 16:45:36 +0000
    Die Dschungel. Anderswelt. : Le Vi Arte Sommerfest in Rüber/Mayen-Koblenz: ANH liest aus der Aeolia, den Bamberger Elegien und andere Gedichte, sowie Becher und Istrati. 1. und 2. September 2018. https://dschungel-anderswelt.de/20180902/le-vi-arte-sommerfest-rueber-marrin-darting-aeolia-bamberger-elegien-arco-verlag-simone-langer-mosel-weinfest-kunst/ https://dschungel-anderswelt.de/20180902/le-vi-arte-sommerfest-rueber-marrin-darting-aeolia-bamberger-elegien-arco-verlag-simone-langer-mosel-weinfest-kunst/ 3030Des Lebens Karawane zieht mit Macht,
    Dahin, und jeder Tag, den du verbracht,
    Ohne Genuss, ist ewiger Verlust.
    Schenk ein, Saki! Es schwindet schon die Nacht.

    Omar Chajjam

    Sonnabend und Sonntag
    1. & 2. September 2018

    Weinfest & Kunst

    mit Martin Darting und Alban Nikolai Herbst

    Sowie mit Texten von Ulrich Becher und Panaït Istrati, erschienen bei Arco.

    56295 Rüber • Auf’m Schinnhengst 2

    Reservierungen, Anfahrt, genaues Programm:
    Telefon 0 26 25 – 95 81 107 • E-Mail: kontakt@leviarte.de

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    Sun, 02 Sep 2018 05:39:23 +0000
    litblogs.net - Wochenspiegel : Kurztitel & Kontexte bis 2018-09-01 http://www.litblogs.net/kurztitel-kontexte-bis-2018-09-01/ http://www.litblogs.net/kurztitel-kontexte-bis-2018-09-01/
  • Die Dschungel. Anderswelt. : „Muß“-Lauf, Eifellauf (Rüber 1): 1. 9. 2018 https://t.co/os0nY0PW4b 2018-09-01
  • Die Dschungel. Anderswelt. : Krafttraining (Oberkörper): 31. 8. 2018 https://t.co/7wlNqoEPeY 2018-09-01
  • Parallalie : look man … https://t.co/vDwNHtgfPg 2018-09-01
  • taberna kritika – kleine formen : @etkbooks twitterweek (20180901) https://t.co/M5a0zemjaw https://t.co/JmxD8J5CcW 2018-09-01
  • isla volante : maillot rojo https://t.co/KmcE6VHIlX https://t.co/Twg2byWlSd 2018-09-01
  • Die Dschungel. Anderswelt. : III, 397 – chiodo https://t.co/qY0oWhRxiA 2018-08-31
  • Die Dschungel. Anderswelt. : Nicht nur ein Abend für Wolf Wondratschek. Sondern, nämlich, vor allem für uns. Als na… https://t.co/BOUKoyZWWD 2018-08-31
  • Die Veranda : Ich bin die Nacht / Du bist der Ort (12) https://t.co/TSTcGloW5f https://t.co/mhhr4X17ZT 2018-08-31
  • taberna kritika – kleine formen : Abendlied II https://t.co/MPp3nPm4D5 https://t.co/mKtVraQUSf 2018-08-31
  • panAm productions : Natural History | Le Goût de l'Archive https://t.co/AfjDEGHprv https://t.co/1K0qZ2szhj 2018-08-31
  • Flaneurin : KURT TUCHOLSKY: DIE FÜNFTE JAHRESZEIT https://t.co/79MQCCoNPg 2018-08-31
  • Die Dschungel. Anderswelt. : Le Vi Arte Sommerfest in Rüber/Mayen-Koblenz: ANH liest aus der Aeolia, den Bamberger… https://t.co/Yh6ICLzQUy 2018-08-30
  • Die Dschungel. Anderswelt. : Krafttraining: 29. 8. 2018. RBAB. https://t.co/ufkbh1kvUy 2018-08-30
  • panAm productions : Natural History | Absence https://t.co/asfymkmjPl https://t.co/8bJInnkJCw 2018-08-30
  • Die Dschungel. Anderswelt. : Krafttraining: 29. 8. 2018. RBAB. https://t.co/WyB2YkyMlF 2018-08-30
  • taberna kritika – kleine formen : AS 22-54 https://t.co/DP6EdNCDRG https://t.co/VDtFIO8Zt7 2018-08-30
  • Die Veranda : Ich bin die Nacht / Du bist der Ort (11) https://t.co/lz2rTDLuhu https://t.co/ZgmnPFsLiG 2018-08-30
  • isla volante : inselblau https://t.co/3y2quNTt52 https://t.co/utsNCQyMT7 2018-08-30
  • andreas louis seyerlein : particles : giudecca https://t.co/6D4c5evpmI https://t.co/T3rNESh1Tb 2018-08-30
  • Die Dschungel. Anderswelt. : Des Neapelversprechens Arbeitsjournal des Mittwochs, den 29. August 2018. Zu David Ram… https://t.co/ZBQL5QvhGO 2018-08-29
  • taberna kritika – kleine formen : 20130827 https://t.co/xn2mgsdcu3 https://t.co/wZ3KLKhP4t 2018-08-29
  • panAm productions : Natural History | Silent Birds https://t.co/NRsWQcf4LS https://t.co/h0L7hPygs2 2018-08-29
  • Die Veranda : Ich bin die Nacht / Du bist der Ort (10) https://t.co/xjYp0gCWYt https://t.co/fGdYZLA0Ew 2018-08-29
  • Die Dschungel. Anderswelt. : „Kann“-Lauf (+), Abendlauf): 28. 8. 2018 https://t.co/XZVZibHJsx 2018-08-28
  • der goldene fisch : Christian Lorenz Müller : BUKOWSKI LESEN IN SALZBURG https://t.co/PhlM0qYdnw 2018-08-28
  • der goldene fisch : Christine Kappe : https://t.co/KnKFm1o6mP 2018-08-28
  • isla volante : früh am morgen https://t.co/u00aQ7yS3k https://t.co/kQXo9QKkNu 2018-08-28
  • Die Veranda : Ich bin die Nacht / Du bist der Ort (9) https://t.co/UGCsVfPN41 https://t.co/jldYwXSil4 2018-08-28
  • panAm productions : Natural History | House of Mirrors https://t.co/nAEGEdSCUV https://t.co/LuueAiM64a 2018-08-28
  • andreas louis seyerlein : particles : nazil https://t.co/jWMEhVbDez https://t.co/UvmDwE2tOg 2018-08-28
  • Die Dschungel. Anderswelt. : Krafttraining (Oberkörper): 27. 8. 2018 https://t.co/53xvCWM4Fm 2018-08-27
  • Die Dschungel. Anderswelt. : Le Vi Arte Sommerfest in Rüber/Mayen-Koblenz: ANH liest aus der Aeolia, den Bamberger… https://t.co/qavFWK0TL1 2018-08-27
  • Die Veranda : Ich bin die Nacht / Du bist der Ort (8) https://t.co/BehX26iTDC https://t.co/3BV6a1CcDb 2018-08-27
  • andreas louis seyerlein : particles : elisabeth https://t.co/ZtvnByyanW https://t.co/FS4lAseOlN 2018-08-27
  • Die Dschungel. Anderswelt. : „Kann“-Lauf (Mittagslauf): 26. 8. 2018 https://t.co/gMh8LqsYuL 2018-08-26
  • Glumm : Botschaften im öffentlichen Raum https://t.co/NQaNKjtjBx https://t.co/sLUoQYpo8X 2018-08-26
  • Die Dschungel. Anderswelt. : Eine Unterschlagung: zu Literaturhaus und Werkschau. Im Arbeitsjournal des Sonntags, d… https://t.co/U5JQYMFTWi 2018-08-26
  • Die Veranda : Ich bin die Nacht / Du bist der Ort (7) https://t.co/8YhOv8eE3b https://t.co/RjQvq0mLLk 2018-08-26
  • https://t.co/JU4nHY8Nqo – Wochenspiegel : Kurztitel & Kontexte bis 2018-08-25 https://t.co/ybFczLdjlJ https://t.co/rjSAzDBAEA 2018-08-26
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    Sat, 01 Sep 2018 22:57:17 +0000
    Die Dschungel. Anderswelt. : „Muß“-Lauf, Eifellauf (Rüber 1): 1. 9. 2018 https://dschungel-anderswelt.de/20180901/muss-lauf-eifellauf-rueber-1-1-9-2018/ https://dschungel-anderswelt.de/20180901/muss-lauf-eifellauf-rueber-1-1-9-2018/ Rüber Auf’m Schinhengst

    7,2-km-Lauf + 700 m Gehen. (Zur „Muß/Kann/Soll“-Regel siehe >>>> dort.)

    [Unbekanntes, zudem vor allem asphaltiertes Gelände. Nach Sehrfrühmorgensflug Berlin-Köln-Bonn, 3 1/2 Stunden Schlafs. 546 kCal.]

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    Sat, 01 Sep 2018 20:57:42 +0000
    Die Dschungel. Anderswelt. : Krafttraining (Oberkörper): 31. 8. 2018 https://dschungel-anderswelt.de/20180831/krafttraining-oberkoerper-31-8-2018/ https://dschungel-anderswelt.de/20180831/krafttraining-oberkoerper-31-8-2018/ Studio John Reed.

    15’15“ Stepper /3,03 km / 223 kCal.
    Splittraining:Oberkörper; ca. 1 h 25 min.

    [Außer am Stepper Kalorienzahl nicht ermittelbar; ergo: Fahrrad hin und rück 104 kCal plus die 223 am Stepper | 72,5 kg.]

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    Sat, 01 Sep 2018 20:57:40 +0000
    Parallalie : look man … https://parallalie.de/20180901/look-man/ https://parallalie.de/20180901/look-man/ look man
    I’m black man
    e frantumò
    la bottiglia
    di birra
    my grandfather
    second world war
    e tutti gli GI
    appena tornati
    dal Vietnam
    attorno a me
    si strinsero

    neofita maoista
    che fui a
    discutere con
    un loro capo
    che s’era mostrato
    affabile del Vietnam
    lì vicino al Reno
    mentre suonavano
    sul palco del festival
    di musica popolare

    e niente bombe
    solo parole del cazzo
    peggio d’un preservativo
    che scoppia
    che genera pelli
    così e cosà

    in seguito imparai
    a diventare un seguace
    della madonna di
    quei filosofi che dicono
    senza l’aver mai letto

    “Kant ha ragione”
    (Gadda)
    senza esser
    mai stato
    in Vietnam
    ma neanche a Parigi
    di cui conosceva
    ogni angolo

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    Sat, 01 Sep 2018 18:44:58 +0000
    taberna kritika - kleine formen : @etkbooks twitterweek (20180901) http://www.abendschein.ch/etkbooks-twitterweek-20180901/ http://www.abendschein.ch/etkbooks-twitterweek-20180901/ mlk ff scan cut dok / RT @kaot50: Erfrischend bescheiden, dieser Nietzsche. https://t.co/xd25bqUjIx Aug 31, 2018 / * Abendlied II https://t.co/SGsgzmkPLt https://t.co/6mW0h4vaAd Aug 31, 2018 / Auszüge aus Li Mollets „irgendwann vielleicht“ erscheinen in der Übersetzung von Nathalie Garbely in der aktuellen… https://t.co/heh2iP45eA Aug 30, 2018 / * AS 22-54 https://t.co/sruLDZoMsk https://t.co/wD9XzViCSu Aug 30, 2018 / * 20130827 https://t.co/Xor9hwjgye https://t.co/XjC5AX8Cg2 Aug 29, 2018 / https://t.co/HZZOdjrvcG Aug 28, 2018 / ausverständnis. Aug 27, 2018


    (ausverständnis.)

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    Sat, 01 Sep 2018 07:25:23 +0000
    isla volante : maillot rojo http://feedproxy.google.com/~r/volante/~3/DQ8NwAcwwX0/ http://feedproxy.google.com/~r/volante/~3/DQ8NwAcwwX0/

    damit er die la vuelta nie aus den augen verliert, serviert sich der kobboi zur zeit, seinen espresso immer in einer roten tasse.

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    Sat, 01 Sep 2018 07:07:20 +0000
    Die Dschungel. Anderswelt. : III, 397 – chiodo https://dschungel-anderswelt.de/20180831/iii-397-chiodo/ https://dschungel-anderswelt.de/20180831/iii-397-chiodo/ Hinaus ging’s dann doch noch. Kein Zucker mehr für morgen. Ich brauchte aber einen bestimmten Zucker, Rohrzucker nämlich aus dem Bioladen, der ist derzeit nur am Nachmittag geöffnet. Eine ganz bestimmte Sorte von den Philippinen. Mein normaler Gang hätte mich zweimal an den kartenspielenden alten Frauen vorbeigeführt. Die nutzen heute natürlich die Abendsonne aus, che inonda la piazza.
    Da fiel mir der “chiodo” wieder ein, den ich schon immer fotografieren wollte. Das hieß, einen kleinen Umweg machen. Der Standpunkt dann des Fotografen ist nicht unriskant: gleich zehn Meter hinter einer Ecke, um welche die Autos biegen. Tatsächlich mußte ich mich ein paar Mal in den Eingang zu einer Seitengasse stellen. Bog auch einer um die Ecke, den ich lange nicht gesehen: gerade aus Griechenland zurück.
    Immerhin ist die Überlegung interessant: Wie würde es ich anfühlen, nach einem weiteren Abstand von etwas mehr als zwanzig Jahren wieder dort zu sein, nachdem ich mit 18 und 40 dort gewesen. Das erste Mal noch zur Zeit der Diktatur. Dem ersten Mal ging sogar meine Entjungferung voraus. Unmittelbar davor. Alles sehr konnotationsschwanger. E niente Παραλία (so jedenfalls beim zweiten Mal ein Spiro, der dorthin in unserem Auto mitgenommen werden wollte, ständig dieses Wort wiederholend) quest’anno.
    Im Bioladen F. de Toulouse, telefonierend “a viva voce”, d.h. man hörte, was auf der anderen Seite gesprochen wurde. Ich nahm meinen Zuckerbeutel, zählte mein Geld ab, erhielt meinen Kassenbon und ging, während das Gespräch fortdauerte. Nichts Intimes, nur Geschäftliches.
    Dann doch an den Kartenspielerinnen vorbei, artig grüßen, und entdecken, wie ein weiteres Mütterchen der Nachbarschaft auf der unteren Stufe des halbkreisförmigen Hofaufgangs Unkraut jätete, das da vor sich hin wächst. Schon, als ich hinausging, hatte sie dort einfach nur gesessen auf einer Stufe. An das Unkraut nur zu denken, mache es nur noch schlimmer, sagte ich. Und meinte damit mich und meine Neigung, nicht daran zu denken.
    Wieder vor PC und Buch (Montale) Scherze der himmelungewohnten Augen: irisierende Einkreisung des Blicks, eine Art Strahlenkranz. Das Becken ein großer Kreis, darin sehe man Teichrosen, blaßrosafarbene Fischlein. Er beuge sich vor und falle hinein, doch ein Knabe seines Alters schlage Alarm. Wer wisse schon, ob da noch Wasser sei. Er beuge den Arm und berühre den Fußboden seines Zimmers. Schreibt der 1896 geborene Montale in den siebziger Jahren. Dies so gelesen mit dieser Art Strahlenkranz im Auge. “un bimbo della mia età”.
    Das Irisieren ist mittlerweile vorüber. Und weiterhin Alptraum der Deadlines. Kann sein, daß ich erst Dienstag fertig werde. Es wäre sinnvoll, dann schon am Donnerstag zu fahren. Also irgendwas mit x -> 1/x – 1. Grenzwertig. Irgendwo bei minus 0,5.
    Il chiodo:

    [Eigentlich sollte der „chiodo“ senkrecht stehen, aber alles Herumbfuchteln vmbsvnst]. Um die Mittagszeit heute eine Blonde, die mir entgegenkam, hatte nicht allzuviel an, das Gesicht verriet, daß ihr das alles sehr wohl bewußt war (“e che una voce mi dice entri pure si paga anticipato” – Montale, Un sogno, uno dei tanti (und das spontane Wort, das mir einfiel, war “Liebedienerin” (neulich noch so eine aufreizend gekleidete: dieselbe?))). “Das leise Lachen am Ohr eines anderen” (Wondratschek), als ich meinen damaligen Stiefschwestern davon vorschwärmte (so siemunsiebzig), fingen die an zu kichern. Aber dann die Perseiden wie nie zuvor und nie danach, nachts um zwei, nachdem ich zurückgekommen war ins Dorf von Celle aus nach der letzten Begegnung mit ihnen.

    III, 396 – blöd

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    Fri, 31 Aug 2018 20:59:44 +0000
    Die Dschungel. Anderswelt. : Nicht nur ein Abend für Wolf Wondratschek. Sondern, nämlich, vor allem, für uns. Als nachträgliches Fest zu seinem Fünfundsiebzigsten zur Feier Ullsteins als seinem neuen Verlag. Überraschend mit Arash Marandi. https://dschungel-anderswelt.de/20180831/wolf-wondratschek-ullstein-verlag-carmen-literaturhaus-fasanenstrasse-gunnar-cynybulk-clara-haskil-arash-marandi/ https://dschungel-anderswelt.de/20180831/wolf-wondratschek-ullstein-verlag-carmen-literaturhaus-fasanenstrasse-gunnar-cynybulk-clara-haskil-arash-marandi/ was du träumst,
    beginnt wie Liebe,
    was du liebst,
    hört auf zu sein
    Wondratschek, Es gibt etwas

    Freitag, den 31. August 2018

    Freundin,

    von einem grandiosen Abend ist zu erzählen. Ich war, sagen wir, heikel hingegangen, >>>> deshalb, aber hatte mich schon lange angemeldet; dies sei für den Anlaß erfordert, hatte es geheißen.
    Ich war darüber hinaus – eigentlich „darunter hinaus“ – in so schlechter Verfassung, daß ich das Fahrrad nicht nehmen mochte, wirklich kein gutes Zeichen bei mir; doch es regnete draußen, ich wäre nach den knapp zehn Kilometern klitschnaß angekommen. Was mich normalerweise nicht stört, bloß daß ich die Nacht zuvor – einen Depressionsgrund austragend, den ich noch jetzt nicht nennen kann – unter heftigen Bauchattacken gelegen hatte, so, wie man „im Gefechtfeuer“ sagt, und deshalb so gut wie nicht geschlafen, stand den ganzen Tag über ein bißchen neben mir, als wäre ich tablettensediert, war deshalb zu gar nichts gekommen; imgrunde war mir nur noch danach gewesen, mich ins Movie-Entertainment wegzuschießen, aber zog den Trenchcoat über, packte mein Buch (Kjærstads hinreißenes >>>> Norman-Areal), wählte den Hut und begab mich zur SBahn.
    Nimmt man s i e anstelle des Rades, wird Berlin eine gänzlich andre Stadt, so wie beim Autofahren eine wiederum andere und auf Spaziergängen n o c h eine nächste. Das Thetis-Vorspiel erzählt davon. Mir wird’s in S und U deshalb schwer, mich auf ein Buch zu konzentrieren; ich sehe da fast nur die Menschen an, die Sinnlosigkeit ist ein unsichtbarer Gegner,/wo das Kinn treffen,/wo es keinen Kopf gibt? (Wondratschek, Spätvorstellung in der Stammkneipe). Doch auf dem Ku’damm schließlich war von Regen gar nichts zu spüren, die Stadt bleibt zweigeteilt, fürwahr. Mich empfingen Litfaßsäulen (welch >>>> ein Wort!), deren Plakate auf Englisch und Deutsch von Zügen der 68er-Bewegung erzählen, was ich, weil ich noch Zeit hatte, las, dann weiterflanierte, ein Wort, das fast nur am Ku’damm noch stimmt, jedenfalls in Deutschland.
    Über die Meineke hinweg, auch über die Fasanen noch weg, nur ein Stückchen, der lockenden Schuhauslagen halber, auch war mir Patrizia Pepes Name noch neu. Doch weder er noch ihre „Hautcure“ wußten mich wie Litfaß zu binden (läßt sich’s von „litfassen“ sprechen? jemanden litfassen). So rückwärts schwenk, zwei- oder dreimal zehn Schritte und rechts in die, ecco, Fasanenstraße.

    Vorm Eingang des Literaturhauses schon drängte sich die Menschenschlange bis durch die Tür und die Treppen hinter der hoch. Da ich vorbestellt hatte, kam ich aber schnell hindurch, erhielt oben sofort einen Wein und suchte mir einen Platz. Nur waren im Saal schon alle Stühle belegt. Was mich nicht störte, auf Veranstaltungen stehe ich gerne. Doch war auch für Stehplätze fast kein Platz mehr.
    Nach zweidrei Durchrundungen auch des Nebenraumes noch fand ich dennoch einen, mit allerbester Sicht,

    von der aus ich nach Wondratschek schaute. Ich war ihm niemals vorher begegnet, obwohl er für mich lange Zeit eine Art Ideal gewesen ist – weniger waren es seine Gedichte, deren auch formale Qualität mir wirklich erst gestern abend klar wurde, erst recht nicht war es seine Prosa, die ich überhaupt nie wahrgenommen hatte, sondern seine persönliche und professionelle Kompromißlosigkeit, dabei diese höchst vitalistische Geradlinigkeit, auch die Furchtlosigkeit dieses Mannes – kurz: seine Freiheit.
    So ist es ausgesprochen bezeichnend, daß ich bis zum Beginn der Veranstaltung, der sich wegen des Andrangs immer mehr verzögerte, jemanden anderes für Wondratschek hielt als ihn selbst, der mir nämlich gar nicht auffiel. Dabei dachte ich doch, meine Güte, für 75 sieht er aber jung aus! Wie 50 sieht er aus! Wie macht er das? Er ist drin ja besser als ich! Und welch eine, ich möchte sagen: gestikulare und in Haltung des Körpers , Ähnlichkeit >>>> mit Krausser er hat! Was ebenfalls paßte, meinen Irrtum grundierte: Auch von ihm, Krausser, spreche ich wie von Wondratschek klar als von einem Kollegen, etwas, das mir bei nur wenigen Schriftstellerinnen und Schriftstellern so einfach von den Lippen geht. Jedenfalls spürte ich, mit dem sei nicht gut Kirschen essen. Ihn allerdings als Freund zu haben, bedeutete unbedingten Verlaß.
    So beobachtete ich meinen vermeintlichen Wondratschek weiter, Raucher, aha, mit halb der Welt vertraut, was die Halbwelt mit einschließt, meine Güte, welch Frauentyp, welche Schultern … undsoweiter … als dann die beiden Damen des Hauses, seine Leiterinnen, das Fest mit einer Art Zwiegespräch eröffneten, das spürbar geplant nicht laufen wollte und also ziemlich danebenging, so daß sie, nachdem das ebenso geplant eingestanden war, nunmehr den Verleger an das Mikrofon baten.
    Ui.
    Justament ihn, Gunnar Cynybulk, hatte ich für den Dichter gehalten, der indes, sehr viel schmächtiger, auch von Körpergröße kleiner, sehr viel bescheidener, ja überhaupt – ausgerechnet Wondratschek – bescheiden am linken vorderen Tisch saß. Nicht die Spur des „unerträglichen“ Querkopfs, mit dem selbst die Einladung warb:

    Eigentlich ist er unerträglich…

    Davon war und blieb nichts zu merken. Statt dessen Cynybulks Leidenschaft, aus der auch das Bewußtsein sprach, einen großen Schritt in die Richtung getan zu haben, die er vor etwas mehr als einem halben Jahr >>>> im Börsenblatt ausgerufen hatte. Mit Wondratscheks Werk hat er Ullstein ohne jeden Zweifel einen Merkstein der deutschen, zumindest bundesrepublikanischen eben nicht nur Literatur, sondern Literaturgeschichte ins Haus gewuchtet, einen des unabhängigen großen poetischen Außenseitertums und zugleich aufrechten heißen Lebens. Anders als viele Dichterinnen und Dichter, die meinen, die Welt allein beobachtend begleiten zu müssen oder auch nicht anders, meinetwegen, zu können, gehört Wondratschek zu jenen eben nicht, die Aldous Huxleys Burlap, ja, ich glaub, es war Burlap, aber nageln Sie mich hier nicht drauf fest, >>>> das Buch ist zu dick, um jetzt lange zu blättern … also die er kalte fliegende Nacktschnecken nannte:

    Sie sahen aus wie Männer,
    als das Leben noch Männersache war.
    Sie waren müde,
    man sah, daß sie müde waren,
    müde vom Warten.

    (Spätvorstellung in der Stammkneipe, ff)

    Zu denen gehört auch Cynybulk zweiffellos nicht (zur Unterstreichung dessen wollten meine Finger das Wort, wie Sie sehen, gleich mit zwei f schreiben; nun ist eines durchgestrichen, wiewohl es ihm doch stand). Sein Hohelied auf den Dichter nannte der Verleger zum Abschluß eine Predigt, um ihr ganz folgerichtig, und auch das sprach er aus, die Liturgie folgen zu lassen.
    Ich war sprachlos von der Qualität solcher Rhetorik, nein, nicht sprachlos, … – angesext. „Warum bist eigentlich du nicht bei Ullstein?“ fragte mich in der Pause eine Berliner Kritikerin. „Nun jà“, gab ich zur Antwort, „wie Wondratschek eben gesagt hat: ich hab nicht viel Glück mit meinen Verlagen gehabt – auch ich eben nicht. Wobei, j e t z t bin ich doch sehr gut versorgt mit Elfenbein, Arco und mare und im nächsten Jahr mit Septime dazu.“
    (Selbstverständlich kam nicht nur d i e s e s Pausengespräch auf >>>> meine Werkschau; die gehört aber hier nicht hin; was darüber zu sagen ist, schreibe ich als Kommentar vielleicht nachher.)

    Wie nun vordem das Zwiegespräch der Hausleiterinnen, ging Cynybulks Liturgie freilich erst recht schief, die vorgesehen hatte, daß, bevor Wondratschek selbst, nach der Pause nämlich, lesen würde, und zwar aus >>>> seinem neuen Roman — also daß einige seiner Gedichte von Schauspielern und Schauspielerinnen vorgetragen werden sollten. Womit eine junge, im Publikum sitzende Dame denn auch begann.
    Und sie setzte sich wieder.
    Da erhob sich Wondratschek widerliturgisch und sagte: „Das Gedicht habe ich nicht geschrieben“, die junge Dame möge verzeihen. Dann nahm er vorn am Mikrofon Platz. Und überhaupt, es mißfalle ihm höchst, erst nach der Pause dran zu sein – nicht, weil er, jetzt in meinen Worten, solch eine Rampensau sei, sondern weil er dann bis nach der Pause keinen Rotwein trinken dürfe. Was aber wär das für ein Fest, auf dem er sich, das Rauchverbot sei finster genug, enthalten müsse? Deshalb werde er seine Lesung vorziehen und auch nicht zwei, sondern nur ein Kapitel uns zu Ohren bringen.
    „Ah Wondratschek! Typisch! Jetzt wirft er schon den gesamten Ablauf durcheinander!“
    Eigentlich ist er unerträglich,“ murmelte zitierend jemand nahbei.
    Ich indes war tief erfreut, auch übrigens über Cynybulks und seiner Mitarbeiterinnen Grandezza, mit der plötzlich neuen Situation umzugehen, die freilich, wie sich zeigen sollte, dem Abend überhaupt erst zu dieser seltenen Größe verhalf. Sie ahnten es wohl, zumal ohnedies nur wenig kaputtgehen kann, wenn es freie Getränke und auch etwas zu essen gibt.
    Also, Wondratschek las.
    Da war dann von der machistischen Großheberei nicht mal ein Nötchen zu spüren, den ihm der (eine contradictio in adiecto) „Kleingeist“ so gern nachsagt. Wir vernahmen statt dessen eine sensible, ja zärtliche Hommage an Clara Haskil, deren insbesondere Aufnahmen der beiden moll-Klavierkonzerte Mozarts auch bei mir einen Ehrenplatz haben.
    Was mich an Wondratscheks Prosa nun aber besonders berührte, war, wie ausgerechnet er, der vorgebliche Großkotz, ein Liebeslied auf die Bescheidenheit singt, und zwar so, daß es auch Ihnen, Freundin, das Herz eingeschnürt hätte – und wie etwas, das sich billig, weil er über eine eigene Formulierung ins Schwärmen geriet, als Selbstverliebtheit interpetieren ließe, in Wahrheit für ein Zeugnis der Liebe Wondratscheks zu seiner Sprache erweist. Das Deutsche, soll er einmal gesagt haben, sei wundervoll — sofern man es nicht brülle. Wer dächte da nicht an Daniela Danzens Satz, sie sei dankbar dafür, in der Sprache Hölderlins schreiben zu dürfen?
    Ich war sehr benommen, sagte später zu Gaga Nielsen, die mich Wochen vorher auf diese Veranstaltung überhaupt erst aufmerksam gemacht hatte: „So etwas bekomme ich viel zu selten aus deutscher Sprache zu lesen“, wobei ich’s ja „nur“ hörte, was aber fast mehr ist als Gelesenes, Musik-selbst ist, was eben Sprache als Dichtung sein muß. Alles andre ist Regieskript.
    Da bekam ich Lust, selbst ein Stück Wondratschek vorzutragen. Wozu auch Zeit und Ort gewesen wären, ja „die Liturgie“ sah eben solches vor: daß Gäste ans Mikrophin traten, um aus den übrigens frei verteilten Büchern vorzulesen. Hier hätte ich mich sehr gerne mit eingereiht, einfach so, ohne zu sagen, wer ich bin. Ich hatte auch schon das entsprechende Lyrikstück gefunden, das „Männer und Frauen“ heißt und nicht nur einem ganzen Band den Titel gab sondern – so hätte ich es auch angekündigt: – Wondratscheks EIN·FÜR·ALLE·MAL zur wie politischen so erotischen „Correctness“ ist:

    Was ist es,
    dieses Tier,
    aus Mann und Frau gemacht,
    und ungeboren?

    Aber es kam anders. Ganz anders. Wie er selbst, also Wondratschek, später sagte, da war er restlos beglückt: „Jedes Fest braucht auch eine Überraschung.“ Nur daß freilich erstmal die nachgeschobene Liturgie sich nun abspulte. Nach und nach traten die Vortragsverpflichteten auf, gingen nach vorne, lasen brav ihren Text – einmal las sogar, allerdings von ihrem Tisch aus, die Kritikerin Julia Encke ein Wondratschek-Gedicht, auch dies ein zarter, je zärtlicher Text, nämlich auf seinen Sohn, als der noch klein gewesen -, – – – als jemand sich vors Mikrofon setzte, von dem nicht nur ich zuerst annahm, er gehöre in die vorgeplante Riege … der nun aber etwas tat, was Wondratschek selbst durchaus entsprach: Er riß nämlich die gesamte Veranstaltung an sich, nicht vorlaut, nicht drängelnd, sondern qua Klasse. Der vierunddreißigjährige Schauspieler Arash Marandi.
    Anders als seine Vorgänger:innen memorierte er und trug frei einen langen, sehr langen Text, nämlich die Carmenverse vor. Wondratschek saß — verzeihen Sie die Stanze, ich erspare Ihnen das „wie“ — gebannt. Und wir, wir waren es a l l e. Die ganze Verzweiflung, die ganze Lust und Wollust, das ganze Verhängnis der glückhaften Liebe hauchte Marandi und tremolierte es und ließ es strömen, so daß ich dachte, meine Güte, nur noch zwanzig Lebensjahre mehr, und er wäre selbst die begeisterte Tragik, diese ganze Carmen selbst – als ein Mann, der ihr huldigt.
    Wondratschek nahm ihn nachher in den Arm, und der Verleger, glaube ich, hat sich sogleich das Hörbuch gesichert, die ganze Serie, wenn er klug ist, jedenfalls. (Und er ist es, denk ich mir.)

    Nun war also alles durcheinander, jeder Plan zerrückt, der Abend rundweg grandios. Dazu zum Wein die kulinargeniale Idee, massenhaft Butterbrot mit Schnittlauch zu reichen. Wobei Wondratschek jetzt doch noch einmal lesen sei’s, daß er sollte, sei es, auch wollte, und dies nunmehr z u s a m m e n mit Marandi tat. Das war nett, wirkte aber doch wie ein Anhängsel, das nicht weiß, wie weggeschnibbelt es gehört, rein aus dramaturgischen Gründen. Was gesagt werden mußte, war doch gesagt und zu gut gesagt, um wieder zurück in die Mitte zu rutschen.

    Immer ist etwas tot von dem,
    was wir lieben.

    Wondratschek, Was machen Sie den ganzen Tag?

    Also nahm ich mir den bereits fünften, glaub ich, Wein, doch begab mich noch aufrecht schließlich nachhaus. In den nächsten Tagen wird mich wohl Wondratscheks neuer Roman erreichen, ich möchte drüber schreiben, habe eben bei Volltext angefragt, lege Ihnen aber schon hiermit >>>> Ullsteins Wondratschek-Gesamtausgabe dringend, sehr sehr dringend ans Herz.

    Ihr
    ANH

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    Fri, 31 Aug 2018 10:05:37 +0000
    Flaneurin : TREVISO: ITALIENISCHE KÜSSE http://www.flaneurin.at/2018/06/28/treviso-italienische-kuesse/ http://www.flaneurin.at/2018/06/28/treviso-italienische-kuesse/ Allen, die einen Bezug zu italienischer Kulinarik im Speziellen oder zu Süßigkeiten im Allgemeinen haben, werden die Baci, die Schoko-Küsse der Firma Perugina, ein Begriff sein. Kreiert wurde die Praline im Jahr 1922 von der später auch als Modeschöpferin erfolgreichen Luisa Spagnoli, deren Familie an der Schoko-Manufaktur beteiligt war. Angeblich hätte das Produkt, das einer geballten Faust ähnelt, „Cazotto“, was übersetzt „Faustschlag“ bedeutet, heißen sollen. Glücklicherweise wurden dann noch vor der Produkteinführung aus den Schlägen Küsse, also „Baci“.

    Ausstellungsansicht (Alle Fotos: B. Denscher)

    Für die gesamte optische Betreuung der Novität – von der Verpackung bis zur Bewerbung – war mit Federico Seneca einer der bedeutendsten italienischen Grafikdesigner jener Zeit zuständig. Ihm ist derzeit im „Museo Nazionale Collezione Salce“ in Treviso eine sehenswerte Ausstellung gewidmet.

    Federico Seneca wurde im Jahr 1891 im Fano in Mittelitalien geboren. Er studierte in Urbino an der Kunstakademie, wo er eine Ausbildung zum Zeichenlehrer erhielt. Bereits 1912 begann er mit einem Tourismusplakat für seine Geburtsstadt Fano als Gebrauchsgrafiker zu arbeiten. Während des Ersten Weltkriegs war Seneca Pilot bei der Luftwaffe. 1919 kam er als Grafiker zu der in Peruga ansässigen Firma Perugina, 1922 wurde er dort Leiter der Werbeabteilung. 1925 wurde er zusätzlich auch Werbechef des Teigwarenherstellers Buitoni, zu dem die Schokoladenmacher aus Peruga gehörten. 1932 beendete Seneca seine Tätigkeit für den Lebensmittelkonzern und gründete in Mailand ein eigenes Grafik-Studio, das er bis 1960 erfolgreich weiterführte. 1976 starb er in Casnate con Bernate in der Nähe von Como.

    Die Ausstellung in Treviso dokumentiert Leben und Werk von Federico Seneca in sehr anschaulicher und abwechslungsreicher Weise. Die über 300 präsentierten Exponate umfassen Plakate, Inserate, Kalender, Verpackungen, Postkarten und Logos. Anhand vieler Skizzen und kleiner Gipsmodelle bekommt man genaue Einblicke in die Arbeitsweise des Grafikers.

    Die Schau wird von einem umfangreichen Katalog in italienischer und englischer Sprache begleitet. Man findet darin Informationen über die Firmengeschichten von Buitoni und Perugina, erfährt Interessantes über Senecas Bezüge zum italienischen Futurismus und eingehende Stilanalysen seiner Werke. Die beiden Ausstellungskuratorinnen, Marta Mazza und Nicoletta Ossana Cavadini, charakterisieren in ihrer gemeinsamen „Nota dei curatori“ die Leistungen des Künstlers folgendermaßen: „Er war einer der Protagonisten der Bildwerbung im 20. Jahrhundert, obwohl er einem breiteren Publikum wegen seines zurückhaltenden Charakters und seinem wenig ausgeprägten Hang zur Eigenwerbung nicht sehr bekannt ist. Doch die Werbeentwürfe in seinem ganz persönlichen Stil reflektieren die Bildvorstellungen einer Epoche und werden bemerkenswert durch seine prägnante Arbeitsweise und die Synthese der Formen, die aus seinen Arbeiten echte Ikonen der Moderne werden lassen.“

    Die Ausstellung über Federico Seneca kann bis 2. September 2018 im Museo Nazionale Collezione Salce in Treviso besichtigt werden.

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    Fri, 31 Aug 2018 06:31:52 +0000
    Die Veranda : Ich bin die Nacht / Du bist der Ort (12) https://veranda.michaelperkampus.net/20180831/ich-bin-die-nacht-du-bist-der-ort-12/ https://veranda.michaelperkampus.net/20180831/ich-bin-die-nacht-du-bist-der-ort-12/ Quelle

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    Fri, 31 Aug 2018 06:27:00 +0000
    taberna kritika - kleine formen : Abendlied II http://www.abendschein.ch/abendlied-ii/ http://www.abendschein.ch/abendlied-ii/

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    Fri, 31 Aug 2018 06:08:15 +0000
    panAm productions : Natural History | Le Goût de l'Archive https://panamproductions.blogspot.com/2018/08/natural-history-le-gout-de-larchive.html https://panamproductions.blogspot.com/2018/08/natural-history-le-gout-de-larchive.html



    ||| Geoloc
    Naturhistorisches Museum Wien
    Aufnahmen: 17.07.2002, analog, S/W

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    Fri, 31 Aug 2018 06:06:37 +0000
    Flaneurin : KURT TUCHOLSKY: DIE FÜNFTE JAHRESZEIT http://www.flaneurin.at/2018/08/31/kurt-tucholsky-die-fuenfte-jahreszeit/ http://www.flaneurin.at/2018/08/31/kurt-tucholsky-die-fuenfte-jahreszeit/ Die schönste Zeit im Jahr, im Leben, im Jahr? Lassen Sie mich nachfühlen.

    Frühling? Dieser lange, etwas bleichsüchtige Lümmel, mit einem Papierblütenkranz auf dem Kopf, da stakt er über die begrünten Hügel, einen gelben Stecken hat er in der Hand, präraffaelitisch und wie aus der Fürsorge entlaufen; alles ist hellblau und laut, die Spatzen fiepen und sielen sich in blauen Lachen, die Knospen knospen mit einem kleinen Knall, grüne Blättchen stecken fürwitzig ihre Köpfchen … ä, pfui Deibel!… die Erde sieht aus wie unrasiert, der Regen regnet jeglichen Tag und tut sich noch was darauf zugute: ich bin so nötig für das Wachstum, regnet er. Der Frühling –?

    Sommer? Wie eine trächtige Kuh liegt das Land, die Felder haben zu tun, die Engerlinge auch, die Stare auch; die Vogelscheuchen scheuchen, daß die ältesten Vögel nicht aus dem Lachen herauskommen, die Ochsen schwitzen, die Dampfpflüge machen Muh, eine ungeheure Tätigkeit hat rings sich aufgetan; nachts, wenn die Nebel steigen, wirtschaftet es noch im Bauch der Erde, das ganze Land dampft vor Arbeit, es wächst, begattet sich, jungt, Säfte steigen auf und ab, die Stuten brüten, Kühe sitzen auf ihren Eiern, die Enten bringen lebendige Junge zur Welt: kleine pipsende Wolleballen, der Hahn – der Hahn, das Aas, ist so recht das Symbol des Sommers! er preist seinen Tritt an, das göttliche Elixier, er ist das Zeichen der Fruchtbarkeit, hast du das gesehn? und macht demgemäß einen mordsmäßigen Krach … der Sommer –? Herbst? Mürrisch zieht sich die Haut der Erde zusammen, dünne Schleier legt sich die Fröstelnde über, Regenschauer fegt über die Felder und peitscht die entfleischten Baumstümpfe, die ihre hölzernen Schwurfinger zum Offenbarungseid in die Luft strecken: Hier ist nichts mehr zu holen … So sieht es auch aus… Nichts zu holen … und der Wind verklagt die Erde, und klagend heult er um die Ecken, in enge Nasengänge wühlt er sich ein, Huuh macht er in den Stirnhöhlen, denn der Wind bekommt Prozente von den Nasendoktoren … hochauf spritzt brauner Straßenmodder… die Sonne ist zur Kur in Abbazia … der Herbst –?

    Und Winter? Es wird eine Art Schnee geliefert, der sich, wenn er die Erde nur von weitem sieht, sofort in Schmutz auflöst; wenn es kalt ist, ist es nicht richtig kalt sondern naßkalt, also naß… Tritt man auf Eis, macht das Eis Knack und bekommt rissige Sprünge, so eine Qualität ist das! Manchmal ist Glatteis, dann sitzt der liebe Gott, der gute, alte Mann, in den Wattewolken und freut sich, daß die Leute der Länge lang hinschlagen … also, wenn sie denn werden kindisch … kalt ist der Ostwind, kalt die Sonnenstrahlen, am kältesten die Zentralheizung – der Winter –?

    »Kurz und knapp, Herr Hauser! Hier sind unsere vier Jahreszeiten. Bitte: Welche –?«

    Keine. Die fünfte.

    »Es gibt keine fünfte.«

    Es gibt eine fünfte. – Hör zu:

    Wenn der Sommer vorbei ist und die Ernte in die Scheuern gebracht ist, wenn sich die Natur niederlegt, wie ein ganz altes Pferd, das sich im Stall hinlegt, so müde ist es – wenn der späte Nachsommer im Verklingen ist und der frühe Herbst noch nicht angefangen hat –: dann ist die fünfte Jahreszeit.

    Nun ruht es. Die Natur hält den Atem an; an andern Tagen atmet sie unmerklich aus leise wogender Brust. Nun ist alles vorüber: geboren ist, gereift ist, gewachsen ist, gelaicht ist, geerntet ist – nun ist es vorüber. Nun sind da noch die Blätter und die Gräser und die Sträucher, aber im Augenblick dient das zu gar nichts; wenn überhaupt in der Natur ein Zweck verborgen ist: im Augenblick steht das Räderwerk still. Es ruht.

    Mücken spielen im schwarz-goldenen Licht, im Licht sind wirklich schwarze Töne, tiefes Altgold liegt unter den Buchen, Pflaumenblau auf den Höhen … kein Blatt bewegt sich, es ist ganz still. Blank sind die Farben, der See liegt wie gemalt, es ist ganz still. Boot, das flußab gleitet, Aufgespartes wird dahingegeben – es ruht.

    So vier, so acht Tage –

    Und dann geht etwas vor.

    Eines Morgens riechst du den Herbst. Es ist noch nicht kalt; es ist nicht windig; es hat sich eigentlich gar nichts geändert – und doch alles. Es geht wie ein Knack durch die Luft – es ist etwas geschehen: so lange hat sich der Kubus noch gehalten, er hat geschwankt…, na … na…, und nun ist er auf die andere Seite gefallen. Noch ist alles wie gestern: die Blätter, die Bäume, die Sträucher… aber nun ist alles anders. Das Licht ist hell, Spinnenfäden schwimmen durch die Luft, alles hat sich einen Ruck gegeben, dahin der Zauber, der Bann ist gebrochen – nun geht es in einen klaren Herbst. Wie viele hast du? Dies ist einer davon. Das Wunder hat vielleicht vier Tage gedauert oder fünf, und du hast gewünscht, es solle nie, nie aufhören. Es ist die Zeit, in der ältere Herren sehr sentimental werden – es ist nicht der Johannistrieb, es ist etwas andres. Es ist: optimistische Todesahnung, eine fröhliche Erkenntnis des Endes. Spätsommer, Frühherbst und das, was zwischen ihnen beiden liegt. Eine ganz kurze Spanne Zeit im Jahre.

    Es ist die fünfte und schönste Jahreszeit.

    Die Weltbühne, 22.10.1929.

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    Fri, 31 Aug 2018 04:00:52 +0000
    Die Dschungel. Anderswelt. : Le Vi Arte Sommerfest in Rüber/Mayen-Koblenz: ANH liest aus der Aeolia, den Bamberger Elegien und andere Gedichte, sowie Becher und Istrati. 1. und 2. September 2018. https://dschungel-anderswelt.de/20180830/le-vi-arte-sommerfest-rueber-marrin-darting-aeolia-bamberger-elegien-arco-verlag-simone-langer-mosel-weinfest-kunst/ https://dschungel-anderswelt.de/20180830/le-vi-arte-sommerfest-rueber-marrin-darting-aeolia-bamberger-elegien-arco-verlag-simone-langer-mosel-weinfest-kunst/ 3030Des Lebens Karawane zieht mit Macht,
    Dahin, und jeder Tag, den du verbracht,
    Ohne Genuss, ist ewiger Verlust.
    Schenk ein, Saki! Es schwindet schon die Nacht.

    Omar Chajjam

    Sonnabend und Sonntag
    1. & 2. September 2018

    Weinfest & Kunst

    mit Martin Darting und Alban Nikolai Herbst

    Sowie mit Texten von Ulrich Becher und Panaït Istrati, erschienen bei Arco.

    56295 Rüber • Auf’m Schinnhengst 2

    Reservierungen, Anfahrt, genaues Programm:
    Telefon 0 26 25 – 95 81 107 • E-Mail: kontakt@leviarte.de

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    Thu, 30 Aug 2018 11:53:28 +0000
    Die Dschungel. Anderswelt. : Krafttraining: 29. 8. 2018. RBAB. https://dschungel-anderswelt.de/20180829/krafttraining-29-8-2018-rbab/ https://dschungel-anderswelt.de/20180829/krafttraining-29-8-2018-rbab/

    Studio John Reed.

    15’15“ Stepper /3,01 km / 218 kCal.
    Splittraining RBAB (Rücken|Bauch|Arsch|Beine) ca. 1 h 20 min.

    [Außer dem Stepper Kalorienzahl nicht ermittelbar; Fahrrad hin und rück 104 kCal plus die 218 am Stepper | 71,5 kg]

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    Thu, 30 Aug 2018 10:26:22 +0000
    panAm productions : Natural History | Absence https://panamproductions.blogspot.com/2018/08/natural-history-absence.html https://panamproductions.blogspot.com/2018/08/natural-history-absence.html


    शून्यता | Śūnyatā | Emptiness | Absence

    ||| Geoloc
    Naturhistorisches Museum Wien
    Aufnahmen: 17.07.2002, analog, S/W

    ||| ]]>
    Thu, 30 Aug 2018 09:21:38 +0000
    Die Dschungel. Anderswelt. : Krafttraining: 29. 8. 2018. RBAB. https://dschungel-anderswelt.de/20180830/krafttraining-29-8-2018-rbab/ https://dschungel-anderswelt.de/20180830/krafttraining-29-8-2018-rbab/

    Studio John Reed.

    15’15“ Stepper /3,01 km / 218 kCal.
    Splittraining RBAB (Rücken|Bauch|Arsch|Beine) ca. 1 h 20 min.

    [Außer dem Stepper Kalorienzahl nicht ermittelbar; Fahrrad hin und rück 104 kCal plus die 218 am Stepper | 71,5 kg]

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    Thu, 30 Aug 2018 07:55:57 +0000
    taberna kritika - kleine formen : AS 22-54 http://www.abendschein.ch/as-22-54/ http://www.abendschein.ch/as-22-54/

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    Thu, 30 Aug 2018 07:30:57 +0000
    Die Veranda : Ich bin die Nacht / Du bist der Ort (11) https://veranda.michaelperkampus.net/20180830/ich-bin-die-nacht-du-bist-der-ort-11/ https://veranda.michaelperkampus.net/20180830/ich-bin-die-nacht-du-bist-der-ort-11/ Quelle

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    Thu, 30 Aug 2018 06:23:32 +0000