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lzlogogrossAusgabe 01/2017: Genetisch veränderter Mais und Waterboarding, Palmkätzchen und abschwellendes Powerrauschen, Vögel ohne Füße in Sehnsuchtstrümmern, Nymphen und Nixen, Ludwig Feuerbach und die Triebbefriedigung, unsichtbare Hackordungen, Jack, der doofe Junge und das Massaker im Bataclan, heftig harte Bewusstseinsprozesse am Inn … uvm.


29. Mai 2016, ein Sonntag Vor dem Fest … Der seltsame Tag. Im Kopf schwirren Fetzen möglicher Grussworte (die Nebensächlichkeit der Dinge, die Wichtigkeit der Träume), verweht von Unlust, dem feirigen Abend Gewicht zuzumuten. Was ist anders als vor einem Jahr? Frau S., diese feine, feinsinnige Person, die ein sehr grosses Liebeswesen ist. Mit Frau S. buk ich einen Nutella-Kuchen. Er misslang mal wieder gründlich. Er kommt als schwarzer Sarg auf den Tisch. Mein Ofen eignet sich besser für japanische Keramik. Nach dem Fest … Party im Standbad Weissensee. Die gestellte Musikanlage lieferte keine Musik, die Speisekarte versprach fast nur Speisen, die aus waren. Nach drei Bestellungen schrumpfte sie auf zwei Posten, einer davon war Salzgebäck. So ein Desaster sorgt für Stimmung. Als die Musik irgendwann doch noch lief, kam auch schon die Polizei gelaufen, aber ich hatte Sekt genug intus, die Mahnungen sehr verständig entgegenzunehmen und nach verbindlichem Abschied [...]
Mo, 29 Mai, 2017 07:34, Weiterlesen ...
Zum ersten Mal in diesem Jahr ausgegangen am Abend, gleich zweimal hintereinander. Filmische und beim zweiten Mal auch musikalische Vorwände. >>>> Freitag wurde dieser Film gezeigt im Original, aber leider nie Kracauer gelesen, auf den Vieles in dem Film zurückging. Schwer zu sagen, ob das noch nachzuholen ist. Zumindest die ja spontan zurückgebildet sich habenden Schuppen woanders wieder vergegenwärtigen gekonnt in einer hypnotischen gar nicht mal mehr Selbstüberwindung, verschränkt die ‘beideseinander’ gemeinsame Schnittfläche - das ungegenständige Innengewände in einem “einzelig” aufreimenden Rain, die Elemente und deren Einbettung in “Etwas” (Eggers, Harlekinsmäntel). Weimar. Vine-mare. Why more? It goeth a schill out of it, you ought to lear & lure, learn it! Und kratz’ mir den Handrücken tulpenrot. Ein Leichter im Schlepptau irgendwie, Tauworte spinnend. Der Gang hinunter weniger leicht als sonst, weil Lampe-Fieber, aber es ging an und sogar ihn an. Gestern dann >>>> Caligari selbst im >>>> Palazzo Petrignani (Sala [...]
So, 28 Mai, 2017 18:30, Weiterlesen ...
[Fotografien (c.): >>>> Matthias Baus] Wir sollten uns ausmalen, welch furchtbarer Zauber – ein Teufelszauber fürwahr – diese Inszenierung gewesen wäre, hätte sie bereits auf die einzigartige Bühnenmechanik der noch im letzten Umbau befindlichen tatsächlichen Staatsoper Unter den Linden stattfinden können und nicht unter den nicht nur klanglich, sondern eben auch operntechnisch eingeschränkten Bedingungen des Schillertheaters. Ein Höllenzauber wurde Terry Gilliams Interpretation gleichwohl, selbstverständlich ohne Zauber, schon gar nettkommensurable quasi Comic-Ironie – wenn man von Fausti Frisur einmal absieht: eine Anspielung wohl auf die pädagogischen Sadismen gleichermassen >>>> Heinrich Hoffmanns wie >>>> Wilhelm Buschs. Denn weniger wie ein Burschenschaftler kommt dieser Faust daher als mehr wie ein Primaner oder Oberprimaner vor der vorletzten Jahrhundertwende oder von noch früher. Jedenfalls haben wir es bei Gilliam und aber auch Berlioz von Anfang an mit der Hölle zu tun und ihrem verklärten Gegenbild: dem, wovon sie ihren Ausgang nahm, der ins Erhabene [...]
So, 28 Mai, 2017 13:26, Weiterlesen ...
ein gedicht ist eine maschine klein oder gross die aus wörtern gemacht ist auch deine knochen haben so eine kleine maschine leben ist eine maschine aus licht ein wort ist eine maschine die aus morphemen besteht ein film ist aus schnitten und montagen aus lichtempfindlichem material ein haus ist eine wohnmaschine atomkraftwerk ist ein wort aus maschinen und energie musik besteht aus nullen und einsen birnen sind äpfel die leuchten liebe ist eine als lüster getarnte maschine die flüstert morpheme sind aus klängen und reimen und natur besteht aus maschinen die selbst aus maschinen bestehen [...]
So, 28 Mai, 2017 11:07, Weiterlesen ...
28. Mai 2016, ein Sonnabend Mir träumte, dass meine Füsse furchtbar gehäutet aussahen, übersät von rosa Flecken, wo die Haut seidenpapierdünn war. Es war mir natürlich peinlich, mit diesen Füssen beim Aikido auf die Matte zu gehen, zumal die Partnerübung darin bestand, einander mit gestreckten Beinen gegenüber zu sitzen, Sohle an Sohle, und den Rumpf nach vorn zu beugen, möglichst bis über die Füsse des Partners hinaus, und ausgerechnet mein Partner hatte sich bei dieser Dehnübung schon vorher ausgezeichnet. Nun also mit ihm! Doch da sah ich, dass auch seine Füsse, ja, seine Beine, über und über befleckt und geradenach leprös wirkten … Bisweilen lese ich im Belphegor, diesem völlig ungebärdigen Werk des Goethe-Zeitgenossen Wezel, der den vielleicht wütendsten Abenteuerroman jener Zeit schrieb. Eine saure Prosa. [...]
So, 28 Mai, 2017 07:03, Weiterlesen ...
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Sa, 27 Mai, 2017 22:23, Weiterlesen ...