Archiv der Kategorie: Prozesse

reconstruction

eben bei einer kleinen reinigungsaktion leider die letzten 2 prozesseposts weggewischt. mea culpa! aus diversen gedächtnissen konnten sie noch gerettet werden. doch leider ists zu müssig, da wieder die struktur zu rekonstruieren …

  • “The Printed Blog”: Tageszeitung aus Weblogs

    Posted: Sat, 24 Jan 2009 08:41:47 +0000

    Erste Gratis-Exemplare ab 27. Januar verfügbar

    In den USA startet am 27. Januar ein Experiment, das Zeitung und Internet in innovativer Form miteinander verbinden soll. “Wir versuchen, die erste gedruckte Tageszeitung auf die Beine zu stellen, die ausschließlich aus Blog-Einträgen und anderen User-generierten Inhalten besteht”, erklärt Joshua Karp, Gründer und Herausgeber des “The Printed Blog” getauften Projekts, auf der entsprechenden Webseite. Derzeit befinde man sich zwar noch in einer frühen Beta-Testphase, an einigen ausgewählten Orten Nordamerikas kann aber bereits ab der kommenden Woche mit den ersten Exemplaren der einzigartigen Zeitung gerechnet werden. “Wir werden zunächst als wöchentlich erscheinendes Gratis-Blatt in Chicago und San Francisco starten”, verrät Karp der New York Times. Ausgehend vom Erfolg des ambitionierten Projekts würden Erscheinungsintervall und -gebiet dann längerfristig angepasst. ( APA )

  • Die schärfsten Kritiker der Elche …

    Posted: Fri, 23 Jan 2009 10:48:11 +0000

    … haben heute selber welche : Nachdem die FAZ geschlagene zwei Jahre auf das Medium “Blog” eingedroschen hat , zahlt sie neuerdings für Promi- Blogger ( erstmals auch mit “echtem Blogkommentar” ) . Der Perlentaucher zieht prompt nach , die inzwischen sanft entschlafene Lesewoche ( aus der Blütenleser– Ecke ) ersetzend –

Current Feed Content

  • Kommentar zu “The Printed Blog”: Tageszeitung aus Weblogs

    Posted: Sat, 24 Jan 2009 11:25:20 +0000

    tja, die menge der einsendungen verhält sich wohl proportional zur wichtigkeit und offizialität des organs. (sind wir froh, dass die filter noch gut funktionieren …)

  • Kommentar zu “The Printed Blog”: Tageszeitung aus Weblogs

    Posted: Sat, 24 Jan 2009 11:08:12 +0000

    heisst aber wirklich “kleinanzeige” , obowhl es mich auch immer wieder an andere “verschluss- sachen” erinnert . – à propos kriegen wir gar nicht schlecht spam @ info – –

  • Kommentar zu “The Printed Blog”: Tageszeitung aus Weblogs

    Posted: Sat, 24 Jan 2009 10:43:42 +0000

    ad “classified ads”: warum denke ich da nur an “gen*%&eric vi a?*%& gra”? (vielleicht mein exklusiver verleser: “hot classified ads.”) auf jeden fall: wahrscheinlich die angemessene und 1:1-umsetzung üblicher kommentarspampraktiken.

  • Kommentar zu “The Printed Blog”: Tageszeitung aus Weblogs

    Posted: Sat, 24 Jan 2009 10:31:24 +0000

    sub rosa deutet WIRED dieses geschäftmodell an :

    The hope is that the hyperlocal content will attract local advertisers who can spend less to reach out to their target audience. Ads are relatively cheap in comparison ($15-$25) and the paper has already lined up a number of Chicago-based businesses for its debut. It will also host classified ads.

  • Kommentar zu “The Printed Blog”: Tageszeitung aus Weblogs

    Posted: Sat, 24 Jan 2009 09:34:56 +0000

    nachtrag: die idee könnte aber eine konkurrenz für die unglaubliche unsitte der gratisverblätterung der innenstädte werden. und diese sogar verdoppeln. man spart sich grosse bis ganze teile einer hungrigen “redaktion” und macht in zweifacher weise auf: gratis … (kosten tut das dann nur noch 2 dinge: zeit und raum. die allerdings den geschätzten lesern).

  • Kommentar zu “The Printed Blog”: Tageszeitung aus Weblogs

    Posted: Sat, 24 Jan 2009 09:27:05 +0000

    hm. erinnert irgendwie an eine etwas aufgedonnertere form der tabloid-idee. mir scheint da einmal mehr ein vorrangiges ringen um die form stattzufinden. wie eigentlich allermeist, in diesem geschäft …

  • Kommentar zu Die schärfsten Kritiker der Elche …

    Posted: Fri, 23 Jan 2009 23:41:59 +0000

    um an zit. ort und topos festzuhalten : “Völlig unerklärlich ist jedoch die Erscheinung, dass mein im Laboratorium schlafender Grubenhund schon eine halbe Stunde vor Beginn des Bebens auffallende Zeichen größter Unruhe gab.”

  • Kommentar zu Die schärfsten Kritiker der Elche …

    Posted: Fri, 23 Jan 2009 11:05:44 +0000

    ha! aber: müsste es nicht heissen die schärfsten elche der kritiker …? und noch ne katachrese: schlagt ihn tot. er ist ein blogger.

Callas Box 2.0 (Andreas Louis Seyerlein)

callasboxpic.jpg

Ab heute online: Callas Box 2.0

Sie erreichen die Installation des Titels über den Verlagsserver bzw. erhalten in Kürze eine Downloadmöglichkeit via Deutsche Nationalbibliothek …

Natürlich freuen wir uns über Rückmeldungen.

Bibl. Information
Seyerlein, Andreas L
Callas Box 2.0. Digitale Erzählung
Verlag : edition taberna kritika
ISBN : 978-3-905846-05-8
Preisinfo : kostenlos Eur[D]
Erschienen : 2., veränd. Aufl. 27.01.2009
Aus der Reihe : Online-Publikationen
verwandte Themen : Hypertext / Experimentelle Erzählung / Digitale Literatur / Reisetagebuch / Schiffskatastrophe
Mehr …

September 2012. Joe Ellis, Reisejournalist des International Metamorphosis Observer, berichtet von der Havarie des Forschungsschiffes MS Seatown. Er ist einziger Überlebender der Katastrophe, die sich 450 Seemeilen vor der britischen Küste ereignete. Seine Erzählungen umfassen einen Zeitraum von drei Tagen und drei Nächten. Er notiert von einer Seenotrettungsinsel aus, während er gegen den Wind und gegen die Strömung von weißen Walen nach Norden ins Eismeer gezogen wird. (Klappentext)

Callas Box 2.0 betrachten

Das vierte Lesezeichen ist da!

Die Lesezeichen-Ausgabe 04/2008 erschien am 15. Januar 2009.

In dieser Ausgabe:

Melissen und Tröpfe, Syvia Plath in New York, Walter Helmut Fritz, Hornhäute und Beulen, Malte und Wencke, Menschenfresser und Rückspiegelengel, das Knistern der Blätter, feuchte Holzfeuer, die traurigste Geschichte in der Historie eines Genres, das Endliche und das Unendliche, die Liebe der Matrosen, Apollinaire und die Schnipsel, Pelze und Blumen uvm.

ZUM INHALT …

Buch vergriffen | verramscht – Google Book Search als „Zukunft“ ?

BLUMIGE VERHEISSUNGEN | EINE KLARTEXT- FRAGE

BLUMIGE VERHEISSUNGEN

Unter der stolzen Titulatur „Die Zukunft der Google Buchsuche – Unsere bahnbrechende Vereinbarung mit Autoren und Verlagen“ gibt Google ein gar liebliches Bild vom Kulturauftrag des Konzerns :

Google hat sich zum Ziel gesetzt, die Informationen dieser Welt zu organisieren und allgemein nutzbar und zugänglich zu machen. ( … ) Wir hoffen und gehen davon aus, dass diesem Sprung, der uns gemeinsam mit unseren Freunden und Partnern im Verlagswesen gelungen ist, noch viele weitere folgen werden. Wir bei Google lieben Bücher und unser größter Wunsch ist es, dass sich Google Buchsuche zu einem Service entwickelt, der dazu beiträgt, den langfristigen Erfolg von Büchern und deren Autoren und Verlagen zu sichern.

Grundsätzlich werden „Drei Sorten von Büchern“ rechtlich und hinsichtlich der Zugriffstiefe unterschieden :

Mit dieser Vereinbarung wird festgelegt, wie unsere Nutzer über die Google Buchsuche auf verschiedene Kategorien von Büchern zugreifen können.

  • Urheberrechtlich geschützte und im Druck befindliche Bücher

Im Druck befindliche Bücher sind Bücher, die noch aktiv von den Verlagen verkauft werden und die Sie in den meisten Buchhandlungen finden. Mit dieser Vereinbarung wird der Online-Marktplatz für im Druck befindliche Bücher erweitert, da Autoren und Verlage die „Vorschau“- und „Kauf“-Modelle aktivieren können, durch die ihre Titel über die Google Buchsuche einfacher erhältlich werden.

  • Urheberrechtlich geschützte, aber vergriffene Bücher

Da ein vergriffenes Buch nicht mehr aktiv herausgegeben oder verkauft wird, kann es nur noch über eine Bibliothek oder ein Antiquariat bezogen werden. Nach Genehmigung dieser Vereinbarung wird jedes vergriffene Buch, das von uns digitalisiert wird, online für die Vorschau oder den Kauf verfügbar, es sei denn, der Autor oder der Verlag hat diesen Titel „deaktiviert“. Aus unserer Sicht ist es ein wahrer Segen für die Verlagsbranche, dass Autoren und Verlage Geld mit Büchern verdienen können, die bereits endgültig vom Markt verschwunden schienen.

  • Nicht urheberrechtlich geschützte Bücher

Diese Vereinbarung hat keinerlei Auswirkung auf die Anzeige nicht urheberrechtlich geschützter Bücher. Google Buchsuche-Nutzer können diese Titel weiterhin wie gewohnt lesen, herunterladen und ausdrucken.

Ende des Zitats .

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EINE KLARTEXT- FRAGE

Jeder kennt das Problem mit „vergriffenen“ bzw. von Klein- und Wissenschaftsverlagen früh verramschten Titeln . – Könnte Google Book Search in diesen Fällen den so blumig verheissenen „wahren Segen“ bringen ?

Dass mit diesen Titeln kein Geld mehr zu verdienen ist ( es sei denn , man hatte das Glück , dem Verlag die Charge abkaufen zu können und setzt nun auf Privatvertrieb ) , ist verdriesslich genug .

Was aber , wenn man allerdings an der Persistenz und weiteren Distribution der Inhalte interessiert wäre … ?

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kunstradio | on air on line on site

||| Nachdem der ORF- Kunstradio- Feed bislang ( aus Personalgründen ) stets wortkarg bleibt , sei an dieser Stelle für einmal die Programmillustrierte aufgeblättert –

LITERATUR ALS RADIOKUNST | Winter Edition , ORF 1 | Kunstradio , Sonntag , 7. 12. 2008 , 23:03 pm – 23:.45 H Stereo via UKW | via live- stream Oe1 | webcast KUNSTRADIO | Dolby Digital Surround ( 5.1. ) via OE1DD

  • BERNHARD KATHAN – „Hungerkünstler“ ( Ursendung )
  • ILSE KILIC & FRITZ WIDHALM – „Ergänzen Sie die Einrichtung Ihrer Wohnung
    mit einem Schriftsteller oder einer Schriftstellerin !“ ( Ursendung )

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SCHRIFTSTELLER , AUFGESTELLT , AUSGESTELLT

Mag das rührselige Lied der Bohème längst verklungen sein , bleibt die Existenz des Künstlers weiterhin prekär . Ebenso wirkungsvolle wie konträre Formen, dies unsentimental zur Sprache zu bringen , stellen zwei neue Arbeiten im Rahmen der Reihe „LITERATUR ALS RADIOKUNST“ vor .

ILSE KILIC und FRITZ WIDHALM , die seit zwei Jahrzehnten ein Lebens- Kunst- und Verlagsprojekt ( „Das fröhliche Wohnzimmer“ ) erproben , nehmen den Begriff des „Schriftstellers“ beim Wort und empfehlen diesen als Stell- Objekt fürs kultivierte Interieur : „Ergänzen Sie die Einrichtung Ihrer Wohnung mit einem Schriftsteller oder einer Schriftstellerin !“ hebt das polyphon satirische Beratungsgespräch im „Schöner Wohnen“- Stil an .

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CAPRICCIOS , MUSIKALISCH

Die musikalischen Capriccios und Mini- Musiken , welche in diese Sendung eingestreut sind , stammen von der als Schriftstellerin , Bildhauerin, Komponistin und Filmemacherin GUNDI FEYRER .

Mit ihren grotesken und höchst eigenwilligen Hervorbringungen passt die derzeit in Spanien lebende Künstlerin kaum ins bürgerliche Interieur .

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HUNGER IM FALL DER KÜNSTLERISCHEN KONSEQUENZ

Der universal schöpferische Tiroler Forscher BERNHARD KATHAN zieht dahingegen das messerscharfe montierte Zitat heran zur Instrumentierung des Elends der „Hungerkünstler“ . In diesem Fall ist es der für seine aberwitzigen „Fälle und Fallen“ postum zur Kultfigur avancierte Russe DANIIL CHARMS ( 1905-1942 ) , aus dessen Tagebüchern die Not in den verschiedensten Stimm(ungs)lagen spricht .

( czz , Kuratorin )

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RELATED

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Senghor On The Rocks

Senghor On The Rocks

„Für den online Roman SENGHOR ON THE ROCKS wurden erstmals alle Handlungselemente eines literarischen Textes mit geografischen und zeitlichen Koordinaten versehen und so im chronologischen Verlauf auf einer Karte darstellbar gemacht. Auf Basis von Google Maps wird parallel zu jeder Szene des Textes deren Handlungsort als exakte geografische Position bzw. jede Bewegung als animierte „Fahrt“ auf der Karte dargestellt. Der Leser des virtuellen Buches erlebt die geschilderte Handlung als „Reise über die Landkarte“ und gewinnt über diese visuelle Ebene einen völlig neuen Zugang zum Text. Die Umsetzung als „book-a-like“ kommt trotz der innovativen Präsentation vertrauten Lesegewohnheiten entgegen – der Seitenspiegel bietet eine gut lesbare Textmenge pro Seite, jeder Textseite steht eine Kartenseite gegenüber, ein Lesezeichen ermöglicht, nach einer Pause seitengenau wieder in den Text einzusteigen. SENGHOR ON THE ROCKS kann mit allen gängigen Browsern und auch mit dem iPhone als mobile Applikation abgerufen werden.“ Mehr …

vgl. auch (aber?): particles

DNB : Pflichtablieferung von Netzpublikationen

  • Nationale Webarchivierung
  • Eine Erregung
  • Fragen und Antworten

NATIONALE WEBARCHIVIERUNG

2006 erteilte der Gesetzgeber der Deutschen Nationalbibliothek ( DNB ) den Auftrag , auch Publikationen im Internet zu sammeln . Ab 2008 sollen die ersten digitalen Pflichtexemplare eingehen : vor einem Jahr im Börsenblatt online erschienen , hätte man diese Meldung ja durchaus positiv interpretieren können : Die hoch offiziöse Registrierung von Portalen wie litblogs.net hätte einen fruchtbaren Dialog mit den Portalbetreibern , den „betroffenen“ Bloggern, Forschern und Archivaren von DILIMAG triggern können .

Was nun seitens des deutschen Gesetzgebers ertönt , lässt sich einigermassen bürokratisch an : „Verordnung zur Pflichtablieferung von Netzpublikationen tritt in Kraft“ titelt heise am 22. 10. und ventiliert die mit Wirkung des Folgetages implementierte Verordnung ( PDF ) über die Pflichtablieferung von Medienwerken an die Deutsche Nationalbibliothek .

Kurz : Es geht darum , welche Netzpublikationen bei der DNB quasi als „Pflichtexemplar“ elektronisch eingereicht und für die Archivierung freigegeben werden müssen .

Laut dem DNBG sind neben Büchern, Zeitungen, Zeitschriften und anderen physikalischen Medienträgern auch „unkörperliche“, in „öffentlichen Netzen dargestellte“ Medienwerke bei der Nationalbibliothek abzuliefern. Wer dieser Pflicht nicht nachkommt, riskiert nach einer Abmahnung eine Geldstrafe bis zu 10.000 Euro. Ziel der Verordnung ist es, die gesetzliche Regelung auf ein handhabbares Maß einzuschränken. Prinzipiell steht es der DNB demnach offen, auf die Zulieferung oder elektronische Abholung einzelner Netzpublikationen zu verzichten, wenn diese in unterschiedlichen technischen Ausführungen erscheinen. Anheim steht es ihr auch elektronische Medien auszuklammern, deren Sammlung oder Archivierung „nur mit beträchtlichem Aufwand“ möglich wäre.

Prinzipiell schließt die Verordnung etwa „lediglich privaten Zwecken dienende Websites“ aus. Was genau darunter fällt, ist unklar. Die DNB strebt nach eigenen Angaben an, die Archivierung auch auf „originär dem Web“ entsprungene Publikationsformen wie Blogs, Wikis oder Foren nach und nach auszudehnen. In einem Frage-Antwort-Verzeichnis listet die Einrichtung bislang aber nur pauschal „elektronische Zeitschriften, E-Books, Hochschulprüfungsarbeiten, Digitalisate, Musikdateien oder auch Webseiten und dynamische Applikationen“ auf. Eine Definition öffentlicher oder privater Werke fehlt. Weiter ist nachzulesen, dass die Entwicklung geeigneter Verfahren für den Massenbetrieb der Sammlung, Erschließung und Archivierung von Netzpublikationen „stufenweise“ erfolge. Solange diese noch nicht abschließend zur Verfügung stünden, würde die DNB „keine Ordnungswidrigkeitsverfahren anstrengen“.

Generell soll die Anlieferung möglichst per FTP und bevorzugt als PDF erfolgen. Bilder, andere Darstellungselemente sowie „Software und Werkzeuge, die in physischer oder in elektronischer Form erkennbar zu den ablieferungspflichtigen Netzpublikationen gehören“, sind aber ebenfalls betroffen. Dies gilt vor allem für „nicht marktübliche Hilfsmittel“, ohne die ein Lesen der digitalen Werke im Offline-Modus nicht möglich ist. ( … ) ( heise )

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EINE ERREGUNG

Prompt tobt ein Sturm im Wasserglas : Von „Schildbürgerstreich“ und „wahnwitziger“ Sammelwut geht die Rede ; juristisch ergeben sich Abgrenzungsschwierigkeiten zwischen „öffentlichem Interesse“ ( Meldungspflicht ) vs. „privaten“ & „gewerblichen“ Zwecken ( keine Meldungspflicht ) , ganz zu schweigen von den technischen Schwierigkeiten sowohl für Seitenbetreiber als auch für Archivare :

Entweder haben bei den Entscheidungsträgern so einige das Medium Internet (bzw. WWW) in seiner Komplexität deutlich unterschätzt. Oder man hat einfach einen gewissen Definitionsbedarf übersehen. ( e-fee.d )

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FRAGEN UND ANTWORTEN

Mike Schnoor ( sichelputzer ) hat bei der DNB- Hotline ( 069 1525 1320 ) direkt angefragt und folgende Auskunft erhalten :

  • Publikationen wie Weblogs sind momentan für die Erfassung nicht relevant.
  • Private Inhalte auch außerhalb Weblogs, die mit Werbeanzeigen einen gewerblichen Charakter haben, sind für die Archivierung derzeit nicht relevant.
  • Technisch gesehen ist die Archivierung von sehr vielen Datenmengen, insbesondere individuelle Publikationen wie Weblogs, noch nicht ausgereift.
  • XML und RSS seien andenkbare Lösungen zur Aggregation der Inhalte, die jedoch noch in Planung sind.
  • Die Pflege der Daten bei Aktualisierungen der publizierten Texte ist derzeit noch nicht gelöst.
  • Digitale Bilder und Videos diverser Social Media Networks stellen die Nationalbibliothek vor eine Herausforderung, insbesondere die zu bereitstellende Speicherkapazität seitens der Nationalbibliothek für einen digitalen Film sind derzeit nicht abgedeckt.

Ich bezweifle daher sehr stark, dass hier ein Blogger mit strafrechtlicher Verfolgung zu rechnen hat, wenn insbesondere bei mehreren hunderten, gar tausenden Blogeinträgen jedes Mal ein PDF zu erstellen wäre. Den Zeitaufwand können Privatpersonen kaum betreiben. Ich selbst würde Wochen damit verbringen, jeden Blogeintrag als gute gemachtes PDF zu sichern. Was passiert da mit neuen Kommentaren? 🙂

Weitere Details in Benedikt Köhlers offenem „Brief an die Deutsche Nationalbibliothek“ sowie in deren Replik : „Auch Kommentare könnten gesammelt werden, Schutz von Urheberrechten unklar: Die Antwort der Deutschen Nationalbibliothek“ ( viralmythen ).

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