Archiv der Kategorie: Prozesse

Das Lesezeichen 01/2011 ist da!

Die Lesezeichen-Ausgabe 01/2011 erschien am 14. April 2011.

In dieser Ausgabe:
Savonette-Taschenuhren und Profiboxer, zerzauste Vögel, Kolonien der Triebstruktur, strahlende Teilchen, Umwege, abwärts, Matuschek und seine Taube, graue Lieblingshosen, Du!, missglueckte Worttrennungen, die Ersttraumbesteigung des Monte Borges, Erinnerungen an Japan, analoge Lesegeräte, gute Präparate, die Shanghaier Kunstszene, kastenförmige Wasserspeier, verwackelte Wandelhallen, Wolf von Niebelschütz, das Unstete, die Oase von Engendi, die Zeugung durchs Ohr als Verbrechen uvm.

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Die kompletten Jahrgänge 2008 bis 2010 der litblogs.net-Lesezeichen gibt es übrigens als ausdruckbare Archivbände und Flashwidgets hier.

Ad „Literatur im Internet: Die sind dann mal weg.“ (SZ, 5.4.2011)

In den gestrigen Artikel von Florian Kessler mit dem Titel „Literatur im Internet: Die sind dann mal weg“ in der Süddeutschen Zeitung war auch litblogs.net involviert. Zahlreiche Stimmen in Blogs bzw. dort in den Kommentaren haben sich dazu geäussert. Wir dokumentieren die Orte und freuen uns über Ergänzungen …

Die Dschungel. Anderswelt. (Alban Nikolai Herbst / Alexander v. Ribbentrop) » Tja… Warum wohl? – Zu Florian Kessler von der Süddeutschen Zeitung.

rheinsein » Die Süddeutsche über Literaturblogs

Aleatorik » Auch ich und mein Blog …

in|ad|ae|qu|at » MICRO | -NOTE | -QUOTE : litblogs in der SZ

taberna kritika – kleine formen » Wir sind mal noch da … (SZ, 5.4.11)

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Das Lesezeichen 04/2010 ist da!

Die Lesezeichen-Ausgabe 04/2010 erschien am 17. Januar 2011.

In dieser Ausgabe:
Gekippte Fenster, ein Sack Kartoffeln, Tiefseeisgeschichten, müde Lügner, ein Puppentheater, Ricarda Junge und Sascha Lobo, Humor in Bielefeld, verbrannte Fette und verfluchte Träume, rückwärtige Körperbehaarungen, Finnische Lyrik / Jarko Tontti, billige kleine Krimis, Raymond Federman, Bücher unter neuen Bedingungen, Autorschaft im literarischen Blog, eine Enzyklopädie der kleinen Dinge, Schiebedächer, treudeutsche Jurybesetzungen, Rasierapparate an Winterlippen, leergeschrieb’ne schwarze Blätter uvm.

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Zur Leseprobe bei in|ad|ae|qu|at.

OUT NOW : Hartling & Suter ( Hg. ) – Archivierung von digitaler Literatur | Archiving Electronic Literature and Poetry

||| TO BE CONT’D | DAS BUCH | ZUSAMMENFASSUNG | ABSTRACT | RELATED – LINKS

archivierung digitale literatur

TO BE CONT’D

Es ist , als hätten die Herausgeber – Florian Hartling und Beat Suter – mit ihrer im Dezember 2010 erschienen Studie zur Archivierung bzw. Archvierbarkeit von Netzliteratur haarscharf an der Innsbrucker Tagung “Digitale Literaturvermittlung : Praxis , Forschung und Archivierung“ angesetzt , um an den in Innsbruck festgestellten Desideraten weiter zu arbeiten .

Werfen Hartliebs und Suters Beiträge im Tagungsband von Hartlieb und Suter auch im Tagunsband „Digitale Literaturvermittlung : Praxis , Forschung und Archivierung“ die entprechenden Fragen auf , liefern die Herausgeber einen konzisen Überblick über die Situation und mögliche Zukunft von Literatur im Netz .

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DAS BUCH

Florian Hartling | Beat Suter ( Hg. ) : Archivierung von digitaler Literatur : Probleme – Tendenzen – Perspektiven | Archiving Electronic Literature and Poetry : Problems , Tendencies , Perspectives – Frankfurt a. Main et al. , Peter Lang 2010 (= Sonderheft SPIEL: Siegener Periodicum zur Internationalen Empirischen Literaturwissenschaft – Jg. 29 | 2010 , H. 1 + 2 )

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ZUSAMMENFASSUNG

Netzliteratur ist aktuell, interaktiv, subjektiv und gut vernetzt. Doch wie haltbar ist Netzliteratur? Wie lange bleiben Texte, die auf Webseiten veröffentlicht werden, lesbar? Was passiert mit den alten Ausgaben, wenn eine Literaturzeitschrift “vom Netz geht”? Wie archiviert man einen Blog? Sollen Texte, die bewusst im flüchtigen Medium Internet veröffentlicht werden, überhaupt allesamt für die Nachwelt erhalten werden?

Es mutet ironisch an, dass der vergängliche Charakter des Netzes einem Medium anhaftet, das für Dokumentation und Archivierung eigentlich sehr geeignet zu sein scheint. Und doch bleibt jede Webseite durchschnittlich weniger als 100 Tage im Netz unter ihrer Originaladresse abrufbar. Danach zieht sie um oder wird komplett gelöscht. Dies gilt selbstverständlich auch für Netzliteratur.

Verschiedene Genres drehen den Spieß allerdings um. In diesen Konzeptionen sind die Probleme von Archivierung und Musealisierung überhaupt nicht vorhanden, sondern explizit ausgeschlossen. Das Temporäre und Flüchtige wird zum Thema der Literatur.

In dieser Sonderausgabe der Zeitschrift SPIEL: “Siegener Periodium zur Internationalen Empirischen Literaturwissenschaft” werden neue Verfahren und Gegenstände der Archivierung von Netzliteratur vorgestellt, wobei sehr unterschiedliche Standpunkte vertreten sind. Es kommen Künstler und Wissenschaftler ebenso zu Wort wie die mit der Archivierung beauftragten Institutionen.

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ABSTRACT

Electronic literature and E-Poetry is updated, interactive, subjective and well networked. But how durable is it? How long do texts published on web pages remain readable? What happens to the old issues if one visits a literature magazine “through the web”? How is a blog archived? Should texts that are deliberately published on the fleeting medium internet be conserved at all for the future?

It seems ironic that the transient character of the internet is attached to a medium that seems to be very suitable for documentation and archiving. And still each website only remains available on the internet at its original address for less than 100 days on average. Afterwards it moves or is erased completely. This is of course also the case for Net literature.

However, different genres turn the tables. These conceptions don’t even have the problems of archiving and musealization, but explicitly excluded them. The temporary and transience becomes the topic of literature.

In this special issue of the magazine SPIEL: “Siegener periodical for International Empirical Literature Study” new methods and objects of the archiving of Net Literature are presented with very different points of view being represented. In addition to theoretical articles on this topic’s specific problems, Net authors, Electronic literature authors, E-poets and institutes engaged in or familiar with archiving comment on this. ( go to > Extended Abstract )

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RELATED | LINKS

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Archivierung von digitaler Literatur: Probleme – Tendenzen – Perspektiven

Netzliteratur ist aktuell, interaktiv, subjektiv und gut vernetzt. Doch wie haltbar ist Netzliteratur? Wie lange bleiben Texte, die auf Webseiten veröffentlicht werden, lesbar? Was passiert mit den alten Ausgaben, wenn eine Literaturzeitschrift “vom Netz geht”? Wie archiviert man einen Blog? Sollen Texte, die bewusst im flüchtigen Medium Internet veröffentlicht werden, überhaupt allesamt für die Nachwelt erhalten werden?

Es mutet ironisch an, dass der vergängliche Charakter des Netzes einem Medium anhaftet, das für Dokumentation und Archivierung eigentlich sehr geeignet zu sein scheint. Und doch bleibt jede Webseite durchschnittlich weniger als 100 Tage im Netz unter ihrer Originaladresse abrufbar. Danach zieht sie um oder wird komplett gelöscht. Dies gilt selbstverständlich auch für Netzliteratur.

Verschiedene Genres drehen den Spieß allerdings um. In diesen Konzeptionen sind die Probleme von Archivierung und Musealisierung überhaupt nicht vorhanden, sondern explizit ausgeschlossen. Das Temporäre und Flüchtige wird zum Thema der Literatur.

In dieser Sonderausgabe der Zeitschrift SPIEL: “Siegener Periodicum zur Internationalen Empirischen Literaturwissenschaft” werden neue Verfahren und Gegenstände der Archivierung von Netzliteratur vorgestellt, wobei sehr unterschiedliche Standpunkte vertreten sind. Es kommen Künstler und Wissenschaftler ebenso zu Wort wie die mit der Archivierung beauftragten Institutionen.

Weitere Informationen finden sich unter: http://archivierung.hartling.org/.
Der Band kann bestellt werden unter: http://bit.ly/ax2GBH.

Florian Hartling / Beat Suter (Hrsg.) Archivierung von digitaler Literatur: Probleme – Tendenzen – Perspektiven / Archiving Electronic Literature and Poetry: Problems, Tendencies, Perspectives Frankfurt am Main et al.: Peter Lang 2010. (= Sonderheft SPIEL: Siegener Periodicum zur Internationalen Empirischen Literaturwissenschaft. Jg. 29 (2010). H. 1+2)