Archiv der Kategorie: Ausgabe 02/2016

131

ich war mit der kälte in den bergen was wohl heisst dass ich dich liebe paralysiert habe ich alle farben des dunkels ausgeschlossen ich als idiot ich als dj ich und ich als ich und nicht als frau ich war mit s in den bergen wo du nun auch bist und brennst von Hartmut Abendschein … 131 weiterlesen

Klage

ich habe einen bekannten, der ist ein schwieriger mensch. er passt in keine community, er würde sich wahrscheinlich anpassen, wenn er könnte, aber er kann nicht. seine texte sind gut, aber er ist im herkömmlichen sinne wenig präsentabel. seine ansprüche sind hoch, daran wird er vermutlich scheitern. FUCK KULTURINDUSTRIIE: die selbst dort wirksam ist, wo … Klage weiterlesen

Nijmegen

In Nijmegen lassen sich, über die Stadt verteilt, aus verschiedenen Anlässen offiziell applizierte Gedichte entdecken. Nicht so viele wie in Leiden, wo über hundert muurgedichten als integraler Bestandteil des öffentlichen Raums fungieren. Aber doch eine erstaunliche Anzahl: die ersten drei fielen uns bei der Anreise mit dem Bus von Emmerich ins Auge. In einem Schaufenster … Nijmegen weiterlesen

im warenhaus

marimba : 0.02 – Am Abend im Waren­haus beob­achte ich einen klei­nen Jun­gen. Er springt in einer War­te­schlange vor einer Kasse herum und lacht und ver­dreht die Augen. Weil sich auf dem För­der­band vor der Kasse Milch­fla­schen, Corn­flakes­schach­teln, Rei­stü­ten sowie zwei Honig­me­lo­nen befin­den, kann der Junge den Mann, der an der Kasse seine Arbeit ver­rich­tet, … im warenhaus weiterlesen

Tact

der Regen, hochkonzentriert, tritt auf, tritt Tropfen in dich, eine Art saurer Brause du siehst Aldi aus, fühlst dich aber Aldebaran der Regen versammelt den Stamm, Laubbläser, Logos, Warane zum gemeinsamen Stampfen Ampeln und dich schlägt er ein in fette Amplituden und stampft sein Regelwerk, der Regen, ins offne Gelass, in deine Omme nämlich, Baffi, … Tact weiterlesen

ja, tapfer sein

„ja, ich will, ja!“ (molly bloom, „ulysses“) ja, ich bin tapfer, will es immer sein, und ausgezehrt dann, wenn es nötig ist. ich werde meine mädchen(männer) abseits frei’n, in not und tod und dichterischer list. ja, ich bin samisdat, in dem gericht das ende allen anfangs, euch verzicht, werd’ ich euch üben und auch ewig … ja, tapfer sein weiterlesen