Archiv der Kategorie: Ausgabe 04/2016

Inhalt 04/2016

Die Lesezeichen-Ausgabe 04/2016 erschien am 16. Januar 2017. In dieser Ausgabe: Gekenterte Boote und Glockenjungen, der Unterschied von Regen­- und Schnee­schir­men, Millenniumspatzen und Kettensägen, Lärchenschwämme und Minnesänger, Pferde in Wiesenträumen, Gabriela Mistral, Pablo Neruda und Antonio Skármeta, großformatige Ritter-Bilder und ein Baugerüst in Paris, Schweighöfer, Houellebecq, Bourdieu und Raoul Schrott, schlanke, androgyne, junge Männer und … Inhalt 04/2016 weiterlesen

Da draussen liebt dich niemand, da draussen wirst du nur gefeiert

„Und alle beglückwünschten mich. Das war der Durchbruch. Ich war die Königin der Welt.“ Sie hat geträumt, sie eröffne eine Ausstellung und alle sind gekommen. All die Großkopferten stehen in der Galerie herum und blicken bedeutungsvoll um sich und schlürfen Sekt und Champagner, alles, was Rang und Namen hat, klopft ihr auf die Schultern. Doch … Da draussen liebt dich niemand, da draussen wirst du nur gefeiert weiterlesen

MEINE KONSOLE GEWINNT IMMER (denn: „Gott weiß es auch nicht.“)

(Ein Traumbild)   „Du wärst ein Hacker, mit einem IQ von 140.“ „Und du wärst eine Milliarden-Erbin.“ „Von einem Chemie-Konzern.“ Er lachte. „Du wärest aber schon längst ausgestiegen und hättest mit den Pflanzenvernichtungsmitteln nichts mehr zu tun.“ „Nur noch mit den chemischen Massenvernichtungswaffen, oder wie?“ Ich stöhnte. „Wie immer hast du den besseren Part.“ „Ach … MEINE KONSOLE GEWINNT IMMER (denn: „Gott weiß es auch nicht.“) weiterlesen

Neujahrssonntag. Der erste Januar 2017. De natura poeticae sonoris.

[Casa di >>>> Schulze François Couperin, Sandrine Piaus Finsternislektionen] Wobei dieser Tage von Finsternissen kaum gesprochen werden kann: Es ist frostkalt in Umbrien, aber hell, der Himmel strahlend blau, und der Sonnrich prallt auf die rosa Mauer, auf die ich aus meinem Arbeits- und Schlafzimmer schaue. Es geht zur kleinen öffentlichen, vorwiegend zum Abstellen der … Neujahrssonntag. Der erste Januar 2017. De natura poeticae sonoris. weiterlesen

Marcel Crépon vom Rheinfall

Liebes rheinsein, Eine Wand des Zimmers, das ich zum Sommerende bewohnte, schmückte ein Ölgemälde. Wenn das Motiv (ein Stillleben mit Weintrauben, Apfel, Birne, einem Krug) der klassischen Tradition entspricht, so ist die Darstellung ungewöhnlich, indem der Maler die Vergänglichkeit der Dinge durch einen Schnipser angedeutet hat. Unsichtbar die dafür verantwortliche Hand, umso effektiver das Umkippen … Marcel Crépon vom Rheinfall weiterlesen

trost

immer wieder wurde sie bedauert und getröstet, weil sie ohne eltern aufwachsen müsste. katharina war ein monat alt, als an einem tag, wo das meer total ruhig war und auch sonst nicht das geringste anzeichen einer gefahr in der luft lag, ihre eltern mit ihrem boot kenterten. nirgendwo fand man auch nur die geringste spur … trost weiterlesen

phänomenal

marim­ba : 4.32 – Helena, die vor weni­gen Tagen sechs Jah­re alt gewor­den ist, frag­te mich am Tele­fon, inwie­fern sich ein Regen­schirm von einem Schnee­schirm unter­schei­de. Das ist eine auf­re­gen­de Geschich­te, dach­te ich, ich habe von der Exis­tenz der Schnee­schir­me noch nie zuvor gehört. Das ist näm­li­ch so, sag­te Helena, wenn es Regen­schir­me gibt muss … phänomenal weiterlesen

Altjahrsabend

/ Kabel und Soldaten laufen über und durch, ah trapptrapp, gut gelaunt am Strand von Anno Du, indes Madame das Futur mit ihrem Absatz einklopft: „Du wirst das Spiel nicht ändern, wenn du das Spiel ändern willst.“ / Am Stand von Madame Fu klopfen Spieler die launigen Nichtspieler ab nach Kabalen, die jüngst zu Hunderten … Altjahrsabend weiterlesen