30/17 – LINES


LINES / Texte zur Ausstellung / Im Gedächtnis sind wir Bäume // Wasser // Vielleicht sind wir ein Traum in Wirklichkeit wie eine Wolke formlos und flüchtig eine Bergspiegelung im See in der einen Hand in der anderen die Zeit und manchmal bleibt die Nacht aus in den Arven unter denen ich liege ein langes Leben lang mich mir anzunähern übe und ununterbrochen dir in die Arme zulaufe da wo du stehst komme ich nie an in den Hügeln reflektiert mich das Wasser in das ich eintauche als wäre es der Zwischenraum einer Vorsehung diesseitiger und jenseiteiger Welten die sich getrennt halten von der einen zur anderen Seite sich nun zuträumen durch Nacht und Tag eine Dämmerung erdenken die beide im Gleichgewicht zu halten sucht damit sie rund bleibt die Erde wie der Mond und die Sonne und vielleicht ist es doch der Wind der mir zuwinkt und lächelnd mit seinen Zweigen mir zuweht ich solle es lassen mich in diesem Übergang zu verweilen der so lange existiert wie ich bleibe und mich sehne in seinem Atem zu strömen und den See zu füllen der in ihm eingebettet vor dem Berg liegt der ein Dach ist und ein Zelt für Tiere und Pflanzen und ihrem träumenden Wissen.

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