Archiv der Kategorie: Ausgabe 03/2016

Inhalt 03/2016

Die Lesezeichen-Ausgabe 03/2016 erschien am 17. Oktober 2016. In dieser Ausgabe: Bombykol und andere Pheromone, Melancholie in feuchtwarmem Klima, motivisch ausgeprägte Wörterlisten, Poli­zei­kon­trollen romantischer Spitzen, ein Opernhaus an der Skelettküste, Gravuren von Schwingungen, himmlische Affentänze, die Gedenk- und Begegnungsstätte Arno Schmidt, das Rauschen gedruckter Bücher, Marc Tritsmans, Paul Snoek und Jac. van Hattum, Philemon und … Inhalt 03/2016 weiterlesen

Ma-Ma

1 – 2 – 3 – 4 komm so spuckeln, hab’s gegießt, 2 – 4 – 3 halten halten halten wi-hil mit deiner pippi dusen, 4 – 2 – 3 : und hab’s gegießt und hab’s und hab’s und hab’s gegießt, pau-pauder wonn wonn pauder brrri 4 – 7 – 8, pheromo-schuh, o bombykol willwill … Ma-Ma weiterlesen

nicht jede ist eine insel

die insel ist weit weit weg, vom rest der welt. nicht alles ist erhältlich, heute sowieso nicht. zeit für langeweile hat es im überfluss. die melancholie gedeiht im feuchtwarmen klima vorzüglich. die fähre bringt einen nur jeden dritten tag zurück auf das festland. von Rittiner & Gomez in isla volante

BURKA

Dieses komplett verhüllte Gedicht gestattet allein einen Blick auf die Form, auf das Alliterationsgitter vor seinem Antlitz. Ob die Sprache grob oder fein gewebt ist, lässt sich auf diese Entfernung nicht wirklich erkennen. Dieses Gedicht huscht nur kurz vorbei, es lässt sich bloß vermuten ob es drunter enge Hotpants oder romantische Spitze trägt, und vielleicht … BURKA weiterlesen

52/16 – Paris-le longe du chemin sur la rive

Überlegungen und Berechnungen der Weiterarbeit: Die Poesie der Dinge. Die Nüchternheit ihrer Beschreibung? Das Bildhafte und das Bildlose. Vielleicht einfach Klang. Ohne Erklärung. Ohne etwas. Ohne etwas anderes zu sein, wie das, was sie ist. Zeit in ihrer Zeitgleiche. Eine Art Ansicht. Eine, vor sich stehende Voraussicht. Die Beachtungen. Betrachtungen offenlassen. Die Spiegelungen dessen, was … 52/16 – Paris-le longe du chemin sur la rive weiterlesen

Arnos Beeren

„Am Anfang zerstörte sein Arsch die erste Zelle.“ Das war der Satz, mit dem mich der Kurator, von der gegenüberliegenden Straßenseite aus auf meine wechselnd, begrüßte. Er wies mit der Hand auf den Vorplatz, wie um ihn zu segnen. Wir standen am Eingang; auch ich war eben erst eingetroffen. Eine Messingplatte, rechts von uns in … Arnos Beeren weiterlesen

Das Rauschen danach oder: warum ich meine Facebook-Freunde aufgeben muss, obwohl ich gar nicht bei Facebook bin

Dieser kleine Beitrag wird keine Ressonanz finden, also sollte ich mir damit entweder besondere Mühe geben oder gar keine. Ich werfe eine Münze, Kopf!, und entscheide, dass das bedeutet, mir keine Mühe geben zu müssen. Tue ich auch nicht. Was ich eigentlich nur sagen wollte ist, dass es in der kleinen Gemeinde der literarischen Weblogs … Das Rauschen danach oder: warum ich meine Facebook-Freunde aufgeben muss, obwohl ich gar nicht bei Facebook bin weiterlesen

Venlo

Wandgedichte sind in den Niederlanden eine Spezialität der Universitätsstadt Leiden. Doch auch in anderen niederländischen Städten längs der Rheinarme fanden wir Gedichtzeilen an exponierten oder geschmackvoll verborgenen Stellen in die Stadtbilder integriert. Sin poesía no hay ciudad, ohne Poesie keine Stadt, lautete jüngst ein bedenkenswerter Slogan auf Werbebildschirmen im spanischen Cádiz. Das limburgische Venlo hat … Venlo weiterlesen