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“licht ist arbeit”

Ausgabe 01/2008

anschalten, ausschalten.
mit dem phasenprüfer den strom zum glimmen bringen.
provisorium kalter blühlampen:
schneeblind.

neonröhren,
das schatzkästlein der erinnerung
hausfreundlich entfachte bahnhöfe,
die abfahrten ohne einkünfte.

in zimmers innerstem zimmer
wird die szene filmsesshaft belichtet.
die schauspieler, zeugen der abteileinsamkeit,
sehen, geblendet, das publikum nicht.

das leben ist kein snapshot und kein abgott,
eher ein zeitraffer:
wolken pulsen, plustern,
tiden fluten auf und ab.

und den mond gefilmt, kein foto,
die momentaufnahme ausgedehnt
in bewegungsbilder, szenen
eines wehens.

das licht wird dunkel
nicht beim aus-, sondern beim
umschalten.
anschnallen, bitte!

- auf der achterbahn,
die sonnwärts klettert:
lichtteilchen, proviant, augengefällig
wie der lohende lohn für die arbeit.

. 15042008

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