Archiv der Kategorie: Ausgabe 01/2013

wir sind geister

wer weiß schon, was sich im treibholz noch fand.
hast doch dein wesen nur vorgetäuscht.
eine spur aus atem und lehm hast du gelegt.
einen rippenbogen in die hände der fischer.
immer bist du ein anderer gewesen,
ein dornenbusch, ein windflüchter.
mal warst du ein auflaufendes ufer,
den bart in der brandung versteckt.
mal hast du dich, tanggleich, um körper geschlungen,
warst ein wundsein, ein winziger schmerz aus geschliffenem glas.
mal nahmst du die welt ohne augen wahr, straucheltest,
tastetest nach steinen und sand, die zunge am bitteren holz.
mal hast du deine lippen zu rosen gemacht,
die dornen, ein zeichen, ein blutiger kuss.
riebst dir die wangen am feuerstein wund,
spürtest die kälte schon kommen
über das land mit eis und nebel, ein klirrender morgen.
wer weiß schon, wie du die lippen schürztest,
wie du hinausriefst aufs meer.
immer noch wächst aus den strandrosen ein lied.
immer noch hält sich ein einzelner ton.

schreibmaschinen poesie


„anachronism“ schreibmaschinen poesie von anatol knotek

„anachronism“, 32 seiten (16 poesien), handgebunden, DIN A6;
normalerweise ist ein buch nur eine kopie – hier ist allerdings jedes ein einzelstück.
jede seite ist mit meiner schreibmaschine geschrieben, also weder ausgedruckt noch kopiert. von insgesamt ca. 50 meiner arbeiten wählte ich für jedes heft 16 aus, sodass in keinem die gleichen vorkommen.

 

„anachronism“ (über wunden) von anatol knotek

 

„anachronism“ (treffen-trennen) von anatol knotek

 

Dort beim Hexenkraut

Waldphantastisch eingebrünnt: die Lichtung, die in ihrer Mitte zaudert. Von den Baumheeren keine Gefahr, wohl aber von dem, was zwischen den Schatten geht. Ein Reh, aus baldiger Nacht verirrt, mit Schnupperpranken, Durst im braunen Fell, will den Tau von Halmen lecken und sieht sich – schon erschossen – um. Das Blei zerfetzt den schönen Athleten=Hals und wirbelt warmes Blut auf die erlahmten Wimpern. Unter den Schuhen des heranquatschenden Hubertus wird es Finsternis und naß und schwer und Eulen=Klamm. Der Herbst hält seinen Atem an, kurz bleibt die Stille haften, bleibt verlockend tot.

Rainkawa no yūrei

Dafür, daß der Rhein von unzähligen Japanern besucht wurde und wird, fanden wir bisher extrem wenige Zeugnisse für eine Beschäftigung mit dem Strom in japanischer Kunst und Literatur. Umso erfreuter waren wir über die Einsendung eines Mangafilen, der einige Blätter des Zeichners Aka Midori für rheinsein scannte. Aka Midori pflegt einen eher unkonventionellen Stil – in Japan gilt er als Großmeister der Mangasparte. Ob Midori selber am Rheinfall war oder Bildvorlagen für seine Arbeit benutzt hat, ließ sich bisher nicht herausfinden.

mishima2_cant-swim_2Die Geschichte, in deren Kontext Midoris Rheinfall-Blätter stehen, ist in gebotener Kürze kaum widerzugeben: sie spielt mit dem Geist von Flüssen, auch mit Flußgeistern und dem Geist der japanischen Geschichte, die sich ebenfalls als Fluß betrachten ließe. Der Samurai vor dem Rheinfall ist Yukio Mishima. Das

mishima3_lets-fightGodzilla verwandte Monster entstammt einer japanischen Fernsehserie aus den 60ern namens Ultraman. Mishima hatte Ultraman häufig als seine Lieblingsserie bezeichnet.  Das geflügelte Mädchen bleibt rätselhaft.

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Farah Days Tagebuch, 9

Montag, 28. Januar 2013

Wovon ich schreiben könnte.

Als erstes natürlich: über Cremediebinnen.
Dann über Berg, der ständig nach Öl riecht, den Gebieter über die – nein, alle – verpassten Augenblicke. Das unschlüssige Gespräch mit der mächtigsten Frau der Stadt. Der schwarze Mann mit dem Totenkopfring fällt als Thema durch (zu vorhersehbar), nicht aber, warum Kunstausstellungen langweilig sind und warum sie das einzige sind, das langweilig ist. Die Frau, die langsam älter wird, die sich immer im Gesicht zwickt. (Warum?) Die schönsten Worte der letzten fünf Jahre. Armut und ihre Auswirkungen. Mutwilligkeit und ihre Auswirkungen. Der Atem, den der langjährige Geschäftsfreund ausstößt, als er zum ersten Mal ihre Hand auf seinem Schwanz spürt. Die unsägliche Energie, die der Tod eines Familienmitglieds freisetzt. Ein paar kleine, grandiose Tricks, um Komplexität auszuhalten. Grundlose Aggressionen gegenüber Leuten, die allzu versiert sind. Über Untermalungen, in jeder Hinsicht. Die private Aufzeichnung: was sie bedeutet, was sie verhindert. Die Sehnsucht danach, nicht zu sprechen, sondern gesprochen zu werden. Der Auftritt im Kultursender der Stadt und warum es unabdingbar ist, eingeführt zu werden. Über Einführungen. Von der Schwierigkeit, sich zu konzentrieren und der Angepisstheit gegenüber jenen, die das besser können. Vom Pop in der Literatur (als Klanginstallation), die Sehnsucht nach Unterwerfung, die Fetische der Saison und warum gerade sie. Alte Freunde bei alltäglichen Verrichtungen beobachten, ihre Bewegungen studieren, Kleider, Gesten, Accessoires. Warum Henry Jagloms ‘New years day’ ein erwähnenswerter Film ist. Exibitionismus: Warum es verboten ist, aus dem Tagebuch vorzulesen. Warum es bei allem und jedem und immer untendrunter um die Vereinnamung (nein, kein h) von Zeit geht und wie unterschiedlich sie bei den einzelnen ist. Die einfache Sprache könnte Rettung sein. Das Ei muß auf: dafür ist die kleine Säge am Schnabel da. Die Schwierigkeit, sich einem möglichen Erfolg zu stellen. Männerfreundschaften: wie zwei aufeinanderfallen. Wie ich mir immer gewünscht habe, jemand würde Arsch, Bauch und Hinterkopf mitfühlen, die unausgesprochenen Ideen, das Ticken der Muschi, das Gewicht der Brüste, die unglaublich unzähligen Formen weiblicher Nervosität: unmittelbar. Eine Situation beschreiben, in der Vertrauen entstand. Eine schöne Frau beschreiben, von der sich erst am Schluß herausstellt, daß man sich selbst damit meint.
Ein Wort beschreiben, als wäre es ein Bild. Die verwahrloste Wohnhöhle eines älteren, fernsehsüchtigen, menschenscheuen Mannes, der trotz ausufernden Pornokonsums ein Gentleman ist. Harten Sex sentimental beschreiben, den ersten Kuss wie einen Verkehrsunfall beschreiben. Ein Plädoyer schreiben für das Warten: Endlich Partei ergreifen für das Warten. Das Handeln hat weißgott schon genügend Staranwälte. Befangenheit: Wahrscheinlich die schlimmste Hemmschwelle von allen. Sätze, die einem gelegentlich unterkommen, die so abgefahren gut sind, daß man sofort mit der Person ins Bett gehen würde, die sie geschrieben hat, ganz gleich wessen Geschlechts. Was man macht, wenn man einer Situation nicht mehr entrinnen kann. Eine Liebeserklärung, an alle überdimensionierten Körper gerichtet. Jedem einen besonderen Namen geben, und jenen, die keinen verdienen, einen geben, der genau das ausdrückt. Die Höflichen mögen ihre eigene Höflichkeit mehr als die Menschen, denen sie sie angedeihen lassen.
Ein Haus erfinden: Ein einziges. Der Körper sollte auch mal über den Geist siegen dürfen, darf er aber nie; umgekehrt wird ein (Hemm)schuh draus.
‘Warum läßt du sie dann nicht endlich fallen’: Sich zu trennen von Menschen, die das Neue in dir nicht sehen. Der Duft des Geschlechtsteils nach einem langen, arbeitsreichen Tag, warum es nicht belanglos ist, wie man seinen eigenen Geruch empfindet. Was macht der Dichter? Er verbindet Wortwurzeln aus 1000 Plateaus, das ist das Zauberhafte, damit kriegt er uns. Das Bild einer Frau, die die Traurigkeit in ihrem innersten Wesen kompetent in Schach hält, wie viele Partien und Eröffnungen sie auswendig gelernt hat, was für einen Beruf sie ausübt. Die Vorstellung, daß Vater und Tochter gleichzeitig einen Roman über die gleiche Familie schreiben. Mosaikromane: mehrere Autoren schreiben innerhalb einer verabredeten Welt, jeder steuert eine oder mehrere Figuren bei, die auch von den anderen benutzt werden dürfen. Wie es sich anfühlen würde, in die Obhut eines reichen Mannes zu geraten: sind die Gelenke schmal genug? Frauen, die ausgehalten werden wollen, brauchen schmale Gelenke. Was den alten Freund zum Henker machte.
Irgenein Pelztier muß auftauchen und reden, so wie Blooms Katze im Ulysses oder die Gamecat bei Jeff Noon in Nymphomation. Sprache darf knacken. Erstmal einen Raum ausstatten, Personen hinzufügen, dann Dialog und im Dialog muß sich die nächste Szene vorankündigen, eine Überleitung, dann nächste Einstellung. Wie einen Film mit Kameraeinstellungen imaginieren – mein visuelles Vermögen ist besser entwickelt als das logische. Jede Figur hat sowohl ein Angebot als auch ein Bedürfnis, die allererste Vorstellung der Figur sollte beides schon mal heimlich implizieren. Nichts ist zu blöd, um es erst einmal hinzuschreiben. Manchmal sprechen mehrere Leute im Hintergrund, während vorne irgendwas passiert; die Stimmen im Hintergrund könnten kollagiert sein. Von Assoziationen allein jedenfalls wird niemand satt.

ex ill text

wo bin ich, wann? warum?
fett auf dem klappstuhl der existenz
unter tastentänzer|nnen im ballettsaal
heute abend, beauftragt.

was war ich, werde? dann?
junger pionier mit castriertem bart
zwischen papier und zigarettenblättchen,
gekauft vom herzkranzgeld.

wie würd’ ich schreiten?
auf nacktem versfuß wege, die wär’n nicht so
wie ich geworden, was ich schrieb
als agnus meines hirten text.

MICRO | -NOTE | -QUOTE – In Erwartung : Zum Leben vom Schreiben

BERNHARD KATHAN : 63,69

Es darf diskutiert werden : Salon– Autor Bernhard Kathan , der sich in seinen literarischen und kulturwissenschaftlichen Büchern auf denkwürdige Weise seit je der Verletzlichkeit des Geistes und des Leibes widmet , stellt eine provozierende Ziffer zur Diksussion .

Die Lebenserwartung von Schriftstellern betrage 63,69 Jahre . Eine Kennzahl , welche drastisch unter den Ziffern der durchschnittlichen Lebenserwartung ( Männer 75,5 – Frauen 81,5 Jahre ) liegt und – siehe die Grafik nach CIA World Factbook @ Wikipedia – die der allgemeinen Lebenserwartung etwa in Zentralafrika entspricht ( 2006 : 60 – 64 Jahre ) .

Da ich seit langem Mitglied der Grazer Autorinnen Autorenversammlung bin, machte ich mir die Mühe anhand der Liste ihrer verstorbenen Mitglieder die durchschnittliche Lebenserwartung von Autoren und Autorinnen auszurechnen. Diese liegt im Augenblick bei 63,69 Jahren, also deutlich unter jener der Gesamtbevölkerung, die bei Männern 75,5, bei Frauen 81,5 Jahre beträgt. Meine Statistik kennt gewisse Unschärfen. Ich habe dazu alle Todesfälle von Mitgliedern herangezogen. Während wir es hier mit einem Zeitraum von 29 Jahren zu tun haben, wird die durchschnittliche Lebenserwartung üblicherweise nach den Sterbestatistiken eines Jahres berechnet.

Neben individuell genetischen Dispositionen sind es berufsbedingte Risiken ( körperlich gefährliche Berufe wie Dachdecker oder Gerüstbauer , Stress und Burnout bei Pflegepersonal ) und die sozioökonomischen Faktoren des “Lebensstandards” , welche entscheidend die Lebensqualität und -Dauer beeinflussen :

Die Verschränkung von Einkommen ( buchstäblich : Vermögen ) und der Qualität medizinischer Versorgung ist im Paradies der Privat– Behandlung offenbar . Dass dies im Umkehrschluss nicht notwendig das Versagen sämtlicher kassenmedizinischer Leistungen bedeutet , ist klar und auch nicht der Punkt von Kathans Zahlen .

Man ist geneigt, die niedrige Lebenserwartung von Schriftstellern unter tragischer Literaturgeschichte, also unter biographischen Katastrophen abzulegen. Trotz aller individuellen Dispositionen lässt sich das Problem nicht privatisieren. Schreiben ist per se eine Tätigkeit, die nicht nur Konflikte zum Inhalt hat, sondern von Konflikten begleitet wird. Schreiben, also das Antizipieren der Welt ist nicht gerade mehrheitsfähig. Es wird nicht belohnt. Mit Schreiben verdient man in der Regel nicht sehr viel, vor allem dann nicht, wenn man um ein gewisses Niveau bemüht ist, oft genug nur kleine Gruppen ansprechen kann. Selbst dann, wenn eine Zeitung den Abdruck eines Textes zusagt, heißt das noch lange nicht, dass dieser auch abgedruckt wird.

Aber auch wenn literarische Texte in Zeitungen und Zeitschriften abgedruckt werden , bedeutet dies , wie wir in|ad|ae|qu|at hinzufügen dürfen , nicht notwendig ein Einkommen zum Auskommen . Schon gar nicht für literarische AutorInnen , deren Texte ( so sie formal überhaupt als publikumsfähig erachtet werden ) , ja nur bei “Anlässen” oder alle paar Jahre anlässlich eines neuen Buches ( vor- ) abgedruckt werden .

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FREI SCHREIBEN

Wie wenig sich auch genuin journalistische Arbeit auf freiberuflicher Basis rechnet , wird derzeit mittels einer eindrücklichen Enquête eines unabhängigen Berufsverbandes freiberuflicher Journalistinnen und Journalisten , dem Verein :Freischreiber , in einem Blog publiziert . Die in wenigen Tagen zu Hunderten eingereichten Erfahrungswerte vermitteln – egal ob Provinzblatt oder überregionales Organ , Publikums- oder Fachzeitschrift , “Qualität” oder “Boulevard” – ein eher drastisches Bild der Einkommenslage von “Freien” ( #honorarhoelle ) .

Auch hier handelt es sich – Stichworte : anonyme Einreichung , limitierte Vergleichbarkeit von Kraut und Rüben – nur bedingt um belastbare Fakten , eher um die Konfiguration eines kurrenten Musters . Auch die Schriftstellerei ist seit dem 19. Jahrhundert ein Freiberuf , dessen Risiken und Nebenwirkungen inzwischen als bekannt betrachtet werden dürften ( siehe Balzacs Verlorene Illusionen ) .

Als mit der 1859 gegründeten Deutschen Schillerstiftung erstmals das Modell institutioneller Autorenförderung auf den Plan trat , war nicht abzusehen , welche Dichte das Netz von kommunalen , kantonalen oder ministerialen Beihilfen , Zuschüssen und Stipendien , während des letzten Drittels des 20. Jahrhunderts gewebt werden würde .

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HONORARHOELLE VS. PARADIES DER PREISE

So ist denn die Denunziation von institutionell vergebenen und finanziell dotierten Literaturpreisen sowie der “blühende[n] Kultursubventionslandschaft” ( siehe : Autorenförderung ? Hungert sie aus ! / FAZ 2008 oder kürzlich Der Preis des Schreibens / taz 2013 ) mittlerweile ein mindestens so beliebter Topos wie die Klage über kärgliche Lebensumstände .

Dass es gut verdienende Autoren gibt , weiss Bernhard Kathan mindestens so gut wie auch die Leute vom Freischreiber , denen Dokumente von vergleichsweise luxuriösen Produktionsbedingungen vorliegen .

Die Perspektiven verschränken sich in Beobachtungen , wonach bereits bepreiste Autorinnen und Autoren eher mit weiteren Preisen bedacht werden als bislang weniger exponierte Kollegen . Gleicherweise tendieren Rezensionen ab einem gewissen Grad der Publizität zum Kaskadieren . Woran sich bekanntlich wiederum die Organisatoren & Redaktoren von Lesungen , Auftritten , Features orientieren .

Allerdings gibt es diese Resonanzkatastrophe durchaus auch negativ : Wer als kompliziert oder schwierig gilt , wird vielleicht von gewissen Zirkeln ästimiert und – wo dies möglich – hin und wieder mit ein paar Euro , bleibt bei aller Fertigkeit und allem Fleiss indes in einem Kreislauf des Schweigens .

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MITTEN DRIN

Die Polarisierung scheint inzwischen – wie es heisst – “mitten in der Gesellschaft” angekommen : die “working poor” stehen gegen die Unersättlichkeit der “Abzocker” . “Andauernde Prekariate” , schreibt Bernhard Kathan , “lassen sich etwa am Zahnstatus oder an bestimmten Krankheitsbildern wie Erschöpfungszuständen oder Panikattacken ablesen, auch an der Lebenserwartung”. –

Wie gut , dass der ( Lebens– ) Versicherungs– Konzern Generali mit seiner frohgemut formulierten Geldstudie 2013 Daten wider den Dickens- Blick serviert :

Die Kaufkraft steigt wieder – vor allem bei den unter 30-Jährigen. Jeder vierte Österreicher will mehr für das eigene Wohlbefinden tun. Ausgabenplus bei Sport, Freizeit, Auto und Urlaub.

[ … ] Von Platz 3 im Vorjahr – hinter Wohnen und Urlaub – rücken die Ausgaben für das Wohlbefinden und den Sport erstmals auf den Siegerplatz. Im vergangenen Jahr wollten nur 15% der Befragten für diesen Bereich mehr Geld ausgeben. Heuer sind es 24%. Besonders groß ist der Wunsch nach dem Wohlbefinden mit 41% bei den unter 30-Jährigen und mit 31% bei den 40- bis 49-Jährigen. 28% der Männer und 21% der Frauen planen hier Mehrausgaben. 63% der Mehrausgaben entfallen dabei auf Sportbekleidung, Sportausrüstung und Fitnessstudio. 38% planen Mehrausgaben für Wellness und 18% für Entspannungstechniken wie Yoga, Tai Chi und Qi Gong.

Auf den Plätzen 2 und 3 liegen der Urlaub und das Wohnen. 22% wollen im kommenden Jahr wieder öfters und/oder länger urlauben (2011: 18%), und 20% investieren in ihr Zuhause (2011: 19%). Die Mehrausgaben für das Wohnen entfallen mit 46% auf Miete, Betriebs- und Heizkosten, mit 39% auf die Einrichtung und mit 35% auf die Instandhaltung und Renovierung.

Zu den Gewinnern im Mehrausgaben-Ranking zählen neben dem Wohlbefinden auch die Bereiche Freizeit und Hobbys sowie Auto und Mobilität. Um jeweils 5%-Punkte konnten sie auf 18% bzw. 14% zulegen. Beim Auto beziehen sich die Mehrausgaben zu 49% auf die Treibstoffpreise und zu 44% auf die Autoanschaffung. 20% rechnen mit Mehrausgaben für den öffentlichen Verkehr.

Statistisch belastbare Daten ?! – Wohlwohl . – Na dann

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wie es ihm u.a.

1 wie es ihm …

wie es ihm
zuhanden
im iste
(moi, je vis
salement!)
kommt es
durchs ohr
ihm wieder
(et dans
mon chant)
abhanden

was, weder lied
noch leid

das weite sucht

2 er grunzt …

er grunzt
bedroht alle
leeren betten
mit einer
handvoll
messer

und beschimpft
die türen
mit dem worte

sperrmüll

hastet wie du
hastest
mit der hand

zur spülung

will ein
fortsein

3 nichts wird …

nichts wird
gescheh’n
als das haus
darin ein
passepartout
ein wasser
ihn behält
als stoff in
dem das leben
vor dem tod
ihn schönt

und nachts
der gang
der gellt
und gilt

Das Haus, darin zu wohnen. Drin das Leben vor dem Tode schonen. Raoul Hausmann, HYLE.