Schlagwort-Archive: Buch

Das direkte Streuen der Herzen war grundlos

Andere originelle Theile schwebten herbei; choreografiert     (hohes Maß an Step 1, Step 2)     aufgemalte Schritte, Gold=Step Silber=Step     (Vaslav Nijinsky tanzt einen Faun, übergibt sich erst später hinter der Bühne in das Costume der ihm schwanenden Kollegin, Pirouettchen Pinimini. Während die Kotze zu einer Giraffe verläuft, züngelt ihr Sopran heroisch     – Ich … Das direkte Streuen der Herzen war grundlos weiterlesen

Aus meinem Tagebuch

5. März 2014 Schlecht geschlafen. Tigerte durch die Wohnung. Selbst das Cellospiel konnte weder mich noch die Nachbarschaft beruhigen. Schrieb auf dem Klo ein Sonett mit dem Edding auf die Kacheln. Als ich es gar nicht mehr aushielt, weckte ich meine Frau. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Jetzt Pizza, obwohl Adorno davon abriet. Man trägt … Aus meinem Tagebuch weiterlesen

„Das Schreiben ist nichts anderes als ein Kampf, den der Künstler mit den Menschen um seine hervorragende Bedeutung kämpft“ (Essay)

Ist Witold Gombrowicz’ Tagebuch so etwas wie die Urform des literarischen Weblogs? Diese Frage stelle ich mir, seitdem ich angefangen habe, die gesammelten Tagebucheinträge zu lesen. An einer Stelle schreibt er: „Ich schreibe dieses Tagebuch nicht gern. Seine unredliche Aufrichtigkeit quält mich. Für wen schreibe ich? Wenn für mich, weshalb wird das gedruckt? Und wenn für … „Das Schreiben ist nichts anderes als ein Kampf, den der Künstler mit den Menschen um seine hervorragende Bedeutung kämpft“ (Essay) weiterlesen

Die göttliche List – ein Purim Schpiel (Entwurf 1)

Prolog DER NARR: Seht her, die Bühne ist heut’ zaubertoll von finst’ren und von listigen Gestalten. Wir alle sind verwandelt, uns’re Gläser voll nicht nur vom Wein, auch weisem Rat der Alten. Ich bin’s, der Narr, der scheinbar nur ist närrisch, der euch erzählt ein lehrreich’ Maskenspiel, wie man sich wehrt dagegen, was sich herrisch … Die göttliche List – ein Purim Schpiel (Entwurf 1) weiterlesen

Inhalt 04/2013

Die Lesezeichen-Ausgabe 04/2013 erschien am 14. Januar 2014. In dieser Ausgabe: Drohnen und Schreibwerkzeuge, lachende Möwen und revanchierte Narben, die Lyrikproduktion im 19. Jahrhundert, alte Bäcker und Krötenschleudern, Lektorate ausgeschickter Fäden, Daniel Odija und Rainer Maria Rilke, schlummernde Brunnen und Glockenumzüge, die lefzenden Felle des Francisco Goya, Wandertriebe und Sitzen auf Bänken, Baldrian extra-stark und … Inhalt 04/2013 weiterlesen

Oblivion

Manchmal ist es gut, dass sich Winterabende wie Nächte anfühlen, manchmal stehst du allein draußen auf einem Bahnsteig, du wartest im spärlichen Licht auf einen Menschen, der dir einmal alles war, dein Atem steigt schnell und weiß nach oben, wo ein Scheinwerfer abkippt, durch ein leeres Bürogebäude fährt, als wollte er Schreibtischen und Drehstühlen durch … Oblivion weiterlesen

Freitag, 20. Dezember 2013

Anders stand es bei der Lyrik – sie war auch für Leihbüchereien kein attraktiver Geschäftsgegenstand, und es blieb den gesamten Zeitraum hindurch selbstverständlich, daß der Autor den Druck seiner Gedichte entweder gänzlich selbst bezahlte und dem Verleger gegen einen hohen Anteil am Erlös den Vertrieb überließ oder doch zumindest die Hälfte der Druckkosten bestritt. Dieses … Freitag, 20. Dezember 2013 weiterlesen