Schlagwort-Archive: Zeichnung

Das direkte Streuen der Herzen war grundlos

Andere originelle Theile schwebten herbei; choreografiert     (hohes Maß an Step 1, Step 2)     aufgemalte Schritte, Gold=Step Silber=Step     (Vaslav Nijinsky tanzt einen Faun, übergibt sich erst später hinter der Bühne in das Costume der ihm schwanenden Kollegin, Pirouettchen Pinimini. Während die Kotze zu einer Giraffe verläuft, züngelt ihr Sopran heroisch     – Ich … Das direkte Streuen der Herzen war grundlos weiterlesen

DAS HERZ DES VERBRECHENS (oder: George, Dick und Don)

Das Erste, was sie versuchten, nachdem die Wirkung der Sedative nachließ, war die Tapete abzukratzen. Beziehungsweise das, was sie zunächst für eine Tapete hielten. Ihre Reaktion war verständlich. Die Wände dieser gigantischen Halle, in der sie erwachten, waren von oben bis unten mit Bildern und Inschriften versehen. Großformatigen Fotografien von Eingeweiden, die aus Bäuchen platzten, … DAS HERZ DES VERBRECHENS (oder: George, Dick und Don) weiterlesen

Freitag, 20. Dezember 2013

Anders stand es bei der Lyrik – sie war auch für Leihbüchereien kein attraktiver Geschäftsgegenstand, und es blieb den gesamten Zeitraum hindurch selbstverständlich, daß der Autor den Druck seiner Gedichte entweder gänzlich selbst bezahlte und dem Verleger gegen einen hohen Anteil am Erlös den Vertrieb überließ oder doch zumindest die Hälfte der Druckkosten bestritt. Dieses … Freitag, 20. Dezember 2013 weiterlesen

Céline ist schuld! Einige wirre Gedanken zur Klarsicht

Ich habe gelernt, die Welt mit anderen Augen zu sehen – oft hört man diese Formulierung, wenn jemand mit Leib und Seele Erfahrungen hat machen müssen, die ihm oder ihr das Weltbild zertrümmerten oder wenigstens schwerwiegend durcheinanderbrachten. Sicher, gelegentlich braucht der Mensch seine Portion unmittelbaren Bewegtseins, allein mit sich und seinen Gedanken oder in Gemeinschaft. … Céline ist schuld! Einige wirre Gedanken zur Klarsicht weiterlesen

Schellendiskursli / Schellenexkursli (02)

Schellendiskursli, Szene 02 dass welt ein bilderbuch sei voller bilderbücher hier das setting einer kleinfamilie knapper stunde null gewisser religionen schöpfungsakt (breit aufgestellt) von heiligen familien muttern (rot) und vatern in dezentem (grünen) blau stolz jakobinisch heisst dann (logisch) nachwuchs bärchen ursli das archivgesicht noch aus der andern zeit ein buch in buch im buch … Schellendiskursli / Schellenexkursli (02) weiterlesen

Farah Days Tagebuch, 9

Montag, 28. Januar 2013 Wovon ich schreiben könnte. Als erstes natürlich: über Cremediebinnen. Dann über Berg, der ständig nach Öl riecht, den Gebieter über die – nein, alle – verpassten Augenblicke. Das unschlüssige Gespräch mit der mächtigsten Frau der Stadt. Der schwarze Mann mit dem Totenkopfring fällt als Thema durch (zu vorhersehbar), nicht aber, warum … Farah Days Tagebuch, 9 weiterlesen

Mongo

Mongo. Das ist vielleicht mongo, sagt er und bleckt die Zähne. Mongo, nach einem chilenischen Comic aus den fünfziger Jahren, fügt er hinzu, von ihm aufgegriffen auf Anregung durch einen chilenischen Flüchtling, der den Alexanderplatz so nannte, weil er ihn an die Darstellung zukünftiger Städte erinnert hat. Mongo, das ist die Haltung, die eine solche … Mongo weiterlesen

die schrift meines vaters

14. Dezember 2012 nordpol : 7.05 – Dass mein Vater älter wurde und müde, war seiner Schrift deutlich anzusehen. Die Buchstaben wurden kleiner, manche standen senkrecht, andere neigten sich einer unsichtbaren Linie zu, auf der sie sich wortweise vorwärts bewegten. Ich könnte sagen, die Schrift meines Vaters wirkte so, als wäre ein Sturm seitwärts über … die schrift meines vaters weiterlesen

summenlicht

22. August 2012 himalaya : 03.15 – Über meinem Schreibtisch brennt seit einer Stunde ein warmes Licht, elektrisches Feuer, welches einem Glaskolben entkommt, in dem sich weitere kleinere Glaskolben befinden. Diese kleineren, unsichtbaren Glaskolben erzeugen das eigentliche Licht, das als Summenlicht durch das milchige Glas zu mir in den Raum entkommt. Ich dachte gerade eben … summenlicht weiterlesen

Deutschsprachige Literaturmagazine im Internet (Literaturhinweis)

Soeben erschienen: Deutschsprachige Literaturmagazine im Internet Ein Handbuch von Renate Giacomuzzi ISBN: 978-3-7065-5132-8, 298 Seiten Studienverlag Innsbruck, 2012 Dem Internet haftet bis heute der Ruf der massenhaften Verbreitung von laienhaft erstellten Gratisinhalten an. Tatsächlich war das Internet jedoch von Anfang ein Medium, das von Professionellen wie von Laien, d.h. von KünstlerInnen, AutorInnen, Kulturschaffenden, WissenschaftlerInnen und … Deutschsprachige Literaturmagazine im Internet (Literaturhinweis) weiterlesen