Kategorie "Ausgabe 02/2009".



Ästhetik

Noch keine Kommentare

Am Fuß der Kreidefelsen lag,
auf einem Totenbett aus Feuersteinen,
umspült vom Rauschen des Meers,
ein Reh: die Augenhöhlen leer,
die Innereien nach außen,
das Geäse weit offen
im Schreck.
Ich positionierte mich,
kniete nieder davor
und machte ein Foto;
versuchte das Grauen
möglichst zeitlos
in Szene zu setzen.
Sicher hatte es
(wir kennen das)
plötzlich den Boden
unter den Füßen verloren
und war in die Tiefe gestürzt.
Später sagte einer,
nachdem er schweigsam,
lange […]

Mehr ...

Inhalt 02/2009

Comments Off

Die Lesezeichen-Ausgabe 02/2009 erschien am 15. Juli 2009.
In dieser Ausgabe:
Blauhäutige Kinder und Lufttaufen, Weinberge und Rieslingsreben, Charlotte Grasnick, Gottlieb Siegmund Corvinus, staunenswerte Anfänge, das lyrische Nicht-Ich, Sukkulenten und Grauherden, das bricolierte Ich, Richard Obermayr, falsche Orte und Farben, zeitloses Grauen, Fährengefährten uvm.
INHALT:

siatista
von Andreas Louis Seyerlein
in particles

im Rheintal
von Stan Lafleur
in rheinsein

Ein Schritt Zweifel, ein Schritt Hoffnung
von […]

Mehr ...

LITERATUR ALS RADIOKUNST | Richard Obermayr im ORF- Studio | Produktionsnotizen

Noch keine Kommentare

||| ZUR WAHL DER LITERATUR ALS RADIOKÜNSTLER | RICHARD OBERMAYR | DURCHLÄUFE DER LEKTÜRE | IM GROSSEN HÖRSPIELSTUDIO : DYNAMIK MIT ÜBERRASCHUNGSGAST | KLANGMATERIAL IN BEARBEITUNG | HINWEIS | RELATED
ZUR WAHL DER LITERATUR ALS RADIOKÜNSTLER

Nach welchen Kriterien fällt eigentlich die Wahl auf gewisse Dichterinnen und Schriftsteller , welche wir einladen , eine Produktion für die […]

Mehr ...

Das “Spiel” mit der Vielfalt von Avataren.

Noch keine Kommentare

Kleine Theorie des Literarischen Bloggens (112).
Ist nur dann sinnvoll, wenn Identität zugrundeliegt, also die Avatare nicht als Hecke verwendet werden, hinter die man sich duckt, um aus dem Hinterhalt Schlammbatzen zu werfen. Sondern man muß die Avatare fühlen, muß sie s e i n, muß ein Gefühl für ihre Persönlichkeit, auch für ihre Geschichte haben, […]

Mehr ...

ikon. Archiv1

Noch keine Kommentare

ikon. Archiv1 Was zur Sprache kam, hatte seinen Anfang im Staunen.

von Marianne Büttiker
in con.tempo

Mehr ...

Gedicht des Tages - Gottlieb Siegmund Corvinus

Noch keine Kommentare

Mit erotischen Gedichten von Zeitgenossen scheint es zu hapern. Kaum jemand sandte mir “brauchbare” Lyrik. Nun, greifen wir zu einem Klassiker (danke Harald Schwiers für den Hinweis!), der leider so bekannt auch nicht mehr ist, nämlich zu Gottlieb Siegmund Corvinus (1677-1746) und seinem herrlichen Vierzeiler “Das große Rom”
Aus sieben Bergen ward das große Rom erbauet
Dir […]

Mehr ...

Passenger

Noch keine Kommentare

passagiere – getroffen auf einer inselfähre.

von Rittiner & Gomez
in logbuch isla volante

Mehr ...

Ein Schritt Zweifel, ein Schritt Hoffnung

Noch keine Kommentare

Berliner Dom
I
Im kühlen Steinbauch
dröhnen noch die Preßlufthämmer -
so irdisch wird es hier
nie wieder zugehn.
In blauen Wattejacken
und gelben Helmen
die Männer,
in ihrer Wirklichkeit
bauen sie den Traum:
endlicher Abschied
von Kriegen
kehren sie den Engeln
den Schutt aus dem Haar
und den Staub
von den Flügeln
II
Jeder neue Stein
ist erkennbar,
die alten Steine
sind dunkel.
Was haben wir überlebt,
daß wir so schwer
zu beeindrucken sind?
Ein Geländer aus Eisen,
das die […]

Mehr ...

im rheintal

Noch keine Kommentare

in den kirschen wimmeln maden &
durchs rheintal zieht ein lueftchen
die etueden der zikaden fuehlern
in den mueden huegeln. boppard
stumpfer dutzdutztekkno woppert
ueberm flusz ein kormoran, hals
voran. monster stolpern durch
konsolen, losgeschickt zum kippen
holen. containerschiffgeknatter. als
ueberraschungsgast: frankensteins
galvanischer sohn schweren tritts
auf dem langen weg zu sich selbst
den eigenen fuszstapfen folgend
mehr als zehnmal angeschossen
schlingernd die weinberge hinauf
wo die guten rieslingreben stehn

von […]

Mehr ...

siatista

Noch keine Kommentare

ulysses : 15.02 – Nördliches Griechenland. Karge Landschaft. Man erzählte mir von Siatista, dort sollen Wölfe leben in den Bergen, aus welchen die Steine der Häuser der kleinen Stadt geschlagen sind. Im Winter fällt Schnee und bleibt liegen. Dann kommen die Wölfe näher heran, sind zu hören in den Nächten, ihr heulendes Gespräch. Alt sind […]

Mehr ...