frosch (für martin)
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nachts im wald einen frosch getroffen. ihn nicht als das erkannt, was er war, alldieweil er völlig bewegungslos auf dem weg vor mir saß. in der dunkelheit angenommen, er sei ein mittelgroßes platanenblatt, obwohl, was mir später erst einfiel, nur buchen, birken und kiefern dort wachsen. gemächlich weitergegangen. mich dann zu tode erschreckt, als er, [...]
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Inhalt 03/2009
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Die Lesezeichen-Ausgabe 03/2009 erschien am 15. Oktober 2009. In dieser Ausgabe: Geräusche und Lautschriften, Siebzigerjahretapeten und Wirtschaftswunder, Pablo Neruda und Clarice Lispector, Opferlämmer und Pusteblumen, Heiner Müller und die Ordnung als Ornament, die Kunst der Windturbine, ein Kaleidoskop wirrer Gedanken, Seehunde und Spiegeleier, Erving Goffman, Franz Berger und Sigmund Freud, Novalis und Hexameter, Zunge, Hals [...]
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gib mir dein wort (u.a.)
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1 gib mir dein wort … gib mir dein wort es zu brechen brotblicke wo’s nicht zu halten war auf den zersprochenen teller 2 da wo endet … da wo endet vogelspur gesungen für und für im schritt im tritt und wo dein schrei da wohnet dann die zung’ zung’ dir aus hals und mund [...]
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Gedicht des Tages – Werner Dürrson
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Viele seiner Gedichte waren federleicht, dabei beherrschte er den Kanon der Formen wie kaum ein zweiter Dichter der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. 2006, an Ostern, entstand ein solches federleichtes Gedicht, und ich freue mich sehr, dass mir die Erben dieses zur Erstveröffentlichung überlassen haben. Werner Dürrson würde morgen, am 12. September, seinen 77. Geburtstag [...]
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Bamberger Elegien. Anmerkung zur „Fünften Fassung“.
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Bamberger Elegien (112). Anmerkung zu den neuen Fassungen ab September 2009 („Fünfte Fassung“). [Scelsi, Maknongan.] Auf die Idee brachte mich Αναδυομένη, >>>> als ich ihr vorlas (15.05 Uhr im Link). „Das ist wie Prosa“, sagte sie, „aber es ist auch n i c h t wie Prosa, etwas irgendwie dazwischen ist es.“ In dem Moment [...]
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radio bemba
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Oh, es wäre gut, sich an einem Meer niederzulassen, gleich neben den Kindergärten der lilafarbenen Seehunde. Am besten wäre eine Küste mit einem brandgefährlichen vorgelagerten Riff, das nur die wetterversehrtesten Kapitäne überwinden könnten. Und wer tatsächlich in der Bucht dann ankern würde, lebendig und unter verwundertem Gelächter, wäre selten, wenn nicht einzig, und meinte es [...]
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-Zwischenzeile-
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-Zwischenzeile- …Lesend suchte ich Zeilen zwischen Zeilen. Ein wirrer Gedanke. Er liniert, das Kaleidoskop. Nicht darüber nachdenken, bevor es gedacht ist, bevor es sein wird, dachte ich. Und das Sehen nicht auslassen. von Marianne Büttiker in con.tempo
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in erwartung
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es ist ganz still, das meer, der wind und alle tiere und menschen scheinen den atem anzuhalten, alle sind in erwartung, der kunst werde in den nächsten tagen die insel besuchen. da wir volanterinnen noch nie von der kunst gehört haben, gibt es die verschiedensten vorstellungen, was der kunst für ein wesen sein könnte. ist [...]
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dich loben dich lieben
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für lilly dich loben über wiesen grünen klees will ich dich, doch noch mehr auf diesen lieben. mit dir im weichen moos des sommerschnees der pusteblumen, die du hauchst, ach, liegen. mich tief mit dir in duft’ge erde graben, und schau’n zugleich nach oben, himmelwärts, wo uns die nächte helle lichter gaben, und ich dir [...]
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Die verbrannte Hand
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»Krötenwanderung« • Eine Gastkolumne von Markus A. Hediger Clarice Lispector (1920-1977) Clarice Lispector, grande dame der brasilianischen Literatur des 20. Jahrhunderts, muss ein schwieriger Charakter gewesen sein. Keine ihrer Freundschaften hielt lange, niemand hielt es auf Dauer in ihrer Nähe aus. Sie galt als unberechenbar, und mit der Wahrheit nahm sie es nicht sehr genau. [...]
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