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Kurztitel & Kontexte bis 2012-07-21

(Den nächsten Wochenspiegel gibt es am 5.8.2012)

zerstreuung

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marimaba : 6.36 – In einer Filmdokumentation, die den Schriftsteller Jonathan Franzen fünf Tage lang während einer Lesereise begleitet, folgende berührende Szene, die sich im New Yorker Arbeitszimmer des Autors ereignet. Jonathan Franzen hält seine Schreibmaschine, ein preiswertes Dell – Notebook, vor das Objektiv der Kamera. Er deutet auf eine Stelle an der Rückseite des Gerätes, dort soll früher einmal ein Fortsatz, eine Erhebung zu sehen gewesen sein. Er habe diesen Fortsatz eigenhändig abgesägt. Es handelte sich um eine Buchse für einen Stecker. Man konnte dort das Internet einführen, also eine Verbindung herstellen zwischen der Schreibmaschine des Schriftstellers und der Welt tausender Computer da draußen irgendwo. Jonathan Franzen erklärt, er habe seinen Computer bearbeitet, um der Versuchung, sich mit dem Internet verbinden zu wollen, aus dem Weg zu gehen. Eine überzeugende Tat. Im Moment, da ich diese Szene beobachte, bemerke ich, dass die Verfügbarkeit von Information zu jeder Zeit auch in meinem Leben ein Gefühl von Gefahr, Zerstreuung, Beliebigkeit erzeugen kann. Ich scheine in den Zeichen, Bildern, Filmen, die hereinkommen, flüssig zu werden. Dagegen angenehme Gefühle, wenn ich die abgeschlossene Welt eines Buches in Händen halte. Früher einmal, sobald ich spazieren ging oder auf eine Reise, zur Arbeit, ins Theater oder sonst wohin, verließ ich niemals das Haus, ohne eines meiner zerschlissenen Unterwegsbücher mit mir zu nehmen. Wenn ich einmal doch kein Buch in der Hand oder Hosentasche bei mir hatte, sofort das Gefühl, unbekleidet oder von Leere umgeben zu sein. Als ob ich einen immerwährenden Ausweg in meiner Nähe wissen wollte, ein Zimmer von Wörtern, in das ich mich jederzeit, manchmal nur für Minuten, zurückziehen konnte, um fest zu werden. Da waren also Bücher von Malcolm Lowry, Kenzaburo Oe, Truman Capote, Friederike Mayröcker, Walter Benjamin, Janet Frame, Georg C. Lichtenberg, Heinrich von Kleist, Monika Maron, Alexander Kluge, Bohoumil Hrabal, Johann Peter Hebel, Patricia Highsmith, Elias Canetti, Peter Weiss, Hans Magnus Enzensberger. Irgendwann, weiß der Teufel warum, hörte ich auf damit. Und doch trage ich noch immer ein Buch in meiner Nähe. Ich trage meine Straßenbücher nicht länger in der Hand, ich trage meine Straßenbücher im Rucksack auf dem Rücken. – stop

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Katastrophenwarnungen

••• Manchmal bekommt man Anfragen, die einen vor ein echtes Problem stellen. Da wurde ich gebeten, einen Beitrag für eine Festschrift zu schreiben. Eine literarische Geschichte, zehn Seiten, und sie sollte natürlich etwas mit dem Jubilar zu tun haben. So weit, so gut. Erschwerend komme aber hinzu, dass die Geschichte so geschrieben sein müsse, dass ich sie in einer 10-Minuten-Fassung auf der literarisch-musikalischen Geburtstagsfeier vortragen könne.

Ich hätte gern abgelehnt. Der Jubilar aber ist Hans Dieter Beck, jahrzehntelanger Chef des juristischen Zweigs des Beck-Verlages, Bruder meines Verlegers Wolfgang Beck und »Obertukan«, Präsident des Tukan-Kreises, von dem ich 2010 für »Die Leinwand« den Tukan-Preis verliehen bekommen habe. Hans Dieter Beck wird runde 80, was man keine Sekunde glaubt, wenn man ihn live erlebt.

Da konnte ich nun unmöglich absagen. Mir war auch gleich klar, wovon meine Geschichte für die Festschrift handeln müsste: von Katastrophenwarnungen. Hier ist die Kurzfassung.

Tukan-Kreis im Hause Beck anlässlich des 80. Geburtstags von »Obertukan« Hans Dieter Beck
Tukan-Kreis im Hause Beck anlässlich des 80. Geburtstags von Hans Dieter Beck. Gesprochen haben übrigens Oberbürgermeister Christian Ude und die Autoren Asta Scheib, Georg M. Oswald, Albert von Schirnding sowie meine Wenigkeit.

Lieber Hans Dieter Beck, liebe Tukane und Tukan-Freunde,

ich möchte Ihnen heute etwas über Katastrophenwarnungen erzählen.

Die meisten Katastrophen, die uns im Leben ereilen, brechen ja ohne Vorwarnung über uns herein. Mein eigenes Leben, grad halb so lang wie das unseres Gastgebers Hans Dieter Beck, ist da keine Ausnahme. Nachdrücklich vor einer Katastrophe gewarnt worden bin ich aber auch schon, mindestens dreimal in meinem Leben, und alle drei Male hatte es etwas mit der Literatur und mit »den Süddeutschen« zu tun, einmal sogar mit beidem zugleich. Von diesen drei Warnungen will ich Ihnen erzählen, und als hinterhältiger Erzähler enthülle ich natürlich nicht vorab, wie alles ausgegangen ist und ob und welche Rolle Hans Dieter Beck in diesen Geschichten gespielt haben könnte.

Die erste nachdrückliche Warnung vor einer Katastrophe, die ich zu hören bekommen habe, geht auf das Konto meiner Mutter. Und weil meine Mutter sich gern blumig ausdrückt, hat sie nicht einfach nur gesagt: Sieh dich vor! Nein, sie bemühte einen Vers von Bert Brecht, und das hörte sich dann so an: »Meine Herren, meine Mutter, die prägte / auf mich einst ein schlimmes Wort. / Ich würde mal enden im Schauhaus / oder an einem noch schlimmeren Ort.«

Ich war damals zwölf. Eines der unzähligen Gedichte, die ich tagtäglich schrieb, war in einer Zeitung veröffentlicht worden. Darüber war ich natürlich so stolz, wie man nur sein kann. Und ich wähnte mich am Ziel. Ich hatte nämlich schon länger den Plan gefasst, Dichter zu werden. Diese erste Veröffentlichung gab mir nun das Gefühl, es könne nichts mehr schiefgehen.

In dem Gedicht ging es übrigens um Ikarus. Dass er abgestürzt war, stand nur zwischen den Zeilen. Diese Verse hatten sehr viel mit mir selbst und dem Anlass meines Schreibens überhaupt zu tun. Die Sonnen, denen ich mich gern genähert hätte, trugen Namen wie Anja und Claudia. Mir fehlte aber der Mut, sie anzusprechen. Die meisten empfindsameren Mädchen, hatte ich gehört, mögen Gedichte und Geschichten. Verraten Sie es niemandem: Das ist der Grund, weswegen ich angefangen habe zu schreiben. Und deswegen kam kein anderer »Beruf« für mich in Frage als der des Dichters und Geschichtenerzählers. Ich wollte die Frauen beeindrucken, damit sie mich mit Bewunderung ansehen und mit Zuneigung belohnen, was für mein damaliges Empfinden irgendwie zusammenhängen musste. Dass die weitaus meisten Katastrophen, in die ich später ohne Vorwarnung geschlittert bin, etwas mit Frauen zu tun hatten, wird nach diesem Geständnis niemanden wundern.

Meine Mutter kümmerte das alles nicht. Sie platzte in diesen hochgestimmten Moment mit dem Wort »Schauhaus« und versuchte so, mir klarzumachen, dass Geschichten zu erzählen und Verse zu machen, nun wirklich kein Beruf sei. Ich fand das damals sehr unzärtlich, um nicht zu sagen herzlos.

Das war die erste Katastrophenwarnung in meinem Leben, an die ich mich deutlich erinnere.

Die zweite Warnung vor einer Katastrophe richtete ein Freund an mich. Das war 13 Jahre später, 1995, in Berlin. Ich hatte natürlich nichts auf die Warnung meiner Mutter gegeben. Dass ich mit zwölf keineswegs bereits ein gemachter Mann gewesen war, hatte ich zwischenzeitlich begriffen. Im Schauhaus bin ich zwar nicht gelandet, aber die Wohnung, die ich mir gerade so leisten konnte, hatte in etwa das Flair eines Schauhauses: einrichtungslos, eng, kalt und ungemütlich und eigentlich nur tot zu ertragen. Immerhin sollte bald mein erster Roman erscheinen; und das, hoffte ich, würde das Blatt wenden.

Vorerst aber war das Geld aus, und ich meine, es war vollständig aus. Also hatte ich mich dazu überwunden, journalistisch zu schreiben. Das war zwar ein Verrat an der Dichtung, aber es brachte Geld. Allerdings bedeutete es auch, dass ich nach München umziehen musste, unter den »Weißwurschtäquator«, wie man in Berlin sagt. Das gefiel mir gar nicht. Ich dachte aber: Auch das geht vorbei.

Besagter warnender Freund stammte aus Stuttgart. Er hatte da ein Bekleidungsgeschäft besessen und war schnelle Autos gefahren, bis er nach kurzer Zeit als Geschäftsmann die Hand heben musste. Schuld, sagte er, seien »die Süddeutschen« gewesen, ein ganz übler und hinterhältiger Menschenschlag, kaltherzig und knallhart. Da solle ich mich mal schön vorsehen, dass es mir nicht schlimm erginge und sie mich auch zur Strecke brächten.

Also ganz ehrlich: Ich dachte, der spinnt, ich habe ihm kein Wort geglaubt und bin nach München gezogen.

Es gab dann schon Katastrophen. In denen spielte aber ein schmerzlich schönes tschechisches Mädchen die Hauptrolle, und man konnte nun wirklich nicht »die Süddeutschen« dafür verantwortlich machen, dass ich den Begleiterscheinungen ihres Temperamentes nicht gewachsen war.

An der Warnung des Stuttgarter Freundes war nichts dran. Hier im Süden ist für mich doch alles noch irgendwie gut geworden. Das fand sogar meine Mutter. Ich hatte schon einige Zeit nichts Literarisches mehr geschrieben, stattdessen aber einen Beruf, der mich ernährte. Ich merkte eines Tages, dass geschehen war, was ich immer gehofft hatte: Ich wurde von einer sehr bemerkenswerten Frau sehr geliebt; und da gab ich das Dichten auf, habe geheiratet und zwei wunderbare Kinder gezeugt.

Ende der Geschichte? Warten Sie ab! Es war noch nicht von Hans Dieter Beck die Rede.

Im Jahr 2006 habe ich doch wieder begonnen zu schreiben, erst ein literarisches Weblog, dann einige wenige Gedichte, und schließlich begann ich mit der Arbeit an einem Roman. Dieser Roman, »Die Leinwand« nämlich, wurde wohlwollend aufgenommen. Er hat sich sogar ganz ordentlich verkauft, und schließlich bekam ich die Nachricht, dass ich einen Preis dafür erhalten sollte, den Tukan-Preis der Stadt München.

Da spätestens war es dann an der Zeit für die dritte Katastrophenwarnung. Dieser Tukan-Preis, berichtete mir eine zuverlässige Quelle, sei der einzige Preis, bei dem man als Ausgezeichneter nicht sicher sein könne, bei der Verleihung nicht eher gezauselt als gelobt zu werden. Die Begrüßungsrede nämlich würde vom »Obertukan« gehalten: Hans Dieter Beck. Man gab mir dann noch das eine oder andere illustrierende Beispiel. Ich dachte: Oh, das ist jetzt die dritte Katastrophenwarnung, die Du bekommst; es geht um Literatur, und dieser Beck (den ich noch nicht kannte) ist ein Süddeutscher!

Mit einem Mal hatte ich Angst, und wenige Tage später hatte ich zur Angst dazu auch noch eine Einladung zu Kaffee und Torte bei Hans Dieter Beck. Er wolle mich mal kennenlernen, weil er doch der »Obertukan« sei und diese lästige Rede halten müsse. Als ich dann schließlich mit ordentlich Fracksausen beim ihm im Verlagshause Beck vor der Torte saß, hat er genau das wiederholt, aber mit dem Zusatz, und ich darf da zitieren: »Sie sind ja schon eine ziemlich eigenartige Figur. Sie müssen mir da mal ein paar Fragen beantworten.« Das mit dieser Wenderei bei dem Roman, das sei doch schon ein Schnickschnack, oder? Dann gab er ohne jede Hemmung zu, dass er das Buch noch nicht ganz gelesen habe. Es sei so viel zu tun in einem so großen Verlag, und er habe es auch gar nicht so mit der Literatur! Und so ging das noch ein wenig weiter.

Ich war aber schlagartig absolut entspannt, denn mir war klar: Die Katastrophe kann nicht nur eventuell eintreten; sie ist schon da. Ich bin samt Buch längst beerdigt. Da ist nichts mehr zu machen.

Entspannend an dieser Nahtoderfahrung war der Umstand, dass ich auch keine Rücksicht mehr zu nehmen brauchte. Ich konnte seine Fragen kess parieren, ja sogar Scherze machen und neckende Gegenfragen stellen. Und – was soll ich sagen: Wir unterhielten uns mit einem Mal blendend. Ich entdeckte ein Lächeln. Ich wurde Zeuge des Charmes, der da unter einer etwas rauhen Schale nur darauf wartete, sich zeigen zu dürfen. Es wurde auch sehr schnell klar, dass dieser Mann durchaus einen Sackvoll Ahnung von Büchern hat, sogar wenn es welche »vom Rande« sind, also: belletristische.

Es war eine sehr erfrischende und inspirierende Stunde, die wir da plaudernd verbracht haben. Ich trank den Kaffee, er aß die Torte; und die Rede, die Hans Dieter Beck dann schließlich bei der Preisverleihung gehalten hat, kam mir geschmeidig und süß vor wie Tortencréme. Viel Lärm um nichts also! Sie können drauf wetten, dass ich auf Katastrophenwarnungen ab jetzt nichts mehr gebe.

Lieber Hans Dieter Beck, dass und wie sehr ich es schätze, Sie kennengelernt zu haben, werden Sie nun wissen. Unter Juden sagt man sich zum Geburtstag »Mazal tov« und »Bis 120«. Einige wandeln das ab und sagen stattdessen: »Bis 100 wie 20«. Wie auch immer man es dreht: Sie haben noch ein Drittel Ihres Weges vor sich. Ich habe keinen Zweifel daran, dass Sie weiter wie heute mit der Kraft eines Zwanzigjährigen am Ball bleiben werden.

Herzlichen Glückwunsch!

Mütze #1

Wie sagt sich, wie schreibt es sich, Feuer: Das ist der erste Satz der ersten Mütze. Er ist der erste von mehreren Anfängen. Ein anderer erster Satz ist: „Der Ring gehört der Königin der Nacht, ich habe ihn gestern Abend an ihrem Finger gesehen, als sie und der Führer bei Mondschein die Äpfel im Obstgarten kosteten.“ Der dritte erste Satz ist: Soviel zur Sinnlichkeit. Das sind die Ringe, Kreise, Schlaufen, Wiederholungen. Wie sagt sich, wie schreibt es sich: Das ist der Fahrplan, der Fürplan der Mütze. Für Verbindung. Für Fortsetzung. Für Übersetzung. Für Vermittlung. Für Für. Für Jean Daive. Für Werner Hamacher. Für Tim Turnbull. Für Dagmara Kraus. Für Pierre Guyotat. Für Holger Fock. Für Simone Kornappel. Für William Faulkner. Für Günter Plessow. Für Inhalt. Für Index. Für Sprache. Für Feuer. Für Brandung. Für Paarung. Für Reim.

Erhältlich ist die allerste Mütze hier:
http://www.roughradio.com/muetzebestellen.html

MOUNTAINS OF DISBELIEF. Thomas Hartmann in der Weißfrauen Diakoniekirche in Frankfurt a.M.

Die Ausstellung ist eröffnet. „Das ist ein Ding…“, „Und wie…“, „Wie lange hat das gedauert?“, „Hast du gesehen?“ Allseits Staunen und Raunen. Auch der Vater des Künstlers war stolz, wie er dem meinem sagte. Schneck08 (Sebastian Rogler) war da, was mich besonders gefreut hat. Unsere Freunde Guido Rohm und Seraphe waren mit Tochter Sternchen aus Fulda angereist. Mein Hals war immer noch rauh und die Stimme reichte kaum für die ganze Rede (hätte ich mich besser kürzer gefasst). Apfelwein und – saft floss, man stand in Gruppen und sprach (über das Kunstwerk, tatsächlich, was bei Ausstellungseröffnungen nicht üblich ist). Morel klopfte BenHuRum auf die Schulter: „Das ist dein Meisterwerk.“ So ist es! Gehen Sie hin, schauen Sie selbst!

Mountains of Disbelief

 
Ich interviewte den Künstler nicht, wie mir Phyllis Kiehl, die leider nicht kommen konnte, geraten hatte. Großmütig verzichtete ich auf unangenehme Fragen wie: „Was willst du ausdrücken mit dieser architektur-parodistischen Installation?“ oder „Welche erotische Beziehung hast du zum Material Verpackungspappe?“. Selbst Suggestivfragen stellte ich nicht, bei denen er bloß sagen hätte müssen: „Ja, kann man so sehen.“ Wie zum Beispiel: „Ist es nicht so, dass der Kontrast von organischem Wachstum und anorganischer Ordnungsstruktur dein Gesamtwerk prägt?“ Ich ordnete das Werk auch nicht kunsthistorisch ein, weder soziokulturell („Wegwerfgeschirr und Hochkultur“), noch hermeneutisch („Wunden zeigen. Wunder glauben. “) noch dekonstruktivistisch („Die Abwesenheit von Laokoons Waschbrettbauch“).
Stattdessen sprach ich über den „ungläubigen Thomas“ (Auszug):

„Das Erste, woran ich spontan dachte, als ich die Einladungskarte las und sah: MOUNTAINS OF DISBELIEF und ZEIGE DEINE WUNDE, war der Apostel Thomas, der auch „der Ungläubige“ genannt wird. Thomas, der einer der zwölf Jünger Jesu war, verlangte, die Wunde des Herrn mit eigenen Augen zu sehen, um zu glauben. Es genügte ihm nicht, dass der abstrakte Gott der Schrift in der Gestalt Jesu Fleisch geworden war, Thomas forderte nun sogar: ZEIGE DEINE WUNDE.

Guido Rohm, Melusine Barby (aka J.S. Piveckova), Seraphe,
staunend

 
Das Bilderverbot des jüdischen Glaubens hatte seinen Sinn darin, mit der abstrahierenden Definitionsmacht des Wortes sich der Magie der gegenständlichen Bildnisse zu entziehen. Geglaubt werden sollte fortan gerade, was nicht zu sehen und anzufassen war. Diese Abstraktionsleistung verweigert der „ungläubige Thomas“. Thomas erscheint in seiner Gier nach Anschaulichkeit als ein schwerfälliger Schüler, der halt ein bisschen länger braucht, um das Ganze zu begreifen. Am Ende genügt es ihm nicht einmal, die Wunde bloß zu sehen. Ich glaube nur, wenn ich meine Hand in seine Seite lege., sagt Thomas im Johannes-Evangelium. Jetzt wird deutlich, wie gewaltsam sein Verlangen nach Beweisen ist: LASS MICH IN DEINER WUNDE BOHREN.

Mountains of Disbelief (Detail)

 
Während die Gläubigen Thomas´ Unwillen, irgendetwas zu glauben, was nicht zu sehen und nicht anzufassen ist, beklagen mögen, können die Zweifler in ihm einen frühen Schutzpatron erkennen. Das ist ein Mann, der sich kein X für ein U vormachen und sich nicht mit schönen Worten abspeisen lässt. Thomas kann damit gleichsam als ein Vorläufer unserer modernen westlichen Weltsicht gelten, die eine Welt des Zeigens und Gezeigt-Werdens ist, der Entblößung und Aufdeckung, aber eben auch eine Welt des Misstrauens – gegenüber dem Wort und der Schrift, jedoch ebenso des Misstrauens gegenüber den Bildern, die lügen können und mit deren Hilfe dauernd gelogen wird. Es steckt, das Verlangen des ungläubigen Thomas zeigt es, im Bilderwollen genauso viel Gewalt wie im ursprünglichen Bilderverbot.

Mountains of Disbelief (Raucherecke)

 
In der Welt der Bilder kann nur Sinn machen, was vorzeigbar und festzuhalten ist. Auf diese Weise ist das Bild stets auch ein Ausschluss, eine Löschung all dessen, was nicht gezeigt wird. Wie in der Wörterwelt das Konkrete der Abstraktion geopfert wird, so wird in der Bilderwelt ausgeschlossen, was als nicht bildwürdig gilt. Die Installation MOUNTAINS OF DISBELIEF von Thomas Hartmann zeigt Ihnen vieles, aber sie trifft offenbar diese Unterscheidung zwischen bildwürdig und bildunwürdig nicht. Vor meinen Augen entsteht hier – jenseits des Logos – ein faszinierender und lustvoller Einspruch gegen die Herrschaft der erstarrten und erstarrenden Sinn-Bilder. Es ist nicht wahllos, was und wie Sie hier etwas zu sehen bekommen, aber es ist auch nicht zwingend in jenem zwanghaften Sinn, der behauptet, etwas könne nur so und nicht anders sinnfällig und bedeutsam werden. Sie können umher gehen in dieser Kirche und zeigen: auf bunte Bälle und Trinkhalme, auf Sumo-Ringer-Hosen und Joseph-Silhouetten, auf Teppichrohre und Kruzifixe, auf Grass und Ente, Pfeife und Schlange. Sie können einen eingehegten Altar umkreisen oder eine Raucherecke finden. Aber wann immer Sie versuchen werden, sich ein Bild zu machen, werden Sie vor diesen Gebilden feststellen, dass der Bilderrahmen überschnitten wird, dass es aus ihm herausquillt und in ihn hineinwuchert. Immer wieder kann man hindurch und hinaus schauen. Sie können sinnstiftende Bezüge herstellen zwischen Formen und Farben, Zitaten und Metaphern und doch wird sich wohl kaum alles schlüssig zu einem einzigen Gesamtbild fügen. Das Gebilde, das hier entstand, ist stabil und fragil zugleich: Es hält, aber es wird nicht bleiben. Die Bildwerke aus Pappe und Papier, Zeitungsausschnitten, Spielzeug und Müll, die hier gezeigt werden, können woanders ganz anders zusammen gesetzt sein. Sie stehen nicht für sich allein, sondern sind in Beziehungen und Abhängigkeiten gebracht, die jedoch nur befristet gelten. Metamorphosen deuten sich an; alles kann zu anderer Zeit, an anderem Ort sich anders fügen. Vielleicht werden Sie stehen bleiben und staunend schauen, während andere durch die Pappkonstrukte hindurch auf Sie schauen, wie Sie zeigen, was Sie gerade sehen. Die Gesetze des Bildes: Kohärenz, Konzentration, Kontemplation sind hier außer Kraft gesetzt. Stattdessen finden Sie Übersprünge und Überfülle, stoßen Sie auf Weiterungen und Wucherungen.

Mountains of Disbelief (Laokoon-Gruppe)

 
Es behält hier keiner recht oder wird ins Unrecht gesetzt. Weder der Skeptiker noch der Sinnstifter. Sie können beide Positionen einnehmen. Sie können mit ihnen spielen. Sie kamen her, um Berge des Unglaubens zu sehen. MOUNTAINS OF DISBELIEF. Sie werden gesehen inmitten von Bergen des Unglaubens. Wo ein Berg ist, ist auch ein Weg durch den Berg. Aus der Wunde der Stadt, der sich dieser Kirchenbau Werner Neumanns aus den fünfziger Jahren verdankt, weil die alte Weißfrauenkirche in der Altstadt 1944 bei einem Bombenangriff ausbrannte, ist ein Raum geworden, fest und farbig, in dem sich zu Zeigendes verbirgt und Unzeigbares sichtbar werden kann. Die Stadt, deren Wunde von damals nicht mehr offen liegt, wird aber auch weiter verwundet. Um die Ecke wurden Zeichen gesetzt, indem man in Zelten vor Bankentürmen kampierte. Nebenan finden Wohnungslose dieser Stadt Hilfe. Sie können manche Wunden sehen und auf sie zeigen. Sie können auch in den Wunden bohren.

Thomas Hartmann (BenHuRum)

 
Aber vor allem können Sie hier in und vor Thomas Hartmanns Installation erleben, wie viel Lust und Energie, Farbe und Formenfülle sich aus Verwundung und Verwunderung, Wohlstandsmüll und Verpackungsmaterial, Überfluss und Schein, Kitsch und Kunstwollen schöpfen lassen. Alles hat einen Wert, jedoch nicht den, der sich auf ein Preisschild schreiben lässt. Statt der Ökonomie des Mangels zu huldigen und sich dem Spar-Zwang zu beugen, wird hier in barocker Manier verschwenderisch in die Vollen gegriffen. Sie können das genießen und dabei etwas verstehen, was in Worten nicht ausgedrückt werden kann. Und deshalb müssen Sie tatsächlich hier sein und sehen; nicht um zu sehen, was sie nicht glauben können, sondern um zu sehen, was nicht zu beschreiben ist. VERSORGE DEINE WUNDE. VERSORGE DICH.
Schweifen Sie umher, entdecken Sie die Gastbeiträge von Gerald Domenig, fabelhafte Tiere und transsexuelle Skulpturen, die Eierkartons und das kubistische Bildnis und vieles mehr. Die Möglichkeiten scheinen unendlich, Bezüge und Deutungen herzustellen. Seien Sie nicht geizig!“
***
Schauen Sie selbst, wenn Sie in Frankfurt am Main sind. Bis zum 28. Juni in der Weißfrauen Diakoniekirche Gutleutstraße/Ecke Weserstraße. (Nur 5 Minuten zu Fuß vom Frankfurter Hauptbahnhof).
Fotos: Morel

Kurztitel & Kontexte bis 2012-07-01

Kurztitel & Kontexte bis 2012-06-24

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Kurztitel & Kontexte bis 2012-06-10

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