Schlagwort-Archive: Sage

das grün in der stadt

das grün in der stadt ist dreckig legt es eine schmalspurmatte unters gebüsch
am asfalt daher und ein mal pro woche kommen die männer vom magistrat für den
müll um den containerplatz sucht jemand einen sitzplatz wenns heiß
ist am sperrsitz ists gut sitzen lernst serbisch und kroatisch sind
verschiedene sprachen lernst türkisch kein witz rauchen die kids von der hak
filterlos neben billasackerln lungert die große liebe mit red-bull
und cola und fischsemmerl mit viel ketchup kleben finger aber nie
die münder aneinander nicht untertags wippen die jeans an den hüften
und dolce & gabbana sagen höflich grüß-gott vorm grün im rücken der zaun
dazwischen gegen die hunde an der leine sollen sie ins sackerl scheißen
schläft ein sandler seinen rausch aus steigt ein anderer ins wasser vom gestrigen
regen haben sie eine vertiefung im asfalt gelassen die vollkoffer die städtischen
tauben gurren um einen brothaufen ghörn eh derschossen und füttern sie ratten
steht am schild die kids von der hak haben jetzt keine mittagspause
mehr raucht die rauschkugel allein den ersten tschik nach dem aufwachen
stinkt meterweit gegen den wind nach schweiß und urin
kommen die männer vom magistrat s ist heute ihr tag

czz / hab (6)

Am 13. Juli 2008 23:17 schrieb czz

nö , das mit den eulen nach athina war auf den verlag gemünzt und den tagblinden höhlenbrüter , welcher ( trotz zweier im hintersten griechenland verbrachter jahre : mit dem mini nach mykene ! ) das wappentier der fehlsichtigen legasthenikerin geblieben ist : zum mondenschein , werter hab , einen kurzen gruss aus einem langen tag der wenig erfreulichen steuerlichen bilanzierung der beiden zurückliegenden quartale –
aufregungen und harte unterhandlungen wg. möglichen wohnungswechsels gaben heute leider keine sekunde , die diskussion fortzusetzen , mir fiele da schon noch verschiedenstes ein . was ich vielleicht aber vorerst anregen möchte , wäre die sicherung von textauszügen aus dem Franzetti- ausgezeichneten text , welcher gestern ( staun ! staun ! ) im standard erschienen ist – – – da das blatt die artikel relativ schnell ins kostenpflichtige archiv absinken lässt , würde ich anregen , der poetologischen / literatur be Ver TRIEB lichen sommerakademie ein paar absätze des textes hinzuzufügen ! ich hänge ihn gleich hier ins mail und bin sehr neugierig , was der werte hab dazu sagen wird –

den sanften hint ( LINK ) zur (…) nehme ich wie das picasso- täubchen zart in die hohle hand , bevor ich jetzt nach 16 stunden endgültig vom sessel sinke –

dies nur als kurze NOTE des DA ( nicht fort ) mit herzlichem gruss und anschliessendem text –
best, czz

Am 14. Juli 2008 13:18 schrieb hab

wenn sie da auch darauf (…) anspielen: das kann ich ihnen gerne auch mal als leseex. zukommen lassen, zur beruhigung, wenn sie mögen …

herzlich
hab

Am 15. Juli 2008 11:32 schrieb czz

in diesen NOTWENDIG beruhigenden sinne , werter hab , würde ich gerne um ein „mängelexemplar“ , einen „remittenden“ bzw. um „bst. u. stockfl.“ leseexemplar ersuchen – mit sehr herzlichem gruss und dank und überhaupt verbleibend
Ihre derzeit etwas trostlose czz

(…)

p. s. wie wär’s mit einem adress- und büchertausch : ich kann Ihnen derzeit leider nur antiqitäten anbieten

Am 15. Juli 2008 11:50 schrieb hab

da hoffe ich doch, liebe czz, dass ich etwas trost spenden kann. ich schick das buch mal morgen (oder so) mit der schneckenpost raus. auf ihr u. angebot komm ich dann auch gern mal drauf zurück (wenn mir was einfällt) ….

so long & herzl.
hab

Am 23. August 2008 21:20 schrieb hab

da haben sie, liebe czz, mir aber eine schöne freude gemacht, als ich heute morgen meinen briefkasten leerte. herzlichen dank! für die dvd, die ich selbstverständlich wahrnehmen werde. (vielleicht nicht mehr heute oder die tage, aber bald. vielleicht darf ich da sogar mit einem screenshot und einer bemerkung oder einem zitat in der (…) aufwarten?). und sehr gefreut habe ich mich auch über ihre lektüre von dtmf. ihre treffenden beobachtungen (das ensemble der logiken und regeln, und die tropfenmetapher. das buch wäre dann ein kleiner schauer. oder eine art platzregen. vielleicht darf ich die auch verwenden? (hoffe, ich bin da nicht zu ungestüm)). und ja: in gewissem sinne handelt es sich ja bei vielen materialien ja auch um shortshortstories. quantitativ: sieht man dann wohl nur 1/14tel des ganzen komplexes … und die „gedanklichen fortsetzungen“ … da kann assoziation oft in die maximale breite gehen … also merci again, für die meldungen. im letzten satz ihres briefes sprechen sie über den angedeuteten DIALOG. ich hoffe, ich verstehe nicht falsch und es hängt mit der litblogs.net-rubrik „briefwechsel“ zusammen, die ich nun – schon etwas länger her – eingerichtet habe, worin aber noch nichts oder kaum zu finden. wir hatten ja schon diverse wechsel, u.a. getitelt mit „ON AIR!“, die ich mir schon in meine korrespondenzenMappe gelegt habe und die man startenderweise exzerpieren könnte und dort einstellen. exzerptmässig könnte ich mich daransetzen und einen vorschlag herausschneiden (oder möchten sie?). oder aber ich sitze gerade auf einem ganz anderen dampfer, einem schlauch oder meiner langen leitung. dann hoffe ich, sie entschuldigen und können mir auf die sprünge helfen ….

nun aber lasse ich sie wieder zurück zu ihren kartons. (oder haben sies schon überstanden? und die regale sind aufgebaut und bücher darinnen? seit meinem letzten umzug, letztes jahr, habe ich meine bücher nur noch in die regale geklatscht. der blätterzug entbehrt nun jeglicher ordnung. erstaunlicherweise kümmert mich das nicht mal mehr besonders. (wenn ich etwas finden will, find ichs dann auch, auf umwegen, irgendwann). früher hätte mir das keine ruhe gelassen. vielleicht werde ich ja, ganz gegen die natur, mit zunehmenden jahren immer unpedantischer … schön wärs) …

ihnen nun einen schönen samstagabend & mit herzlichen grüssen
hab

czz / hab (4)

Am 4. Juli 2008 10:55 schrieb czz

hatten Sie je daran gedacht , werter hab , die „konversationsbriefe“ über anwesende dieser seite handeln zu lassen ?! – Sie überraschen mich in einem , zwei , drei fort . aber es hat sich die beobachtung ja erst in jüngster zeit dafür ein wenig mehr geschärft , dass es und WIE es doch etliche interaktion zwischen den seitenteilnehmern gibt . und ja , nicht nur pötische wörter …

als element der PROZESSE wären die konversationen einerseits teil derselben , reflektierten diese hinwiederum : und selbstverständlich steckt ja ein jeder von uns in seinem eigenen ( ach , K. ) „process“ im blog wie im echtleben . werden also uns schon ein bisschen aus unseren fensterchen hinauslehnen müssen , um überhaupt gemeinsam prozessierliches zu eruieren .

Sie sind da womöglich einer der mittelpunkte , von dem die „konversationen“ sternförmig ausgehen , da Sie uns alle wohl besser kennen und beobachten als die jeweiligen einzelnen einander | untereinander .

und wenn an unser aller horizont ein ereignis der echtwelt wie ein siebentonner vorbeizieht , umso besser , dann kucken wir ihm nach und ratschen ….

aber ich denke Sie da wirklich ein wenig wie einen moderator ( überdeterminiert ) , da Sie sicher mit jedem litblogs- teilnehmer ein „thema“ haben . was hiesse , die grösste disclosure läge irgendwie doch bei Ihnen , wobei ich Sie selbstverständlich nicht zum ( horribile dictu ) „hölzchenwerfer“ degradiert wissen wollte .

trotzdem vermeine ich das glück und die mühen der moderation doch einigermassen zu kennen , wobei diejenige im radio und am veranstaltungstisch oft leichter von der hand / aus dem maul geht als die persönlichen ermunterungsbriefe im „Blog 4 Burma“- netzwerk . trotzdem ist gerade letzteres ein interessantes long- term- experiment : wie lange kann ich teilnehmenden motivieren , wieviel motivierendes feedback erhalte ich selbst zurück und es doch sehr interessant , welche persönlichen verwerfungen es innerhalb der letzten acht monate gab , und aber auch wie feine wechselreden hinter den kulissen sich langsam sehr ins echtleben ziehen in höchst freundlicher weise –

ende der ausschweifung . stop , schnitt , cut , werter hab , Frau löffler wird in zwei stunden vom österreichischen staat zur FRAU PROFESSOR feierlich ernannt und nachher sind zwei tage linz juryklausur –

ab- doch nicht ausschweifend herzlich ,
czz

– if ever – this is written to fit to print –

Am 4. Juli 2008 21:27 schrieb hab

ein zurückschweifen, liebe czz, ist das dann eine regression? ich bin jedenfalls immer erstaunt, wenn ich ihre rezensionen (wie gerade eben, heute abend – über die kurzeck-cds, in der nzz) lese, die ja stilistisch durchaus gebräuchlich (nzzig) sind, gegenüber dem czzigen, wie es mir in unseren unterhaltungen vorliegt. das. genau das meinte ich mit den vielstimmigkeiten, irgendwo oben …

(meinen sie, man könnte unseren kleinen thread hierzu, etwas redigiert und ge(…)rzt in den „briefwechsel“n verwenden, sozusagen als anschluss, und auch der phantasie verschiedener leute flügel zu verleihen … positives gabs ja dazu auch schon von (…), (…) und (…) … vielleicht wiederhole ich mich aber auch (auch so ne sache) … )

schönen abend, jedenfalls
hab

czz / hab (3)

Am 3. Juli 2008 09:49 schrieb czz

„aufzupimpen“ , werter hab , aus Ihrer hand …. es sei : freilich gebe ich wie stets die „energiefrage“ zu bedenken , will meinen : ein sorglicher briefwechsel , bei welchem es eben eher weniger um rasch rausgepumpte ressentiments , respektive : kommentare geht , bedarf der zeit und einiger konzentration . der briefdialog fordert und fördert im vergleich zu foren oder kommentaren doch ein wesentlich anderes committment und erlaubt eine differenziertheit , welche im ( anonymen ) polylog kaum möglich ist .
vor die wahl gestellt , diese überlegung jetzt als kommentar zu den „PROZESSEN / BRIEFWECHSEL“ zu posten oder direkt an das briefliche gegenüber , würde ich stets letzteres wählen . selbst wenn die sache nachher online gestellt würde .
vielleicht taugt ja der vergleich eines zwiegesprächs mit person X im café mit der situation im gasthaus mit einer grösseren runde , wo person X ebenfalls anwesend ist : im gasthaus sind mit die reibbeiwerte von lärm etc. zu hoch , um in jenen dichten dialog mit X treten zu können , welchen mir das zweiergespräch ermöglicht .
das würde in einem „für online“ verfassten briefwechseln nicht anders aussehen als bei einem studiogespräch , das ich mit einer person fürs radio führe : obwohl ich weiss , dass das nachher auf sendung geht oder sogar live , vermögen sich die sprecher aufgrund der kulisse einer gewissen intimität in hohem masse aufeinander / auf das gespräch zu konzentrieren .
und , pardon : es gibt kaum intimere räume als das radiostudio – in der hoffnung , mit meinen diversen metaphern ein paar positive sprachhandlungsspiele ver- und bestärkend beisteuern zu können
verbleibt herzlich , czz

Am 3. Juli 2008 20:05 schrieb hab

das bild eines studiogesprächs, liebe czz, gefällt mir ausserordentlich gut. denn so kann es auch gemeint sein. ein abgeschlossener raum in dem es stattfindet (also nicht live, aber das leben würde sich über den dialog mitteilen) und das dann versendet würde. als sendeprotokoll freilich. das finde ich prima. dass es sich wahrscheinlich nicht (nur) um „briefwechsel“ a la handke/kolleritsch oder musil/schnitzler handeln würde, läge allerdings auch in der natur der sache (also des mediums, besser: der neuen medien). eine leichte „nachbearbeitung“ (was man mit der schere ohnehin täte), fände ich, spräche auch gar nicht so gegen das konzept. ich denke da ohnehin eher an einen resonanzraum (studio), als eine philologisch exakte dokumentation. es würde sich also leicht ins fiktive biegen. aber warum auch nicht? hier müsste man weiter diskutieren. von (…) gabs übrigens auch eine positive resonanz. schön wärs allerdings, wenn es also postings gäbe (mit einer gewissen anzahl von repliken oder einer gewissen quantität von zeichen), die dann (und diese briefwechsel könnten ruhig exzerpte aus grösseren kontexten oder schamlos ausgefleischte threads sein) vielleicht über den titel etwas thematisch eingewiesen wären. schön wärs auch, wenn diese immer von unterschiedlichen beteiligten eingestellt werden würden, damit da keine monopole entstehen. und überhaupt: es könnten natürlich auch schriften sein, mit oder über personen, die vielleicht gar nichts mit der seite zu tun haben (das ist jetzt mal meine meinung), dessen inhalt auch nicht mal unbedingt etwas mit weblogs und betrieb und co. zu tun hätte, dessen inhalt einfach nur interessant und als „literarisch“ erachtet würde, sozusagen: diskurs spiegelt … soweit erst mal & merci für ihre antwort … herzlich, hab

czz / hab (1)

Am 1. Juli 2008 10:53 schrieb czz:

trotz mehrmaliger anläufe , werter hab , haben wir das labyrinth mit doi- formen noch nicht durchdrungen , die kategorisierungen und deren eingabe sind doch recht aufwändig , und erst gestern hat sich mein hilfreicher kollege fürchterlich in den codes und formeln „aufgehängt“ : sozusagen „lost in transmission“ – NOT LOST ist und bleibt , dessen seien sie freundlichst versichert , Ihre erkundigung – indes wird an einem weiteren erfahrungsbericht- bericht über die doi-sierung gebastelt – wie sind Sie mit dem ver / lauf der schönen litblogs zufrieden ? ( und czz immer ein wenig in der krise wenn es ums sog. „beste“ für das digestium florilegium geht )

( und schon stolz über die wackere performanz der werten zehn zeilen – autorin )

bitte höflich schon jetzt die umstellung der e – mail adresse auf endgültig (…) notieren zu wollen jetzt wirft auch die uni ihre lektoren raus aus ihrem system und ein abschied ist’s doch –

sehr herzlich aus dem wieder EM- freien wien , wo dafür pünktlich sommerlich die strassenbauarbeiten einsetzen –
czz

Am 1. Juli 2008 11:39 schrieb hab:

liebe czz
herzlichen dank für die info. möglicherweise haben sie dann gar nicht den aufruf zu „lesezeichen 2″ bekommen? ich schick ihn auch mal an die neue adresse.

ich hoffe nicht, sie sind opfer geworden eines geisteswissenschaftlichen sparzwangs aufgrund einer weiteren bolognaisierung der welt. (habe gerade liessmanns „theorie der unbildung“ gelesen & fühl mich auch schon seit längerem im kreuzfeuer dieses denkens). hoffe aber, sie behalten da irgendwie anschluss. anschluss sowieso. denke ich da nur an inadäquat. eine wirklich feine mixture, die ich immer gerne an kühlen abenden …

zum doi. auch da dank für die weiteren infos. ich beobachte das weiter. dieses, wie auch andere massnahmen zur erfassung/verwertung von digitalen inhalten (zb. metis) habe ich gerade ein bisschen (für mich) abgehakt. alles noch zu unkomfortabel. hoffe aber, dass sich das mit der zeit ausgeht und dass es da weitere kämpferinnen wie sie gibt, die da dieses neuland betreten.

ich habe mich ja nun entschlossen die (…) (ironischerweise) mit eines isbn antanzen zu lassen. das ganze auch mit cc-lizenz und auch (ironischerweise) auf den servern der deutschen nationalbibliothek. das ganze hat nun seinen ort gefunden (…). wenn sie mögen, können sie auch hier wieder die preview (die allerdings nicht mehr sehr verändert werden wird) einsehen:

(…)

zu den litblogs: im grossen und ganzen sind wir zufrieden, auch wenn wir denken, da könnte mehr gehen. ein teil der autorInnenschaft ist da engagiert, ein anderer da eher etwas stoisch. wir arbeiten da weiter dran. schön wärs, wenns da mal rezept/nsionsmässig etwas voranginge. mal hier, mal da ne kleinigkeit. aber noch nicht der grosse wurf. vielleicht, wenns heisser wird: was für die gurkenzeit?

und ja: (…) (auch wenn sie nicht so ganz in meinem textgenre schreibt) hab ich ja schon die daumen gedrückt. je nun …

nun aber:
herzliche grüsse
ihr
hab

20.05 – 20.07 Uhr MEZ : Krapp im Chat

pic

20.05 – 20.07 Uhr MEZ : Krapp im Chat

[Login OK]
[Krapp joined channel Welcome!]
[82users in channel Welcome!]

RickJ2!!: Bye bye.
Krapp: „Have just eaten I regret to say three bananas and only with difficulty refrained from a fourth.“
Gulli_S2: Hotmail?
[katsu left channel Welcome!]
UrFixation: Omg, stop it with the banana story.
Krapp: „Fatal things for a man with my condition.“
2005Guy!!: Ur…is getting visuals..lol
Gulli_S2: Hotmail
[muff’ joined channel Welcome!]
Krapp: „Extraordinary silence this evening.“
UrFixation: lol
UrFixation: I am
RickJ2!!: Some old stories krapp.
[muff’ left channel Welcome!]
Devilish.fr is away from keyboard.
UrFixation: Flashbacks
UrFixation: lol
Gulli_S2: Fuck you!
Krapp: „I strain my ears and do not hear a sound.“
RickJ2!!: lol
[Gulli_S2 left channel Welcome!]
2005Guy!!: I bet…not pretty
UrFixation grins evilly.
RickJ2!!: Watch out gulli
Krapp: „Just been listening to an old year, passages at random.“
[2HOT4YOU left channel Welcome!]
AngusYoung: I just found out i have lung cancer and it sucks!
RickJ2!!: aww
Krapp: „I did not check in the book, but it must be at least ten or twelve years ago.“
UrFixation: Where did that come from?
[GuitarAddicted left channel Welcome!]
2005Guy!!: Woaw.
[Playboylovers joined channel Welcome!]
Krapp: „Now the day is over.“
2005Guy!!: Zackly.
SlicKgirl: Should i simply mute him?
[Muff joined channel Welcome!]
RickJ2!!: Same stories krapp, right?
[Kalkan left channel Welcome!]
[Space Monkey left channel Welcome!]
Muff greets all.
Krapp: „Night is drawing nigh-igh.“
[Porto-boy joined channel Welcome!]
2005Guy!!: I thought i just had dezavu…
RickJ2!!: Get it??
Playboylovers: hi dudes
Playboylovers: lol
Krapp: „Shadows.“
2005Guy!!: Don’t know how to spell it..lol
[AngusYoung left channel Welcome!]
RickJ2!!: Hey baaby
[Bryan1997_4_you joined channel Welcome!]
[Desiree left channel Welcome!]
Bryan1997_4_you: Hi all
Muff: Chess game anybody?
Bryan1997_4_you: Anyone wanna chat
RickJ2!!: Krapp do you know english?
[Andriy!!!! left channel Welcome!]
[Lana-puma-hoty joined channel Welcome!]
19-m-Francais: Kein Deutsch hier?
UrFixation: Nein
Muff: RickJ2 do you fancy me.
Krapp: „Past midnight. Never knew such silence. The earth might be uninhabited.“
Thebigone greets all.
[BlackScorpion left channel Welcome!]
[JoeNY left channel Welcome!]
Bryan1997_4_you: hi courtney
RickJ2!!: what u mean muff
[Country-Boy joined channel Welcome!]
Muff: RickJ2 why do u ignore me?
Porto-boy greets all.
[Krapp left channel]
[Welcome!]

Play it again : FÜR den Bachmannpreis und WIDER die Literaturschulen – Eine Übertragung


||| IM FEUILLETON : FUSSBALL UND FISCHGERICHTE | IM FEUILLETON : FLUCH DER FERNSEH- FORMATIERUNG | “EVENT” ALS ENDE DES EXKLUSIVEN | DEALS DER JURIEN | FERN- SICHT VIA INTERNET : SELBSTTEST IN ECHTZEIT | AUFERSTEHUNG DES HÖRSPIELS VIA BILDSTREAM | ZUM GEZETER ÜBER DAS “PROFESSIONELLE” : EIN CETERUM CENSEO | LINKS | RELATED | KLANGAPPARAT

IM FEUILLETON : FUSSBALL UND FISCHGERICHTE

TDDL 2008 banner 300pxMusste man über Jahre hinweg lesen die stereotypen Stoss- Seufzer über den Bachmannpreis am ( Vorsicht : Wortspiel ! ) Wörther See und wie man sich abends bei Maria Loretto im berühmten Fischrestaurant unter den gruselig präparierten Fischköpfen an den Wänden ( Vorsicht : Bildwitz ! ) beim Gastmahle traf und wie dort oder auf den literaturjournalistischen Amateur- Fussballfeldern der Ehre es die Outsider den Insidern gaben

Musste man alljährlich lesen dieselben Protokolle von Outfits und Aussagen ( halbprivat ) , dasselbe Raunen über die echten , aus dem Genusse geistiger Getränke ergossenen Literaturbetriebswahrheiten …., so rächt sich das Feuilleton in diesem Jahr unisono mit Groll und Hohn für die Verknappung seiner Sport- und Spielwiese von zwei auf vier Tageslängen .

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IM FEUILLETON : FLUCH DER FERNSEH- FORMATIERUNG

picto TVIn chorisch harmonierenden Einzelstimmen wendet man sich gegen die Layoutierung der Show zu Zwecken und zu Gunsten der 3- sat- TV- Übertragung . Im fernsehgerechten Format , so der beleidigte Tenor ( Die Presse , taz ) , verwandle sich Literatur eben in jenes Ärgernis einer “prime time”- ( Der Standard ) , “Mittelstands-” ( DIE WELT ) , “Vita contemplativa”- ( FAZ ) und “Langweile”- ( NZZ ) Veran- oder –unstaltung , als welche sie sich anno 2008 den vor Ort Wesenden präsentierte .

Keiner mochte da einlenken , dass es eben die Fernsehübertragung sei , welcher die Juroren ihre Prominenz ( und guten Gagen ) danken , die im Besonderen allerdings dafür garantiert , dass Literatur im Feuilleton weiterhin für “der Rede wert” befunden wird . Anderseits gestattet just die Fernseh- Übertragung eine Teilhabe Vieler an einem lokalen “Event” : eine Zeugenschaft , welche die Lesungen selbst – allerdings auch die Leistungen der Jury , nicht zuletzt aber auch die Beurteilungen durch das Feuilleton – ÜBERPRÜFBAR macht .

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“EVENT” ALS ENDE DES EXKLUSIVEN

picto TVSomit gerät die Oberhoheit der Kanzelrede und der exklusive Deutungsmacht des Feuilletons ins Wanken : Prompt reagiert das Feuilleton auf die solcherart “globalisierte” Information , indem es die Stadt Klagenfurt ebenso kleinredet und zur kleingeistig- protofaschistischen Provinz ( DIE WELT ) erklärt wie überhaupt den ganzen Bewerb inklusive der Juroren samt der von ihnen “vorgeschlagenen” und diskutierten Text- und Autoren- Funktionen .

Denn aber , hallo und sorry , möchten wir bescheiden daran erinnern , dass Klagenfurt noch immer ein Erbmöbelstück der “Gruppe 47″ ist und von deren berüchtigten Meetings , deren Lesungen und deren , jedem Widerspruch abgeneigten Ab- Urteilungen derer , die da lasen . Die , die da lasen , waren ( siehe : das Prinzip der “Einladung” bzw. der Juroren- Vorschläge ) selbstverständlich nur ein Teil “sie selber” . Der Löwenanteil war und bleibt allerdings das , womit sich ein Juror zu profilieren gedenkt , WEN er ins Rennen schickt und WAS er der Arena des Sammelkampfes vorwirft … zur Augenweide oder zum Frasse .

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DEALS DER JURIEN

TDDL 2008 banner 300pxWas das Juryprinzip ist in vielen verschwiegenen Versammlungszimmern , an Tagungstafeln und bei Konferenztisch- Kaffee aus Thermoskannen vollzieht , liegt in Klagenfurt vor Aller Augen . Deals , Kontrakte , Freundlichkeiten im Austausch gegen Imagepunkte , oder – bei Schlagseite des eigenen Kandidaten : der schnelle Seitenwechsel und Überlauf , der mit rhetorischer Verve überbrüht werden muss , damit der Sieger als selbstgekochtes Süppchen verkauft und vertreten werden kann .

Ja mei : All das ist hinlänglich bekannt . Was aber nun , wenn wir zugucken dürfen ( live dabei sein ! ) in der durch die Fernsehkameras und die hitzige Ausleuchtung nachvollziehbar unangenehm schwül- bedrückten Arena ? – Seit zwanzig Jahren weder im Besitze eines TV- Apparates noch des Animo , sich leiblich dem “Betriebsausflug” auszusetzen , hat in|ad|ae|qu|at das sogenannte “Wettlesen” stets via Feuilleton- Rapports und Insider- Witzen rezipiert . Und dabei Hunderte der oben genannten Fischessen , Fussballschweisstreibereien , Beschwipstheiten und Ausflügen ins lokale Puff nachlesen dürfen . Wenn im September dann oder im Oktober der jährliche Band “DIE BESTEN” bei Piper erschien , konnte und wollte sich eh Keiner mehr an das frühsommerliche Klagenfurt erinnern .

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FERN- SICHT VIA INTERNET : SELBSTTEST IN ECHTZEIT

picto TVNun aber hat das Netz auch für fernsehfrei lebende Zeitgenossen die “Zugänglichkeit” zu diesem eminenten Ereignis der Eliten von Feuilleton und Sozial- Performanz ermöglicht . Und solche “Zugänglichkeit” zu höherer – menschlicher , kultureller , emotionaler – Bildung gilt mittlerweile als Menschenrecht . Na gut , machen wir von solcher “Zugänglichkeit” via “Stream on Demand” Gebrauch und vollziehen “Klagenfurt” im totalen Echtzeit- Selbsttest und unter verschärften Bedingungen von sukzessiver Mitschrift und Fortverlinkung mit : Vierzehn Stunden lang an Bildschirm und Tasten , plus Mittagspausen usf.

Hier das Testergebnis : Auch unter den eingeschränkten Erwartungen , was ein Stream- Bild an Qualität vermitteln kann , ist der visuelle Faktor erbarmungslos kläglich . Im Chiaroscuro eines nur spotmässig ausgeleuchteten Studios verhindern abstruse Kamera- Totalen eine Konzentration auf den logisch zu fokussierenden Sprecher . Tritt selbiger allerdings – egal , ob gebeugter Autor , gestikulierender Juror oder bräselnder Moderator – ins Bild des Nah- Objektivs , erstarren die Talking Heads hinter der dick aufgetragenen und unvorteilhaft angestrahlten Maske . Da man Menschen , welche man schätzt und kennt , nur ungern in solcher Ensor’schen Masken- Übermalung betrachtet , verlegt man sich bald aufs Abblenden . Und siehe : Man beginnt zu HÖREN . ZUZUHÖREN sogar .

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AUFERSTEHUNG DES HÖRSPIELS VIA BILDSTREAM

TDDL 2008 banner 300pxUnd statt des blauen Studios erleben wir das blaue Wunder der Verwandlung eines “Literaturwettbewerbs” in ein HÖRSPIEL in Echtzeit : Mit den klassischen Chargen , Beschleunigungen und Retardierungen , Strophe und Refrain , Solo und Chor sowie viel lokal gefärbter Sprachmusik . Da treten die ausgestellten ( literarischen ) TEXTE als ebenso subjektive STIMMEN und CHARAKTERE auf wie das Geplänkel der Juroren , deren ebenso ausgestellten Bekenntnis- TEXTE und kulturtheoretische ROLLENPROSA . Solcherart sind wir – auch über manche Mühen der Textebenen ( aller Fraktionen ) hinweg – in den Genuss eines selten so unterhaltsam vernommenen HÖRSPIELS gekommen .

Fazit : Wenn schon das Radio sein Selbstbewusstsein als AKUSTISCHES Medium hinter Internetbildchen , LOGO- Optik und visuellen User- Interfaces am Handy verleugnet , wird man fortan das live übertragene , respektiv netz- gestreamte oder ON DEMAND abgespielte TV- BILD als neues Radio gebrauchen . BILD AB , TON AUF : Lass es jazzen , Mann , horch hin und maule nicht .

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ZUM GEZETER ÜBER DAS “PROFESSIONELLE” : EIN CETERUM CENSEO

picto TVUnd WENN man sich zu Klagenfurt bzw. in den Redaktionsstuben postum seit Jahren über die ( Vorsicht ! ) “gut gemachten , aber …“-Schreibstücke beklagt , dies Jahr erstmals auch über die ( Vorsicht ! ) “gut vorgelesenen , aber …“-Texte , dann schliesse man doch bitte endlich und einfach die VEBs der Literaturschulen und entlasse deren renommierte Lehrer , welche eben die SERIENTEXTE und -BEFINDLICHKEITEN mitproduzieren , über die sie und ihre Kollegen dann öffentlich mäkeln . Sorry : Bei diesem Betriebsspiel werden Menschen verbraucht … Der Rest der Argumentation ist unter der Kategorie “Germany’s Next Topmodel” bzw. “Deutschland sucht den Superstar” ( DSDS ) nachzulesen . Oder hiesse es doch nicht noch besser : “Dschungel-Camp – Ich bin ein Star – holt mich hier raus” ?!

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LINKS

  • Tilman Rammstedt erhält Bachmann-Preis – Der deutsche Autor Tilman Rammstedt hat den renommierten Ingeborg-Bachmann- Preis gewonnen . Der 33-jährige Schriftsteller wurde im österreichischen Klagenfurt für seinen Roman “Der Kaiser von China” ausgezeichnet . Rammstedt wagte etwas , das in Klagenfurt selten goutiert wird : Humor ( Elmar Krekeler , DIE WELT , 30. 6. 2008 )
  • Bachmann-Preis 2008 : Darauf haben wir gewartet ( Oliver Jungen , FAZ , 29. 6. 2008 )
  • Vom Dienstbotenelend der Literatur – Der 32. Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb – Mit einer Grossvater- Geschichte holt sich der Berliner Tilman Rammstedt den Ingeborg- Bachmann- Preis 2008 . Seine Erzählung ist komisch , wo die Qualität der sonst noch vorgetragenen Texte fast tragisch ist . Selten zuvor war die Literatur in Klagenfurt so durchschnittlich wie diesmal ( Paul Jandl , NZZ , 30. 6. 2008 )
  • Neuigkeiten aus Klagenfurt – Öl im Getriebe – Beim diesjährigen Ingeborg- Bachmann- Wettbewerb haben sich die Schriftsteller , die Jury und das Publikum auf die Bedingungen des Fernsehens eingelassen ( Dirk Knipphals , taz , 30. 6. 2008 )
  • Das Jahr der Freundlichkeit – Der 32. Bachmann- Preis ging an den in Berlin lebenden Tilmann Rammstedt – Markus Orths und Patrick Findeis hatten Chancen . Eine Entscheidung , unentschieden ( Cornelia Niedermeier , Der Standard , 30. 6. 2008 )
  • Bachmann-Preis : Ein Tyrann als komischer Held – Tilman Rammstedt gewinnt mit seinem schwarzhumorigen “Der Kaiser von China“ in Klagenfurt . Er setzte sich bei Jury und Publikum durch ( Harald Klauhs , Die Presse , 30. 6. 2008 )
  • Literatur , im Wörther See versenkt – Beim Wettlesen zum Bachmann-Preis wird alles den Erfordernissen des TV , der Marke untergeordnet . Ein Text ist aber kein Waschmittel ( Harald Klauhs , Die Presse , 30. 6. 2008 )

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RELATED

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KLANGAPPARAT

Ein Eintauchen in buchstäbliche Liquid Levels gestattet das herrlich verhaltene LOOPZILLA– MIX Numero 60 . Fern von jeder hochsommerlichen czz-hoerempfehlungBeach- Life oder Sonstwie- Fröhlichkeits- Frenesie , bleibt das “Sofa Mix” cool abgedimmt im gangbaren Takt , ohne ins loungig- Beliebige abzudriften : Daniel P. aka “Project Swirl” bedient sich mit seiner exquisiten Mischung aus Releases von Netlabels wie yukiyaki , Thinner , unfoundsound oder clear-cut allerdings nur beim Feinsten . – CLICK LINK TO SEE PLAYLIST AND LISTEN . |||


Autor wieder da

Felix Philipp Ingold im Perlentaucher (Volllektüre empfohlen):

„(…) Elektronisches Schreiben ist, im Unterschied zur herkömmlichen Schriftkultur, nicht mehr vorrangig auf die Fertigstellung und Stabilisierung des Texts angelegt, sondern auf dessen Verflüssigung, das heißt auf die stetige Modifikation des Corpus durch Umschichtung, Verschiebung, Löschung, Wechsel des Schrifttyps u.a.m. Die stetige Unfertigkeit dichterischer Werke, von der schon Francis Ponge weitläufig gesprochen hat, scheint sich neuerdings in vielen Bereichen der Textproduktion als Normalität durchzusetzen; sie ergibt sich – soll man sagen: naturgemäß – aus den neuen funktionalen Möglichkeiten elektronischen Schreibens, war aber in den avancierten literarischen Schreibverfahren des 20. Jahrhunderts bereits vorgebildet, auch wenn diese damals noch im Kopf konzipiert und von Hand praktiziert wurden. – Heute benennt man diese Verfahren mit Begriffen wie „Cut & Paste“, „Hyper_Scriptionen“, „Hypertext“, „Hyperfiction“, „Cyberfiction“, „Concreativity“, „schwebendes Schreiben“ u.ä.m., doch all das geht über die längst erprobten Techniken von Schnitt und Montage, von Serialität und Permutation, wie die klassische Moderne sie entwickelt hat, nur unwesentlich hinaus.

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Schriftsteller, die mit dem PC aufgewachsen und als digitale Schreiber zu Autoren geworden sind, bilden heute unter den Literaturschaffenden sicherlich die Mehrheit. Dass aber das gewandelte, technisch hochgerüstete Schreibgerät die Textproduktion – nicht als Verfahren, sondern im Ergebnis – nur unwesentlich modifiziert und auch die Poetik kaum berührt hat, ist belegt durch eine Vielzahl aktueller Publikationen, welche insgesamt – meist beglaubigt durch Kritiker und Juroren – die „zeitgenössische Literatur“ ausmachen, zumal die deutschsprachige.

Da stellt man nun erstaunt fest, dass das erzählerische oder lyrische „Ich“ seligen Angedenkens nach wie vor fröhliche, bisweilen auch wehleidige Urständ feiert; dass es den Schreibenden mehrheitlich und vorrangig um die Kommunizierung privater Befindlichkeiten oder Erfahrungen geht; dass dafür jedoch (wiederum mehrheitlich) entweder auf kanonisierte Stilformen und Textsorten zurückgegriffen oder ein rezenter, in hohem Maß formelhafter, syntaktisch schwacher Alltagsdiskurs bemüht wird, der in Schriftfassung – da die Intonation entfällt – subjektive Einfärbungen weitgehend vermissen lässt, obwohl unentwegt „ich“ gesagt wird und auch „ich“ gemeint ist. (…)“

aus: Felix Philipp Ingold, Ego_Firmen im Alltagsdiskurs

Mit einer impliziten Erklärung, warum Matthias Politycki verschwunden ist …

Überlegungen zu einer Kategorie Briefwechsel

(Mit Bitte um Rückmeldungen)

prozesse: kat. briefe?

hab an mah 09:08 (Vor 2 Stunden)

lieber mah,

in einem mailwechsel mit czz ist mir noch folgende idee gekommen:

„ich habe gerade aber auch noch eine andere idee gehabt, auf die sie mich brachten. man könnte, um die seite aufzupimpen (ja, sie lesen richtig, das wort wurde zum wort des jahres in der schweiz), da eigentlich noch brief- oder mailwechsel einstellen. in portiönchen. was meinen sie? gerade wie unseren? man müsste die vielleicht noch entschärfen mit „(…)“ an manchen stellen. wenns zu persönlich wird. oder personen diskreditiert würden. (man müsste sich da vielleicht auf einen kodex einigen, was geht). das ist jetzt nur so ne idee. man könnte das unter prozesse einstellen. oder eine neue kategorie „briefe“ aufmachen. somit entsteht weitere verwertung, wichtiger aber: ein kleines betriebsrauschen kommt hinzu. und „texte über“. das fänden sicher auch potentielle leserInnen interessant. vielleicht? … natürlich müsste ich das noch mit mah besprechen …

bin gespannt auf ihren gedanken, hierzu
hab“

Am 2. Juli 2008 10:02 schrieb mah :

feine idee, aber ein bisschen aufwendig, oder nicht? wenn ich an meine mailwechsel denke, müsste ich da einiges einschwärzen… und – wie entscheiden, was für andere relevant ist und was nicht? alles einstellen? vielleicht müsste man diese idee in einem beitrag auf prozesse mal zur diskussion stellen.

lg
mah

Am 2. Juli 2008 10:25 schrieb hab :

die texte liegen ja digital vor (…). ich finds jetzt nicht aufwendig. problematische, unwichtige, weniger interessante passagen einfach weglöschen und mit „(…)“ markieren. und zur relevanz. manches ist sicher nicht relevant, aber es geht da ja auch darum, spezifische textsorten, ja o-töne ((halb)privater art, brieflicher art usw.) einzufangen und abzubilden, die einen kontext zu den primärtexten bedeuten.unterschiedliche persönlichkeiten zeichnen sich ab. wie steht also die brieftextstimme zur primärtextstimme? da gehts auch um stilismen. im prinzip: eine sehr moderne form der briefwechselausgaben von „klassikern“ und so …

wichtig wäre dann vielleicht, dass die autoren ihre repliken selber einstellen und dass so etwas wie eine vernetzung der texte stattfindet. auch die kommentarfunktion könnte da noch ne rolle spielen …

Am 2. Juli 2008 11:02 schrieb mah:

lanciere die idee oder das projekt doch mal. ich würde da aber auch gleich ein beispiel aufschalten, damit die leser sich vorstellen können, was genau damit gemeint ist.

lg
mah

Am 2. Juli 2008 11:25 schrieb hab :

das könnte man jetzt performativ nutzen. man könnte genau diesen mailwechsel unter den titel „Überlegungen zu einer Kategorie Briefwechsel“ online stellen …

Am 2. Juli 2008 12:02 schrieb mah :

mach das.

Litblog von Matthias Politycki verschwunden

via blogbar:

sueddeutsche.de: Es gab doch auch Internetzugang an Bord – Sie haben von dort aus ein tägliches Blog in die Welt geliefert. Wie haben die Mitreisenden auf dem Schiff darauf reagiert?

Politycki: Die Passagiere sind meist in einem Alter, wo man sich nicht mehr so sehr ums Virtuelle kümmert. Und die Mannschaften laden in der Regel nur schnell ihre Mails herunter, Surfen kommt an Bord ja ziemlich teuer. Die Offiziere hingegen haben meine Einträge sehr genau verfolgt, und es gab darunter durchaus welche, denen das alles nicht passte, schon allein die Existenz eines Schriftstellers an Bord. Andererseits: Von Deutschland aus hat man sehr genau verfolgt, was da täglich neu hochgeladen wurde, sozusagen ein bebilderter Fortsetzungsroman, es waren immer an die 1000 User auf meiner Seite.

Auch nach Recherchen der blogbar ist kein nochsokleines Stückchen aufgetaucht. Spurenlosigkeit? Und das bei dieser Reichweite? Wie macht man das?

Unabhängig davon, ob man der Aussage von den 1000 Lesern Glauben schenken will – ich habe mich auf die Suche gemacht, ob dieses Blog irgendwo Spuren hinterlassen hat. Berichte. Links. Andere Blogbeiträge. Ob es sowas wie eine Vernetzung zwischen diesem Blog und anderen Blogs gab.

Ergebnis: Fast nichts. Das Blog selbst finde ich weder auf der Seite, noch bei dem Reeder, der die Reise bezahlt hat. Auf der Website des Autors ist eine Leseprobe des Buches, das ist alles.

Sachdienliche Hinweise bitte hier: