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Kurztitel & Kontexte bis 2010-10-17

I loved you when our love was blessed I love you now there’s nothing left but closing time

— it’s hell to pay when the fiddler stops —

Liebe Freunde des Postamtes von und zu Kangerlussuaq,

einmal mehr habe ich es nicht verstanden, dann aufzuhören, wenn es am Schönsten ist. Ich entschuldige mich dafür, dass Ihr nun schon eine Weile knöcheltief in Essig watet, und bedanke mich zugleich für diese rührende Treue. Der teure Wein ist ausgesoffen, zugeschüttet mit billigem Bier, und Ihr habt nicht gemerkt, dass ich vor einer Weile aufgehört habe mitzubechern … Denn aufräumen muss ich schliesslich allein. Seit Wochen habe ich hinter den Kulissen mit der Abrissbirne gewütet, und es hat mir noch einmal in aller Deutlichkeit bestätigt: gute dreieinhalb Jahre sind mehr als genug. Irgendwie, dem unvergleichlichen Elend zum Trotz, mag ich den Kater und den Mief nach Schweiss und Alk und Pisse und Saurem und kaltem Rauch. Jeder verdammte Knochen schmerzt, während man die Stühle in die Ecke stapelt und auf Knien hinter dem Fegbesen herrutscht, was sagt uns das?, genau: so fühlt sich das Sterben auf der Zunge an (Kater auf Französisch: gueule de bois), jetzt leben wir aber noch ein bisschen weiter mit diesem Schädelbrummen. Die nächste Party kommt bestimmt!

Selbstverständlich bräuchte ich keine Gründe, um mich zu entnetzen. Ich habe jedoch derer viele und triftige, vorwiegend literarische, aber auch persönliche, theoretische, technologische, monetäre. Ausbreiten werde ich sie hier nicht. Eins der Dinge, gegen die ich netzliterarisch eine starke Abneigung hege, ist gerade der Metaismus. Ich gebe zu, dass ich gern in anderer Schriftsteller Nähkästchen hineinspannere, bin jedoch nicht bereit, meine eignen Fingerhüte dem öffentlichen Büchsenschiessen zur Verfügung zu stellen. Vielleicht ist es dumm, ausgerechnet jetzt auszusteigen, da Netzliteratur gerade zunehmend seriös rezipiert, literaturtheoretisch fundamentiert und technologisch immer wildmöglicher wird. Dann wiederum erscheint mir dieser Zeitpunkt erst recht logisch. Einmal muss man eine Entscheidung treffen. Alls oder nix, ich mache keine halben Sachen. Ich, die ich die Erst- bis Drittfassungen stets mit Tinte auf Papier schreibe, bin retro bis ins Mark. Dass die Götter meine gedruckte Zukunft mittelfristig gesichert haben, dass sogar der eine oder andere honorierte Papier-Auftrag hereintropft, zeigt mir umso mehr, dass die Richtung stimmt. Auf die Winke der Götter muss man achten und ihnen Folge leisten.

Einen Roman im Lektoratsofen ausbacken, einen nächsten im Teigkessel anrühren, die hier entwickelte Kleine Form in andere Kalamitäten überführen, stilles Studium, lange Spaziergänge. Noch längere Briefe. Zwei Liebhaber oder auch vier. Ausflüge zu Orten, an denen höchstens Einer vor mir war. Hin und wieder ein heimliches Besäufnis. Das ist mehr, als ich mir je gewünscht habe. Ich freue mich auf das kommende Jahr. Der Blogentzug der letzten Wochen verlief komplikationslos, jetzt bin ich nicht einmal mehr wehmütig.

Ich danke zuallererst meinen Lesern, den bekannten und unbekannten, den bunt Kommentierenden wie den Stillschweigenden und denen, die es vorzogen, mir ihre Kommentare persönlich zu schicken. Ich danke für Eure Gedanken und Ideen, für Eure guten Wünsche, für das aufrichtige Lob (es fällt mir kein Zacken aus der Krone, wenn ich zugebe, dass mir das gutgetan hat) und mindestens ebenso für den fundierten Tadel (der mich nachhaltig weiterbrachte).
Ich danke den Litblogs-Herausgebern Christiane Zintzen, Hartmut Abendschein und vormals Markus A. Hediger für ihre riesige und grossartige Arbeit.
Und ich danke denjenigen schreibenden Netzkollegen, mit denen ich in intensivem oder sporadischem Austausch stehe oder stand. Ich wage es nicht, sie aufzuzählen, aus lauter Angst, es könnte mir der eine oder andere mir teure Name unters Eis gehen. Das war (und ist hoffentlich weiterhin) literarisch überaus fruchtbar, aber wichtiger noch: menschlich. Menschlich. Menschlich. Schön!

Zigilliardenmal DANKESCHÖN! Ich verbeuge mich vor Euch. Wünsche allen das Blaue vom Himmel herunter und die Sterne (diese alten Schweine, denen wir Schnuppe sind), das Beste für 2010 und überhaupt. Bevor jemand losweint, ich kann das nicht ertragen!: tschüss, and thanks for all the beef!,

allzeit Eure treue Dienierin: La Tortuga


Leonard Cohen: Closing Time

Addendum, die Logistik:

1) Bis die geplante archaisch-simple Netzseite steht, bleibt das Postamt vorerst offen. In aller Stille werde ich noch verkleckerte Tischtücher wegräumen, volle Aschenbecher leeren und soweit nötig Bio und Biblio aufdatieren.

2) Mein (sehr) unregelmässiger Niusledder „Karavelle aus Svalbard“ kann nun selbstverständlich auch von Postamt-Freunden abonniert werden. Die Karavelle richtete sich bisher an Verwandte und Freunde und war deshalb persönlich gefärbt. Dies möchte ich gern fürderhin so halten und bitte daher jene Leser, die ich nicht in natura oder durch langjährigen Schriftkontakt kenne, Klarnamen und Adresse anzugeben.

Postfach: conrads punkt harlequin at gmail punkt com

Bitter im Mund

Monique Truong: »Bitter im Mund«, C.H.Beck 2010
Monique Truong: »Bitter im Mund«, C.H.Beck 2010, Foto: © Marion Ettlinger

••• Auf Monique Truongs neuen Roman »Bitter im Mund« musste ich länger warten, als mir lieb war. Bereits vier Monate vor Erscheinen wusste ich, dass ich dieses Buch lesen muss, und ich hatte eine sehr bestimmte Ahnung, dass ich es auch mögen würde. »Bitter im Mund« ist – wie »Die Leinwand« – im Verlag C.H.Beck erschienen, und aus diesem Grund konnte ich in der Verlagsvorschau, in der auch mein Buch angezeigt wurde, bereits den Klappentext zu Truongs neuem Roman lesen, als der noch nicht einmal fertig ins Deutsche übersetzt war.

»Du würdest unter dem zerbrechen, was ich über dich weiß, kleines Mädchen.« Das sind die letzten Worte der Großmutter Linda Hammericks, und es bleibt ihr überlassen, herauszufinden, was damit gemeint war. Linda, Mitte der Siebziger Jahre in Boiling Springs, North Carolina, aufgewachsen und heute in New York lebend, hat eine Gabe, die sie vom Rest der Familie unterscheidet. Sie kann Wörter »schmecken«, und an diese besonderen Wahrnehmungen heften sich zugleich ihre Erinnerungen. Aber ihre frühe Kindheit liegt im Dunkeln, geblieben ist ihr nur ein bitterer Geschmack im Mund, den sie keinem bestimmten Wort zuordnen kann.

Linda Hammerick ist die Erzählerin dieser modernen Südstaatensaga; und Linda erzählt sich selbst, beginnend mit ihrem siebten Lebensjahr. Ein »Davor« gibt es nur im Leben der anderen, ihrer nahen und entfernten Familienmitglieder. In ihrem eigenen Leben scheint es dieses »Davor« nicht zu geben. Und wenn Linda über ihre Mutter DeAnne schreibt, sie sei allem Anschein nach bereits als 35-Jährige zur Welt gekommen, so kann man mit gleichem Recht annehmen, Linda hätte ihr Leben als Siebenjährige begonnen. Ihr Großonkel, den sie immer nur beim Kosenamen Baby Harper nennt, ist ein leidenschaftlicher Fotograf. Dass er selbst, da immer hinter der Kamera, nie auf den unzähligen Familienfotos auftaucht, berichtet Linda. Dass auch sie selbst auf keinem der von ihr beschriebenen Fotos zu sehen ist, obgleich der geliebte Großonkel doch keine Gelegenheit ausgelassen haben dürfte, sie zu fotografieren, das hingegen spricht Linda nicht aus.

Was Linda erzählt, ist die Geschichte einer in den Südstaaten verwurzelten Familie. Sie berichtet von drei Generationen, allesamt ehrbare weiße Südstaatler, Anwälte und sogar Richter, bei deren Charakterisierung man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, sie wären allesamt noch höchstselbst als Landnehmer nach North Carolina gekommen, Ur-US-Amerikaner gewissermaßen und so weiß, dass sie die in Boiling Springs zweifellos ebenfalls lebenden »Schwarzen« nicht einmal wahrnehmen, geschweige denn, dass sich ihr Leben mit deren Leben kreuzen würde – sieht man einmal vom Bitte-Danke an der Supermarktkasse ab.

Die Erzählung setzt ein mit dem Tod der Großmutter Iris, einer Frau, die die ebenso seltene wie unbequeme Eigenschaft besaß, »immer die Wahrheit zu sagen«. Und »immer« meint hier tatsächlich »immer«. Wenn Iris also auf dem Totenbett zu ihrer Enkelin den oben zitierten Satz spricht, kann kein Zweifel daran bestehen, dass tatsächlich etwas geschehen sein muss, an das Linda sich nicht erinnern mag oder erinnern kann, und folgerichtig beginnt sie umgehend, ihre und die Vergangenheit der Familienmitglieder erzählend zu durchforsten: Was nur könnte Iris gemeint haben?

Hinweise auf eine Antwort finden sich jedoch weder in den über 800 Mädchenbriefen, die Linda über Jahre mit dem Nachbarsmädchen Kelly getauscht hat, noch auf den Fotos in den Alben Baby Harpers. Ja, mit gerade einmal 11 Jahren muss Linda eine Vergewaltigung erdulden, durch einen Typen namens Bobby, ein Cousin Kellys, den Mutter DeAnne angeheuert hatte, um den Rasen rings um das blaue Ranchhaus zu mähen, in dem die Hammericks leben. DeAnne, mutmaßt Linda, hätte es auf diesen Bobby abgesehen gehabt und so ihre Tochter fahrlässig dem »Kinderschänder« ausgeliefert, indem sie ihm sorglos gestatte, sich »im Haus die Hände zu waschen«. Bobby verstand etwas anderes darunter. Linda erzählt aber niemandem davon. Iris konnte es, als sie ihren Orakelsatz sprach, unmöglich gewusst haben. Und selbst Baby Harper erfährt erst Jahre später davon, an Lindas letztem Abend in Boiling Springs, dem Abend des Abschieds, dem Abend der Geständnisse, bevor sie abreist, um in Yale zu studieren.

Linda beschreibt im ersten Teil des Buches die Highschool- und College-Zeit mit den üblichen Quarterback-Ken-und-Cheerleader-Barbie-Geschichten, einer langwierigen, heftigen Verliebtheit und und und… Alles ist so easy oder eben auch schwierig, wie Teenager-Sein nun einmal ist. Gelegentlich hat man den Eindruck, diese Biographie sei eine Art Abziehbild, schematische Blaupause ungezählter Hollywood-Filmdrehbücher. Nein, in all diesen Erzählungen findet sich kein verwertbarer Hinweis auf jemanden oder etwas, das Großmutter Iris‘ Satz rechtfertigen könnte: »Du würdest unter dem zerbrechen, was ich über dich weiß, kleines Mädchen.«

Dennoch kann man nicht anders, als Monique Truong aufmerksam zu lauschen. Sie erzählt technisch auf höchstem Niveau. Die Idee, Linda mit einem sechsten Sinn auszustatten, der sie Wörter schmecken lässt, liefert immer wieder ganz wunderbare Erzählfiguren, die ich genossen habe, und es ist ein Verdienst der Übersetzung, dass sich der Zauber dieser Verbindung zwischen Wortbedeutung und Wortgeschmack auch im Deutschen mitteilt, etwa wenn Linda ihren Nachnamen »zerschmeckt«:

Ich zog das »Ham« in die Länge, verweilte beim »me« und weichte das »rick« etwas auf. Ich wiederholte das Wort, und jedes Mal, wenn ich seine drei Silben langsam im Mund miteinander verband, stieg mir der kitzelnde Geschmack süßer Lackritze mit einem Nachhall von Holzrauch in den Mund. Ein Phantomschluck Dr. Pepper. Auf dich, Iris.

»Bitter im Mund« ist literarische haute cuisine. Ich habe dieses Buch nicht einfach nur gelesen, sondern Seite für Seite gegessen, die Geschichte, die Worte geschmeckt. Truong ist eine Wortzauberin, eine Dichterin, die hier geschliffene, atmosphärisch aufgeladene Prosa liefert. Besonders sympathisch empfand ich, wie liebevoll sie sich ihren Figuren nähert, selbst den problematischen wie etwa der des Vergewaltigers Bobby. Keine ihrer Figuren muss sich fürchten, von ihr erzählt zu werden. Denunziation gibt es nicht.

Und dennoch: Auf Seite 120 etwa habe ich mich zum ersten Mal gefragt, ob – und wenn ja warum – diese Geschichten erzählt werden mussten. Auf Seite 150 war ich sogar einmal versucht, trotz allen poetischen Vergnügens das Buch beiseite zu legen, aber ich blieb bei Linda … Und dass ich geduldig war, wurde belohnt.

Etwa in der Mitte des Buches berichtet Linda von ihrer Abschlussfeier in Yale, von dem Augenblick, als sie aufgerufen wird, um vor den Mitabsolventen ihres Jahrgangs ihr Diplom entgegenzunehmen. Mit einem einzigen unscheinbaren Satz stellt Monique Truong alles bis dahin Erzählte auf den Kopf, und von diesem Moment an hebt der Roman ab wie ein Jet. Kein Stein bleibt auf dem anderen, keine Figur bleibt, was sie zunächst zu sein schien, und eine Flut von »Enthüllungen« (so der Titel des zweiten Teils des Buches) lassen über dem zuvor erzählten Abziehbild eine andere, eine heftige, schmerz- und verlustreiche Erinnerungslandschaft aufleuchten. Von alldem will ich nichts verraten. Den magischen Satz aber will ich zitieren:

Linh-Dao Nguyen Hammerickdr.pepper, summa cum laude, Literaturroastbeef

So wird »Linda« aufgerufen. Während das Wort »mum« nach Schokoladenmilch schmeckt und »Linda« nach Minze, schmeckt »Linh-Dao Nguyen« nach … Ja, wonach? Es hinterlässt im Mund einen bitteren Geschmack.

Monique Truong, 1968 in Saigon geboren, kam mit sechs Jahren in die USA. Sie studierte an der Yale University und der Columbia University School of Law und arbeitete in einer namhaften New Yorker Anwaltskanzlei, wo sie sich auf Urheberrecht spezialisierte. Sie erhielt zahlreiche Preise und Stipendien und wurde für ihren ersten Roman »Das Buch vom Salz«, der in viele Sprachen übersetzt wurde, u. a. mit dem Fiction Award des Bard College und dem Young Lions Award ausgezeichnet. Monique Truong lebt in New York. Ihr neuer Roman »Bitter im Mund« (328 Seiten, 19,95 €) ist soeben in deutscher Übersetzung bei C.H.Beck erschienen. Die englische Originalausgabe ist erst für August 2010 angekündigt.

Kurztitel & Kontexte bis 2009-10-18

#lbn (09/09)

(über, live)

Klingelt die Kasse, gibts Meinung als freien Inhalt wohlfeil RT @etkbooks die literatur kopfüber gekühlter heiliger http://bit.ly/JiJxR

Die neue Weltliteratur heißt „Global Literature“ http://bit.ly/Dep7O (via @verlagsreport)

http://www.romanform.ch/http://www.romanform.ch/

Alain Posener im Talk mit Maxim Biller über Jüdischheit : Oh #Quatsch , oh Schutz vor ihm !  http://bit.ly/TMbqY

roman: Etwas, das an ausgewählten Einzelgeschichten letztlich suggeriert, es stelle eine ganze Welt dar. DD http://is.gd/3NnBS

#Feature | Round Midnight | queer | Rap : Nils Binnberg – Gayngstas – DLR, 00:05 #radiokunst | http://bit.ly/tHfkp

#Hörspiel | EMPFEHLUNG : Raymond Federman – My body in 9 parts ( R: G. Naleppa ) – Ö1, 21:01 #radiokunst | http://bit.ly/8Jdbk

#Hörspiel | BRD – DDR | Ursendung : Florian Goldberg – West-östliches Tagebuch – WDR 5, 20:05 #radiokunst | http://bit.ly/GASSQ

#Hörspiel | Ursendung | Krimi : Carla Spies – Under Heavy Metal – SWR 2,

wo, im twitter-archiv, sind denn eigentlich die #lbn s der letzten 4 tage hin? der twitter-search-rss-abodienst scheint auch malade …

lücke, www.todsuende.com … auch etwas (kap.1) zum netzigen in „neid“ (internetroman = privatroman)

RT @chervel : Der „Ententeich“, das Blog des Perlentauchers lässt sich jetzt auch getrennt per RSS-Feed abonnieren http://bit.ly/2uObBI

müsste man sowieso auch mal .. eine umfängliche, literaturgeschichtliche retrophantasie zum mediennutzungsverhalten von schriftstellern

RT @szylla RT @esteinhauer: Als bekennender Arno-Schmidt-Leser distanziere ich mich v. Inst. f Textkritik .. http://tinyurl.com/y8e4vhl

Sie brauchen eine Zweitmeinung: http://www.hannasrat.com/

#Hörspiel | Krimi | Pop : Ann Cleeves – Die Nacht der Raben 1/2 – WDR Eins Live, 23 H #radiokunst | http://bit.ly/VKxCH

#Hörspiel | Kindsentführung | Ursendung : Herbert Beckmann – Es sind Kinder – SWR 2, 22:03 #radiokunst | http://bit.ly/17KeNE

Erinnerung die im April verstorbene Wiener Dichterin Elfriede Gerstl http://bit.ly/lL4Jf @ poetenladen http://bit.ly/3gvSFA

drs2 aktuell: «Netzliteratur» – mehr als Literatur im Internet … auch als download http://trunc.it/24avo

RT @dumuzo: Einmal im Jahr kann man mutig sein: „Literatur im Netz“ am 23. September auf der ASpB-Tagung in Karlsruhe.

#Hörspiel | Familienserie DDR 1968f | EMPFEHLUNG : Neumann, 2mal klingeln | Jubelfolge 50 – DLR, 22 H #radiokunst | http://bit.ly/8564V

#Hörspiel | Familienserie DDR 1957ff | EMPFEHLUNG : Pension Spreewitz | Jubelfolge 50 – DLR, 21:33 #radiokunst | http://bit.ly/8564V

#Hörspiel | Krieg | Trauma | Ursendung : Hubert Wiedfeld -Vom Schlaf in den Steinen – HR 2, 21:30 #radiokunst | http://bit.ly/araP

#Hörspiel | Topos der Romantik : Rimini- Protokoll – Waldeinsamskype – DRS 2, 20 H #radiokunst | http://bit.ly/tmBV5

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As usual, it’s Monday and I’m running late. or #Conspiracy ?

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wo poeten laut geben … http://bit.ly/4a2QcA

… und montag ein interview mit DRS2aktuell …

Innerschweizer Kulturpreis an Verleger und Drucker Martin Wallimann (@swips_ch) http://trunc.it/20wgl

RT @volandquist – im Blog: http://bit.ly/p6fJM und RT @hemartin: Will Authors of the Future Need Publishers? http://bit.ly/MtdtR

„… independent publishers, small press, has so much opportunity in the digital marketplace.“ http://trunc.it/1z0dm

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#Hörspiel | Indien | Field Recrding : Willi Kappich – Bollybols – HR 2, 21:30 #adiokunst | http://bit.ly/ra4xj

#Hörspiel | Beruf | Wahrnehmung : Lukas Cejpek – Einsingzimmer – NDR Kultur, 20 H #adiokunst | http://bit.ly/a6NOv

#Hörspiel | Augmented Reality : Caroline Hofer – Milkynights – DRS 2, 20 H #adiokunst | http://bit.ly/5pDMg

#Hörspiel | ARD Radio Tatort 21 : Thilo Reffert – Schlusslicht – RB Nordwestradio, 19:05 BR 2, 20:30 #adiokunst | http://bit.ly/Vvsry

Applaus? „Ab sofort präsentiert der Rotbuch Vlg. u. www.rotbuch.de s. ersten eigenen Webauftritt.“ http://www.boersenblatt.net/339650/

“It’s just amazing how friendly you become when you’re on Xanax,” she says.| Sam Shepard- Story im New Yorker | http://bit.ly/pE8jD

http://www.jungeverlagsmenschen.ch/ ,

O Schreck : Der neue #Lottmann- Roman wäre gern 1 Goetz oder 1 Friebe, bleibt indes öde & langweilig – #öde | http://bit.ly/49K3WB

GyPSii launches Android app http://bit.ly/7SDP2

Becketts „Try again. Fail again. Fail better“ auf Französisch: „Essayer encore. Rater encore. Rater mieux“ | http://bit.. #FailBlogger

Becketts „Try again. Fail again. Fail better“ auf Französisch: „Essayer encore. Rater encore. Rater mieux“ | http://bit.ly/X2rz8

Franz Schuh : In jedem, ,der willig ist, recht zu haben, steckt ein Traktat. Die meisten sollten ihn dort lassen. | http://bit.ly/FzN00

#textetrouvé BAR: …mt Bargeld, rein, bloss, ausser, frei (von) – BAR: unbar, reich (an), mit (Vernunft, Gefühl) | http://bit.ly/reyGa

#Hörspiel | Literaturbearbeitung | Krimi , postmodern : Gilbert Adair – Blindband – DLR, 21:33 #adiokunst | http://bit.ly/17BJgx

#Feature | Bio | Alexander Kluge | Empfehlung : Wer über Märchen lacht, war nie in Not – BR 2, 20:30 #adiokunst | http://bit.ly/BUW4y

RT @KeinVerlag: Tweets sind Kuverts. Die zu lesen genügt ein Briefträger. – Aber auch Feeds sind Kuverts. #Literatur

grossartig witzig & anarachisch : Ursus & Nadeschkins heiss erwartete „Zugabe“ auf CD #audio | http://bit.ly/A1bhR

#Hörspiel | Round Midnnight | Übersetzen : Katerina Sedá – Furt Dokola | In einem fort – DLR, 00:05 #adiokunst | http://bit.ly/pGGuf

#AudioArt | EMPFEHLUNG: A. Bosshard – RAPTORreload | P. Szely – This city is built on sand – Ö1, 23:03 #adiokunst | http://bit.ly/erjQR

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#Hörspiel | Birdwatching | Absturz : Antje Rávic Strubel – Klappersteine – NDR Info, 21:05 #adiokunst | http://bit.ly/1yqnb

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#Hörspiel | Winckelmann- Mord 1768 | Ursendung : Rolf Schneider – Die Affäre Winckelmann – Ö1, 14 H #adiokunst | http://bit.ly/ORWPN

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#Hörspiel | Krimi | Bekenntnis : Jacques Mesrine – Der Todestrieb – WDR Eins Live, 23 H : #adiokunst | http://bit.ly/KF2U0

a bisserl arg grell: RT @salisverlag: Hotlist 2009 – die Empfehlungen der Independents http://bit.ly/2vkzAW

#Hörspiel | Familienserie | DDR | Empfehlung : Pension Spreewitz ( 1957 ff ) – DLR, 21:33 #adiokunst | http://bit.ly/2gHMyJ

#Hörspiel Feaature | DDR : P. Gotthardt – Ich schlage vor, den Beifall kurz zu halten – DRS 2, 20 H #adiokunst | http://bit.ly/2rgGz3

Kein Gespenst geht um : Immerhin hat das #Internet-Manifest nette PR gebracht . Merks : Es ist immer PR drin , wo „Lobo“ draufsteht

Kein Gespenst geht um : Massive Kritik am #Internet-Manifest – berechtigt | http://bit.ly/2biLZk

Instruktiv : Johannes Auers kenntnisreich- kritische Kunde vom Opening der #Ars Electronica | http://bit.ly/UBqbz

Friedrich Nietzsche: Digitale Kritische Gesamtausgabe Werke und Briefe http://www.nietzschesource.org/ (via @bourdieu)

#Feature | The Making of Fame | Round Midnight : Steffen Irlinger – Mingering Mike – DLR, 00:05 #adiokunst | http://bit.ly/gpAkx

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#Hörspiel | Beziehung | Bisexualität : Andreas Jungwirth – Volksgarten – Ö1, 21:05 #adiokunst | http://bit.ly/aX2LE

#Hörspiel | Miniaturen | Empfehlung : Ilse Aichinger – Vor dem Verschwinden – DLF, 20:10 #adiokunst | http://bit.ly/cAQuD

#Hörspiel | Schlaf | SF : Diane und Meir Gillon – Welt ohne Schlaf ( SDR 1972 ! ) – WDR 5, 20:05 #adiokunst | http://bit.ly/ipMB8

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Literarische Realsatire – Hanser goes Scheich ( lyrikzeitung ) | http://bit.ly/172QZW

#Hörspiel | Raumfahrt | TV | Empfehlung : Jörg Albrecht – Moon Tele Vision (R: Phonofix) – BR 2, 20:30 #adiokunst | http://bit.ly/ByQdV

RT @etkbooks: „You don’t have permission to access / on this server.“ das http://www.internet-manifest.de/ – We too did have 2 google –

„You don’t have permission to access / on this server.“ das http://www.internet-manifest.de/

#Hörspiel | Instruktion | Disfunktion | Round Midnight : Felix Kubin – Wiederhole 1 – 8 – DLR, 00:05 #adiokunst | http://bit.ly/QYGkL

#AudioArt | Kunstradio : Pamela Z – Temporal Strata – Ö1 , 23:03 #adiokunst | http://bit.ly/xfL2f

#Hörspiel | Literaturbearb.| DDR | Empfehlung : Thomas Brussig – Helden wie wir – NDR Info, 21:05 #adiokunst | http://bit.ly/iheGW

#Hörspiel | Person | Projektion : Martin Crimp – Angriffe auf Anne – DLR, 18:30 #adiokunst | http://bit.ly/4gI4Ad

> Hast Du Dein #wp schon auf 2.8.4. geupdatet ??? Heute massive #hacks auf alle älteren Versionen !!! #wordpress | http://bit.ly/1kZAKC

#Hörspiel | Krimi | Klassiker : Patricia Highsmith – Lösegeld für einen Hund ( 1/2 ) – NDR Info, 21:05 #adiokunst | http://bit.ly/m4wmk

#Hörspiel | Gated Community | Ursendung : Gerhard Meister – Fluchtburg (R: C. P Salmony – DRS 2, 21 H #adiokunst | http://bit.ly/98SO6

#Hörspiel | Horizont, naut. psych.| Empfehlung : Liquid Penguin Ensemble – Bout du monde – DLF, 20:05 #adiokunst | http://bit.ly/11rtQy

1 ostentiver omphalos / 2 orgelnde ohren / 3 ominöse organe / homo sapiens sei dein name #dichtung #autopoiesis

#Radiotip | Magazin : Diagonal , Radio für Zeitgenossen – Portrait Carlo Ginzburg ( u.a. ) – Ö1, 17:05 #adiokunst | http://bit.ly/v28D9

#Hörspiel | Klassiker : Alexandre Dumas – Die Kameliendame ( BR 1963 ! ) – BR 2, 15:15 #adiokunst | http://bit.ly/7wqXc

#Hörspiel | Krimi : Fruttero / Lucentini – Souvenirs, Souvenirs – Ö1, 14 H #adiokunst | http://bit.ly/WWXxp

#Hörspiel | Klassiker | Round Midnight : G. Simenon – Die Pfeife Maigrets ( DRS 1953 ! ) – DLF, 00:05 #adiokunst | http://bit.ly/3khHsE

#’Feature | Literatur : Gefallener Engel – Mit Dylan Thomas unter dem Milchwald – Ö1, 22:15 #adiokunst | http://bit.ly/13KX4k

#Hörspiel | Kunststoff | Empfehlung : Prima Leben Und Sparen ( R : Andreas Ammer ) – BR 2, 20:30 #adiokunst | http://bit.ly/1uxImS

Aus eigener Reihe : Klaus Sander ( suppsé ) kritisiert in Offenem Brief an die Independents deren „Hotlist“ #dbp | http://bit.ly/20lE8P

RT @inadaequat: R. Schmidts Rave-Roman LIEBESTÄNZE als Video-Lesung | http://bit.ly/1GvDjN

R. Schmidts Rave-Roman LIEBESTÄNZE als Video-Lesung: Nach www.unendlicherspass.de der nächste PR- Coup von KiWi | http://bit.ly/1GvDjN

#AudioArt | Ursendung | Round Midnight | Raumkomposition : A. Curran – Living Room Music – DLR, 00:05 #adiokunst | http://bit.ly/1LrbS7

#Hörspiel | Ursendung | Krimi | Generationen : Benjamin Quabeck -12 Stunden Hassel – WDR 1 Live, 23 H #adiokunst | http://bit.ly/8pMZm

Lester Powell – Die Dame im Nebel – SR 2, 18 H #adiokunst | http://bit.ly/106Njy RT @inadaequat – liebe ich 🙂

#Hörspiel | Retro | Krimi | Empfehlung – Lester Powell – Die Dame im Nebel – SR 2, 18 H #adiokunst | http://bit.ly/106Njy

paraflows 09 – Festival für Digitale Kunst und Kulturen / URBAN HACKING / Wien, 10.- 20. 9. #diskurs #netzkunst | http://bit.ly/2Cuvo

LITERATUREN quo vadis ? – Löffler vergrault, Redaktoren to go, Hefte 2monatlich : 1 Hirnriss namens RELAUNCH | http://bit.ly/19fjGA

schon das wort: kultiversum. bei derlei verschiebe an kulti sanostol denken … #wörter

#Hörspiel | DDR- Familienserie 2 | Empfehlung : Neumann, zweimal klingeln ( 1968 – 1981 ) – DLR, 22 H #radiokunst | http://bit.ly/yXvsW

#Hörspiel | DDR- Familienserie 1 | Empfehlung : Pension Spreewitz ( 1957 ) – DLR, 21:33 #radiokunst | http://bit.ly/yXvsW

Über GoogleBooks klagem , aber selber nicht tun : Europeana:harzt – EU gibt sich „not amused“ #Europeana | http://bit.ly/44W6SL

Feines Fundstück Sprache: RT @inadaequat Jenny Erpenbecks berechtigtes Plädoyer für die Brache […] #urbanismus | http://bit.ly/zRC4G

Jenny Erpenbecks berechtigtes Plädoyer für die Brache ( ! Wollen Volxabstimmung ! ) #urbanismus | http://bit.ly/zRC4G

38 SekundenArno Schmidt im O- Ton @ Radio Bremen zu vernehmen > Lauschet „Zur FRRReiheit des Autors“ | http://bit.ly/2ZQBVy

Fine Cartoon 4 Early Adopters : „The early bird ate too many worms and died“ #visual | http://bit.ly/muNTP

„Trotz Relaunch keine Anzeigenzuwächse : Entlassungen bei »Literaturen«“ http://www.boersenblatt.net/337262/

RT @Turmsegler: Online-Symposium Book Blogging http://bit.ly/3w6XfO

Feature | Round Midnight | Empfehlung F. P. Steckel – Rein statistisch – M: Fred Frith – DLR, 00:05 #radiokunst | http://bit.ly/gnW64

#Hörspiel | Shoah | Bearb. Literatur: Tadeusz Borowski – Bei uns in Auschwitz – Ö1, 21:01 #radiokunst | http://bit.ly/1aqjUr

#Hörspiel | Komödie – Michael Köhlmeier & Peter Klein – March Movie – DLF, 20:10 #radiokunst | http://bit.ly/bqpQn

#Hörspiel | Shoah | Ursendung : Aharon Appelfeld – Badenheim – WDR5, 20:15 #radiokunst | http://bit.ly/nYPCj

#Hörspiel | Parodie | Tourist Guide – Sandra Kellein – Exkursion Nummer 8 – SWR 2, 19:20 #radiokunst | http://bit.ly/oHlVm

KiWis „100 Tage“ im Vergleich mit „NULL“ ’99 http://bit.ly/42NO2i : Hinkend , siehe den FAZ- Littell- Lesezirkel | http://bit.ly/Y586L

Längen und Kitsch?

Die anfängliche “Pleite” mit dem vierten Wechsler-Kapitel hat mich misstrauisch gemacht. Das Folgekapitel muss mit einer längeren Passage beginnen, in der die Beziehung zwischen Wechsler und seiner Frau näher beleuchtet wird. Ich kann noch nicht verraten, warum ich diese Strecke brauche. Nur so viel: Das Kapitel kann ein wenig Länge am Anfang vertragen, weil es in der Mitte und am Ende zwei Paukenschläge geben wird, die es in sich haben.Dennoch frage ich mich, ob ich nicht zu ausführlich werde. Echte Längen will ich mir in diesem Buch nicht leisten. Das Feuer darf nicht ausgehen…

Auch bin ich mir unsicher, wie dicht am Kitsch ich mich bewege, wenn ich in dieser Breite Themen wie Gefühlsdiskrepanzen und Heiratsanträge behandle.

 

Wie sehr mein seelisches Gleichgewicht von der Zuwendung meiner Frau abhängt, den vertrauten Worten, den kleinen Gesten und Zärtlichkeiten, ist mir in den letzten Tagen sehr bewusst geworden. Nachdem wir das von meiner Tochter entdeckte Wechsler-Foto begutachtet hatten und uns einig waren, dass es sich um jemand anderen handeln musste, umarmten wir uns. Und später, als wir ins Bett gegangen waren, schmiegte sie sich zum ersten Mal seit langem wieder an mich. Nach all den Verwirrungen der letzten Tage, dem Zweifeln und Argwöhnen, kehrte ein wenig Ruhe ein in mein aufgewühltes Inneres. Ich nehme an, es ging ihr nicht anders.

Ich war nie, was Kishon den »besten Ehemann von allen« nennen würde, denn es ist nicht leicht, etwas von mir zu haben. Wenn ich sage, ich war in der ersten Zeit unseres Zusammenseins damit beschäftigt, in meine Frau verliebt zu sein, erklärt das recht gut, was ein Leben mit mir zuweilen schwierig macht. Beschäftigt war ich mit dem Gefühl des Verliebtseins, aber ich bezweifle, dass meine Frau damals den Eindruck hatte, ich sei beschäftigt mit ihr. Der größte Teil der Romanze zwischen uns spielte sich in meinem Innern ab, und es brauchte einen der eher seltenen offenen Momente, in denen ich aus mir herauskommen konnte, damit sie überhaupt mitbekam, wie wichtig sie mir war.

Dieses Versunkensein im eigenen Ich war so stark, dass es lange gebraucht hat, bis mir überhaupt klar wurde, dass ich sie ausschloss. Mein Gefühl sagte mir, dass ich sie in Liebe und Aufmerksamkeit geradezu badete. Jeder zweite Gedanke galt ihr. Sie machte mich glücklich wie noch niemand zuvor. Und ich konnte gar nicht begreifen, dass sie dies nicht wahrnahm, sondern im Gegenteil glaubte, ich interessiere mich für alles Mögliche, nur nicht für sie.

Die Welt in mir war für mich die Welt. Selten kam jemand zu Besuch. Noch seltener gab ich Auskunft über mich und die Wirklichkeit, in der ich lebte. Bei der Nähe, die ich von Anfang an zwischen uns empfunden hatte, kam es mir nicht einmal in den Sinn, dass es für sie keine Verbindung dorthin geben könnte – es sei denn, ich stellte diese Verbindung her: nicht nur in meinen Träumen, sondern durch Worte und durch Taten.

Nicht selten kam es vor, dass ich sie mit einer Bemerkung überraschte, die ich für ganz belanglos hielt, weil keineswegs neu. Wie selbstverständlich bin ich jeweils davon ausgegangen, dass sie doch wissen muss, was ich denke und fühle, nicht zuletzt weil ich mir sicher war, es schon dutzende Male ausgesprochen zu haben. Und dann erfuhr ich von ihr, dass ihr völlig neu sei, was ich erzählte, weil ich mir immer nur eingebildet hatte, ihr alles mitgeteilt zu haben, tatsächlich aber die Worte nie den Weg über meine Lippen gefunden hatten.

Völlig entsetzt war ich, als wir, Jahre nach unserer Hochzeit, einmal über den Tag sprachen, an dem ich sie gefragt hatte, ob sie mich heiraten wolle.

Ich war mir lange schon sicher gewesen, dass sie die Richtige für mich war. Aber ihre Bemerkung, dass sie ohne besagtes Missverständnis, als wir uns kennenlernten, nicht einmal mit mir ausgegangen wäre, wirkte nach. Ich spürte ihre Liebe, war mir aber dennoch ewig unsicher, ob sie mich wirklich wollte.

An jenem Tag waren wir eine längere Strecke im Auto gefahren. Wir hatten uns unterhalten, gescherzt, Pläne geschmiedet, und ich bildete mir zum ersten Mal, seit wir uns kannten, ein, dies könnte der Moment sein, in dem sie Ja sagen würde. Also fragte ich, und sie sagte Ja. Sechs Wochen später haben wir geheiratet. Wir beide konnten es kaum erwarten. Es wäre noch schneller gegangen, hätte sich der Juwelier für die Anfertigung der Ringe, die wir gemeinsam entworfen hatten, nicht wenigstens sechs Wochen ausgebeten.

Das ist meine Erinnerung an jenen Tag und die wenigen Wochen, die danach noch bis zu unserer Hochzeit vergingen. Ganz anders hörte es sich an, als meine Frau mir Jahre später erzählte, wie sie den Tag meines Antrags erlebt hatte.

Es stimmte wohl: Ich hatte den richtigen Augenblick gewählt; doch sie hatte nicht sofort zugestimmt, weil einfach alles gepasst hatte und es keine Zweifel gab. Vielmehr hatte meine Frage sie völlig überrascht. Als ich sie stellte, erzählte sie mir, war sie sich zum ersten Mal, seit wir uns kannten, sicher, dass ich wirklich sie meinte und mich tatsächlich für sie interessierte. Einen nachdrücklicheren Beweis dafür, dass ich in einer anderen Welt lebte als sie, hätte es nicht geben können.

Auch später erging es ihr nicht wirklich besser mit mir.

In der Zeit der Nachstellungen durch Finanzbehörden und Gerichtsvollzieher nahm ich jeden Auftrag an, den ich bekommen konnte. Ich setzte alles daran, nicht nur das Schuldendrama so schnell wie möglich zu beenden, sondern bemühte mich auch, sie und die Kinder so wenig wie möglich spüren zu lassen, dass es um unsere wirtschaftliche Lage nicht zum Besten stand.

Ich ließ alle Briefe der Finanzkasse verschwinden, bevor meine Frau sie hätte lesen können, versteckte die Kontoauszüge und gab ihr das Wirtschaftsgeld bar. Stand eine notwendige Anschaffung an, ließ ich mir etwas einfallen. Sie sollte nie das Gefühl haben, etwas entbehren zu müssen – wenn man von der winzigen Wohnung einmal absah, in der wir es uns nach Auslagerung der meisten unserer Bücher doch irgendwie bequem gemacht hatten.

Zu gut erinnerte ich mich an meine Kindheit, die permanenten Geldsorgen meiner Eltern, das Schwarztaxifahren meines Vaters, nachts nach einem vollen Arbeitstag, und die Privatkredite von Freunden, die sie zum Teil durch Wochenend-Renovierungsarbeiten abgedient hatten. Außerdem spukte mir ständig eines der Lieblingszitate meiner Mutter durch den Kopf: »Meine Herrn, meine Mutter, die prägte / auf mich einst ein schlimmes Wort. / Ich würde noch enden im Schauhaus / oder an einem noch schlimmeren Ort.« Das war Brecht, kam meiner Mutter jedoch immer wieder und ganz natürlich wie eine eigene Schöpfung über die Lippen, seit ich ihr eröffnet hatte, dass ich meinen Lebensunterhalt mit Literatur verdienen wollte.

Ich arbeitete also. Bei Frau und Kindern war ich nur noch ein eher selten gesehener Gast.

Nun hängt meine Frau, wie schon gesagt, kaum an materiellen Dingen. Aber sie fühlt romantisch. Was nützt ihr ein Mann, wenn sie nichts von ihm hat, weil er abwesend ist, entweder tatsächlich, weil er Kunden beglückt, oder aber geistig, wenn er zu Hause ist, aber nichts von dem preisgibt, was ihn beschäftigt, weil er fürchtet, sie damit nur zu belasten?

Nicht einmal, nachdem die Dramen ausgestanden waren, hat es sich wirklich zum Besseren gewendet. Ich war dankbar für den nun wieder freien Kopf und nahm flugs die Beschäftigungen wieder auf, für die in den Jahren zuvor die Zeit und Muße gefehlt hatte. Ich schrieb wieder und jagte nun auch noch nach guten Autoren und Geschichten. Was immer ich mir für einen Tag vornahm, hätte zwei- oder dreimal vierundzwanzig Stunden erfordert. Um alles umzusetzen, was mich interessierte und was ich mir ausmalte, hätte ich drei Leben gleichzeitig leben müssen.

Meine Frau ist Leserin, eine leidenschaftliche Leserin sogar, aber meine Begeisterung für Entstehen und Herstellung von Büchern kann sie nicht teilen. Sie möchte gar nicht wissen, welche Kompositionsprinzipien bestimmten Romanen, die sie fesseln, zugrunde liegen. Und erst recht nicht möchte sie mit Druckfahnen, unendlichen Korrekturgängen, ISBN-Nummern, Messen und Vertreterbesuchen zu tun haben.

Also bleibe ich auch heute in diesem Bereich für mich. Mitunter kommt es mir vor, als sei ich eingesponnen in all diese Vorhaben und Aktivitäten wie in einen Kokon. Aber meine Frau ist es und immer wieder nur sie, die mich durch die enggesponnenen Fäden hindurch ruft und auch erreicht. Sie ist meine Verbindung hinaus in die andere Realität, jene Welt, in der meine Kinder spielen und einen Vater brauchen, und in der sie selbst sich einen Mann wünscht, der Anteil nimmt und sie Anteil nehmen lässt an dem, was ihn bewegt.

czz / hab (6)

Am 13. Juli 2008 23:17 schrieb czz

nö , das mit den eulen nach athina war auf den verlag gemünzt und den tagblinden höhlenbrüter , welcher ( trotz zweier im hintersten griechenland verbrachter jahre : mit dem mini nach mykene ! ) das wappentier der fehlsichtigen legasthenikerin geblieben ist : zum mondenschein , werter hab , einen kurzen gruss aus einem langen tag der wenig erfreulichen steuerlichen bilanzierung der beiden zurückliegenden quartale –
aufregungen und harte unterhandlungen wg. möglichen wohnungswechsels gaben heute leider keine sekunde , die diskussion fortzusetzen , mir fiele da schon noch verschiedenstes ein . was ich vielleicht aber vorerst anregen möchte , wäre die sicherung von textauszügen aus dem Franzetti- ausgezeichneten text , welcher gestern ( staun ! staun ! ) im standard erschienen ist – – – da das blatt die artikel relativ schnell ins kostenpflichtige archiv absinken lässt , würde ich anregen , der poetologischen / literatur be Ver TRIEB lichen sommerakademie ein paar absätze des textes hinzuzufügen ! ich hänge ihn gleich hier ins mail und bin sehr neugierig , was der werte hab dazu sagen wird –

den sanften hint ( LINK ) zur (…) nehme ich wie das picasso- täubchen zart in die hohle hand , bevor ich jetzt nach 16 stunden endgültig vom sessel sinke –

dies nur als kurze NOTE des DA ( nicht fort ) mit herzlichem gruss und anschliessendem text –
best, czz

Am 14. Juli 2008 13:18 schrieb hab

wenn sie da auch darauf (…) anspielen: das kann ich ihnen gerne auch mal als leseex. zukommen lassen, zur beruhigung, wenn sie mögen …

herzlich
hab

Am 15. Juli 2008 11:32 schrieb czz

in diesen NOTWENDIG beruhigenden sinne , werter hab , würde ich gerne um ein „mängelexemplar“ , einen „remittenden“ bzw. um „bst. u. stockfl.“ leseexemplar ersuchen – mit sehr herzlichem gruss und dank und überhaupt verbleibend
Ihre derzeit etwas trostlose czz

(…)

p. s. wie wär’s mit einem adress- und büchertausch : ich kann Ihnen derzeit leider nur antiqitäten anbieten

Am 15. Juli 2008 11:50 schrieb hab

da hoffe ich doch, liebe czz, dass ich etwas trost spenden kann. ich schick das buch mal morgen (oder so) mit der schneckenpost raus. auf ihr u. angebot komm ich dann auch gern mal drauf zurück (wenn mir was einfällt) ….

so long & herzl.
hab

Am 23. August 2008 21:20 schrieb hab

da haben sie, liebe czz, mir aber eine schöne freude gemacht, als ich heute morgen meinen briefkasten leerte. herzlichen dank! für die dvd, die ich selbstverständlich wahrnehmen werde. (vielleicht nicht mehr heute oder die tage, aber bald. vielleicht darf ich da sogar mit einem screenshot und einer bemerkung oder einem zitat in der (…) aufwarten?). und sehr gefreut habe ich mich auch über ihre lektüre von dtmf. ihre treffenden beobachtungen (das ensemble der logiken und regeln, und die tropfenmetapher. das buch wäre dann ein kleiner schauer. oder eine art platzregen. vielleicht darf ich die auch verwenden? (hoffe, ich bin da nicht zu ungestüm)). und ja: in gewissem sinne handelt es sich ja bei vielen materialien ja auch um shortshortstories. quantitativ: sieht man dann wohl nur 1/14tel des ganzen komplexes … und die „gedanklichen fortsetzungen“ … da kann assoziation oft in die maximale breite gehen … also merci again, für die meldungen. im letzten satz ihres briefes sprechen sie über den angedeuteten DIALOG. ich hoffe, ich verstehe nicht falsch und es hängt mit der litblogs.net-rubrik „briefwechsel“ zusammen, die ich nun – schon etwas länger her – eingerichtet habe, worin aber noch nichts oder kaum zu finden. wir hatten ja schon diverse wechsel, u.a. getitelt mit „ON AIR!“, die ich mir schon in meine korrespondenzenMappe gelegt habe und die man startenderweise exzerpieren könnte und dort einstellen. exzerptmässig könnte ich mich daransetzen und einen vorschlag herausschneiden (oder möchten sie?). oder aber ich sitze gerade auf einem ganz anderen dampfer, einem schlauch oder meiner langen leitung. dann hoffe ich, sie entschuldigen und können mir auf die sprünge helfen ….

nun aber lasse ich sie wieder zurück zu ihren kartons. (oder haben sies schon überstanden? und die regale sind aufgebaut und bücher darinnen? seit meinem letzten umzug, letztes jahr, habe ich meine bücher nur noch in die regale geklatscht. der blätterzug entbehrt nun jeglicher ordnung. erstaunlicherweise kümmert mich das nicht mal mehr besonders. (wenn ich etwas finden will, find ichs dann auch, auf umwegen, irgendwann). früher hätte mir das keine ruhe gelassen. vielleicht werde ich ja, ganz gegen die natur, mit zunehmenden jahren immer unpedantischer … schön wärs) …

ihnen nun einen schönen samstagabend & mit herzlichen grüssen
hab

czz / hab (4)

Am 4. Juli 2008 10:55 schrieb czz

hatten Sie je daran gedacht , werter hab , die „konversationsbriefe“ über anwesende dieser seite handeln zu lassen ?! – Sie überraschen mich in einem , zwei , drei fort . aber es hat sich die beobachtung ja erst in jüngster zeit dafür ein wenig mehr geschärft , dass es und WIE es doch etliche interaktion zwischen den seitenteilnehmern gibt . und ja , nicht nur pötische wörter …

als element der PROZESSE wären die konversationen einerseits teil derselben , reflektierten diese hinwiederum : und selbstverständlich steckt ja ein jeder von uns in seinem eigenen ( ach , K. ) „process“ im blog wie im echtleben . werden also uns schon ein bisschen aus unseren fensterchen hinauslehnen müssen , um überhaupt gemeinsam prozessierliches zu eruieren .

Sie sind da womöglich einer der mittelpunkte , von dem die „konversationen“ sternförmig ausgehen , da Sie uns alle wohl besser kennen und beobachten als die jeweiligen einzelnen einander | untereinander .

und wenn an unser aller horizont ein ereignis der echtwelt wie ein siebentonner vorbeizieht , umso besser , dann kucken wir ihm nach und ratschen ….

aber ich denke Sie da wirklich ein wenig wie einen moderator ( überdeterminiert ) , da Sie sicher mit jedem litblogs- teilnehmer ein „thema“ haben . was hiesse , die grösste disclosure läge irgendwie doch bei Ihnen , wobei ich Sie selbstverständlich nicht zum ( horribile dictu ) „hölzchenwerfer“ degradiert wissen wollte .

trotzdem vermeine ich das glück und die mühen der moderation doch einigermassen zu kennen , wobei diejenige im radio und am veranstaltungstisch oft leichter von der hand / aus dem maul geht als die persönlichen ermunterungsbriefe im „Blog 4 Burma“- netzwerk . trotzdem ist gerade letzteres ein interessantes long- term- experiment : wie lange kann ich teilnehmenden motivieren , wieviel motivierendes feedback erhalte ich selbst zurück und es doch sehr interessant , welche persönlichen verwerfungen es innerhalb der letzten acht monate gab , und aber auch wie feine wechselreden hinter den kulissen sich langsam sehr ins echtleben ziehen in höchst freundlicher weise –

ende der ausschweifung . stop , schnitt , cut , werter hab , Frau löffler wird in zwei stunden vom österreichischen staat zur FRAU PROFESSOR feierlich ernannt und nachher sind zwei tage linz juryklausur –

ab- doch nicht ausschweifend herzlich ,
czz

– if ever – this is written to fit to print –

Am 4. Juli 2008 21:27 schrieb hab

ein zurückschweifen, liebe czz, ist das dann eine regression? ich bin jedenfalls immer erstaunt, wenn ich ihre rezensionen (wie gerade eben, heute abend – über die kurzeck-cds, in der nzz) lese, die ja stilistisch durchaus gebräuchlich (nzzig) sind, gegenüber dem czzigen, wie es mir in unseren unterhaltungen vorliegt. das. genau das meinte ich mit den vielstimmigkeiten, irgendwo oben …

(meinen sie, man könnte unseren kleinen thread hierzu, etwas redigiert und ge(…)rzt in den „briefwechsel“n verwenden, sozusagen als anschluss, und auch der phantasie verschiedener leute flügel zu verleihen … positives gabs ja dazu auch schon von (…), (…) und (…) … vielleicht wiederhole ich mich aber auch (auch so ne sache) … )

schönen abend, jedenfalls
hab

czz / hab (2)

Am 2. Juli 2008 03:19 schrieb czz:

ich fürchte es ist doch so , werter hab , dass freie lektoren zu opfern der b’isierung kommen , insoferne – in der wiener praxis – sich die klassische aufgabenverteilung zwischen angestelltem institutspersonal und freien lektoren inzwischen in sein gegenteil verkehrt hat : galt es früher , dass profs und assistenten die basislehre ( grundstudium , einführungen , betreuung von diplomanden und dissertanden ) anboten , hat sich verteilungskampf inzwischen so ausgewirkt , dass wir freien die schulstunden von grundstudium bzw. die aufwändigen dipl. / diss. betreuungen durchführen sollen ( zu absurden gagen , wohlgemerkt ) , die assistenten und professoren sich dafür die „inhaltlichen“ , also für die eigene forschung fruchtbaren seminare und vorlesungen halten . hier in wien lief der kampf zwischen intern und extern besonders brutal , dann wurden unter einem neuen institutsvorstand rasch neue koalitionen und opportunismen geschmiedet , welche nach dessen plötzlichem selbstmord unter schauerlichen umständen zerbrachen .
nun aber besteht wieder ein bisschen auf vernunft durch die wahl eines respektierten , und nicht aus wiener ursumpf hervorgegangenen institusvorstandes . es ist dann halt eine frage der energie , ob man und wie hartnäckig man seine „inhaltlichen“ angebote betreibt , um alle paar jahre wieder mal zum zug zu kommen . ganz verschliessen möchte ich mich dem gedanken nicht : die arbeit mit den studierenden war stets äusserst inspirierend – –

zum thema ist übrigens gerade eine bemerkenswerte ( selbst- ) erklärung der freien lektoren aus kultur- und geisteeswissenschaften nachzulesen :

http://science.orf.at/science/news/151884

wir haben die (…) noch einmal unter ihrer alten adresse visitiert und Karl wird sich bei Ihnen dazu melden : grundsätzlich könnte man sich bei einem Tiddlywiki- System auf EINE seite doi beschränken , es sei denn , man wollte jede einzelne „registerkarte“ extra indizieren . angeblich kann auch die ISBN- nummmer als doi registriert werden . aber wie gesagt , mehr davon später von Karl .

ja, natürlich habe ich und mit freuden den appell zum 2. LESEZEICHEN erhalten und gehe noch mit den beschlussfassenden gremien zu rate , was denn wohl auszuwählen sei . vielleicht bleiben wir ja eh bei „klagenfurt“ , zu welchem Sie mir ein metonymisches stöckchen warfen –

hinsichtlich der litblogs : würden Sie sich einen intensiveren austausch untereinander wünschen ? – ich für meinen teil konzediere gerne , durch mailverkehr und materiallastigkeit meines eigenen werkelns die interaktion etwas zu vernachlässigen … aber auch das liesse sich ja wohl langsam und in zarten annäherungen ändern …

Sie melden , es gäbe im netzwerk gewissermassen eine vakanz . hmm, was oder wen könnte ich Ihnen da als performanten empfehlen : ich weiss nicht , ob foren wie (…) Ihnen geeignet erscheinen , der (…) nicht zu journalistisch , ob ein sympathisches französisches blog – lignes de fuite – in frage käme , und (…) – sehe ich mit erschrecken – will wieder einfach nur homepage sein . wer auch nicht einfach „nur“ nachrichten literarischer art durchgibt … so viele , merke ich eben , kenne ich da gar nicht , äusserst sympathisch und übersetzend an deutscher literatur interessiert ist auch der schwedische salongen von bodil zalesky . ob bonaventura nicht vielleicht ein bisschen aufgeblasen ist ? –

(…)

eigentlich traurig , merke ich eben , ist die bilanz !

dies mal zum Guten Morgen , zur guten Nacht –
auf weiteres herzlich , czz

Am 2. Juli 2008 09:01 schrieb hab

herzlichen dank für ihren ausführlichen brief, liebe czz, auf den ich heute (aus zeitgründen) leider nur kurz eingehen kann, aber sie haben mich da auf ideen gebracht … später einmal möchte ich noch ausführlicher werden, was bologna angeht und seine konsequenzen bis in die kleinsten äste (auf so einem hock ich gerade). und danke auch, dass sie (und herr karl) sich die BC noch mal angeschaut haben (wenngleich alte version, die neue, finale läuft ja dann unter (…))

zu ihren litblog-urls. ja, sie haben richtig geschaut. es gibt da nämlich gar nicht so viele, die da infrage kommen. und untige eher nicht, weil

(…) kein rss-feed. ausserdem, so denke ich, möchte man da wohl eher unter sich bleiben, wie ich einschätze, auch wenn es da einige abgänge gab. naja: und dort wohl eher etwas von einer kollektivpoetik, wo litblogs.net doch eher einzelpoetiken bündeln, präsentieren und ineinander schieben möchte. aber da ist sicher auch flexibiliät angesagt …

(…) hat manchmal was mit literatur zu tun. aber nicht immer. ist auch eher ein rezensionsrezensionsmedium. müsst ich mal mit mah besprechen

(…) leider frz., wo doch litblogs.net nur deutschsprachige lit anbietet

(…) schwedisch? s.o.

(…) reines rezensionsblog.

wir haben da noch andere im visier … aber: schau mer mal.

ich habe gerade aber auch noch eine andere idee gehabt, auf die sie mich brachten. man könnte, um die seite aufzupimpen (ja, sie lesen richtig, das wort wurde zum wort des jahres in der schweiz), da eigentlich noch brief- oder mailwechsel einstellen. in portiönchen. was meinen sie? gerade wie unseren? man müsste die vielleicht noch entschärfen mit „(…)“ an manchen stellen. wenns zu persönlich wird. oder personen diskreditiert würden. (man müsste sich da vielleicht auf einen kodex einigen, was geht). das ist jetzt nur so ne idee. man könnte das unter prozesse einstellen. oder eine neue kategorie „briefe“ aufmachen. somit entsteht weitere verwertung, wichtiger aber: ein kleines betriebsrauschen kommt hinzu. und „texte über“. das fänden sicher auch potentielle leserInnen interessant. vielleicht? … natürlich müsste ich das noch mit mah besprechen …

bin gespannt auf ihren gedanken, hierzu
hab

Überlegungen zu einer Kategorie Briefwechsel

(Mit Bitte um Rückmeldungen)

prozesse: kat. briefe?

hab an mah 09:08 (Vor 2 Stunden)

lieber mah,

in einem mailwechsel mit czz ist mir noch folgende idee gekommen:

„ich habe gerade aber auch noch eine andere idee gehabt, auf die sie mich brachten. man könnte, um die seite aufzupimpen (ja, sie lesen richtig, das wort wurde zum wort des jahres in der schweiz), da eigentlich noch brief- oder mailwechsel einstellen. in portiönchen. was meinen sie? gerade wie unseren? man müsste die vielleicht noch entschärfen mit „(…)“ an manchen stellen. wenns zu persönlich wird. oder personen diskreditiert würden. (man müsste sich da vielleicht auf einen kodex einigen, was geht). das ist jetzt nur so ne idee. man könnte das unter prozesse einstellen. oder eine neue kategorie „briefe“ aufmachen. somit entsteht weitere verwertung, wichtiger aber: ein kleines betriebsrauschen kommt hinzu. und „texte über“. das fänden sicher auch potentielle leserInnen interessant. vielleicht? … natürlich müsste ich das noch mit mah besprechen …

bin gespannt auf ihren gedanken, hierzu
hab“

Am 2. Juli 2008 10:02 schrieb mah :

feine idee, aber ein bisschen aufwendig, oder nicht? wenn ich an meine mailwechsel denke, müsste ich da einiges einschwärzen… und – wie entscheiden, was für andere relevant ist und was nicht? alles einstellen? vielleicht müsste man diese idee in einem beitrag auf prozesse mal zur diskussion stellen.

lg
mah

Am 2. Juli 2008 10:25 schrieb hab :

die texte liegen ja digital vor (…). ich finds jetzt nicht aufwendig. problematische, unwichtige, weniger interessante passagen einfach weglöschen und mit „(…)“ markieren. und zur relevanz. manches ist sicher nicht relevant, aber es geht da ja auch darum, spezifische textsorten, ja o-töne ((halb)privater art, brieflicher art usw.) einzufangen und abzubilden, die einen kontext zu den primärtexten bedeuten.unterschiedliche persönlichkeiten zeichnen sich ab. wie steht also die brieftextstimme zur primärtextstimme? da gehts auch um stilismen. im prinzip: eine sehr moderne form der briefwechselausgaben von „klassikern“ und so …

wichtig wäre dann vielleicht, dass die autoren ihre repliken selber einstellen und dass so etwas wie eine vernetzung der texte stattfindet. auch die kommentarfunktion könnte da noch ne rolle spielen …

Am 2. Juli 2008 11:02 schrieb mah:

lanciere die idee oder das projekt doch mal. ich würde da aber auch gleich ein beispiel aufschalten, damit die leser sich vorstellen können, was genau damit gemeint ist.

lg
mah

Am 2. Juli 2008 11:25 schrieb hab :

das könnte man jetzt performativ nutzen. man könnte genau diesen mailwechsel unter den titel „Überlegungen zu einer Kategorie Briefwechsel“ online stellen …

Am 2. Juli 2008 12:02 schrieb mah :

mach das.