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Inhalt 02/2009

Die Lesezeichen-Ausgabe 02/2009 erschien am 15. Juli 2009.

In dieser Ausgabe:


Blauhäutige Kinder und Lufttaufen, Weinberge und Rieslingsreben, Charlotte Grasnick, Gottlieb Siegmund Corvinus, staunenswerte Anfänge, das lyrische Nicht-Ich, Sukkulenten und Grauherden, das bricolierte Ich, Richard Obermayr, falsche Orte und Farben, zeitloses Grauen, Fährengefährten uvm.

INHALT:

Ein Leserbriefdenker (notula nova 41)

Dagegen spricht die Eindringlichkeit der Beweisführung, dass Ich nicht Herr im eigenen Haus sei, durch den Morgen. (Man hat über Nacht Distanz gewonnen. Man kann sich beim Kaffeekochen beobachten. Jeder Handgriff ist der eines anderen. Jeder Gedanke wird nicht vollständig gedacht.)

Er lässt die Zeitung sinken und notiert. Zur Rezeption und damit Produktion eines Preisträgers eines österreichischen Komikerpreises in Schweizer Medien: ging die Rede von den Wortkaskaden und arbeitete hierfür eigens hart an der Aufwertung von Beinahegattungen wie der des Poetryslams, die einem obsoleten Text allerdings nur den Moment der Inszenierung hinzufügen ohne aber irgendetwas zum Text bemerken zu können. Das in dieser Betriebssparte langsam erfolgreiche Eventsupplement erhebt, wie in anderen Medien auch, einmal mehr Form über Inhalt, woran sich rezipierende Medien allmählich angleichen. Andernorts verschiebt sich Pro7-Abendunterhaltung vom Wort zum Begriff und folgerichtig unterlegt sich auch dort alles mit einem Rauschen, dem nichts mehr hinzugefügt werden kann. Gefeiert ist das zu Feiernde im Selbstzweck des Fests, zu dem man weiträumig eingeladen wird. Die Gratisbillette werden auf den Strassen verteilt. Man gibt Damenwahl. Die Wortkaskaden allerdings wurden unbehandelt den Gratisblättern entnommen, die schon früh an jedem Morgen durch die Gassen wehen, schreibt er.

(Und moniert danach leise eine weitere Fehlerquelle im Idealsystem. Die Entdeckung des lyrischen Ichs (auch: seine, oft retrospektive Anwandlung) impliziert doch notwendigerweise ein lyrisches Nicht-Ich. Sicher handelt es sich dabei um ein immer unterstelltes Text- und Welterkenntnisprogramm, das aber – ich bitte sie!, empirisch – die meisten Ichtexte nur positiv möbliert. Wie kann also lyrisches Ich und lyrisches Nicht-Ich in einem Gedicht getrennt aufbewahrt werden (bei aller Hochachtung vor dessen Erzeuger). Das (vorhanden oder eben nicht) lyrische Nicht-Ich muss der Schlüssel bei solch einer Setzung sein. Das lyrische Nicht-Ich ist im Moment seiner Lektüre zwangsläufig unlesbar. Möglicherweise wird es lesbar (gemacht), dann wäre es aber kein lyrisches Nicht-Ich mehr. Folgt: Das lyrische Ich und das lyrische Nicht-Ich und das Ich und der ganze Rest im Text sind nicht objektivierbare Materialien oder Positionen, sondern abhängig von der Verfasstheit seines Lesers, jeder einzelnen Leserin. Das lyrische Ich muss also ein Gerücht sein. Das lyrische Ich gibt es und gibt es nicht und ist als solches gar nicht begreifbar. Als Distanzargument hat es jedenfalls ausgedient, liebe Leser. Lassen Sie sich nichts anderes von anderen erzählen.)

Sie verstehen nun, warum er keine Gedichte mehr schreibt oder doch das, was er schreibt, niemals nicht so nennen würde. Wir warten auf Ihre Antwort.

#lbn (06/09)

(über, live)

#Hörspiel – Tagungsband als BoD: vielleicht hinsichtlich (publikations)form und inhalt von interesse ? #radiokunst http://bit.ly/143siM

#Hörspiel | female subversion – Sabine Bernardi – RIOT GIRLS – WDR Eins Live, 23 H #radiokunst | http://bit.ly/3bS9c3

#Hörspiel | Portrait Klaus Gmeiner ( Schnitzler „Weg ins Freie“ Sommer09 ) – Ö1, 21 H #radiokunst | http://bit.ly/3UzHtB

#Hörspiel | Lebensspuren AB | Ursendung – Helmut Mittermaier – :am dienstag um neun …- SWR 2, 19:20 #radiokunst | http://bit.ly/RU6ct

http://www.rottenkinckschow.de/ visp: cotten-rinck-scho.

RT @fabeblau: michael jackson ist gestorben.

“Vor allem muß man den Spieß kaputt machen.” .. foucault-texte online http://bit.ly/WIcRf

#Bachmannpreis 2009 : Alle Gewinner im Update – ganz ohne Spassfraktion diesjahr – #preis# http://bit.ly/1a3Ah4

#Bachmannpreis 2006 – Publikums- und Online- Preis an Karsten Krampitz‘ „Heimgehen. Eine Novelle“ (genial vorgetragen) #preis

#Bachmannpreis 2009 – Ernst Willner- Preis an Katharina Born , Andreas Schäfer im 3. Wahlgang leider abgeschlagen #preis

#Bachmannpreis 2009 : 3- Sat- Preis an Gregor Sander „Winterfisch“ – feine Entscheidung ! #preis

#Bachmannpreis KELAG-Preis an Ralf BÖNT „Der Photoeffekt“ – gerechtfertigt ! #preis

#Bachmannpreis 2009 an Jens Petersens „Bis dass der Tod“ – diskrete Studie zwischen Euthanasie & Selbstmord – Jury 6 : 1 !! #preis

Herrliches Paralleluniversum im „Salon Littéraire“ : Andreas Louis Seyerleins „BIRDY“ #animation #poesie http://bit.ly/6P9Ss

Hörspiel | Show- Groteske | Extopie : Schorsch Kamerun – Eisstadt – BR 2, 20:30 #radiokunst | http://bit.ly/BcMgK

Hörspiel | Cut- Up | KULT | Empfehlung ! : Ror Wolf – Der Ball ist rund … – SWR 2, 22:03 #radiokunst | http://bit.ly/fCC6J

#radiotweet : SWR 2 tut’s auch > #radiotweets sammeln ! #radiokunst http://bit.ly/Rsyvi

@etkbooks #radiokunst : Wir verwenden Audacity immer noch gerne – liefert MP3- oder 1A- wav- Daten ,-) http://bit.ly/3wNwVZ #edit

#Bachmannpreis: Das #Video der #Diskussion über Christiane Neudeggers Lesung sucht man bislang #vergeblich – http://bit.ly/4fQU5R

zur aufzeichnung der geschätzten #radiokunst -hinweise von @inadaequat empfehle ich nun einfach mal http://www.phonostar.de/

#preis : Angelika Reitzer http://bit.ly/12z5jy wurde in Linz mit dem Marianne-von-Willemer-Preis http://bit.ly/XQGKB ausgezeichnet .

„.. so daß das Gold der Tiefe geweckt wurde und ruhig die Augen aufschlug. “ … es geht wohl http://tinyurl.com/um-semmeln via @Lotree

bin erleichtert! http://hoehereweltenblog.twoday.net/ blogt wieder über den #bachmannpreis #tddl09 … das erspart mir jegl. getwitter.

@audioveranda : das in @litblogs_net eingespeiste ging ursprgl. via @etkbooks auf die reise. „Egal. Mundabputzen. Weitermachen.“ O.Kahn

im letzten beitrag @audioveranda wurde ein maulwurf versteckt. finden sie den kleinen racker!

gut schrebern: Aber man unterstützt damit auch einen urwaldartigen, literarischen Wildwuchs http://bit.ly/XTJ50

Long-Tail-Autorschaft #wörter

RT @dieneedie: blog ist, was 140 zeichen uebersteigt – oder in meiner naehe bleiben soll (gefuehltes haben-noch)

Elsevier wollte Amazon-Besprechungen von Lehrbüchern kaufen http://archiv.twoday.net/stories/5780683/ (heidelberger, bitte übernehmen!)

Nactrag #radiokunst : Paul Plampers RUHE 1 wird auch am 6. 7., WDR 3, 23:05 ausgestraht | http://bit.ly/o2cQ5

Vortrag „Jenseits des Hypes – Verlagserfolg im Social Web“: http://bit.ly/tQbtN @leanderwattig #pipeline

Hörspiel | #radiokunst | Popkultur | Empfehlung: Sabine Bernardi – RIOT GIRLS – R : L. Koppelmann – WDR 3, 23:05 | http://bit.ly/2xl0P

Hörspiel | #radiokunst | Supermarkt : L. Trolle – Annas 2. Erschaffung der Welt ( Publikumspreis ) – MDR , 22 H | http://bit.ly/Lh39c

Verleger vs Aggregatoren, RECHT: Wann ist Auslesen & Veröffentlichung fremder Daten zulässig ? #verlag http://bit.ly/bxwL4

Verleger vs.Aggregatoren : Fehlschluss: Das Netz besteht aus Verbindungen, nicht aus abgeschotteten Inseln #verlag http://bit.ly/13TtWD

Kehlmanns „Ruhm“ vor Gericht: Rowohl vs.Volker Hages Homestory = Vorabdruck @ Spiegel : prächtige Pazedenz! #verlag http://bit.ly/fKvdC

#textetrouvé Da fürchtete ich mich mehr als je den Tod; / Hätt ich …. , / wär ich durch die Angst schon tot. | http://bit.ly/qH88A

RT @Fiktionaere: In New York, Manhattan Roman. Das ganze Buch jetzt im Netz: http://tinyurl.com/nzvdgf

#radiokunst | Empfehlung Literatur als Radiokunst mit Urs Allemann & Richard Obermayr – Ö1 KUNSTRADIO, 23:03 H | http://bit.ly/1SWEsK

New Blogpost : BLOG 4 BURMA : Aung San Suu Kyi – 64 und kein bisschen leise #burma #humanrights http://bit.ly/QMqoh

Wer ist eigentlich so teppert und schreibt 10 stunden lang an einem posting ?! – #lebenszeit

Steir. Herbst : Workshop II – Stratagames: A Theatre of Operations ( 12. – 17. 10. ) #ausschreibung | http://bit.ly/NUxwp

Steir. Herbst : Workshop I – The Long Memory of Cocaine – ( 5. – 10. 10. ) #ausschreibung | http://bit.ly/NjteF

Steir. Herbst : Workshops für je 15 Künstler : Anmeldung bis 31. 7. 09 #ausschreibung | http://bit.ly/bba7T http://bit.ly/bba7T

G.-A.-Goldschmidt-Literaturübersetzerprogramm 2010 – Bewerbungsschluss : 31. 7. 09 #ausschreibung # übersetzung | http://bit.ly/zrMvh

Buchvernissage ‚Da liegt noch ihr Schal‘ von Elisabeth Wandeler-Deck. Fr., 19.6., Museum Baviera, ZH http://tinyurl.com/und-Konzert

http://randnotizen.steirischerherbst.at/ sendet wieder …

Miss Dickinson, auf e. Brief ihres Förderers & Verlegers, der sie oft drängte, zu veröffentlichen: „Ich ziehe meinen Barfußrang vor.“

Hörspiel | Romanadaptierung | Empfehlung : Joseph Roth – Hotel Savoy – R :Robert Matejka – DLR, 21:33 #radiokunst | http://bit.ly/xSVPy

Hörspiel | Tatort 18 : Madeleine Giese – Kein Feuer so heiss – BR 2, 20:30 #radiokunst | http://bit.ly/awaU7

Hörspiel | Autobiographie | Empfehlung : Einar Schleef – Entweder bin ich irr … – NDR Kultur, 20 H #radiokunst | http://bit.ly/Yp5LY

Hörpiel | Callcenter | Empfehlung : Stefan Weigl – Moment, das wird Sie interessieren !- DRS 2, 20 H #radiokunst | http://bit.ly/HvmCb

Zur Gründung des Amts für Poesie http://die.hor.de/augen-statt-ohren/

BWL-Professor Dietmar Harhoff über Urheberrecht ( @ TP ) : Ökonomie gegen Stärkung des Copyright ( ! ) #copyright | http://bit.ly/QcAwt

Why E-Books Are Stuck in a Black-and-White World # ebook | http://bit.ly/2JDst6

nice! TiddlyWiki Glass released: http://tr.im/oI7w / http://tinyurl.com/nxcdwq. lässt http://bc.etkbooks.com/opac/ etwas alt aussehen

Bruce Sterling gibt „18 Challenges in Contemporary ( Web- ) Literature“ zu bedenken #copyright | http://bit.ly/RIajE

Hier Leander Wattigs Liste der Buchverlage @twitter #verlag #pipeline | http://bit.ly/10kLe8

freut sich: @dieneedie aka http://die.hor.de/ nun auch in diesem theater …

tendenz weiter steigend: RT @leanderwattig: Buchverlage bei Twitter http://bit.ly/xNimd

http://www.dickensurl.com langtexte als links RT @skypaperpress

RT @skypaperpress: lektURL: Schreiben lernen? http://bit.ly/kkwTu

Hörspiel | Audio Art : Anja Utlers “Jana , vermacht” http://bit.ly/oRF8u im Kunstradio, Ö1, 23:02 #radiokunst | http://bit.ly/16NfBn

Goethes Briefwechsel mit Schiller (1794 bis 1805) als Weblog: http://bit.ly/xLVJK

Die aktuellen Probleme von Indie-Verlagen …: http://bit.ly/duAFl

man lernt nie aus: die deutsche thomas-mann-gesellschaft hat einen ortsverein kölnbonn, der eigenständige schriftenreihen herausgibt.

und hier auch mal ein follow-tipp: @swips_ch = swiss independent publishers (http://www.swips.ch/)

nachtrag (Widmung bei Reber): „Gewidmet ist dieses Buch meinen Viechern.“

@Fiktionaere gerade liegt mir übrigens vor: Reber, Formenverschleifung (Fink 09). Mit 1 Kapitel / Fallstudie über ANH/Dschungel. Bene!

„Literarische Postkarten, das gefällt mir“. hor.de über etk:litcards (http://litcards.etkbooks.com/) in http://die.hor.de/textposten/

morgen: Sudabeh Mohafez und Zehra Çirak im Literaturhaus Zürich … http://bit.ly/vyo4s

RT @leanderwattig: „Der Geruch der Bücher, jetzt als Spray“ http://smellofbooks.com/

Does madness exist in the virtual world? Please participate. http://bram.org/folie/

online-roman: Michael Perkampus, Die Mitte der Unendlichkeit, http://coi.skypaperpress.com/

RT @leanderwattig: „Remix: Literatur – Ein Gedankenexperiment“ http://bit.ly/4naSFh (via @Hami11er) (aus: Merkur, Nr. 721, Juni 2009)

Wieder mal eine „Klowand des Internets“ ausgemacht. DIE ZEIT online belanglos über Belanglosigkeiten online http://bit.ly/Rd5Lj

premium content! nachtrag zu http://bit.ly/Rd5Lj : „Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

http://www.litblogs.net/ @litblogs_net ist wegen serverarbeiten vorübergehend nicht erreichbar …

hartmann vs. zürich vs. hartmann. über wahrheit und lüge im moralischen sinn. http://tinyurl.com/gerrrrrreizt

hörbücher_ adaequat & konzentriert: czz in heutiger nzz über bachmann, celan, wolf, koeppen … http://tinyurl.com/pandaemonien

RT @jurijmlotman: the longest poem in the world (it’s made of tweets): http://bit.ly/Yug98 RT @hackr

Print Blank Sheet! http://blanksheetofpaper.com/ und Amt für Untergrundliteratur auf http://bit.ly/JZnaW

man testet twitter @swips_ch … SWIPS – Swiss Independent Publishers … mehr: http://www.swips.ch/

@meineverlag einfache antwort: damit es mängelexemplare werden …

#textetrouvé (05/09) – cadavre exquis

||| MAXIMUM SPEED 140 | ZIFFER ALS PRINZIP | CADAVRE EXQUIS APRIL 2009

litblogs plus twitter 400px

MAXIMUM SPEED 140

Nun gut, da haben wir nun einmal mit http://twitter.com/litblogs_net begonnen. Aber WAS TUN mit einem Format, das gerade mal 140 Zeichen zur möglichen (literarischen) Äusserung gewährt ?

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ZIFFER ALS PRINZIP

Wir wollen die Not in eine Tugend umwandeln und nehmen daher die Ziffer “140″ au pied de la lettre:
Unter dem Hashtag #textetrouvé werden Bücher aus den multiplen Beständen der litblogs.net- Mitglieder
und hoffentlich auch diejenigen freundlicher Mit- Twitterer
je auf Seite 140 aufgeschlagen und:
140 Anschläge lang zitiert . Inklusive Quellenangabe, versteht sich.

Von Absicht bis Zufall ist da alles an manifesten Texten möglich , besitzt freilich keinen Manifest- Charakter pro oder contra eine bestimmte Literatur.
Auftrag: Allenfalls Aleatorik. Ziel: Ein monatlicher Cadavre Exquis.

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Mir war das Schreiben wichtiger als meiner Moral . | http://bit.ly/77ICg

Es ist schwer zu sagen, ob man das Lokal als Cafeteria oder als Bar bezeichnen soll … | http://tinyurl.com/prospektas

… werden sie … Buchhalter oder Postboten oder Lehrer sein müssen. Das sind doch schöne Berufe. | http://tinyurl.com/Rechnitz

Vater konnte sich einbilden, zu Mord und Brand nicht beigetragen zu haben. Nur zugesehen. | http://tinyurl.com/Koeppen-Tod

Stammtische brachen auf. Geschäftsleute reichten sich unter falschem Lächeln fette Hände | http://tinyurl.com/koeppen-treibh

sie renne für mich durch die Stadt, damit ich mein Buch schreiben könne, hasst mich dafür | http://tinyurl.com/Koeppen-Tauben

– es herrscht ein so heilloser Mangel an Zimmern, dass niemand auf die Idee käme, eines zu suchen. | http://krz.ch/zeitrausch

Wir leben glücklich hier, so glücklich, dass wir uns die luxuriösesten Formen von Unglück leisten können. | http://is.gd/xpke

Der Lulatsch Hornickel ist fast 2 Meter und der grösste Mensch in Sangershausen. | http://Schleef_81-89

Djuget hat kein brieff für den todt // Wie man im sterbendt gsehen hat / http://tinyurl.com/bibeldramen

… eine Einschränkung für unser Idyll, die sich als „Blessing in disguise“ herausstellt | http://tinyurl.com/Freud-Fliess

… hielt ich mich für krank – eine Krankheit, unter der mehr die anderen litten als ich selbst | http://tinyurl.com/Svevo-Zeno

Der Herr mit’n Siphon: „Wo hast denn du pfiffn ?“ – „?! Mi habns wegn Wienrverweis gschnabelt.“ | http://tinyurl.com/wien-tief

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#lbn (04/09)

(über, live)

etkbooks: nochn nachtrag: Jochums Tipp für die Verleger: “Lassen Sie Google abschalten.” http://www.perlentaucher.de/artikel/5419.html

inadaequat: Lohnt sich, ab & an das Blog hightatras zu konsultieren: “Die Entstehung der Arten 1” ist köstlich | http://tinyurl.com/hightatras

inadaequat: Widerspruchsfrist für das “Google Book Settlement” um vier Monate verlängert | http://tinyurl.com/galgenfrist #copyright #googlebooks

etkbooks: “Viele kleine Fehlgeburten” … Else Buschheuer will aufhören. http://tinyurl.com/von-Romanen-leben

etkbooks: causa google und OpenAccess … RT @meineverlag dazu auch nochmal die Sichtweise des Meine Verlages > http://ow.ly/3V5r

inadaequat: New Blogpost : Machen Sie sich Ihr BILD von der FAZ – Der Fall “medienlese” | http://tinyurl.com/FAZ-BILD #journaille

inadaequat: aber auch : Hörspiel: Edenklinik – Heisse Herzen unter weissen Kitteln, DRS 1, 14 H | http://tinyurl.com/heisse-herzen #radiokunst ,-)

inadaequat: Hörspiel: Hermann Broch Die Schlafwandler – Huguenau od.d.Sachlichkeit (2), BR 2, 20:30 H | http://tinyurl.com/huguenau-2 #radiokunst

inadaequat: “Kostenlos-Kultur ≠ Urheberrechtsverletzung”: CARTA : Modernisierungsversagen der Medien | http://tinyurl.com/gratis-is-nix #copyright

inadaequat: Und WIEDER fühlt auch Zypries Handlungsbedarf | http://tinyurl.com/Heidelberger-Zypries #copyright

inadaequat: Und WIEDER doppelt die FAZ kräftig nach | http://tinyurl.com/unter-piraten #copyright

inadaequat: Und WIEDER Roland Reuß : Unsere Kultur ist in Gefahr ! | http://tinyurl.com/abendland-untergang #copyright

etkbooks: hallo @SibylleBerg. if you shouldn’t know, why you’re here: don’t worry. we don’t know it either …

inadaequat: Hörspiel : H. C. Artmann “Tom Parker und der falsche Lord” – DRS 2, 21 H ( WDR 2007 ) | http://tinyurl.com/H-C-Artmann #radiokunst

inadaequat: Radio, kantisch: DIAGONAL – Thema “Philosophen. Die uns die Welt erklären” – ORF, 17:05 H | http://tinyurl.com/philosophen #radiokunst

inadaequat: Joachim Lottmann betreibt für das Cover seines neuen Romans Crowdsourcing – oder doch nur Reklame ? | http://tinyurl.com/Crowd-mann

etkbooks: “Bäh. Pfui. Unsinn. Blogs sind Tanzböden des Irrsinns.” http://tinyurl.com/Verrohung-und-Sinnverlust

inadaequat: Wenn 1 Celeb à la Ophrah Winfrey den Traffic innert 1 Woche verdoppelt . . wozu noch Bloggen ? | http://tinyurl.com/twigitt #pipeline

etkbooks: mitschneiden! «Tom Parker und der falsche Lord» von H. C. Artmann. 25.4.09, 21.00-22.00 Uhr, DRS 2 http://tinyurl.com/Lyford-Pemberton

inadaequat: N. Stemann – Regie @ Jelineks DIE KONTRAKTE DES KAUFMANNS – tritt ab 17:30 zum Chat @ JelinNetz an | http://tinyurl.com/stemann-chat

inadaequat: Im Mai bringt der Ch-Merian- Verlag das Jelinek-Hörspiel ÜBER TIERE als CD heraus | http://tinyurl.com/ber-tiere-cd #radiokunst

inadaequat: Peter Huemers legendärer Dialog mit Elfriede Jelinek über “Lust” : Real- Komödie – ORF1, 21 H http://tinyurl.com/lust-haft #radiokunst

inadaequat: Dan Brown “The Lost Symbol” droht am 15. 9. @ Doubleday, Startauflage 5 Mio. Das Cover- Design wird fraglos 555 Kollateralwerke prägen

inadaequat: @etkbooks Ich borgs auch gern her , quasi zum “benchmarking” : Sie würden dies wesentlich eleganter mit der linken Hammerzehe erledigen

etkbooks: problem quellenkritik: [rohrpost] Blog gesucht: Rainald Goetz Klage http://tinyurl.com/dylx5r

inadaequat: Welttheater Österreich : Unter “Faust” will es Menasses “Dr. Höchst” nicht geben … | http://tinyurl.com/Menasse-Faust

etkbooks: @inadaequat just dazu noch etwas hintergrund: http://tinyurl.com/dznmwn

etkbooks: @inadaequat zugegeben: etwas niederschwellige pr. glaube aber, dass es an gattungspromo immer noch not tut.

inadaequat: KULT: O. Wiener DIE VERBESSERUNG VON MITTELEUROPA… – Sound zeitblom, heute HR2, 21:30 | http://tinyurl.com/ossi-wiener #radiokunst

inadaequat: @litblogs_net na bumm- bumm- sti ! auf dass es zu keinen herzrhythmus- störungen komme …

inadaequat: Der nette Netmusic-Server archive.org will nun auch ins Googleboox- agreement rein, herje -| http://tinyurl.com/archive-org #copyright

inadaequat: Auch Österreich bläst mit Promis & Industrievertretern zum “Schutz geistigen Eigentums” | http://tinyurl.com/vs-googleboox #copyright

inadaequat: FAZ drillt weiter : “Heidelberger Appell“ goes Berlin | http://tinyurl.com/HeidelBerlin #copyright

inadaequat: Nachlese: FAZ hämt gegen den Content- Räuber “perlentaucher” zurück | http://tinyurl.com/FAZperle #copyright

inadaequat: Ausschreibung: Aufenthaltsstips Villa Aurora, L.A. für AutorInnen ( D ): Bewerbungen 2010: bis 31. 5. 09 | http://tinyurl.com/v-aurora

inadaequat: Ausschreibung:LCB Übersetzerwerkstatt Herbst 09 – Anträge bis 15. 6. 09 | http://tinyurl.com/translatio

inadaequat: Ausschreibung LCB: Autorenwerkstatt Prosa, Herbst 09 für jüngere AutorInnen: Einreichen bis 15. 6. 09 | http://tinyurl.com/LCB-prosa

inadaequat: Aufenthaltsstipendiaten am LCB 09 sind G. Geltinger, R. Kaiser-Mühlecker, U. A. Sandig & A. Stichmann, Gäste N. Gomringer & L. de Weck

inadaequat: The Reluctant Twitterer | http://tinyurl.com/opt-in-or-stay-out #pipeline

inadaequat: WER vermag derzeit mit Steigerungsraten von 400% zu glänzen ? – We’re all part of the game | http://tinyurl.com/400-up-twit #pipeline

etkbooks: der test: ob auch in @litblogs_net portiert wird … ohne endlosloops zu produzieren …

inadaequat: Jelineks “Über Tiere” – in Szene von Rudi Häussermann – Ursendung Ö1, heute, 20:30 H | http://tinyurl.com/Jelinek-Tiere #radiokunst

inadaequat: Wien: Jelinek-Forschungszentrum gibt 23. 4. bis 20. 5. fünf Debatten zum Stück “Rechnitz“| http://tinyurl.com/Rechnitz-Mord-als-Fest

etkbooks: ntm: Helmut Kraussers Radio-TATORT bis 27.4. … download: http://www.radiotatort.ard.de

inadaequat: Neue Kritik an Einigung im Rechtsstreit um Googles Buchsuche | http://tinyurl.com/gugl-buch-kritik #copyright #booksearch

inadaequat: Noch einmal der “Heidelberger Appell” vs. open acces : O Panik, o Schutz vor ihr ! | http://tinyurl.com/reuss-appell #copyright #reuss

inadaequat: World Digital Library startet heute: USA 133, O-Asien 81, EU 380 items, zB ein kriegstechn. Schaubild | http://tinyurl.com/w-digi-lib

inadaequat: Duden & sein Szenesprachenwiki ( sic ! ) | http://szenesprachenwiki.de

etkbooks: Sie wollen einen Roman schreiben? Literaturblogger gesucht von Writing Time http://tinyurl.com/Erfahrungen-mit-SEO-waeren-gut

inadaequat: J. G. Ballard 1930 – 2009 : Eben ist die deutsche Neuausgabe von “Liebe & Napalm” erschienen | http://tinyurl.com/love-napalm

inadaequat: Rarität : Ausstellung von Zeicnungen des Originalgenies Anselm Glück , Vernissage heute, 19 H | http://tinyurl.com/wien-KW-17 #termine

etkbooks: überhaupt: http://www.journalfuerkunstsexundmathematik.ch/

inadaequat: Nachlese : Wie man eine buchstäblich nichtssagende Kolumne in der FAZ über Google zustande bringt … | http://tinyurl.com/google-null

etkbooks: RT @meineverlag Geld verdienen in digitaler Buchbranche – ein Einwand aus Verlagssicht | Meine Verlag – BLOG http://ow.ly/3bi8

inadaequat: 3 Tage mit Urs Allemann im ORF- Kunstradio- Studio : derart fundierte Texte + umwerfende Sprechtechnik haben wir selten ! #radiokunst

etkbooks: RT @Buecher_Wiki_2: Über den literarischen Begriff Phantagon: http://tinyurl.com/dm9yyv

etkbooks: Mensch, Maschine, Algorithmus und Internet: free lutz! (Johannes Auer) http://freelutz1.netzliteratur.net/d/sprecher.html

etkbooks: “Twitter ist etwas für ältere und für schriftsprach-versierte. im kern ist es ein “literarisches” tool.” http://tinyurl.com/weg-vom-ich

inadaequat: Linz: TAGE DER POESIE, 15. bis 18. 4. mit Ann Cotten, Anja Utler, Jürg Laederach u. a. | http://tinyurl.com/poesiefestival #termin

inadaequat: Johannes Jansen http://tinyurl.com/Joh-Jansen wird – endlich – in der ZEIT gewürdigt | http://tinyurl.com/Jansen-ZEIT

etkbooks: ntm: Till Nikolaus von Heiseler: MEDIENTHEATER. Wissensproduktion als Inszenierung. http://www.formatlabor.net/ #pipeline

inadaequat: Experte Alfred Noll : “Will die Regierung den ORF vernichten ?” | http://tinyurl.com/sparzwang-to-hell #radiokunst

inadaequat: ORF- Hörfunk soll diesjahr 900.000.- einsparen . Bitte WO ? | http://tinyurl.com/ORF-radio-cut #radiokunst

inadaequat: dbp : Ausgerechnet Hubert Winkels, der kürzlich in einer österr. Jury grob den Launischen heraushängen liess, ist Jury-Sprecher . #dbp

inadaequat: dbp : 79 Verlage aus D , Ö , CH reichen 123 Romane ein & die Jury darf’s per E- Reader lesen | http://tinyurl.com/dbp-09-vorlage #dbp

inadaequat: “World Digital Library” soll am 21. 4. öffnen : Ähnlich wie die Europeana ? | http://tinyurl.com/world-digital-library

inadaequat: Neuer Sponsor ( ! ) & neue Moderatorin beim Bachmann- Preis . Ob’s hilft ? | http://tinyurl.com/TDDL-2009 #bachmannpreis #preis

inadaequat: Juli Zeh = eine der “aufregendsten Erzählerinnen dt. Sprache” ?! – De gustibus non est .. | http://tinyurl.com/Carl-Amery-Preis #preis

inadaequat: Kehlmann vor Sperrfrist im Spiegel : Das Magazin blitzt derzeit von gegen Rowohlt ab | http://tinyurl.com/sperrfrist-RUHM #verlag

inadaequat: Who watches the bird-watchers ? – Der New Yorker weiss Trost & Rat | http://tinyurl.com/birdwatch-watch

hedoniker: RT @etkbooks Kleinverlage – wertvoll, aber pleite. 15.4.2009, DRS 2, download: http://www.drs2.ch/www/de/d…

inadaequat: New Blogpost: Vierteljährliche Anthologie “Literarische Weblogs in deutscher Sprache” now out ! | http://tinyurl.com/Lesezeichen-1-09

etkbooks: Kleinverlage – wertvoll, aber pleite. 15.4.2009, DRS 2, download: http://www.drs2.ch/www/de/drs2/sendungen/reflexe/2741.sh10077696.html

etkbooks: der autor als download. michel mettler über e-books http://tinyurl.com/dxzwk2

etkbooks: RT @volandquist: Joachim Leser vom Verlag Kein & Aber über Zwitscher-Erfahrungen und -Perspektiven: http://bit.ly/1A3pZh

inadaequat: Ausstellung “Zauberhafte Klangmaschinen” – nur noch bis Sonntag , 19. April ! | http://tinyurl.com/klangmaschinen #radiokunst

inadaequat: Zufallsbekanntschaften : David Sedaris “Guy Walks into a Bar Car” im neuen New Yorker | http://tinyurl.com/sedaris-bar

inadaequat: Wie vorausgesehen : Autoren- Urheberrecht korrodiert als Wert & als Sache | http://tinyurl.com/urheber-minus #urheberrecht

etkbooks: das litblogs.net-lesezeichen 01/2009 ist da! http://www.litblogs.net/inhalt-012009/

inadaequat: @etkbooks URHEBER sind sofort zu entrechten , da – wie die Vorsilbe “Ur-” – signalisiert – dass die Hebende Urhorde obsolet ist…
etkbooks: wer hat denn nun (urheber)recht? verwirrung im ententeich http://tinyurl.com/c33z9c

inadaequat: Jack Shafer : The Great Newspaper Crackup of 1918 – And what to learn from it | http://tinyurl.com/krise-1918 | Zur Debatte #verlag

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rittinergomez: 140 km/h – 140 sekunden lang – mit 140 gedanken im kopf – 140 dinge zu erledigen – 140 verdrägte gefühle – 140 puls – 140 baustelle

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inadaequat: “ACH , ICH WILL” steht auf das pier des donaukanals gesprüht : als das wünschen noch geholfen hatte …

inadaequat: Peter Weibel- Schau @ Gritta Insam: zB 1 bewohnbarer Bibliotheksturm im Modell > pdf | http://tinyurl.com/Weibel-wohnen-in-bibliothek

inadaequat: Darnton über G-Books: Hätten die öfftl. Bibliotheken die Digitalisierung nicht verpennt .. .| http://tinyurl.com/Darnto-digital-wissen

etkbooks: ntm: http://www.gute-seiten.net/ – curated kiosk & magazine

etkbooks: diskurskorpus urheberrecht 2.0 http://die.hor.de/622/andere-schrieben-heidelberg/

inadaequat: ,,, und updates gar nicht mehr heraus … | http://tinyurl.com/google-twiter-deal02 #pipeline

inadaequat: Kauft Google Twitter ? – Techchrunch kommt aus den meldungen … | http://tinyurl.com/google-twiter-deal01 #pipeline

etkbooks: ntm: “Ich werde fleißig sein, gewissenhaft und sparsam sein. Nur grade heute nicht.” (Bachmann in einem Brief an Johnson1970.)

etkbooks: RT @szylla: Deutscher Literaturfond schreibt an Autoren in Sachen Heidelberger-Appell. http://is.gd/qGuo

etkbooks: Eine sehr kurze Geschichte der Motelliteratur … http://tinyurl.com/HIPF8-7

Bryant Park

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sierra : 8.57 – Es hatte Stunden lang geregnet, jetzt dampfte der Boden im südwärts vorrückenden Nordlicht, und das Laub, das alles bedeckte, die steinernen Bänke, Brunnen und Skulpturen, die Büsche und Sommerstühle der Cafes, bewegte sich trocknend wie eine abgeworfene Haut, die nicht zur Ruhe kommen konnte. Boulespieler waren vom Himmel gefallen, fegten ihr Spielfeld, schon war das Klicken der Kugeln zu hören, Schritte, Rufe. Wie ich so zu den Spielern schlenderte, kreuzte eine junge Frau meinen Weg. Sie tastete sich langsam vorwärts an einem weißen, sehr langen Stock, den ich eingehend beobachtete, rasche, den Boden abklopfende Bewegungen. Als sie in meine Nähe gekommen war, vielleicht hatte sie das Geräusch meiner Schritte gehört, sprach sie mich an, fragte, ob es bald wieder regnen würde. Ich erinnere mich noch gut, zunächst sehr unsicher gewesen zu sein, aber dann ging ich ein Stück an ihrer Seite und berichtete vom Oktoberlicht, das ich so liebte, von den Farben der Blätter, die unter unseren Füßen raschelten. Bald saßen wir auf einer nassen Bank, und die junge Frau erzählte, dass sie ein kleines Problem haben würde, dass sie einen Brief erhalten habe, einen lang erwarteten, einen ersehnten Brief, und dass sie diesen Brief nicht lesen könne, ein Mann mit Augenlicht hätte ihn geschrieben, ob ich ihr den Brief vorlesen könne, sie sei so sehr glücklich, diesen Brief endlich in Händen zu halten. Ich öffnete also den Brief, einen Luftpostbrief, aber da standen nur wenige, sehr harte Worte, ein Ende in sechs Zeilen, Druckbuchstaben, eine schlampige Arbeit, rasch hingeworfen, und obwohl ich wusste, dass ich etwas tat, das ich nicht tun durfte, erzählte meine Stimme, die vorgab zu lesen, eine ganz andere Geschichte. Liebste Marlen, hörte ich mich sagen, liebste Marlen, wie sehr ich Dich doch vermisse. Konnte solange Zeit nicht schreiben, weil ich Deine Adresse verloren hatte, aber nun schreibe ich Dir, schreibe Dir aus unserem Cafe am Bryant Park. Es ist gerade Abend geworden in New York und sicher wirst Du schon schlafen. Erinnerst Du Dich an die Nacht, als wir hier in unserem Cafe Deinen Geburtstag feierten? Ich erzählte Dir von einer kleinen, dunklen Stelle hinter der Tapete, die so rot ist, dass ich Dir nicht erklären konnte, was das bedeutet, dieses Rot für sehende Menschen? Erinnerst Du Dich, wie Du mit Deinen Händen nach jener Stelle suchtest, wie ich Deine Finger führte, wie ich Dir erzählte, dass dort hinter der Tapete, ein Tunnel endet, der Europa mit Amerika verbindet? Und wie Du ein Ohr an die Wand legtest, wie Du lauschtest, erinnerst Du Dich? Lange Zeit hast Du gelauscht. Ich höre etwas, sagtest Du, und wolltest wissen, wie lange Zeit die Stimmen wohl unter dem atlantischen Boden reisten, bis sie Dich erreichen konnten. – An dieser Stelle meiner kleinen Erzählung unterbrach mich die junge Frau. Sie hatte ihren Kopf zur Seite geneigt, lächelte mich an und flüsterte, dass das eine sehr schöne Geschichte gewesen sei, eine tröstliche Geschichte, ich sollte den Brief ruhig behalten und mit ihm machen, was immer ich wollte. Und da war nun das aus dem Boden kommende Nordlicht, das Knistern der Blätter, die Stimmen der spielenden Menschen. Wir gingen noch eine kleine Strecke nebeneinander her, ohne zu sprechen. Ich seh gerade ihren über das Laub tastenden Stock und ein Eichhörnchen mit einer Nuss im Maul, das an einem Baumstamm kauerte. Beinahe kommt es mir in dieser Sekunde so vor, als hätte ich dieses Eichhörnchen und seine Nuss nur erfunden.

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DNB : Pflichtablieferung von Netzpublikationen

  • Nationale Webarchivierung
  • Eine Erregung
  • Fragen und Antworten

NATIONALE WEBARCHIVIERUNG

2006 erteilte der Gesetzgeber der Deutschen Nationalbibliothek ( DNB ) den Auftrag , auch Publikationen im Internet zu sammeln . Ab 2008 sollen die ersten digitalen Pflichtexemplare eingehen : vor einem Jahr im Börsenblatt online erschienen , hätte man diese Meldung ja durchaus positiv interpretieren können : Die hoch offiziöse Registrierung von Portalen wie litblogs.net hätte einen fruchtbaren Dialog mit den Portalbetreibern , den „betroffenen“ Bloggern, Forschern und Archivaren von DILIMAG triggern können .

Was nun seitens des deutschen Gesetzgebers ertönt , lässt sich einigermassen bürokratisch an : „Verordnung zur Pflichtablieferung von Netzpublikationen tritt in Kraft“ titelt heise am 22. 10. und ventiliert die mit Wirkung des Folgetages implementierte Verordnung ( PDF ) über die Pflichtablieferung von Medienwerken an die Deutsche Nationalbibliothek .

Kurz : Es geht darum , welche Netzpublikationen bei der DNB quasi als „Pflichtexemplar“ elektronisch eingereicht und für die Archivierung freigegeben werden müssen .

Laut dem DNBG sind neben Büchern, Zeitungen, Zeitschriften und anderen physikalischen Medienträgern auch „unkörperliche“, in „öffentlichen Netzen dargestellte“ Medienwerke bei der Nationalbibliothek abzuliefern. Wer dieser Pflicht nicht nachkommt, riskiert nach einer Abmahnung eine Geldstrafe bis zu 10.000 Euro. Ziel der Verordnung ist es, die gesetzliche Regelung auf ein handhabbares Maß einzuschränken. Prinzipiell steht es der DNB demnach offen, auf die Zulieferung oder elektronische Abholung einzelner Netzpublikationen zu verzichten, wenn diese in unterschiedlichen technischen Ausführungen erscheinen. Anheim steht es ihr auch elektronische Medien auszuklammern, deren Sammlung oder Archivierung „nur mit beträchtlichem Aufwand“ möglich wäre.

Prinzipiell schließt die Verordnung etwa „lediglich privaten Zwecken dienende Websites“ aus. Was genau darunter fällt, ist unklar. Die DNB strebt nach eigenen Angaben an, die Archivierung auch auf „originär dem Web“ entsprungene Publikationsformen wie Blogs, Wikis oder Foren nach und nach auszudehnen. In einem Frage-Antwort-Verzeichnis listet die Einrichtung bislang aber nur pauschal „elektronische Zeitschriften, E-Books, Hochschulprüfungsarbeiten, Digitalisate, Musikdateien oder auch Webseiten und dynamische Applikationen“ auf. Eine Definition öffentlicher oder privater Werke fehlt. Weiter ist nachzulesen, dass die Entwicklung geeigneter Verfahren für den Massenbetrieb der Sammlung, Erschließung und Archivierung von Netzpublikationen „stufenweise“ erfolge. Solange diese noch nicht abschließend zur Verfügung stünden, würde die DNB „keine Ordnungswidrigkeitsverfahren anstrengen“.

Generell soll die Anlieferung möglichst per FTP und bevorzugt als PDF erfolgen. Bilder, andere Darstellungselemente sowie „Software und Werkzeuge, die in physischer oder in elektronischer Form erkennbar zu den ablieferungspflichtigen Netzpublikationen gehören“, sind aber ebenfalls betroffen. Dies gilt vor allem für „nicht marktübliche Hilfsmittel“, ohne die ein Lesen der digitalen Werke im Offline-Modus nicht möglich ist. ( … ) ( heise )

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EINE ERREGUNG

Prompt tobt ein Sturm im Wasserglas : Von „Schildbürgerstreich“ und „wahnwitziger“ Sammelwut geht die Rede ; juristisch ergeben sich Abgrenzungsschwierigkeiten zwischen „öffentlichem Interesse“ ( Meldungspflicht ) vs. „privaten“ & „gewerblichen“ Zwecken ( keine Meldungspflicht ) , ganz zu schweigen von den technischen Schwierigkeiten sowohl für Seitenbetreiber als auch für Archivare :

Entweder haben bei den Entscheidungsträgern so einige das Medium Internet (bzw. WWW) in seiner Komplexität deutlich unterschätzt. Oder man hat einfach einen gewissen Definitionsbedarf übersehen. ( e-fee.d )

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FRAGEN UND ANTWORTEN

Mike Schnoor ( sichelputzer ) hat bei der DNB- Hotline ( 069 1525 1320 ) direkt angefragt und folgende Auskunft erhalten :

  • Publikationen wie Weblogs sind momentan für die Erfassung nicht relevant.
  • Private Inhalte auch außerhalb Weblogs, die mit Werbeanzeigen einen gewerblichen Charakter haben, sind für die Archivierung derzeit nicht relevant.
  • Technisch gesehen ist die Archivierung von sehr vielen Datenmengen, insbesondere individuelle Publikationen wie Weblogs, noch nicht ausgereift.
  • XML und RSS seien andenkbare Lösungen zur Aggregation der Inhalte, die jedoch noch in Planung sind.
  • Die Pflege der Daten bei Aktualisierungen der publizierten Texte ist derzeit noch nicht gelöst.
  • Digitale Bilder und Videos diverser Social Media Networks stellen die Nationalbibliothek vor eine Herausforderung, insbesondere die zu bereitstellende Speicherkapazität seitens der Nationalbibliothek für einen digitalen Film sind derzeit nicht abgedeckt.

Ich bezweifle daher sehr stark, dass hier ein Blogger mit strafrechtlicher Verfolgung zu rechnen hat, wenn insbesondere bei mehreren hunderten, gar tausenden Blogeinträgen jedes Mal ein PDF zu erstellen wäre. Den Zeitaufwand können Privatpersonen kaum betreiben. Ich selbst würde Wochen damit verbringen, jeden Blogeintrag als gute gemachtes PDF zu sichern. Was passiert da mit neuen Kommentaren? 🙂

Weitere Details in Benedikt Köhlers offenem „Brief an die Deutsche Nationalbibliothek“ sowie in deren Replik : „Auch Kommentare könnten gesammelt werden, Schutz von Urheberrechten unklar: Die Antwort der Deutschen Nationalbibliothek“ ( viralmythen ).

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Längen und Kitsch?

Die anfängliche “Pleite” mit dem vierten Wechsler-Kapitel hat mich misstrauisch gemacht. Das Folgekapitel muss mit einer längeren Passage beginnen, in der die Beziehung zwischen Wechsler und seiner Frau näher beleuchtet wird. Ich kann noch nicht verraten, warum ich diese Strecke brauche. Nur so viel: Das Kapitel kann ein wenig Länge am Anfang vertragen, weil es in der Mitte und am Ende zwei Paukenschläge geben wird, die es in sich haben.Dennoch frage ich mich, ob ich nicht zu ausführlich werde. Echte Längen will ich mir in diesem Buch nicht leisten. Das Feuer darf nicht ausgehen…

Auch bin ich mir unsicher, wie dicht am Kitsch ich mich bewege, wenn ich in dieser Breite Themen wie Gefühlsdiskrepanzen und Heiratsanträge behandle.

 

Wie sehr mein seelisches Gleichgewicht von der Zuwendung meiner Frau abhängt, den vertrauten Worten, den kleinen Gesten und Zärtlichkeiten, ist mir in den letzten Tagen sehr bewusst geworden. Nachdem wir das von meiner Tochter entdeckte Wechsler-Foto begutachtet hatten und uns einig waren, dass es sich um jemand anderen handeln musste, umarmten wir uns. Und später, als wir ins Bett gegangen waren, schmiegte sie sich zum ersten Mal seit langem wieder an mich. Nach all den Verwirrungen der letzten Tage, dem Zweifeln und Argwöhnen, kehrte ein wenig Ruhe ein in mein aufgewühltes Inneres. Ich nehme an, es ging ihr nicht anders.

Ich war nie, was Kishon den »besten Ehemann von allen« nennen würde, denn es ist nicht leicht, etwas von mir zu haben. Wenn ich sage, ich war in der ersten Zeit unseres Zusammenseins damit beschäftigt, in meine Frau verliebt zu sein, erklärt das recht gut, was ein Leben mit mir zuweilen schwierig macht. Beschäftigt war ich mit dem Gefühl des Verliebtseins, aber ich bezweifle, dass meine Frau damals den Eindruck hatte, ich sei beschäftigt mit ihr. Der größte Teil der Romanze zwischen uns spielte sich in meinem Innern ab, und es brauchte einen der eher seltenen offenen Momente, in denen ich aus mir herauskommen konnte, damit sie überhaupt mitbekam, wie wichtig sie mir war.

Dieses Versunkensein im eigenen Ich war so stark, dass es lange gebraucht hat, bis mir überhaupt klar wurde, dass ich sie ausschloss. Mein Gefühl sagte mir, dass ich sie in Liebe und Aufmerksamkeit geradezu badete. Jeder zweite Gedanke galt ihr. Sie machte mich glücklich wie noch niemand zuvor. Und ich konnte gar nicht begreifen, dass sie dies nicht wahrnahm, sondern im Gegenteil glaubte, ich interessiere mich für alles Mögliche, nur nicht für sie.

Die Welt in mir war für mich die Welt. Selten kam jemand zu Besuch. Noch seltener gab ich Auskunft über mich und die Wirklichkeit, in der ich lebte. Bei der Nähe, die ich von Anfang an zwischen uns empfunden hatte, kam es mir nicht einmal in den Sinn, dass es für sie keine Verbindung dorthin geben könnte – es sei denn, ich stellte diese Verbindung her: nicht nur in meinen Träumen, sondern durch Worte und durch Taten.

Nicht selten kam es vor, dass ich sie mit einer Bemerkung überraschte, die ich für ganz belanglos hielt, weil keineswegs neu. Wie selbstverständlich bin ich jeweils davon ausgegangen, dass sie doch wissen muss, was ich denke und fühle, nicht zuletzt weil ich mir sicher war, es schon dutzende Male ausgesprochen zu haben. Und dann erfuhr ich von ihr, dass ihr völlig neu sei, was ich erzählte, weil ich mir immer nur eingebildet hatte, ihr alles mitgeteilt zu haben, tatsächlich aber die Worte nie den Weg über meine Lippen gefunden hatten.

Völlig entsetzt war ich, als wir, Jahre nach unserer Hochzeit, einmal über den Tag sprachen, an dem ich sie gefragt hatte, ob sie mich heiraten wolle.

Ich war mir lange schon sicher gewesen, dass sie die Richtige für mich war. Aber ihre Bemerkung, dass sie ohne besagtes Missverständnis, als wir uns kennenlernten, nicht einmal mit mir ausgegangen wäre, wirkte nach. Ich spürte ihre Liebe, war mir aber dennoch ewig unsicher, ob sie mich wirklich wollte.

An jenem Tag waren wir eine längere Strecke im Auto gefahren. Wir hatten uns unterhalten, gescherzt, Pläne geschmiedet, und ich bildete mir zum ersten Mal, seit wir uns kannten, ein, dies könnte der Moment sein, in dem sie Ja sagen würde. Also fragte ich, und sie sagte Ja. Sechs Wochen später haben wir geheiratet. Wir beide konnten es kaum erwarten. Es wäre noch schneller gegangen, hätte sich der Juwelier für die Anfertigung der Ringe, die wir gemeinsam entworfen hatten, nicht wenigstens sechs Wochen ausgebeten.

Das ist meine Erinnerung an jenen Tag und die wenigen Wochen, die danach noch bis zu unserer Hochzeit vergingen. Ganz anders hörte es sich an, als meine Frau mir Jahre später erzählte, wie sie den Tag meines Antrags erlebt hatte.

Es stimmte wohl: Ich hatte den richtigen Augenblick gewählt; doch sie hatte nicht sofort zugestimmt, weil einfach alles gepasst hatte und es keine Zweifel gab. Vielmehr hatte meine Frage sie völlig überrascht. Als ich sie stellte, erzählte sie mir, war sie sich zum ersten Mal, seit wir uns kannten, sicher, dass ich wirklich sie meinte und mich tatsächlich für sie interessierte. Einen nachdrücklicheren Beweis dafür, dass ich in einer anderen Welt lebte als sie, hätte es nicht geben können.

Auch später erging es ihr nicht wirklich besser mit mir.

In der Zeit der Nachstellungen durch Finanzbehörden und Gerichtsvollzieher nahm ich jeden Auftrag an, den ich bekommen konnte. Ich setzte alles daran, nicht nur das Schuldendrama so schnell wie möglich zu beenden, sondern bemühte mich auch, sie und die Kinder so wenig wie möglich spüren zu lassen, dass es um unsere wirtschaftliche Lage nicht zum Besten stand.

Ich ließ alle Briefe der Finanzkasse verschwinden, bevor meine Frau sie hätte lesen können, versteckte die Kontoauszüge und gab ihr das Wirtschaftsgeld bar. Stand eine notwendige Anschaffung an, ließ ich mir etwas einfallen. Sie sollte nie das Gefühl haben, etwas entbehren zu müssen – wenn man von der winzigen Wohnung einmal absah, in der wir es uns nach Auslagerung der meisten unserer Bücher doch irgendwie bequem gemacht hatten.

Zu gut erinnerte ich mich an meine Kindheit, die permanenten Geldsorgen meiner Eltern, das Schwarztaxifahren meines Vaters, nachts nach einem vollen Arbeitstag, und die Privatkredite von Freunden, die sie zum Teil durch Wochenend-Renovierungsarbeiten abgedient hatten. Außerdem spukte mir ständig eines der Lieblingszitate meiner Mutter durch den Kopf: »Meine Herrn, meine Mutter, die prägte / auf mich einst ein schlimmes Wort. / Ich würde noch enden im Schauhaus / oder an einem noch schlimmeren Ort.« Das war Brecht, kam meiner Mutter jedoch immer wieder und ganz natürlich wie eine eigene Schöpfung über die Lippen, seit ich ihr eröffnet hatte, dass ich meinen Lebensunterhalt mit Literatur verdienen wollte.

Ich arbeitete also. Bei Frau und Kindern war ich nur noch ein eher selten gesehener Gast.

Nun hängt meine Frau, wie schon gesagt, kaum an materiellen Dingen. Aber sie fühlt romantisch. Was nützt ihr ein Mann, wenn sie nichts von ihm hat, weil er abwesend ist, entweder tatsächlich, weil er Kunden beglückt, oder aber geistig, wenn er zu Hause ist, aber nichts von dem preisgibt, was ihn beschäftigt, weil er fürchtet, sie damit nur zu belasten?

Nicht einmal, nachdem die Dramen ausgestanden waren, hat es sich wirklich zum Besseren gewendet. Ich war dankbar für den nun wieder freien Kopf und nahm flugs die Beschäftigungen wieder auf, für die in den Jahren zuvor die Zeit und Muße gefehlt hatte. Ich schrieb wieder und jagte nun auch noch nach guten Autoren und Geschichten. Was immer ich mir für einen Tag vornahm, hätte zwei- oder dreimal vierundzwanzig Stunden erfordert. Um alles umzusetzen, was mich interessierte und was ich mir ausmalte, hätte ich drei Leben gleichzeitig leben müssen.

Meine Frau ist Leserin, eine leidenschaftliche Leserin sogar, aber meine Begeisterung für Entstehen und Herstellung von Büchern kann sie nicht teilen. Sie möchte gar nicht wissen, welche Kompositionsprinzipien bestimmten Romanen, die sie fesseln, zugrunde liegen. Und erst recht nicht möchte sie mit Druckfahnen, unendlichen Korrekturgängen, ISBN-Nummern, Messen und Vertreterbesuchen zu tun haben.

Also bleibe ich auch heute in diesem Bereich für mich. Mitunter kommt es mir vor, als sei ich eingesponnen in all diese Vorhaben und Aktivitäten wie in einen Kokon. Aber meine Frau ist es und immer wieder nur sie, die mich durch die enggesponnenen Fäden hindurch ruft und auch erreicht. Sie ist meine Verbindung hinaus in die andere Realität, jene Welt, in der meine Kinder spielen und einen Vater brauchen, und in der sie selbst sich einen Mann wünscht, der Anteil nimmt und sie Anteil nehmen lässt an dem, was ihn bewegt.

czz / hab (6)

Am 13. Juli 2008 23:17 schrieb czz

nö , das mit den eulen nach athina war auf den verlag gemünzt und den tagblinden höhlenbrüter , welcher ( trotz zweier im hintersten griechenland verbrachter jahre : mit dem mini nach mykene ! ) das wappentier der fehlsichtigen legasthenikerin geblieben ist : zum mondenschein , werter hab , einen kurzen gruss aus einem langen tag der wenig erfreulichen steuerlichen bilanzierung der beiden zurückliegenden quartale –
aufregungen und harte unterhandlungen wg. möglichen wohnungswechsels gaben heute leider keine sekunde , die diskussion fortzusetzen , mir fiele da schon noch verschiedenstes ein . was ich vielleicht aber vorerst anregen möchte , wäre die sicherung von textauszügen aus dem Franzetti- ausgezeichneten text , welcher gestern ( staun ! staun ! ) im standard erschienen ist – – – da das blatt die artikel relativ schnell ins kostenpflichtige archiv absinken lässt , würde ich anregen , der poetologischen / literatur be Ver TRIEB lichen sommerakademie ein paar absätze des textes hinzuzufügen ! ich hänge ihn gleich hier ins mail und bin sehr neugierig , was der werte hab dazu sagen wird –

den sanften hint ( LINK ) zur (…) nehme ich wie das picasso- täubchen zart in die hohle hand , bevor ich jetzt nach 16 stunden endgültig vom sessel sinke –

dies nur als kurze NOTE des DA ( nicht fort ) mit herzlichem gruss und anschliessendem text –
best, czz

Am 14. Juli 2008 13:18 schrieb hab

wenn sie da auch darauf (…) anspielen: das kann ich ihnen gerne auch mal als leseex. zukommen lassen, zur beruhigung, wenn sie mögen …

herzlich
hab

Am 15. Juli 2008 11:32 schrieb czz

in diesen NOTWENDIG beruhigenden sinne , werter hab , würde ich gerne um ein „mängelexemplar“ , einen „remittenden“ bzw. um „bst. u. stockfl.“ leseexemplar ersuchen – mit sehr herzlichem gruss und dank und überhaupt verbleibend
Ihre derzeit etwas trostlose czz

(…)

p. s. wie wär’s mit einem adress- und büchertausch : ich kann Ihnen derzeit leider nur antiqitäten anbieten

Am 15. Juli 2008 11:50 schrieb hab

da hoffe ich doch, liebe czz, dass ich etwas trost spenden kann. ich schick das buch mal morgen (oder so) mit der schneckenpost raus. auf ihr u. angebot komm ich dann auch gern mal drauf zurück (wenn mir was einfällt) ….

so long & herzl.
hab

Am 23. August 2008 21:20 schrieb hab

da haben sie, liebe czz, mir aber eine schöne freude gemacht, als ich heute morgen meinen briefkasten leerte. herzlichen dank! für die dvd, die ich selbstverständlich wahrnehmen werde. (vielleicht nicht mehr heute oder die tage, aber bald. vielleicht darf ich da sogar mit einem screenshot und einer bemerkung oder einem zitat in der (…) aufwarten?). und sehr gefreut habe ich mich auch über ihre lektüre von dtmf. ihre treffenden beobachtungen (das ensemble der logiken und regeln, und die tropfenmetapher. das buch wäre dann ein kleiner schauer. oder eine art platzregen. vielleicht darf ich die auch verwenden? (hoffe, ich bin da nicht zu ungestüm)). und ja: in gewissem sinne handelt es sich ja bei vielen materialien ja auch um shortshortstories. quantitativ: sieht man dann wohl nur 1/14tel des ganzen komplexes … und die „gedanklichen fortsetzungen“ … da kann assoziation oft in die maximale breite gehen … also merci again, für die meldungen. im letzten satz ihres briefes sprechen sie über den angedeuteten DIALOG. ich hoffe, ich verstehe nicht falsch und es hängt mit der litblogs.net-rubrik „briefwechsel“ zusammen, die ich nun – schon etwas länger her – eingerichtet habe, worin aber noch nichts oder kaum zu finden. wir hatten ja schon diverse wechsel, u.a. getitelt mit „ON AIR!“, die ich mir schon in meine korrespondenzenMappe gelegt habe und die man startenderweise exzerpieren könnte und dort einstellen. exzerptmässig könnte ich mich daransetzen und einen vorschlag herausschneiden (oder möchten sie?). oder aber ich sitze gerade auf einem ganz anderen dampfer, einem schlauch oder meiner langen leitung. dann hoffe ich, sie entschuldigen und können mir auf die sprünge helfen ….

nun aber lasse ich sie wieder zurück zu ihren kartons. (oder haben sies schon überstanden? und die regale sind aufgebaut und bücher darinnen? seit meinem letzten umzug, letztes jahr, habe ich meine bücher nur noch in die regale geklatscht. der blätterzug entbehrt nun jeglicher ordnung. erstaunlicherweise kümmert mich das nicht mal mehr besonders. (wenn ich etwas finden will, find ichs dann auch, auf umwegen, irgendwann). früher hätte mir das keine ruhe gelassen. vielleicht werde ich ja, ganz gegen die natur, mit zunehmenden jahren immer unpedantischer … schön wärs) …

ihnen nun einen schönen samstagabend & mit herzlichen grüssen
hab

czz / hab (4)

Am 4. Juli 2008 10:55 schrieb czz

hatten Sie je daran gedacht , werter hab , die „konversationsbriefe“ über anwesende dieser seite handeln zu lassen ?! – Sie überraschen mich in einem , zwei , drei fort . aber es hat sich die beobachtung ja erst in jüngster zeit dafür ein wenig mehr geschärft , dass es und WIE es doch etliche interaktion zwischen den seitenteilnehmern gibt . und ja , nicht nur pötische wörter …

als element der PROZESSE wären die konversationen einerseits teil derselben , reflektierten diese hinwiederum : und selbstverständlich steckt ja ein jeder von uns in seinem eigenen ( ach , K. ) „process“ im blog wie im echtleben . werden also uns schon ein bisschen aus unseren fensterchen hinauslehnen müssen , um überhaupt gemeinsam prozessierliches zu eruieren .

Sie sind da womöglich einer der mittelpunkte , von dem die „konversationen“ sternförmig ausgehen , da Sie uns alle wohl besser kennen und beobachten als die jeweiligen einzelnen einander | untereinander .

und wenn an unser aller horizont ein ereignis der echtwelt wie ein siebentonner vorbeizieht , umso besser , dann kucken wir ihm nach und ratschen ….

aber ich denke Sie da wirklich ein wenig wie einen moderator ( überdeterminiert ) , da Sie sicher mit jedem litblogs- teilnehmer ein „thema“ haben . was hiesse , die grösste disclosure läge irgendwie doch bei Ihnen , wobei ich Sie selbstverständlich nicht zum ( horribile dictu ) „hölzchenwerfer“ degradiert wissen wollte .

trotzdem vermeine ich das glück und die mühen der moderation doch einigermassen zu kennen , wobei diejenige im radio und am veranstaltungstisch oft leichter von der hand / aus dem maul geht als die persönlichen ermunterungsbriefe im „Blog 4 Burma“- netzwerk . trotzdem ist gerade letzteres ein interessantes long- term- experiment : wie lange kann ich teilnehmenden motivieren , wieviel motivierendes feedback erhalte ich selbst zurück und es doch sehr interessant , welche persönlichen verwerfungen es innerhalb der letzten acht monate gab , und aber auch wie feine wechselreden hinter den kulissen sich langsam sehr ins echtleben ziehen in höchst freundlicher weise –

ende der ausschweifung . stop , schnitt , cut , werter hab , Frau löffler wird in zwei stunden vom österreichischen staat zur FRAU PROFESSOR feierlich ernannt und nachher sind zwei tage linz juryklausur –

ab- doch nicht ausschweifend herzlich ,
czz

– if ever – this is written to fit to print –

Am 4. Juli 2008 21:27 schrieb hab

ein zurückschweifen, liebe czz, ist das dann eine regression? ich bin jedenfalls immer erstaunt, wenn ich ihre rezensionen (wie gerade eben, heute abend – über die kurzeck-cds, in der nzz) lese, die ja stilistisch durchaus gebräuchlich (nzzig) sind, gegenüber dem czzigen, wie es mir in unseren unterhaltungen vorliegt. das. genau das meinte ich mit den vielstimmigkeiten, irgendwo oben …

(meinen sie, man könnte unseren kleinen thread hierzu, etwas redigiert und ge(…)rzt in den „briefwechsel“n verwenden, sozusagen als anschluss, und auch der phantasie verschiedener leute flügel zu verleihen … positives gabs ja dazu auch schon von (…), (…) und (…) … vielleicht wiederhole ich mich aber auch (auch so ne sache) … )

schönen abend, jedenfalls
hab